Massenwahn und Massenschicksal

Wie sagte Berthold Brecht einst so treffend? Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er nur genügend große Ausmaße angenommen hat.

Zwei Beispiele des heutigen Wahnsinns: Manche Zeitgenossen wundern sich, dass auf einmal amerikanische Kriegsschiffe vor Korea auftauchen und die Gefahr eines Atomkrieges dort steigt.

Die Medien erklären uns, dass alles nur am verrückten Diktator Kim läge. Manche überlegen, dass es auch am verrückten Präsidenten Trump liegen könne. Beide Seiten verkennen die Lage.

Wie erkennt man, was Sache ist? Man macht eine NEUTRALE Analyse der Situation! Die erste Frage hier wäre: Warum handelt Nordkorea so, wie es handelt? Einfach nur, weil da ein Irrer hockt?

Wer diesen Fragen nachginge, würde interessante Dinge zutage fördern. Zum Beispiel, dass sich die USA im letzten Koreakrieg von 1950 dort wie Schweine benahmen, alles in Grund und Boden bombten, die Landschaft verseuchten, kurz: Dort ein Trauma auslösten, so dass Nordkorea etwa wie die einstige Sowjetunion vom Thema Sicherheit besessen ist.

Oder dass die USA und Südkorea interessanterweise immer dann Manöver in Korea abhalten, wenn die Zeit der Ernte ist. Jedes Manöver kann der Kriegseröffnung dienen – daher muss Nordkorea all seine Truppen zusammenziehen, wenn die USA ihre Manöver starten – mit entsprechenden Folgen für die Ernte. DAS wäre eine echte Analyse – die allerdings in der Presse nie zu finden sein wird. Höchstens im Netz. http://www.moonofalabama.org/2017/04/from-war-on-korea-to-abu-graibh-how-us-bio-weapons-led-to-torture.html

In einer solchen Analyse würde auch die einfache Frage gestellt werden: Welches Interesse könnten die USA an einem Krieg haben? Nun – Kriege werden IMMER aus wirtschaftlichen Erwägungen geführt – immer! Die Alten wussten das, wir haben es vergessen.

Ein Blick auf die wirtschaftliche Situation der USA genügt, um zu erkennen: Hier hat jemand ein Problem! Und zwar ein gewaltiges. http://grandfather-economic-report.com/debt-nat.htm

In einer solchen Verschuldung kann ein Staat nur drei Dinge tun: Die Währung abwerten (zerstört die Ersparnisse der Bevölkerung – unpopulär). Die Währung ersetzen (zerstört die Ersparnisse der Bevölkerung – unpopulär). Oder einen Krieg führen. Sofern dieser nicht auf eigenem Grund und Boden geführt wird, kann dies durchaus anfangs populär sein.

Wer sich jetzt noch die Kriege ansieht, die die USA die letzten Jahre geführt haben und daraus seine Schlüsse zieht – Bingo!

Wir in Deutschland sind natürlich ebenfalls vom Wahnsinn umgeben. Bei uns wird man nicht müde, uns über die Segnungen der Zuwanderung aufzuklären. Flüchtlinge hier und Flüchtlinge da – und alles Hoffnungsträger.

Dass mit den Flüchtlingen ein rapider Anstieg der Kriminalität angeht – das wird negiert. Dass mit den Flüchtlingen die Anzahl der Terroristen im eigenen Lande stark ansteigt – das ist allenfalls nebenbei Thematik. Dass die Flüchtlinge in ihrer Mehrzahl für den deutschen Arbeitsmarkt nicht geeignet sind – das wird mittlerweile mal erwähnt. https://www.welt.de/wirtschaft/article164054213/Zahl-der-Hartz-IV-Empfaenger-aus-Nicht-EU-Staaten-steigt-stark.html

Wie sollten sie auch für den deutschen Arbeitsmarkt geeignet sein? Zu unterschiedlich sind Bildungs- und Ausbildungssysteme. Wer hätte je von syrischen, irakischen oder afghanischen Spitzenuniversitäten gehört? Von bahnbrechenden Erfindungen aus diesen Ländern? Es kommen die Armen dieser Welt zu uns – weswegen es bei uns zunehmend ärmer, brutaler und ängstlicher werden wird.

