Wann schlägt Trump los?

Der neue US-Präsident befindet sich in keiner beneidenswerten Lage: Er regiert ein Imperium im Abendrot, überdehnt, an vielen Orten der Welt engagiert, ist mit großen Versprechen angetreten (Making America great again), sieht sich teilweise massivem Widerstand seitens der Medien, Stars, Teilen der Öffentlichkeit ausgesetzt – und dürfte mittlerweile auch realisiert haben, wie dramatisch die finanzielle Lage der USA ist. Auf allen Ebenen ist die Verschuldung immens. http://www.grandfather-economic-report.com/debt-summary-table.htm

Die Frage, inwieweit Herr Trump nur ein Vertreter ganz anderer Interessen ist, inwieweit er Marionette an unbekannten Fäden oder doch der „Deus ex Machina“ ist, der den Augiasstall Washington ausmisten will, soll hier nicht diskutiert werden. Bei ehrlicher Betrachtung muss man feststellen, dass dies niemand mit Gewissheit sagen kann. Daher bleiben nur die Aktionen (denn an ihren Taten sollt ihr sie erkennen).

Was also bleibt Herrn Trump zu tun?

Er kann die Steuern erhöhen (und damit seine Gefolgschaft gegen sich aufbringen).

Er kann versuchen, amerikanische Unternehmen zu stärken (aber die in 30 Jahren reduzierte industrielle Basis kann er in vier Jahren nicht wieder herstellen).

Er kann den Sozialstaat beschneiden (zumindest dies wird er wohl in Teilen – s. Obamacare – versuchen).

Trotzdem bleibt festzustellen, dass Herr Trump innenpolitisch nicht viel Manövrierraum hat. Zudem manche Signale in Richtung des ohnehin viel zu großen Finanzsektors eher beunruhigend sind (Entlastung des Finanzsektors durch Wegfall diverser Beschränkungen und die Besetzung von Spitzenämtern mit Goldman Sachs Vertretern etc.).

Was bleibt Herrn Trump noch, um Geld in die Kasse zu holen?

Er kann die Verbündeten stärker zur Kasse beten (und hat dies gegenüber Frau Merkel wohl schon getan).

Er kann nicht-amerikanische Unternehmen, die in den USA Produkte verkaufen, durch Strafzölle stärker belasten (erste Ansätze in dieser Richtung gibt es schon). http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/dumping-vorwuerfe-gegen-stahlkonzerne-warum-trump-salzgitter-und-co-attackiert/19597534.html

Meine simple Prognose: Die deutschen Autobauer werden sich noch SEHR umgucken…..

Und er kann das tun, was jedes Staatsoberhaupt mit einer großen Armee und schlechter Finanzlage tun würde: Krieg führen.

Erste Anzeichen der Regierung Trump in dieser Richtung sind durchaus beunruhigend.

NATO-Truppen werden im Baltikum stationiert (nur symbolisch! Heißt es schnell…. Und was soll das Symbol ausdrücken? Das man tatsächlich einen Einmarsch der Russen fürchtet?).

Ein Tauwetter zwischen Moskau und Washington ist nicht wirklich festzustellen.

In Syrien werden im Ostteil des Landes amerikanische Militärstützpunkte errichtet. Noch, um den Islamischen Staat zu bekämpfen, heißt es. Und wenn Raqqua genommen ist? Geht es dann wieder gegen Assad? Wozu dienen US-Marines und US-Stützpunkte in Syrien langfristig (die diversen Brüche des Völkerrechts, die mit dieser Stationierung einhergehen, mal ganz außen vor gelassen)? http://www.moonofalabama.org/2017/03/syria-trump-administration-to-continue-obama-policy.html

Man sollte hellhörig werden, wenn ein US-Präsident verkündet, das Militär stärken zu wollen (als ober der US-Militärapparat zu klein wäre).

Man sollte hellhörig werden, wenn Saudi-Arabien über die neue US-Administration jubiliert. https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-03-15/saudi-prince-sees-trump-as-true-friend-to-muslims-full-text

Saudi-Arabien, nicht gerade als Wahrer der Menschenrechte bekannt, führt seit einiger Zeit einen grausigen und kaum beachteten Krieg im Jemen (der nach unabhängigen Schätzungen mittlerweile bis zu 100.000 Menschenleben gekostet haben könnte). http://www.moonofalabama.org/2017/03/us-to-escalate-its-two-years-war-on-starving-yemen.html

Im Jemen bildet sich außerdem das Potenzial für eine enorme Hungerkatastrophe. Und ein Beispiel am Rande für die Lückenpresse: Ein Protestmarsch von immerhin einer Million Jemeniten in der Hauptstaat Saana gegen den Krieg – wie viele westliche Medien hätten wohl darüber berichtet? Nein, diesen Aufschrei der Not hat niemand im Westen gehört…. Weil er nicht gehört werden soll. https://www.youtube.com/watch?v=kXP-nZy2r7w

Diesen Krieg könnten die Saudis OHNE US-Unterstützung nicht führen. Wenn nun Saudi-Arabien mit den USA gemeinsam über die Bedrohung des Iran sinniert, dann hört der ein oder andere vielleicht die Nachtigallen trapsen…..

Kurz gesagt: In der Lage, in der sich Präsident Trump befindet, ist ein Militärschlag irgendwo in der Welt sehr wahrscheinlich. Vielleicht wird man die Nuklearanlagen im Iran als Bedrohung der Region identifizieren und dann bombardieren oder sonst einen Vorwand finden, um dort loszuschlagen.

Und auch dies sollte man vorurteilslos betrachten: Wo sind die Ermittlungen gegen die Clintons? Wo ist das Aufdecken von Pedo-Gate? Wo sind all die Enthüllungen, auf welche die Trump-Anhänger hofften und hoffen? Bis jetzt heißt es immer nur: Geduld! Sie kommen noch…. Wann?

Man wird sehen. Für mich spricht im Moment alles dafür, dass Herr Trump irgendwo einen großen Krieg vom Zaun brechen wird. Es wäre mir lieb, wenn ich mich irrte – die Zeit wird’s zeigen.

