Gute Neuigkeiten

Hin und wieder gibt es auch Gutes zu vermelden…. In Syrien, diesem schönen (und ehemals stabilen) Land, in dem seit 4,5 Jahren der Bürgerkrieg tobt, gibt es Neuigkeiten: Die Russen haben mit Luftangriffen gegen die Gegner von Präsident Assad begonnen!

Diese Angriffe sind offensichtlich von größerer Effektivität als vorher alle Luftangriffe von USA, Großbritannien und anderen, denn die syrische Armee rückt an verschiedenen Stellen gegen ISIS, Al-Nusra, die FSA und andere Rebellen vor. Dabei wird die syrische Armee von Einheiten der libanesischen Hizbollah unterstützt. Auch iranische Truppen sollen involviert sein. http://www.informationclearinghouse.info/article43179.htm

Jedenfalls hat die Kampagne bis dato zu einigen Geländegewinnen geführt. Auch die Kurden im Norden des Landes überlegen offenbar, einen Offensive gegen den Islamischen Staat zu führen. http://www.thenational.ae/world/middle-east/syrian-kurds-have-isil-capital-in-their-sights

Es gibt zwar Proteste von Seiten des Westens, doch führen die Russen ihre Angriffe weiter mit offenbar großer Effektivität fort: So sollen 5.000 Dschihadisten getötet worden sein und 15.000 sich auf der Flucht befinden. Ob diese Zahlen stimmen, kann hier natürlich nicht beurteilt werden.

Zwei Sachen aber sind eindeutig: Der Vorteil ist im Moment auf Seiten der syrischen Armee. Sollte es gelingen, die Rebellen an verschiedenen Frontabschnitten deutlich zurück zu drängen (die Luftkampagne der Russen ist bis Ende Dezember angesetzt), so könnte der Krieg eine entscheidende Wendung nehmen.

Außerdem sind zwei weitere Dinge zu erwarten: Wenn die syrische Armee sich nicht nur behauptet, sondern die Rebellen deutlich zurückdrängt, dürften Moral und Ansehen der Armee weiter wachsen. Zudem dürfte die syrische Armee dann auch ein formidabler Gegner für künftige Kontrahenten sein. http://www.informationclearinghouse.info/article43184.htm

Zum anderen haben die Russen bis dato gezeigt, dass ihre militärische Schlagkraft in konventioneller Kriegsführung offenbar auf einem hohen Standard ist- eventuell sogar der NATO überlegen, was die Einsätze von Luftwaffe und Lenkraketen gezeigt haben. http://www.informationclearinghouse.info/article43198.htm

Auch wenn Kommentatoren wie der Saker im Moment noch vorsichtig mit Schlußfolgerungen sind, so scheint doch eine Wende des Krieges eingetreten zu sein. http://thesaker.is/week-two-of-the-russian-military-intervention-in-syria-options-for-daesh-the-empire-and-russia/

Es bleibt abzuwarten, was weiter passiert. Der für gewöhnlich in seinen Schlüssen oft richtig liegende Saker vermutet, dass die Terroristen von ISIS sich in ihre Schlupflöcher in der Türkei und sonstwo zurückziehen werden, von wo sie aus versuchen dürften, einen Guerilla-Krieg weiterzuführen.

Auch ein zweites Giftgasattentat, was man wiederum der Assad-Regierung in die Schuhe zu schieben versuchen würde, hält er für denkbar.

Es bleibt also spannend – sollte hier tatsächlich eine Wende eingesetzt sein, so wäre dies eine gute Nachricht für alle Menschen. Denn die Steinzeit-Islamisten vom IS und die anderen Fanatiker verlieren zu sehen, wäre ein gutes Signal für die Region. Warten wir ab, was weiter passiert.

Wichtiges zur Ukraine – bzw. zur Berichterstattung dazu

Ich wollte eigentlich nicht mehr so schnell über die Ukraine schreiben, aber ein zufällig mir vor Augen gekommener Zeitungsartikel zeigte mir so deutlich und exemplarisch die ganze Einseitigkeit und Blindheit der Berichterstattung der deutschen Presse, dass ich darauf einmal grundsätzlich eingehen wollte. Die Einseitigkeit durch Argumente aufzudecken ist Ziel dieses Artikels.

Ich möchte meine Leser darum auch bitten, diesen Artikel weiter zu leiten oder an andere zu empfehlen. Es ist wichtig, möglichst viele Menschen über das, was bei uns schief läuft, aufzuklären. Um mehr geht es mir nicht. Also zur Sache:

Was macht der Lügner, wenn er seiner Lüge überführt wird? Die Wahrheit einräumen bzw. zugeben, dass er gelogen hat? Manchmal, wenn er Charakter hat. Eher aber fängt der Lügner an zu schreien: „Gar nicht wahr! Ich sage die Wahrheit! Die andern lügen und sind böse und gemein und bedrohen mich sogar!“

Nach dieser jahrtausendealten Praxis verfährt gerade eine „Journalistin des Jahres“. Aufhänger ist wieder einmal der Ukraine-Konflikt. http://www.welt.de/kultur/article137779536/Eine-Warnung-vor-Putins-Informationkriegern.html

Frau Golineh Atai beklagt sich, dass ihr und ihren Kollegen derart viel Misstrauen entgegen gebracht wird, dass es jüngere Kollegen verunsichere.