In Norwegen entdeckte eine Studie unlängst, dass die Migranten zunächst versuchen, am Arbeitsmarkt zu partizipieren, so dass deren Beschäftigungsquote ansteigt – um nach einigen Jahren wieder zu sinken! Logisch – in den sozialen Systemen lässt es sich besser aushalten als in Helferjobs, die schlecht bezahlt sind und zunehmend mehr verlangen. https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2911451

Kurz: Der Massenwahn verhindert einfachste Schlussfolgerungen – weswegen der Weg vorgezeichnet ist. Nach unten. Die nächsten Jahre werden daher spannend werden. https://www.armstrongeconomics.com/armstrongeconomics101/economics/the-confidence-game-the-next-crisis/

Zeit des Irrsinns II – aber auch Zeit der Aufdeckungen

Der Irrsinn greift munter weiter um sich….. Im Spiegel dürfen wir erfahren, dass die Flüchtlinge in Deutschland oft überqualifiziert sind (keine Satire). http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fluechtlinge-in-deutschland-sind-oft-ueberqualifiziert-a-1111237.html

Was für Überschriften kommen als nächstes? „Flüchtlinge haben Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut“ (würde sogar stimmen). „Flüchtlinge verfügen über höhere Arbeitsmoral als Deutsche“ (wäre auch – je nach Betrachtungswinkel – nicht ganz falsch). Naja – usw. halt.

In diese Richtung passt auch die Forderung einer Soziologin aus Karlsruhe nach Integrationskursen für Deutsche (um sich in die neue Gesellschaft, die da entsteht, besser integrieren zu können). „Integration ist keine Kuschelveranstaltung“, erfahren wir. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/soziologin-fordert-integrationskurse-fuer-deutsche-a-1111224.html

Die Dame dürfte in den kommenden Jahren mehr Recht behalten, als ihr lieb ist. Auch unsere Kanzlerin musste letztens (nicht von ihrem Mantra „Wir schaffen das“ abrücken), sondern beruhigend verkünden, dass Deutschland Deutschland bleibe und das, was uns lieb und teuer sei, auch.

Da sie nicht näher definierte, was darunter zu verstehen ist (Burka, Bier und Grillen? Hidjab und Hartz4?), kann es jeder mit dem füllen, was er oder sie sich so vorstellen möchte.

Aber es gibt auch Ermutigendes im Narrenstadl: Es ist nicht nur die Zeit des Irrsinns (welcher leider noch einige Jahre andauern dürfte), sondern auch die Zeit der Aufdeckungen! Und das ist tatsächlich etwas Mutmachendes.

Wenn auf einmal in einer angesehenen Zeitschrift für Physik Menschen zu Wort kommen, welche die offizielle Lesart der Ereignisse vom 11.09.2001 wissenschaftlich bezweifeln – so macht das Mut! http://www.europhysicsnews.org/articles/epn/pdf/2016/04/epn2016474p21.pdf

Immerhin fand das Papier auch Erwähnung in der Lückenpresse. http://www.mopo.de/news/panorama/11–september-wissenschaftler-behaupten–twin-towers-wurden-kontrolliert-gesprengt-24698322

Und dass es in England mittlerweile zur Frage der Kriegsschuld des Ersten Weltkrieges zwei Lager in der Zunft der Historiker gibt, von denen das Eine überzeugt ist, dass England die Haupt- wenn nicht Alleinschuld am Kriege trage, Deutschland mithin unschuldig am Kriegsausbruch sei – dann findet es bisher hierzulande nur Erwähnung in den alternativen Medien. Mal ab Min 11.00 dem Herrn Roewer für die nächsten 10-15 Minuten zu hören. https://www.youtube.com/watch?v=Fq4-jWIy4ng

In die Massenmedien findet diese „Hidden History“ noch nicht….. nur die Freunde des Bayrischen Armeemuseums schätzen offenbar offene Debatten. http://www.freundeskreis-armeemuseum.de/publikationen/rezensionen/

Im oben erwähnten Link empfehle ich sehr, die Rezensionen zu Docherty und MacGregor sowie zu Schwipper zu lesen. Letzterer wärmt nicht allein die These von Suvorov auf, dass Hitler Stalin mit einem Präventivschlag zuvorkommen sei – mithin Stalin zum Feldzug gegen Deutschland gerüstet hatte und für den Sommer 1941 zum Überraschungsangriff bereit war – dem Hitler um ein paar Wochen zuvorgekommen war. Nein, er bringt Quellen auf den Tisch, welche Suvorov so nicht zur Verfügung gestanden hatten – wodurch die These deutlich mehr an Gewicht gewinnt!