Beginnt die Pizza zu stinken?

Nachdem der Vorgang „Pizzagate“, worunter die Annahme der Existenz eines großflächigen Pädophilennetzwerkes in den USA (mit Verbindung in höchste Kreise wie zum Beispiel zu den Clintons) zu verstehen ist, von der Normalpresse als Ente bezeichnet worden war, hinter der nichts stecken solle, gibt es möglicherweise Bewegung in der Sache

In Los Angeles wurde vor zwei Wochen ein Pädophilennetzwerk in einer großen Aktion der Strafverfolgungsbehörden ausgehoben. Immerhin 474 Verdächtige wurden verhaftet, 28 sexuell missbrauchte Kinder befreit. Manche der Verdächtigen sollen bekannte Personen aus Hollywood sein. https://local.nixle.com/alert/5839303/?sub_id=1000000472

Die alternativen Medien vermuten nun, dass die wirklichen Aufdeckungen zum Pizzagate erst noch kommen…. Und dass diese weithin bekannte Gestalten des Führungspersonals in den USA betreffen werden. http://n8waechter.info/2017/02/die-pizza-kommt-wieder-hoch-trump-auf-dem-weg-zum-fuehrer/

Wahrheit? Eine weitere falsche Fährte? Zu früh, dies abschließend zu beurteilen. Da aber auch die Dutroux-Affäre in Belgien bis in höchste Kreise der dortigen Administration reichte oder die Affäre Saville sogar bis ins britische Königshaus zu verfolgen war, sollte man nicht alles als „Fake News“ abtun – jedenfalls nicht, bevor nicht mehr Licht auf diesen Vorgang gefallen ist.

Dass der Kindesmissbrauch gerade in politischen Kreisen en vogue sein dürfte, hatte ich in Vorgänger-Artikeln schon mal dargestellt. https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/09/18/die-monster-sind-unter-uns-ii/

Dass es neben dem Sachsensumpf noch viele andere Sümpfe dieser Art bei uns geben sollte, ist ebenfalls anzunehmen.

Wer sich dem Abscheulichen verkauft, der tut eben auch Abscheuliches. Ich hoffe sehr, dass wir hier noch die wirklichen Aufdeckungen sehen, so dass manchen Zeitgenossen die Illusionen über die Zustände hier und anderswo genommen werden können…..

Und vor allem, dass das Kinderleid beendet wird! Einem Kind Schmerzen zufügen und sich daran ergötzen? Pfui Deibel! Gut möglich, dass hier auf Ebenen, die wir nicht zu sehen bekommen, ein Spiel gespielt wird….. und dass Herr Trump oder die Kräfte hinter ihm diese Aufdeckung fördern. Hoffentlich! Ich mag mich freilich auch irren. Wir werden sehen.

Eine der wichtigsten und den vielen bedeutenden Aussagen Machiavellis, des großen Staats- und Machtheoretikers der Renaissance (dessen Werke man als politisch interessierter Mensch UNBEDINGT gelesen haben sollte) lautet dahingehend, dass wir in der Politik nie oder nur höchst selten das Wesentliche sehen.

Damit meinte er, dass uns eine Oberfläche präsentiert wird und dass wir hinter diese blicken müssen, um zu verstehen, was geschieht. Machiavelli war als Diplomat der Republik Florenz tätig und dafür berühmt, bei schwierigen Missionen den Dingen auf den Grund zu gehen.

Gut möglich bzw. sehr wahrscheinlich, dass im Hintergrund Kämpfe ausgefochten werden, von denen wir überhaupt nichts mitbekommen. Nur die Ergebnisse (wie gerade die Entlassung des Nationalen Sicherheitsberaters Flynn aufgrund hanebüchener Ursachen) sollten genau und möglichst neutral beobachtet werden. Immer.

Die Bilanz des Herrn O

Nachdem Mister Change nach zwei Amtsperioden das Weiße Haus wieder räumen musste, sollte man eine Bilanz seiner Amtszeit sine ira et studio (ohne Zorn und Eifer) ziehen. Zu oft werden Leuten aus persönlichen Vorlieben heraus Stricke gedreht oder Throne bereitgestellt (gerade auch wieder im Falle Retter/Teufel Trump).

Nach einer Aufstellung (danke an Leser Udo), die sich an wirtschaftlichen Daten orientiert, fällt seine Amtszeit eher schlecht aus. Quelle: http://naturalnews.com/2017-01-24-goodbye-obama-you-sleeper-cell-traitor-and-enemy-of-america.html

Die Staatsverschuldung betrug 2008 10,6 Bill Dollar.

2017 liegt sie bei 20 Bill Dollar.

Sie hat sich also fast verdoppelt (und ist noch unvollständig, da ungedeckte Pensionsversprechungen etc. dort nicht enthalten sind).

Würde man zudem alles an künftigen Zahlungsverpflichtungen der USA sowie an Schulden der Einzelstaaten, Unternehmen und Privathaushalten mit einbeziehen, würden wahrhaft astronomische Summen erreicht….. http://grandfather-economic-report.com/debt-nat.htm

Bei uns übrigens nicht anders: Während die offizielle Staatsverschuldung mit ca. 2 Bill Euro angegeben wird, reichen Schätzungen aufgrund ungedeckter Zahlungsverpflichtungen für die Zukunft bis zu 7 Bill Euro. Ob dass die Neubürger rausreißen? Die Worte hör ich wohl…… doch weiter über den Teich geblickt:

Die Verschuldung pro Kopf hat sich demnach von 31.000,- $ auf 61.000,- $ ebenfalls fast verdoppelt (nach den Berechnungen des oben angegebenen Grandfather Report liegt sie unter Einbeziehung ALLER Schulden bei 209.000,- $ pro Kopf).

Der Anteil der arbeitenden Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung ist in acht Jahren von knapp 66% auf knapp 63% gesunken.

Die Hauseigentümerquote ist von 67% auf 63% gesunken.

Das Durchschnittseinkommen ist von 57.000,-$ auf 54.000,- $ gesunken.