Woran mag es wohl liegen, dass Frau Atai und ihren Kollegen ein derart scharfer Wind des Widerstands oder besser der Widerrede entgegenweht? Sind es tatsächlich Horden von Putintrollen (wie sie vermutet), die das Netz und die Kommentarfunktionen in praktisch allen Zeitungs- und Zeitschriftenportalen überrannt haben?

Oder gibt es noch andere Gründe? Liegt es vielleicht auch daran, dass es Manchem nicht gefällt, dass zum Beispiel das ZDF in seiner Berichterstattung über den Ukraine Konflikt mit einem ukrainischen PR Netzwerk gegen russische Propaganda zusammenarbeitet(e)? https://www.freitag.de/autoren/lapple08m214/zdf-skandal-berichte-im-auftrag-kiews

Oder: Manchen mögen auch die wiederkehrenden Berichte über russische Panzer in der Ukraine gestört haben, die sich dann im Nachhinein als unwahr herausstellten. http://www.politplatschquatsch.com/2014/08/putins-unsichtbare-panzer.html Wenn man 34mal hintereinander in der westlichen Presse eine russische Invasion vermeldet, ohne dass sie stattfand, dann kommt das als Tatbestand der bewussten Täuschung (oder Lüge) schon ziemlich nahe. Und auch dies stört. http://redpilltimes.com/many-times-russia-invaded-ukraine-last-year-lets-add/

Wenn weder zum Massaker in Odessa, noch zum Absturz von MH 17 neutrale Stellungnahmen erstellt werden, sondern jedes Mal eine Schuldzuweisung ohne Faktenlage geschieht – dann stört auch dies manchen noch nicht ganz eingeschlafenen Leser. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=320949

Angesichts solcher Vorkommnisse ist es kein Wunder, dass ein Teil der Menschen ganz bewusst ins Netz geht, um dort Stimmen der Wahrheit zu finden. http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/09/odessa-massaker-kiew-falschte.html Doch weiter:

Wenn es eine schillernde Vergangenheit des Oligarchen Poroschenko gibt, dann ist das Verschweigen hiervon auch kein Pluspunkt für die Presse. http://www.deliberation.info/poroshenko-ukraines-new-president/

Und auch das „Unter-den-Teppich-kehren“ der Reformen in der Ukraine, die zu weiterer Massenarmut und Emigration führen müssen, verhilft nicht zu neuen Freunden. http://quer-denken.tv/index.php/1052-das-reformpaket-der-ukraine-eine-importierte-regierung-macht-s-moeglich

Wenn überdies kritische Stimmen wie ein britischer Journalist Mark Franchetti bei uns einfach ignoriert werden. http://www.neopresse.com/politik/britischer-reporter-entlarvt-in-tv-show-die-wahrheit-ueber-kiewer-luegen/ Oder ein Graham Philipps, der wirkliche Frontberichte erstellt. https://www.youtube.com/watch?v=2gdCKSD5YgY

Wenn die endemische Korruption in der Ukraine nur Nebensätze wert ist. http://www.theguardian.com/news/2015/feb/04/welcome-to-the-most-corrupt-nation-in-europe-ukraine Und über wirklich Schreckliches wie den florierenden Organhandel gar keine Worte mehr verloren werden. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=342438

Dann…. Ja, dann ist es für mich ehrlich gesagt KEIN Wunder, dass Frau Atai und ihre Kollegen Hohn und Spott in den Kommentarspalten über sich ergehen lassen müssen. Zudem es ja die Medien selber einräumen, dass sie auf einem Auge blind sind!

Wie anders soll man es nennen, wenn die Tagesschau zugibt, dass ihre Ukraine-Berichterstattung „etwas einseitig“ gewesen sei? http://blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau/ Oder wenn der ARD-Programmbeirat feststellt, dass die Berichterstattung über die Ukraine „den Eindruck der Voreingenommenheit“ erwecken kann? http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/42784_1.pdf

Ich will gar nicht erst mit der tendenziösen Berichterstattung zu Wladimir Putin anfangen – damit ließen sich ganze Bücher füllen. Immerhin gibt es schon Arbeiten darüber, wie einseitig auch hier gearbeitet wird, indem der russische Präsident beständig als Macho, eiskalter Machtmensch, gefährlich wie Hitler etc. dargestellt wird. http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/2014-Zwingli_BA_Putin-Obama.pdf

Die Darstellung der Kämpfe im Donbass, wie die eine und wie die andere Seite geschildert werden, die Untertöne und Andeutungen, die man macht – alles, wirklich alles zeigt in einem höchst erstaunlichen Maße, wie hier ein Feindbild konstruiert und aufrecht erhalten wird.