Solches kann hierzulande noch nicht debattiert werden… NOCH nicht. Diese Stimmen sind aber da und ihre Existenz macht Mut. Denn die Wahrheit macht frei. Auch und gerade im historischen Rahmen.

Das andere gilt freilich auch: Es ist für die nächsten Jahre davon auszugehen, dass es mehr und mehr Bestrebungen (und Maßnahmen) geben wird, kritische Stimmen zum Verstummen zu bringen. Neue Gesetze gegen Hate Speech, Verleumdungen etc. sind zu erwarten. Wenn eine Verlinkung auf eine dritte Seite künftig als Urheberrechtsverletzung geahndet werden kann, ist das u. U. ein erster Schritt in die gewünschte Richtung….. https://www.e-recht24.de/news/haftunginhalte/10237-wichtiges-eugh-urteil-ein-einfacher-link-kann-eine-urheberrechtsverletzung-sein.html

Es ist sehr traurig, dass wir sehenden Auges in eine düstere Zeit gehen müssen – als Erfahrung (individuell und gesellschaftlich) ist es indes offenbar nötig. Daher: Bei sich bleiben – und ehrlich bleiben.

Wie sind sie denn, die Deutschen – Teil 2

In einem vorherigen Artikel war ich der Frage anhand von Zitaten aus der Vergangenheit nachgegangen, wie man denn früher die Deutschen gesehen hat, welche Beschreibungen man ihnen zugewiesen hatte – s. hier: https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2014/10/14/wie-sind-sie-denn-die-deutschen/

Heute will ich dies um weitere Zitate sowie die Frage erweitern, was wir denn für künftige Strukturen, die es noch zu schaffen gilt, von der Vergangenheit lernen können – denn bestimmt gibt es da das Ein oder Andere in Form von Anregungen, von Nachdenkenswertem. Ad rem:

Aus den Anfangszeiten liegen uns wie erwähnt kaum Zeugnisse vor. Dass es Stämme gab und das Regnum Teutonicum lange nur ein Territorialbegriff war, dürfen wir wohl annehmen. Fremd müssen uns die Menschen von damals erscheinen – viel näher am Tod und viel lustvoller im Leben als wir heute.

Im Hildebrandslied wie auch bei den Nibelungen finden sich Beschreibungen zügellosen Rausches (beim Trinken wie auch in der Liebe). Interessanterweise kann man ähnliches in den Gesta Danorum von Saxo Grammaticus, dem dänischen Geschichtsschreiber des 12. und 13. Jhdt. entdecken. Wüst trieben es die alten Germanen….. https://de.wikipedia.org/wiki/Saxo_Grammaticus

Es war eine raue Zeit und so waren wohl auch die Deutschen. Kämpferisch, freiheitsliebend, den Unfreien verachtend. Spätere Zeiten wie die Romantik haben dann ihre Sehnsüchte nach „Helden“ auf diese Zeit übertragen. Der „Schwabenstreich“ ist so ein Ausdruck davon. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenstreich

Die Vorstellung, dass deutsche Könige nach Italien zogen, um sich dort krönen zu lassen, hat manche späteren Geschlechter bezaubert. Ob das auch bei den damals lebenden Zeitgenossen so war, wissen wir nicht. Mit Dietrich von Niem, dem Ahnherr der deutschen Geschichtsschreibung, beginnt auch das verklärte Bild von den Italienzügen. Er sieht als erster (im 14. Jhdt.) die Deutschen als eine Nation an. https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_von_Nieheim

Das Verständnis vom Staat ist indes anders als bei den Romanen. Ricarda Huch mag recht haben, wenn Sie das altdeutsche oder germanische Verständnis vom Staat wie folgt schildert:

Das Grundwesen der Germanen ist weniger der Trieb nach Einheit als der Drang des einzelnen oder der Gruppe nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Der romanische Staat betont die Vertretung des Ganzen, schafft einen Beamtenapparat, der vom Mittelpunkt ausgehend die Glieder von oben nach unten erfasst und bewegt, wodurch für diesen die Möglichkeit entsteht, sich der beherrschten Teile zu bedienen, sie mit großer Kraft nach außen zu verwenden, sie auszubeuten.