Die Durchschnittskosten der Krankenversicherung einer Familie sind von 12.000,- $ auf 18.000,- $ im Jahr gestiegen.

Die Anzahl der Bezieher von Lebensmittelmarken sind von 32 Mill auf 43 Mill Menschen gestiegen.

Die Anzahl der Menschen, welche offiziell in Armut leben ist von 38 Mill auf 45 Mill gestiegen.

 

Soweit die Zahlen. Mit manchen der Schlussfolgerungen des Artikels auf politischem Gebiet gehe ich nicht konform (China, Russland, Iran als Feinde der USA – da wäre für mich die Frage angebracht, wer sie zu Feinden gemacht hat), möchte ihn aber noch um ein paar interessante Fakten ergänzen:

Dass die damals als unbedingt notwendige Reform des Krankenversicherungswesens „Obamacare“ zu einer Explosion der Krankenversicherungskosten führte, wurde ja schon aus den obigen Zahlen deutlich. Dass Obamacare auch deswegen ein Rohrkrepierer ist, da es gerade den Ärmsten enorm hohe Zusatzkosten aufbürdet, beleuchtet dieser kurze und sehr lesenswerte Artikel: http://klapsmuehle-online.de/die-maer-von-der-obamacare-die-bilanz-eines-betruegerischen-politikversprechens

Es stimmt, dass 40 Millionen US Amerikaner VOR Obamacare keine Krankenversicherung hatten (da sie sich dieselbe nicht leisten konnten). Und es stimmt auch, dass diese 40 Millionen nun Strafzahlungen zu leisten haben, wenn sie (was der Regelfall ist) sich die ermäßigten KV-Beiträge nicht leisten können. Gerechtigkeit? Die sieht anders aus.

Zudem sollte nicht vergessen werden, dass unter dem Friedensnobelpreisträger Obama die USA mehr Atomsprengköpfe gebaut haben als unter jedem anderen US-Präsidenten. (Übrigens wollte Herr O noch 2009 dabei helfen, die Welt von Nuklearwaffen zu befreien. Indem man mehr davon baut? Interessante Denkweise). http://www.counterpunch.org/2016/05/27/silencing-america-as-it-prepares-for-war/

Guantanamo wurde nicht geschlossen, Drohnenangriffe haben tausende von Menschen auf der ganzen Welt auf dem Gewissen (dass die Steuerung der Einsätze von Ramstein aus geschieht – wen kümmert’s hierzulande?), unter der Ägide Obamas wurden diverse Militäreinsätze weiter geführt und neue kamen hinzu.

US-Truppen sind weitgehend aus dem Irak abgezogen worden, das stimmt. Aber sie stehen immer noch in Afghanistan. Die USA halfen, Libyen zu zerstören und die Ukraine zu destabilisieren. Und Syrien ist ein einziges Trauerspiel, bei dem die Unterstützung von Islamisten durch die USA in den Massenmedien niemals eine Rolle spielt. https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/18/wer-in-syrien-wirklich-kaempft-die-schwarze-liste-der-schande-des-westens/

Immerhin ist es der Presse hierzulande aufgefallen, dass der „Freund der Freiheit“ mehr Enthüllungsjournalisten verurteilen ließ, als alle US-Präsidenten vor ihm. https://www.freitag.de/autoren/jakob-reimann-justicenow/obamas-krieg-gegen-whistleblower Yes we can! Change, we believe in!

Kurz gesagt: Unter Herrn Os Präsidentschaft ist Amerika weiter im Abstieg begriffen gewesen. Die Mittelschicht erodiert, die Armen bleiben arm (und werden mehr), die Reichen werden reicher und Krieg ist weiterhin ein Mordsgeschäft.

Ich fürchte, dass sich dies unter Herrn Trump nicht wesentlich ändern wird. Um fair zu bleiben: Es gibt auch so etwas wie das Schicksal. Käme da tatsächlich ein Präsident, der es ehrlich meinte und zum Wohle des ganzen Landes regieren wollte – er könnte den Lauf des Schicksals auch nicht aufhalten.

Wenn allerdings von manchen Obama-Freunden nachträglich erkannt würde, dass Herrn Os Präsidentschaft letztendlich aus Platituden und falschen Versprechungen bestand (ich erinnere mich noch gut an seinen im Fernsehen verfolgten Auftritt in Berlin 2008 wo ich kopfschüttelnd verfolgen konnte, wie ihm tausende Menschen zujubelten und eine Obamamanie in D gestartet wurde – warum? Weil da ein Schwarzer Präsident wurde? Weil er schöne Sachen sagte? Mundus vult decipi).  https://www.youtube.com/watch?v=k8IsobzENQM

Wenn also nun von manchen erkannt würde, dass seine Amtszeit den Reichen und sonst niemandem genutzt hat – dann wäre schon viel gewonnen.

Keine Verantwortung für das Phantom

Über den in Italien von der Polizei erschossenen mutmaßlichen Attentäter von Berlin, Anis Amri, hatte die Piraten-Partei etwas sehr Interessantes erstellt: Eine Chronologie des Verwaltungsaktes Amri, seitdem er in Deutschland als Asylbewerber aufgeschlagen war. https://www.piratenfraktion-nrw.de/2017/01/zeitleiste-zum-berlin-attentaeter-anis-amri-wo-er-war-was-man-wusste/

Die Zeitleiste, erstellt nach offengelegten Informationen der NRW-Landesdirektion der Polizei, zeigt sehr schön das Weiterreichen der „heißen Kartoffel“ Amri durch die Behörden hindurch. Derselbe stellt immer wieder unter einem anderen Namen einen Asylantrag (kassiert also mehrfach Geld), wird mal als Gefährder eingestuft (klingt harmloser als „Terrorist“) und dann wieder nicht und verschwindet schließlich ganz vom Radar.

Bis es den Anschlag in Berlin gibt. Und kurz danach seine Erschießung in Italien. Nun sind zwei Fragen hier nicht zu klären: War es wirklich Amri, der das Attentat in Berlin begang (ein aufgefundener Pass ist kein hundertprozentiger Beweis)? Und wenn er es war – handelte er alleine oder wer half ihm?