Ist es denn angesichts all dieser Dinge ein Wunder, dass den Druckmedien die Leser weglaufen? Oh nein – das Internet alleine ist es nicht, Frau Atai – es hängt auch von der Qualität eines Produktes ab, wie sehr dieses gekauft – oder eben nicht mehr gekauft wird. http://blogs.taz.de/hausblog/2014/11/03/die-bull-analyse-kulturgut-am-ende/

Und auch bei Frau Atai selber dürfte es sich lohnen, genauer hinzuschauen. Ihre Berichte sind von erschreckender Einseitigkeit geprägt (hier hat das mal jemand schön auseinandergenommen – sehr lesenswert). http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2015/01/das-schleichende-gift-der-manipulativen.html?m=1

Frau Atai folgt einer Richtlinie, die da zu lauten scheint: Die Russen sind böse. Der Westen ist gut. Außerhalb dieser Prämissen existiert nichts bzw. alles dient als Beleg dieser Prämissen. Es ist für mich die Frage, warum sie das tut. Glaubt Frau Atai wirklich, was sie da sagt? Es ist möglich – auch intelligente Menschen können blind sein.

Oder hasst sie die Russen, ist einfach irgendwie ideologisch verblendet? Es wäre ebenfalls möglich. Vielleicht muss sie auch einfach schreiben, was sie schreibt, und weiß dabei genau, dass es Unsinn ist, den sie von sich gibt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Vielleicht ist es auch eine Mischung dieser Faktoren. Wie auch immer – es ist traurig anzuschauen.

Aber auch dies gilt: Auch eine Frau Atai spielt natürlich eine wichtige Rolle in diesem Bühnenstück, was uns da vorgeführt wird. Sie gibt uns Hinweise darauf, wie wir es nicht machen sollten und wie Propaganda bei uns heute funktioniert. Nicht mehr schrill und keifend, sondern leise, vermeintlich verständnisvoll – und giftig.

Ja, es ist ein schleichendes Gift, was Frau Atai wissend oder unwissend da verteilt. Und dafür dürfen wir dankbar sein – denn das Gift der Lüge durch den Balsam der Wahrheit aufzulösen ist wichtig und richtig. Und jedem Menschen ist es gegeben, sich von Irrtümern und Lügen zu lösen – auch Frau Atai, der ich dies sehr wünsche.

Ukraine und Syrien

Während der Friedensgipfel in Minsk tagt, sind die Rollen dort laut unserer Presse klar verteilt: Der friedensliebende Westen steht der überfallenen Ukraine gegen die kriegslüsternen Russen bei.

Sollte es sich indes als wahr erweisen, dass im Kessel von Debalzewo, in dem die Aufständischen 7.000 ukrainische Soldaten eingeschlossen haben, von diesen mehrere hundert oder bis zu tausend Soldaten westliche Söldner aus Polen, England etc. sind – dann könnte die Mär vom friedliebenden Westen zumindest Kratzer bekommen (denn bisher hören wir gerne und oft von russischen Soldaten in der Ukraine – aber von westlichen Söldnern)? http://staatsstreich.at/debalzewo-auch-tausende-west-soeldner-eingekesselt.html

Bis jetzt ist es nur ein Gerücht – ob es stimmt, wird die Zeit zeigen. Ebenso wird die wirkliche Anzahl der Toten in diesem Konflikt irgendwann ans Tageslicht kommen; Vermutungen, dass die Opferzahlen grade auf ukrainischer Seite viel höher sind, gibt es schon jetzt. http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_72815356/ukraine-konflikt-sicherheitskreise-vermuten-bis-zu-50-000-tote.html

Eine Wirtschaft im Sinkflug, eine Armee, die seit Spätsommer alle wesentlichen Schlachten verloren hat bzw. ein Feind auf dem Vormarsch und nicht zu vergessen Mobilmachungen, denen sich weniger und weniger Männer anschliessen – die Probleme auf der ukrainischen Seite werden nicht weniger, sondern mehr.

Es wäre also klug, den Frieden zu suchen und auf Krim und Donbass zu verzichten – doch ob diese Weisheit den Staatsoberhäuptern in Minsk gegeben ist, ist eher unwahrscheinlich. Nach den Konflikten in Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak und Libyen, braucht jemand größere Brandherde.

Wir sollten eines nicht vergessen: Krieg ist ein bedeutendes Stimulans für die Wirtschaft! Krieg hat geholfen, die USA aus der großen Depression der dreissiger Jahre des letzten Jahrhunderts herauszuführen. Krieg war damals ebenso wie im Ersten Weltkrieg ein Riesengeschäft, wie ein US-amerikanischer General in seiner Verachtung der auf Krieg bzw. auf Profit schielenden Politik Washingtons deutlich machte: Krieg ist eine Gaunerei! (War is a racket). http://www.informationclearinghouse.info/article4377.htm