Kurzer Einschub: Dass es nicht einen, sondern hunderte oder gar tausende von AMRIS in Deutschland geben wird, sollte jedem intelligenten Leser klar sein. Einschub beendet.

Aus der Vergangenheit haben wir von verschiedenen Anschlägen die Kenntnis, wie sich im Nachhinein herausstellt hatte, dass es ganz andere (nämlich staatliche Dienste) gewesen waren. So bei den Anschlägen der Roten Brigaden von Mailand in den sechziger Jahren (die von einer NATO-Geheimorganisation namens GLADIO begangen worden waren).

So bei Anschlägen der ETA in Spanien, die vom spanischen Staat organisiert worden waren. So beim Anschlag auf das Oktoberfest durch Neonazis im Jahre 1980. Usw. usf. Die erste Frage bei Anschlägen sollte daher immer lauten, wer am Meisten davon profitiert.

Indes kann es natürlich sein, dass es tatsächlich so war, wie medial dargestellt. Wie es wirklich gewesen ist, wird wohl erst in einigen Jahren offengelegt werden können. Auch wenn nun einige intelligente Zeitgenossen auf der Ebene der alternativen Medien überzeugt sind, dass jemand über Amri eine schützende Hand legte (so dass er über Jahre von den deutschen Behörden unbehelligt blieb), so sollten folgende Überlegungen mit ins Kalkül gezogen werden:

Amri war auf Ebene der Behörden ein Verwaltungsakt. Und jede Behörde verwaltet sich, je größer, zunehmend selbst. Wie ich selber schon in Behörden feststellen durfte, weht dort ein anderer Wind.

Der einzelne Sachbearbeiter oder Ermittler steht unter dem Druck der Vorgesetzten, welche wiederum höherem Druck sowie direkt oder indirekt dem der Öffentlichkeit unterliegen. In Zeiten, in denen Asylbewerbern immer noch von manchen Seiten starke politische Unterstützung gewährt wird, kann ein Sachbearbeiter oder Ermittler, welcher den Fall Amri einer Lösung (sprich einer Abschiebung) zuführen will, auch in Probleme geraten.

Anwälte sind schnell zur Stelle und eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist fix geschrieben. Ebenso kann ein Zeitungsartikel sich sehr schlecht ausmachen, in welchem über herzlose und übereifrige Beamte geschrieben wird. Anrufe von ganz oben wollen Vorgesetzte sich ersparen. Was also tun? Ganz einfach: Verwalten. Weiterreichen. Wie eine heiße Kartoffel behandeln.

Von einem ehemaligen Kriminalbeamten hörte ich mal Folgendes: Dieser als Ermittler beschäftigte Mann bekam in Dienstbesprechungen von seinem Vorgesetzten die Devise zu hören: Männer – abdrücken! Das hieß, Vorgänge nicht aktiv verfolgen, wenn es sich vermieden ließ. VVM wurde dies intern genannt – Verantwortungs-Vermeidungs-Maßnahme.

In ideologischen Zeiten sind VVM äußerst populär bzw., seien wir ehrlich, in bestimmten Strukturen für das Überleben notwendig. Was passiert mit dem Beamten, der sich vorwagt und Fälle nach Recht und Gesetz zu bearbeiten sucht? Der kann sich massivem medialen Widerstand ausgesetzt sehen. Kampagnen. Aufschrei! Und noch dazu gibt es die interne Rüge: Muss das sein? Halten Sie doch den Ball flach. Etc.

Und das ist niemandem in einer Verwaltung recht. Dann doch lieber eine VVM.  Kurz gesagt: So sehr wichtige Fragen in der Causa Amri noch der endgültigen Beantwortung harren, so wichtig ist es dennoch, alle Einflüsse und alle Gegebenheiten der mit dem Fall betrauten Akteure ins Kalkül zu ziehen.

Deutschland ist heute voll mit die Verantwortung scheuenden Menschen und Verantwortungs-Vermeidungs-Maßnahmen. Die Umstände und der Volkscharakter spielen hier freilich auch mit hinein. Wie jemand vor 200 Jahren schon sehr treffend über seine Landsleute sagte:

„Wie soll ich nun aber die Leute benennen, welche in ihren vier Wänden ein Löwenherz haben und in freier Luft mit hasengleichem Mut entfliehen? Sind das edle Seelen, die sich heimlich das Herz über der Not ihrer Mitbrüder abgrämen, aber in dem Augenblick, wo es auf freimütiges Bekenntnis des Rechts und der Wahrheit ankommt, zaghaft verstummen?….. Man erkennt diese patriotischen Menschen an zwei Redensarten: Was soll ich mir ohne Not Feinde machen? Was wird’s am Ende auch helfen, wenn ich alles geredet und gesagt habe?“

Was damals galt, gilt auch heute noch (allerdings ohne Patriotismus). Wer mehr dazu wissen möchte, wird hier fündig. https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2014/10/14/wie-sind-sie-denn-die-deutschen/

Eine simple Prognose: Terroranschläge wird es mehr geben und VVM werden weiter populär bleiben. Ohne dass sie jemals so benannt werden. Armes Land.

Ein Trumpeltier im Weißen Haus

Nun ist also das Undenkbare eingetroffen, die Panik und Verzweiflung in den Massenmedien groß. Leider dürfte das Wagenburgdenken (wir gegen die Wirklichkeit!) eher gestärkt werden – zu groß sind schon die Scheuklappen, als dass sie noch problemlos abgelegt werden könnten.

In jedem Falle dürfte der gute Herr Trump auch nicht der Heilsbringer sein, als der er im Moment noch von manchen wahrgenommen wird. Wobei ich ihm gar nicht unlautere Motive unterstellen will. Zwar – mir scheint, dass er ein egomanischer, narzisstischer Mann ist. Aber auch ein Freigeist und klarer Denker.

Wer will, kann sich selber ein Bild davon machen – es gibt ja genügend Interviews mit ihm. Hier ist er im Jahre 1980: https://www.youtube.com/watch?v=0-w47wgdhso

Hier im Jahre 1988: https://www.youtube.com/watch?v=GmNN2MCJ-7U

Und hier ein paar interessante Gedanken zum Film Citizen Kane von Orson Welles: https://www.youtube.com/watch?v=aeQOJZ-QzBk

Hier jemand zu Trump, der ihn mal persönlich kennengelernt hat: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=419998

Also kurz: Ich schätze schon, dass Herr Trump ein nach Erfolg und Bestätigung gieriger Mann ist – aber auch, dass er einen guten Kern hat und es tatsächlich am liebsten sähe, wenn jeder in Amerika seinen eigenen „American Way of Life“ (zum Erfolg) gehen könnte. Das möchte er den Amerikanern ermöglichen.

Und genau daran wird er wohl scheitern.

Einmal ist es sein Charakter, der ihm im Weg stehen dürfte. Als Alphatier dürfte er in Augenblicken draufhauen, wo besonnenes Abwarten oder Taktieren a la Putin von Nöten ist. Vor allem aber dürfte ihm Widerstand von allen Seiten entgegengebracht werden: Von den Medien, von der Linken, vom Establishment – und von den wirklichen Entscheidern im Hintergrund.

Das fängt jetzt schon an: Normalerweise ist es Tradition, dass der scheidende Präsident sich mit dem Neuen zu einem Familienbild zusammenfindet – d.h. Obama und Trump sollten mit ihren Ehefrauen zusammen abgelichtet werden. Obama hat sich dieser Prozedur, die bisher JEDER US-Präsident eingehalten hatte, verweigert. https://www.armstrongeconomics.com/international-news/north_america/2016-u-s-presidential-election/democrats-refuse-to-work-for-the-country/

Es wurden auch bereits erste gewaltsame Proteste (gegen Trump) im Lande vermeldet und die in den USA auf der Linken populäre Demokratin Elizabeth Warren liess verlautbaren, man werde Trump genau auf die Finger schauen, da man wisse, dass er gegen Minderheiten vorgehen wolle……

Immerhin hat Bernie Sanders Trump gratuliert und seinen Sieg akzeptiert. Wie es auch Pop-Star Miley Cyrus tat (wenn auch unter Tränen – aber lieber Trump als Emigration). 🙂https://www.youtube.com/watch?v=BAcnugSf1pQ

Also nochmal: Trump wird alle Art von Widerstand entgegengebracht werden. Zulange hat man ein Feindbild aufgebaut, als dass man nun zu normalem Verhalten zurückkehren könnte (oder anders: Da sind viele Balken in vielen Augen). Trumps aufbrausendes Verhalten, wenn er merken wird, dass es nicht so läuft, wie er sich das vorstellte und die politischen Entscheidungen, die er dann treffen wird (und es werden auch schlechte oder zumindest erratische darunter sein), werden dann als Beweis von den Medien herangezogen werden: Seht Ihr?! Wir haben es ja immer gesagt und vor diesem Mann gewarnt! Etc.

Zudem sind die USA in einer bemitleidenswerten fiskalischen Situation. Es fehlt schlicht das Geld. Es dürfte Trump bald klar werden, dass die Lage noch sehr viel schlimmer ist, als offiziell dargestellt. Vielleicht hat er jemanden von der Qualität eines Laurence J. Kotlikoff im Team? Der hatte schon 2010 prognostiziert, dass die USA eines nicht zu fernen Tages vor dem finanziellen Chaos stünden (und die Welt natürlich mit ihnen). http://www.imf.org/external/pubs/ft/fandd/2010/09/kotlikoff.htm

Die Renten- bzw. Pensionskassen sind bald leer – und das am Vorabend der Renteneintrittswelle der Baby Boomer (bei uns sieht es natürlich nicht anders aus).

Nicht zuletzt dürfte Trump wie erwähnt den wirklichen Entscheidern ein Dorn im Auge sein, denn er ist (was gut ist) Anti-Gender, Anti-Diversity, Anti-Feminism, Anti-dies und das – kurz, er scheint gegen all diese unsinnigen Spaltungsprogramme der Gesellschaft zu sein. An der Stelle die Gesellschaft nochmal zu einen, dürfte aber auch für ihn zu spät sein.

Und wie gesagt: Man wird wohl alles versuchen, ihm das Leben schwer zu machen. Es ist somit durchaus denkbar, dass Donald Trump Kriege führen wird – denn das hat Amerika immer getan, um aus der Krise herauszufinden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Welt nun auf einmal zum Frieden zurückkehrt.

Dazu sind wir schon viel zu weit in einem Denken der Gegnerschaft und der Ausgrenzung. Auch Trump ist Teil dieses Denkens. Gut möglich, dass er das Denken in Taten umsetzt. Wie gesagt: Ich glaube nicht, dass Herr Trump ein Charakterlump ist wie manche anderen, die sein künftiges Amt ausübten oder sich dafür bewarben.

Nichtsdestotrotz liegt es auch im Rahmen des Möglichen, dass er als Kriegsherr in die Geschichte eingehen wird. Man wird sehen.

Aber immerhin: Was als Hoffnungsschimmer bleibt, ist, dass sich eine Mehrheit der Menschen, freilich aus unterschiedlichen Motiven heraus, von den Lügen des Establishments und den Manipulationen der Medien abgewandt hatte. Das bleibt als Hoffnungszeichen! Wie Michael Moore (freilich als Anhänger von Clinton) prophezeit hatte: Diese Wahl wird das berühmteste „F… you“ der Geschichte werden. http://fortune.com/2016/10/26/michael-moore-trumpland-review-conservatives/

Und das können wir nächstes Jahr auch bei uns üben. Immerhin.

P.S.: Hier noch der interessante Film „Trumpland“. Sehr gut geeignet, um manche der Trump-Anhänger kennenzulernen. Nicht alles „dumme Hinterwäldler“. https://www.youtube.com/watch?v=X0sUZxwJHNQ

Der künftige Zerfall der EU

Die Europäische Union ist für die Gruppe der heute 20- oder 30jährigen Teil der täglichen Normalität (gleich wie es zum Beispiel das Deutsche Kaiserreich 1913 für die selbe Altersgruppe gewesen war). Die EU wird von ihnen meistenteils ebenso wenig hinterfragt, wie es beim Deutschen Kaiserreich der Fall gewesen war.