Dies war damals so gültig wie heute. All das Gerede von Menschenrechten, die Welt sicher für die Demokratie zu machen etc. soll nur darüber hinwegtäuschen, dass es um geopolitische und wirtschaftliche Interessen geht – und zwar immer! Natürlich nicht nur auf Seiten der USA, auf allen Seiten! Wenn man sich allerdings die Verschuldung der USA anschaut, so wird deutlich, dass es dort bald wieder ein deutliches Stimulans brauchen wird….. und der Gegner steht wohl schon fest…. http://arthurzbygniew.blogspot.de/2009/12/us-total-credit-market-debt-chart-1929.html

Aber während in Minsk vielleicht Lichter der Hoffnung angezündet werden, vielleicht aber auch nur neue Nebelkerzen geworfen werden, tut sich auch an anderer Stelle etwas:

Fast ohne irgendeine Berichterstattung im Westen hat die syrische Armee mit tatkräftiger Unterstützung der Hezbollah und des Irans eine Offensive im Süden des Landes gegen die Islamisten der Al-Nusra begonnen. Sollte diese Offensive erfolgreich sein bzw. der Feind bis zur jordanischen Grenze zurückgetrieben werden, könnte die Position der syrischen Regierung enorm gestärkt werden. http://www.informationclearinghouse.info/article40957.htm

Überhaupt ist es möglich, dass sich im Nahen Osten neue Koalitionen bilden und auch die immer isoliertere Hamas sich wieder mit alten Verbündeten vereint, so dass Schiiten und Sunniten zusammenarbeiten. http://www.informationclearinghouse.info/article40947.htm

Es bleibt jedenfalls spannend-  die Welt ist in Bewegung, nur sind die Formen der Bewegung u. U. ganz andere, als uns dargestellt wird. Wenn im Nahen Osten wie in Syrien eine schiitische Organisation wie die Hezbollah mit einer alewitischen Regierung wie der Regierung Assad gegen sunnitische Fanatiker vorgeht, die wiederum von arabischen Golfstaaten unterstützt werden, die als Verbündete des Westens gelten – dann geraten vielleicht auch bei dem oder anderen deutschen Wohlstands-Bürger ein paar Gehirnwindungen in Bewegung…. hoffen wir es!

Antisemitismus

Antisemitismus…. Antisemitismus ist also, wenn man Semiten ablehnt. Dazu gehören nach landläufiger Meinung die Juden (und in diesem Zusammenhang wird das Wort auch oft verwendet), allerdings auch die Araber, denn beide, Juden wie Araber, sind Semiten. Wenn also Araber Juden hassen (oder umgekehrt) – was ist es dann?

Aber Scherz beiseite – Antisemitismus, was als Wort bzw. Angstbegriff so häufig im Zusammenhang mit Juden (nicht mit Arabern) verwendet wird – wie oft kommt er wirklich vor? Ein israelischer Filmemacher hat sich einmal aufgemacht, um wirklichen Antisemitismus im Westen zu finden – fand allerdings nur viele Kämpfer gegen den Antisemitismus und wenig bzw. gar keine Antisemiten. Hier sein (guter) Film auf Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=OR-aPeOAtG0

Ob nun eingebildet oder real – der Antisemitismus hat Auswirkungen auf das Leben der Juden. In Frankreich überlegen manche, das Land zu verlassen – eben wegen des Antisemitismus. http://info.arte.tv/de/franzoesischer-exodus#xtor=CS2-3

Und er kann gut als Kampfbegriff verwendet werden – wenn eine Anzeige einer jüdischen Organisation in Kanada schreibt, dass vier Millionen Kanadier von der Krankheit Antisemitismus infiziert sind, kann man das kurios oder furchtbar finden – es ist jedenfalls eine bewusste Wortwahl, Antisemiten als krank zu bezeichnen. http://www.informationclearinghouse.info/article38955.htm

Manchmal geht es aber auch schief, wenn man den Kampfbegriff Antisemitismus verwendet – denn manch einer mag sich auch dagegen wehren, so genannt zu werden und sogar Recht damit bekommen. http://www.mmnews.de/index.php/politik/23266-nazitheoretiker-ditfurth-niederlage-vor-gericht

Grade bei uns in Deutschland ist man natürlich mit allem, was vermeintlichen oder tatsächlichen Antisemitismus angeht, äusserst vorsichtig – was dabei aus den Augen gerät, ist das Unterscheidungsvermögen.

Die Politik Israels zu kritisieren, muss nicht bedeuten, dass man ein Antisemit ist, doch wird die Gleichung gerne gezogen. Und was man dem deutschen Publikum fast gänzlich vorenthält, ist, dass unter den Kritikern Israels oder der Juden allgemein, auch andere als Antisemiten sind.

Manche Kritiker Israels nennen sich Antizionisten, da sie gegen den Zionismus, die Lehre von dem Recht der Juden auf das Land Palästina, sind. Darunter sind auch Juden wie Gilad Atzmon, Jakob Cohen etc. Es ist sehr interessant, so jemandem zuzuhören. Leider im Falle Jakob Cohens nur auf englisch oder französisch – ab Minute 18.00 für nur drei Minuten kann schon erhellend sein. https://www.youtube.com/watch?v=uozc5ADGlug

Das andere ist, dass selten formuliert wird, dass der Antisemitismus ein sich selbst verstärkendes Element sein kann – wenn heute ein Viertel der israelischen Kinder auf Schulausflüge nach Auschwitz, Treblinka etc. geschickt werden, so dient dies nicht dem Fördern von Toleranz oder Stärke, sondern etwas ganz anderem.