Das Deutsche Kaiserreich hatte 1913 gleichwohl seine letzten fünf Jahre vor sich – und hörte 1918 auf, zu existieren. Warum die EU ebenfalls die letzten Jahre ihrer Existenz erreicht haben dürfte, will  der folgende Artikel kurz erklären helfen. Doch zuvor ein paar einleitende Worte zur Union:

Die Geschichte

Die Europäishe Union ist ein im Moment noch 28 Staaten umfassender Verbund mit ca. 510 Millionen Menschen in Europa. Als wirtschaftlicher Verbund weist die EU ein höheres Bruttoinlandsprodukt als die USA auf. https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Union

Ursprünglich in den fünfziger Jahren als reine Wirtschaftsunion (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, EWG, später EG, später EU) zur Verbesserung des Handels (Wegfall von Zöllen etc.) geschaffen, wurde sie  zur politischen Union mit einem Parlament und 1999 mit der Schaffung des Euro zur Währungsunion (allerdings nur für 19 der 28 Staaten – in vielen osteuropäischen Staaten ist der Euro noch nicht eingeführt. Und dürfte wahrscheinlich auch nie eingeführt werden, da man sich dort der zunehmenden Probleme des Euro bewusst ist).

Kritische Anmerkungen zur EU

Nun hat die EU unbestritten auf vielen Gebieten den Bürgern der EU Vorteile verschafft: Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und Binnenmarkt hat es Unternehmen möglich gemacht, kostengünstiger produzieren und verkaufen zu können. Förderprojekte haben rückständige Gebiete mit neuen Straßen etc. versehen. Für die heute jungen Menschen ist die EU wie erwähnt Normalität.

Allerdings gibt es auch kritische Anmerkungen zur EU zu machen: Gesetze, welche die Rechte der Bürger der verschiedenen Mitgliedsstaaten beschneiden, werden von Bürokraten, deren Abwahl nicht möglich ist bzw. die man oft genug gar nicht kennt, in Brüssel beschlossen. Hinterzimmeraktivitäten wie zu CETA oder TTIP lassen ebenfalls nicht allzu viel Vertrauen in die Transparenz der EU entstehen.

Ich möchte den Fokus hier bewusst auf kleine Beispiele legen, welche mir symptomatisch für negative Tendenzen innerhalb der EU zu sein scheinen – denn es gibt sehr besorgniserregende Dinge innerhalb der EU, welche wir oft genug nicht im Fokus haben (und das Große spiegelt sich im Kleinen):

Zum Beispiel hat die EU in einem ihrer Amtsblätter von 2007 verkündet, dass die Todesstrafe abgeschafft sei (sehr löblich), dass es aber rechtens sei, Menschen zu töten, wenn

  1. Dadurch jemand anders gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen sei (Polizeieinsätze – logisch)
  2. Jemand an der Flucht gehindert werden muss (auch logisch)
  3. Und um einen Aufruhr oder Aufstand niederzuschlagen (?)

Einen Aufruhr oder Aufstand niederzuschlagen? Die Definition, was ein Aufruhr ist, fehlte leider im besagten Amtsblatt. Keine schöne Vorstellung, dass man eines Tages in einer AfD-Veranstaltung plötzlich zum Teilnehmer eines Aufruhrs werden könnte….. http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF

Außer in den alternativen Medien kam dies aber nirgends groß heraus. http://www.gewalt-notruf.eu/index.html/index.php/die-eu-fuehrte-die-todesstrafe-wieder-ein

Oder dies: 2013 wurde ein Strategiepapier zur Förderung der Toleranz publiziert. http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/libe/dv/11_revframework_statute_/11_revframework_statute_en.pdf Dort werden zum Beispiel in Sektion 2e konkrete Maßnahmen angemahnt, um Rassismus, Xenophobie, Homophobie und Anti-Feminismus etc. zu „eliminieren“.

Wie nun genau der Anti-Feminismus (oder „totalitäre Ideologien“) zu „eliminieren“ seien und wie sich das mit dem Grundgesetz vertragen würde – darüber schweigt sich besagtes Papier aus. Immerhin fordert man auch neue Behörden, welche die Einhaltung der Toleranz überwachen sollten und Umerziehungsprogramme für Nicht-Tolerante. Klingt seltsam vertraut nach anderen Zeiten…. http://www.heise.de/tp/news/Intolerantes-Toleranzpapier-2014716.html

Oder dies: 2014 wurde vom EU-Rat eine Solidaritätsklausel abgesegnet. Was sich so freundlich anhört, bedeutet, dass EU-Staaten anderen Mitgliedsstaaten künftig in einer Krisensituation zur Seite stehen können – gegebenenfalls auch mit militärischen Mitteln. http://www.heise.de/tp/news/EU-bereitet-sich-auf-den-Buendnisfall-vor-2242898.html

So wird eine Art EU-Bündnisfall vorbereitet, in welchem das EU-Parlament künftig beschließt, dass EU-Einheiten (Polizei oder Militär) in einen Mitgliedsstaat einrücken können – das nenne ich mal Solidarität! Dass beim Aufruhr auch getötet werden darf, hatten wir ja schon.

Usw. usf.

Kurz gesagt: Die EU leidet wie jede bürokratische Institution darunter, dass sie sich in immer mehr Bereiche einmengt und immer undurchschaubarer, starrer und lebensfeindlicher (im Wortsinne) wird – und darunter werden dann wiederum wir, d.h. alle, leiden müssen.