Man schaue sich mal den ganzen Film von Yoav Shamir an oder nur einen Ausschnitt ab Min 18.40 an – wenn man Kinder dem Grauen des Holocaust aussetzt, indem man es ihnen nicht nur unter die Nase reibt, sondern ihre Nase tief dort hinein stößt – was hinterlässt dies?

Wut – Zorn – Trauer – und es lässt Misstrauen wachsen, denn wenn so etwas einmal geschah, so kann es auch wieder geschehen…. Ich bezweifle daher stark, dass aus diesem Ansatz etwas Gutes erwächst. Eher wird das Misstrauen gegenüber den anderen stärker, die Paranoia und Wagenburgmentalität – und damit auch der Antisemitismus.

Denn wenn ich gleichzeitig lehre, dass bestimmte Menschen oder Völker oder Länder nicht kritisiert werden dürfen, da das eben antisemitisch sei, so wird genau das den Antisemitismus steigern. Muss es ja, denn niemand ist nur gerecht und auch Israel ist es nicht.

Oder anders: Wenn ich immer reflexartig eine Keule raushole und draufhaue, sobald mir scheint, dass jemand Israel oder die Juden oder irgendetwas im Zusammenhang damit kritisiert, dann stärke ich logischerweise genau die Kräfte, die wirklich antisemitisch sind.

Simple Lehre – Aktion = Reaktion. Nur wem nützt sie?

Bedrohung aus dem Osten

Im Osten ist eine neue Bedrohung entstanden…. Nicht die Hunnen sind es diesmal, die wir fürchten sollen, auch nicht die Chinesen – es sind die Steinzeit-Fundamentalisten vom IS, vom Islamischen Staat, die wir aufgrund ihres Fanatismus, ihrer Grausamkeit und ihres Hasses fürchten sollen. Gründe zum Fürchten gibt es auch wahrlich genug: http://www.n-tv.de/politik/IS-haelt-wohl-Tausende-Sexsklavinnen-article13680836.html oder http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/isis-publicly-execute-leading-lawyer-and-human-rights-activist-in-iraq-9756197.html

Die Gruppierung wurde 2004 von Abu Musad Az-Zarkawi gegründet und schloss sich der Quaida von Osama bin Laden an. Ab 2013 fiel der IS (vormals ISIS) durch Erfolge im syrischen Bürgerkrieg auf. 2014 eroberte IS in einer Art Blitzkrieg weite Teile des Nordwestirak und errichtete ein Kalifat, d.h. einen neuen, rein islamischen Staat. http://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_%28Organisation%29

Man könnte also IS als eine weitere der vielen fanatischen Islam-Organisationen im Nahen Osten auffassen, die allerdings erfolgreicher und grausamer als die anderen vorgeht. Durch ihren militärischen Erfolg scheint die Organisation an Ansehen bei vielen Muslimen zu gewinnen – andere Terrororganisationen wie Boko Haram aus Nigeria haben ihr bereits ihre Sympathien versichert.

Doch manches bleibt unklar – wo ist der Ursprung vom IS? Sind es tatsächlich überwiegend saudische oder katarische Gelder, die diese Organisation errichten halfen? Oder stecken gar die Amerikaner dahinter, wie manche behaupten (hier verkündet es ein ehemaliger Führer der Al Quaida)? http://www.syrianperspective.com/2014/07/bombshell-isis-interview.html

Wir können es im Westen nicht eindeutig belegen, doch spricht einiges für die These, dass der IS mit Unterstützung der USA wachsen konnte. So wendet sich diese Organisation bewusst gegen Feinde der USA – gegen die Schiiten (die sie als Ketzer ansehen), gegen die Hisbollah, gegen Assad und gegen die irakische Regierung, welche zwischen dem Iran und den USA laviert. Es kann also durchaus etwas an der These dran sein. http://www.counterpunch.org/2014/09/12/how-the-west-created-the-islamic-state/

Es machen auch andere Details etwas stutzig – wie bekannt, haben sich die USA und andere zu Luftschlägen gegen den IS durchgerungen (von denen der britische Premier schon jetzt sagte, die Kampagne würde Jahre dauern – Orwell, ick hör Dir trapsen…) und diese auch im Irak gestartet.

Da mutet es seltsam an, dass es Luftschläge auf IS Stellungen im Norden gab, während gleichzeitig der IS eine irakische Garnison 60 km vor Bagdad eine Woche belagerte und gegen sie anstürmte – und dabei keine Bombardierungen durch die USA erdulden musste. Die mit immerhin 1000 Mann besetzte Garnison wurde am Ende erobert. http://www.counterpunch.org/2014/09/30/isis-at-the-gates-of-baghdad/

Das klingt, ehrlich gesagt, seltsam – den IS in den Untergrund treiben, doch gleichzeitig ihn nicht bombardieren, wenn er sich in offener Schlacht zeigt.