Dass man sich im EU-Parlament auch die Taschen vollstopft – nun, das kommt wohl in allen Parlamenten vor. http://www.rp-online.de/politik/ausland/eu-parlament-offenbar-massiver-tagegeld-betrug-aid-1.2279768

Und dass man für den EU-Wahlkampf auch mal skurrile Werbespots dreht, fällt eher unter den Aspekt „Erheiternd“. http://www.spiegel.de/video/sex-und-gewalt-gegen-nichtwaehler-eu-wahlspot-schockt-daenen-video-1347110.html#ref=vee

Ebenso wie die Tatsache, dass die EU-Regularien für den Verkauf von Kohl 2.600 Worte umfassen (zum Vergleich: Die Unabhängigkeitserklärung der USA hatte 1.300 Worte. Die Zehn Gebote kamen noch mit 160 Worten aus). https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/why-brexit-was-inevitable/

Die drei Hauptargumente für den Zerfall der EU

Das erste und gewichtigste ist, dass der Euro als Gesamtwährung mit einem großen Geburtsfehler ausgestattet worden war. Dieser bestand darin, einen einheitlichen Zinssatz für den ganzen europäischen Wirtschaftsraum (bzw. die den Euro eingeführten Länder) zu beschließen.

Dies bedeutete, dass Länder mit Handelsbilanzdefiziten (wie Griechenland oder Italien) künftig demselben Zinssatz unterliegen sollten wie Länder mit Handelsbilanzüberschüssen (wie Deutschland oder Holland). Bisher hatten Länder wie Griechenland sich nur über höhere Zinsen am Kapitalmarkt finanzieren können.

Nun galt für sie derselbe Zinssatz wie für stabile Länder wie Deutschland – die Folgen sind bekannt: Eine Flut an Krediten ergoss sich über die Südländer der EU und eine Orgie an unsinnigen Projekten wurde gefeiert – der Immobilien-Boom in Spanien oder in Irland war die direkte Folge davon.

2008 folgte dann der Katzenjammer-  die Wirtschaft in der Südschiene implodierte und die EU brach ihre eigenen Verträge – was Herr Köhler noch 1996 so vollmundig als „No-Bail-Out-Rule“ (dass kein EU-Land für die Schulden eines anderen EU-Landes gradestehen müsste) bezeichnet hatte, kam anders:

Man beschloss diverse Rettungsmaßnahmen wie den EFSF, den ESM, den Fiskalpakt etc. und rettete die in Schieflage geratenen Banken – die Verluste wurden auf den Steuerzahler umgelegt. 2013 kam mit dem Erlebnis Zypern auch noch die Bail-in-Regelung hinzu, die es den Banken künftig möglich machen sollte, Kundeneinlagen direkt anzuzapfen.

Da die Länder der Südschiene nicht an der Zinsschraube drehen bzw. ihre Währung nicht mehr abwerten können (wie sie es früher taten), bleiben nur Austeritätsmaßnahmen (Sparen! Sparen! Sparen!), welche die Wirtschaft wie in Griechenland gesehen, endgültig in die Knie zwingen.

Am Ende haften alle für alle und niemandem darf etwas geschehen, da es sonst alle gemeinsam in den Abgrund reißt. Von dem wir gestern zwei Schritte entfernt standen – heute sind wir schon einen Schritt weiter. 🙂

Interessanterweise hatten kluge Köpfe genau diese Probleme vor Einführung des Euro vorhergesagt (aber niemand hört gern auf die Kassandras – in Troja nicht und bei uns auch nicht). Bolko Hoffmann war so einer gewesen, der unermüdlich seine warnende Stimme erhoben hatte-  vergeblich.

Heute dürfen wir von Wikipedia erfahren, dass er eine „rechtspopulistische“ Kampagne gegen die Euro-Einführung gefahren habe….. https://de.wikipedia.org/wiki/Bolko_Hoffmann

In den alternativen Medien gibt es natürlich auch zuhauf mehr oder weniger kluge Beiträge, die das Euro-Dilemma umfassend beschreiben – hier ein paar für interessierte Leser: https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/bullionaer/Bullionaer_Die_Euro-Supernova_Juni_2012.pdf

Oder auch hier zum Fiskalpakt: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/4944809-fiskalpakt-29-06-2012-leben-deutschen-grundlegend-veraendern  Oder hier – knapp und gut: http://www.politplatschquatsch.com/2012/12/fremde-federn-die-totale-eurorettung.html

Martin Armstrong hat in der ihm eigenen, sachkundigen Art die gewichtigsten Argumente in einem Artikel von 2011 zusammengestellt, in welchem er auch das endgültige Scheitern des Euro prognostiziert hatte: http://s3.amazonaws.com/armstrongeconomics-wp/2011/08/armstrongeconomics-rise-and-fall-of-euro-082111.pdf

Kurz gesagt: Die Staatsverschuldung ist nach Einführung des Euro fast überall wesentlich höher als vor Einführung des Euro, Arbeitslosigkeit und Ungleichgewicht sind überall gewachsen, Steueranhebungen und neue Gebühren stehen allerorten ins Haus. Die Schönwetterdemokratie steht vor echten Gewittern.

Der zweite Punkt ist der, dass den meisten Nationen in Europa das (nationale) Hemd näher sitzen wird als die (europäische) Hose (mit Ausnahme der Deutschen vielleicht). D.h. es ist anzunehmen, dass die Sezessionstendenzen innerhalb Europas, die mit dem Brexit einen ersten Höhepunkt fanden, weiter zunehmen werden.

Ein Brandbeschleuniger dürfte die Flüchtlingskrise und deren Behandlung durch die EU sein – gut möglich, dass die nächsten Staaten, die die EU verlassen, in Ost-Europa anzusiedeln sind. Wir werden sehen.

Dem gegenläufig wird es natürlich Bestrebungen seitens der EU geben, die politische Union zu verstärken, indem die nationalstaatlichen Rechte weiter beschnitten werden. https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/the-european-elitist-dream-the-superstate-as-it-is-becoming-known/

Auch dies dürfte die Gewalt und den Widerstand gegen die Union weiter anheizen. Es sind also keine schönen Jahre, die vor uns liegen.

Prognosen

Die EU dürfte noch in 5 oder 10 Jahren da sein, allerdings in veränderter Form (in 20 Jahren ist sie in jedem Falle Geschichte). Diverse Staaten dürften sie bis dahin verlassen haben. Außerdem wird man von Seiten der EU härter gegen „Dissidenten“, Protestler, nationale Bestrebungen gegen die Einwanderungspolitik etc. vorgehen (man erinnere sich des Toleranzpapiers oder der Ausführungen zur Todesstrafe). Die Gewalt wird wachsen, ebenso die Zensur und Unterdrückung unliebsamer Meinungen.