Andere Fakten lassen sich klarer benennen wie diese, dass der IS ein neuer, gewichtiger Machtfaktor ist, mit dem künftig zu rechnen sein wird. Er erklärt sich sicherlich auch aus dem Umstand, dass die Schiiten des Irak die Sunniten von der Macht vertrieben hatten und insofern der IS in seinem Kampf mit Sympathie und Unterstützung von Seiten der an den Rand gedrängten Sunniten im Irak rechnen konnte. http://www.informationclearinghouse.info/article39675.htm

Mehr als das mag auch in vielen Muslimen weltweit eine Mischung aus Zorn und Wut (über die Greueltaten der Amerikaner, die Ohnmacht der Muslime und die Machtlosigkeit und Korruption der meisten arabischen Staaten) verknüpft mit einem Zusammengehörigkeitsgefühl der Muslime weltweit dem IS Respekt bzw. Freiwillige zuspielen. http://www.counterpunch.org/2014/06/26/reverting-to-the-ummah/

Es scheint sich um eine wohlorganisierte Gruppierung zu handeln, gut ausgebildet, militärisch effizient – und eben fanatisch im Denken und Handeln gegenüber denen, die sie als „kuffar“, als Ungläubige ansehen. Aber auch hier oder selbst hier gilt, dass wir zu viel über den IS und zu wenig mit ihm sprechen.

Wir hören immer vom Fanatismus und der Gefahr, die von ihm ausgehen, aber haben wenige Quellen vom IS selber (der sich nebenbei dort unten DAASH nennt – das steht für die Territorien, die dem Kalifat einst angehören sollen – dies umschließt das östliche Mittelmeer, d.h. Zypern, Palästina, Syrien, Jordanien und die Süd-Türkei).

Ein im Nahen Osten, d.h. in Syrien ansässiger westlicher Professor für Recht hatte mehrere Gespräche mit IS Unterstützern führen dürfen – was sie ihm sagten, klingt teilweise interessant. http://www.counterpunch.org/2014/06/20/will-isis-create-al-sham-caliphate-liberate-palestine/

Danach geht es dem IS (wenn es stimmt) am Ende um die Befreiung der heiligen Stätten von den Juden. Die abscheulich anmutende Grausamkeit, deren sich der IS sogar brüstet, sollte indes nicht verschwiegen werden – es gibt ein Video (auf englisch), in dem der IS professionelle Propaganda für die arabische oder muslimische Seele liefert – wie da endlich eine Gruppe ist, die gegen die korrupten Potentaten und die nur scheinbar übermächtigen Ungläubigen vorgeht.

So rühmt sich der IS seiner Grausamkeit und versucht gleichzeitig seine Reinheit und Gottergebenheit darzustellen. Das Video lohnt das Anschauen, um einen Blick in die Seele derer zu werfen, die die Ungläubigen und Ketzer vernichten wollen (Vorsicht – es enthält teilweise grausame Szenen von Erschießungen). http://www.youtube.com/watch?v=0XZ3ovDxhw4

Man sieht arabische Männer im Kampf, man sieht sie mit Freude „Ungläubige“ bzw. Gegner töten, man sieht sie sterben, man sieht sie lachend und betend und sich umarmend. Es ist ein wirklich gelungenes Propagandavideo. Ich persönlich fürchte, dass der IS, ob nun amerikanische Schöpfung oder nicht, tatsächlich so fanatisch ist, wie er sich darstellt.

Zu welchen Grausamkeiten diese Gruppierung fähig ist, lässt sich aus weiteren Berichten wie der Rückeroberung einer syrischen Stadt durch die syrische Armee entnehmen. http://www.informationclearinghouse.info/article39826.htm

Ob er nun einfach ein Bauer im Schachspiel der Eliten ist und ein notwendiger Bestandteil im Systemabbruch-Fahrplan derselben, wie Herr Eichelburg in seiner (geschätzt) 59. Warnung vor dem baldigen Systemende verkündet, können wir wie Herr Eichelburg weder endgültig beweisen, noch entkräften. http://www.hartgeld.com/media/pdf/2014/Art_2014-213_Systemabbuch-Fahrplan.pdf

Was aber angesichts der Selbstdarstellung des IS deutlich wird, ist, dass eine den Tod im Glaubenskampf verherrlichende Organisation auch drastische Aktionen für ihren Kampf nicht scheuen wird. Und bekämpft werden muss, denn da sie sich als die Reinen ansehen, können die IS Kämpfer noch die grausigsten und unmenschlichsten Untaten begehen – es beschmutzt sie ja nicht.

Dieses Denken, was sich in den Aktionen vom IS wiederspiegelt, ist krank und irr. Sie zu heilen wird Zeit brauchen, doch zunächst müssen oder müssten diese Fanatiker gestoppt werden. Es ist aber wahrscheinlicher, dass ihre Macht wächst, da sie wie erwähnt die Feinde der USA bekämpfen, sich allerdings freilich auch klar gegen den Westen richten. Den sie drohen, ebenfalls zu erreichen.