Zudem wird die EU immer mehr Eingriffe in das persönliche Leben ihrer Bürger vornehmen und Fluchtmöglichkeiten des Kapitals beschneiden. Es wird Bail-Outs und Bail-Ins geben und mehr und mehr Endsieg-Parolen. Leider wird sich die Realität, d.h. der Zerfall des Euro, davon allenfalls verzögern, doch nie aufhalten lassen.

Ganz am Ende zerreißt es dann den Euro. Und wir erleben das, was unsere Groß- und Urgroßeltern schon erlebt hatten: Den Verlust der Ersparnisse. „Denn wenn der Staat bankrott wird, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.“ (Carl von Fürstenberg).

Noch ist Syrien nicht verloren – und wir?

Von der bulgarischen Seherin Baba Wanga stammt die wohl authentische Aussage, dass eines Tages für die Menschheit harte und schlimme Zeiten voller Not und Leid anbrechen würden. Das war im Jahre 1980. Als sie dazu befragt wurde, ob dies schon bald geschehen würde, soll sie geantwortet haben: Nein, nicht bald. Noch ist Syrien nicht gefallen.http://www.schauungen.de/wiki/index.php?title=Baba_Wanga_(Vangelia_Gushterova)

36 Jahre nach vorne haben wir seit fünf Jahren einen brutalen und grausamen Krieg in Syrien zu vergegenwärtigen, in dem dieses Land ähnlich Deutschland im dreißigjährigen Krieg zum Aufmarschgebiet verschiedener Mächte geworden ist.

Auf der einen Seite stehen (die syrische Regierung unterstützend) Russland, der Iran, die libanesische Hezbollah und wohl auch China, auf der anderen Seite (diverse Rebellenfraktionen offen oder versteckt unterstützend) die USA, weitere westliche Länder sowie die Türkei, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate etc.

In Syrien stehen sich russische und amerikanische Truppen direkt gegenüber. Dies ist eine hochbrisante und hochgefährliche Situation, die im Falle einer Eskalation die reale Chance eines Atomkrieges in sich birgt.Den Russen ist das vollkommen klar. http://thesaker.is/russian-options-against-a-us-attack-on-syria/

Doch was hören wir hierzu von unserer Lillipresse?

Nichts. Und nicht nur dazu nichts – wenn es um eine Analyse der Situation in Syrien geht, wird derart holzschnittartig, naiv und geradezu primitiv berichtet, dass es einem manchmal die Schuhe auszieht.

Da existieren Macht- und Konfrontationsgelüste allein auf der syrischen Seite, da haben nur Russen und Iraner geopolitische Interessen, da geht es dem Westen nur um den Schutz der Zivilbevölkerung und die Beseitigung eines grässlichen Diktators, da bombt nur das Assad-Regime grauenhaft, da wird die Vertreibung von Christen, Jesiden, Alewiten etc. durch Rebellen zwar berichtet, aber dass all diese Minderheiten vorher unter Assad friedlich zusammenlebten – so wie es auch im Irak weitgehend war – nein – das ist keine Zeile wert.

Kein Wort zu Waffen- und Geldlieferungen an die Rebellen durch den Westen (gibt es nicht), zu Kriegsverbrechen der Amerikaner (gibt es nicht), zu völkerrechtswidrigem Verhalten (Herr Assad ist gewählt – egal, wir bomben in seinem Land, hurra – es geht ja um die gute Sache).

HIER wäre ein Aufschrei angebracht! Und nicht bei lächerlichen Dirndl-Vergleichen! Was uns die Presse diesbezüglich und an anderen Stellen vorsetzt ist derart einseitig, schief, verzerrend und abwiegelnd, dass man je nach Temperament in Seufzen oder Schreien geraten könnte. http://web.de/magazine/politik/syrien-konflikt/obamas-miese-optionen-syrienkrieg-31942300

Aber nichts dergleichen – stattdessen sucht Adam seine Eva, erzählt man uns von syrischen Textil-Ingenieuren und Programmierern, die unser Land bereichern, lachen wir über die „Bitch der AfD“ (und suchen vergebens nach einer Pussy der Grünen o.ä.) und über witzige Selfies – während die Gewitterwolken zunehmen.

Da überlegt man in den USA, neue Optionen auf den Tisch zu bringen. Die Waffenruhe sei ja gescheitert (und kein Wort dazu, dass die Amerikaner dies durch die „versehentliche“ Bombardierung einer syrischen Abwehrstellung provoziert hatten. Kein Wort dazu, dass in Zeiten der perfekten Satellitenaufklärung ein solches „Versehen“ vollkommen unmöglich ist).

Es müssten halt neue Optionen her… eine Flugverbotszone (wie sie in Libyen dafür sorgte, dass Gaddafi besiegt wurde und das Land im Chaos versank)? Eine Belieferung der Rebellen mit mehr Waffen (hurra – noch mehr Blutvergießen). Ein Abschuss syrischer Kampflugzeuge (warum nicht gleich die Bombardierung des Präsidentenpalastes)?

Es ist für mich erschreckend, zu sehen, wie hier jedweder Ansatz neutraler und umfassender Berichterstattung durch eine die Dinge sachlich falsch präsentierende und emotional manipulierende Presse verdrängt worden ist. Und vor allem: Die Gefahr der Konfrontation zwischen Russland und den USA ist real! https://www.youtube.com/watch?v=MYZXp2zG9hk&feature=youtu.be

Und der Atomkrieg würde, wenn er denn käme, sicher nicht in Russland und den USA ausgetragen werden….. das Kriegsgebiet wären wir!

Wird es so kommen? Eines Tages schon, fürchte ich. Aber jetzt wohl noch nicht. Ich schätze mal, dass der Kelch dieses Mal noch an uns vorbeigehen wird. Aber irgendwann müssen wir ihn wegen unserer Indolenz und Ignoranz austrinken. Bis zur Neige.