Und damit ist auch tatsächlich eine Gefahr für uns verbunden, denn es steht zu befürchten, dass wir mit Aktionen in Form von Terroranschlägen auf Westler zu rechnen haben werden (ob diese im Einzelfall dann immer vom IS stammen, wird eine dann zu stellende Frage sein).

Und dass diese dann wiederum von den uns Beherrschenden als Rechtfertigung genommen werden, um den Überwachungsapparat weiter auszubauen, der uns und nicht die Muslime bedroht – das ist wiederum eine andere Geschichte.

Dünnpfiff

Noch ertönt, anders als im Liede, noch kein Geschrei nach Klopapier, (http://www.youtube.com/watch?v=zF69aVrwfuM ), und dies obwohl der Dünnpfiff uns nur so um die Ohren fliegt – aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Eine Auswahl:

Dass die Russen wieder die Bösen sind, ist ja nun landesweit wieder akzeptiert (was hätte mein Großvater sich darüber gefreut). Dieses fundamentale Wissen sollte man aber nicht nur den Erwachsenen angedeihen lassen, sondern auch den Kindern. Aus einem Geschichtsbuch für die 10. Klasse: http://www.schroedel.de/schroedelaktuell/aktualitaetenservice.php?bereich=Aktualit%C3%A4tenservice&schulfach=Politik#OD000001012461

Herrlich, wie unsere Jugend da neutral aufgeklärt wird: Von einer schleichenden Invasion der Russen ist da die Rede, von eingesickerten Kosaken, Freiwilligen mit „wilden Bärten und wirrem Weltbild“. Wir warten noch auf den Geschichtsunterricht zu den US Spezialeinheiten in Afghanistan – das müssten dann die „anabolikagestärkten Amerikaner mit festen Muskeln und lockerem Abzug“ sein.

Ja, Aufklärung ist SO wichtig! Dass sich auch unser öffentlich-rechtliches Fernsehprogramm mit Warnungen vor der „fremdenfeindlichen“ AfD hervortut, ist ein schönes Zeichen. Und das in einem unserer Klassiker – danke, Hans W. Geissendörfer! https://www.youtube.com/watch?v=JBP7xvb8jxc

Erinnert sich jemand noch an Frau Eskanderi-Grünberg, Ausländerbeauftragte in Frankfurt und von der Partei der Grünen, die Anwohnern eines Frankfurter Stadtteils, welche sich beschwert hatten, dass hier zu viele Ausländer zuziehen, riet, doch einfach wegzuziehen?

Den guten Ratschlag hat sich nun wohl eine französische Politikerin zu Eigen gemacht- Frau Lemaire, französische Staatssekretärin für Statistik, rät ihren arbeitslosen Landsleuten, es wie die Menschen der Dritten Welt zu machen – d.h. auszuwandern. Ein selten guter Ratschlag und Dünnpfiff der feineren Art. http://www.lesechos.fr/idees-debats/cercle/cercle-108286-pour-axelle-lemaire-lexpatriation-francaise-est-une-chance-inouie-vraiment-1040186.php

Wir müssen eben neue Wege gehen. Und wenn die Feuerwachen in Detroit sich ein Alarmsystem basteln, dass aus einem Faxgerät und einer mit Münzen gefüllten Coladose besteht, welche beim Eintreffen eines Faxes herunterfällt und damit den Alarm auslöst, so ist dies nicht Ausweis von Hilflosigkeit, sondern gute Improvisation. (Sehenswerter Film). http://www.freep.com/article/20140905/NEWS01/309050185

Und wenn das Parlament eines kürzlich von westlichen Truppen befreiten Landes (in dem Falle Libyen) sich auf einer griechischen Fähre trifft, da ein Treffen im Parlamentsgebäude durch Kämpfer in der Hauptstadt verunmöglicht ist, ist das beste Kooperation von zwei Mittelmeeranrainern. So soll es sein, man hilft sich eben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-parlament-tagt-wegen-buergerkrieg-auf-faehre-elyros-a-990797.html

A propos helfen – die Briten haben ein Herz und schicken ihre hohen und stabilen Drahtzäune vom Nato-Gipfel in Wales nach Frankreich, damit man sie dort gegen oder für die afrikanischen und anderweitigen Flüchtlinge einsetzen kann. Da ist er wieder – der europäische Gedanke. http://rt.com/uk/185788-calais-uk-immigrants-nato-fence/

Ja, man muss der Kriminalität Einhalt gebieten auf vielen Ebenen! Prävention ist ebenso wichtig wie Sicherheit. Und wenn Prävention heisst, Fingerabdrücke von Kindern zu nehmen (die können auch mit Steinen schmeissen), dann sollte man das so machen, oder? So geschehen in Ferguson, USA. https://twitter.com/doctorow/status/508492040959574016

Doch auch bei uns kümmert man sich um die lieben Kinderlein – die Berliner Polizei weiss, was Kinderaugen strahlen macht und hat einen Mini-Wasserwerfer für die Rangen beim Tag der offenen Tür parat. Schön! Fehlen noch die Kiddies-Gummiknüppel und –geschosse, aber das kommt bestimmt auch noch. https://twitter.com/PolizeiBerlin_E/status/508533404368134144

Dergleichen Nachrichten gäbe es natürlich noch mehr, doch vielleicht haben die kleine Auswahl und der nicht ganz ernst zu nehmende Ton (trotz ernsten Themas) dazu geführt, dass eines deutlich wurde:

Wir sind Zeugen und Handelnde einer Verschiebung auf sehr vielen Ebenen. Einer Verschiebung weg von Grundwerten der Gesellschaft wie Solidarität und Liebe hin zu Gewalt, Ausgrenzung und Akzeptierung von Armut. Es ist ein schrittweiser Prozess und er wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Ziel ist eine von Herzlosigkeit und Kälte geprägte Gesellschaft. Dieses Ziel wird langfristig nicht gelingen, kurzfristig allerdings schon. Mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Ruski nix gut

Die Propagandamaschinerie läuft und zeigt uns die Welt, wie wir sie sehen sollen. Da aber die Diskrepanz zwischen Darstellung und Realität größer wird oder vielleicht auch wegen des Zeitdrucks oder weil man uns mittlerweile für komplett abgestumpft hält wird die Propaganda hier und da löchriger, schwächer, unglaubwürdiger.

Es hat etwas erheiterndes, die Versuche des ukrainischen Geheimdienstes zu betrachten, die Anwesenheit russischer Soldaten auf ukrainischem Boden zu beweisen. In einer Pressekonferenz stellte die stellvertretende Leiterin des FSB Ukraine jüngst diese Beweise der Presse vor – u.a. eine (leere) Notfallration der russischen Armee, eine russische Konservendose sowie eine Flagge eines russischen Motorrad-Clubs. https://www.youtube.com/watch?v=rlu82ZsfUeo&index=1&list=UU5H_U6z_YhWaEUFG9fqR-qw

Nun ist vielleicht niemandem beim Geheimdienst aufgefallen, dass man man all diese Gegenstände sicherlich in der Ukraine auch kaufen kann (und selbst wenn nicht, könnte man sie anderweitig besorgen), doch haben die Ukrainer vielleicht auch einfach die Lektion ihrer neuen Herren verinnerlicht: Sei visuell! Keine Fakten, sondern Gegenstände, Farben und Gefühle! Einem Colin Powell wurde damals auch geglaubt, als er finsteren Gesichts ein Röhrchen mit einem weissen Pulver in der UN-Versammlung schwenkte, dass dies ein Beweis für irakische Massenvernichtungswaffen sei. http://en.wikipedia.org/wiki/Rationale_for_the_Iraq_War#mediaviewer/File:Powell-anthrax-vial.jpg

Es hat noch nicht ganz die Qualität eines Benjamin Netanyahu, der mit angestrengter Miene die Zeichnung einer Bombe (mit Zündschnur) in der UN-Versammlung hochhält, um die Gefahr der iranischen Atombombe zu demonstrieren, aber das kann ja noch werden. http://www.nytimes.com/imagepages/2012/09/29/world/middleeast/29israel.html

Jedenfalls bemühen sich die Ukrainer redlich, uns glauben zu lassen, dass die Russen böse und ihr Feldzug gegen sie begründet (und erfolgreich) sei. Manchmal gelingt dies nicht ganz: Wenn plötzlich 400 Soldaten auf russisches Territorium überwechseln wird das nach ukrainischer Sicht ein „taktisches Manöver“. Da diese Soldaten aber von den Russen interniert werden bzw. vorher vor den russischen Milizen geflohen sind, wäre es korrekter, von „Fahnenflucht“ zu sprechen. http://meta.tagesschau.de/id/88254/raetsel-um-grenzuebertritt-ukrainischer-soldaten

Es ist interessant zu sehen, wie platt die Propaganda hier und da werden muss: Hätten im umgekehrten Falle 400 russische Soldaten in einem „taktischen Manöver“ die Grenze zur Ukraine überschritten – wie groß wäre wohl das Geschrei im Westen von Grenzverletzung, Aggression oder ähnlichem gewesen? Allein schon deswegen kann es kein taktisches Manöver gewesen sein, denn dieses hätte zu Kampfhandlungen zwischen Russland und der Ukraine geführt. Im vorliegenden Fall liessen sich diese Soldaten, des Kämpfens müde, aber lediglich von den Russen internieren. http://donbassfront.livejournal.com/8981.html

Die Kämpfe im Donbass dauern derweil an und es ist weiterhin unklar, welche Seite die Oberhand behalten wird. Die Ukraine hat mehr Männer und Material, die russischen Milizen die überlegene Taktik und Motivation. Meldungen der Massenmedien über Vormärsche der Ukraine sollten kritisch gesehen und am Besten mit Meldungen von folgendem Blog verglichen werden: http://www.vineyardsaker.de/