Der germanische Staat geht von den einfachen unteren Gliedern, der Familie, der Sippe, der Gemeinde aus und begegnet allmählich der von oben her beherrschenden Vertretung des Ganzen. Die Entfaltungsmöglichkeit und Freiheit des Individuums ist dem Germanen unendlich wichtig, und er opfert davon nur so viel wie nötig ist, damit ein Ganzes überhaupt sich bilden kann, während nach romanischer Auffassung der Staat im Besitz der Allgewalt ist und dem einzelnen an Befugnissen möglichst wenig überlässt. (Aus: Heiliges Römisches Reich deutscher Nation, S. 52)

Und natürlich hatte man damals ein anderes Verständnis von Wort und Musik – beide wirkten viel stärker auf die Deutschen als heute. Im Hildebrandslied liefern sich der Vater und Sohn erst ein langes Rededuell, bevor sie zum eigentlichen Waffengang kommen – dem Wort und dem Wortgewandten wurden Anerkennung gezollt.

Und vielleicht finden sich damals schon Ansätze jenes Phänomens, das man später „die deutsche Innerlichkeit“ nennen sollte, wenn zum Beispiel ein Rupert von Deutz, ein Mönch des 12. Jhdt. in einer seiner Schriften sagte, es sei „schwer für die menschliche Seele, nicht zu lieben“. https://de.wikipedia.org/wiki/Rupert_von_Deutz

Der heilige Franziskus berichtet darüber, wie es ihm Freude macht, die deutschen Pilger zu erleben, da sie „so schöne Gesänge anstimmten“. https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Assisi

Von Kaiser Lothar gab es die Legende, dass, als er mit einem Heer nach Italien ziehen wollte, sein Schwiegersohn, der Herzog von Bayern, eine Weise im Heer anstimmen ließ, die ein solches Heimweh bei den Rittern weckte, dass diese umkehrten. https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._%28HRR%29

Nur eine Legende – aber wohl mit dem wahren Kern, dass die Musik mächtig war – mächtiger als heute. Sie war „das Licht des grauen Landes“ (Ricarda Huch nochmal aus demselben Buch).
Nebenbei: Den Debitisten mag es freuen, dass auch im späten Mittelalter das leidige Geld ein großes Thema war – wenn zum Beispiel Eberhard von Windeck zu den Zuständen an der Kurie schrieb:

„Alle Feindseligkeit und Bosheit kommen von den geistlichen Einkünften her, die so reich und mächtig geworden waren – alle Ränke, Künste und schlimme Behendigkeit lernt man von den Pfaffen. Und alles, was ich diese tun und treiben sah, das drehte sich um Geld. Geld musste sein, mochte es mit Recht oder Unrecht zugehen.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_Windeck

Und das im späten 15. Jhdt. entstandene und von Goethe später als Vorlage für eine Geschichte von ihm verwendete Gedicht „Reineke Fuchs“ lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig (über die Zustände der Kurie in Rom):

„Man schwätzt dort wohl vom Recht sehr viel;
Ja Quark! Geld ist das, was man will!
Ist eine Sache noch so krumm,
mit Geld dreht man sie bald herum.
Wer blechen kann, für den wird Rat.
Weh dem, der nichts im Säckel hat.“

Aber es sollte ja um die Deutschen und deren Eigenschaften gehen – also zurück zum Thema: Sind die Zeugnisse im Mittelalter noch dürftig, werden sie mit der Neuzeit mehr – und explodieren geradezu im 18. Jhdt. Wie ich das letzte Mal schrieb, sind es nach der Sauf- und Rauf- und Fresslust, die Luther seinen Landsleuten vorwirft („wie Schweine sich im Dreck suhlen, so die Deutschen in Suff und Fraß!“) noch andere Merkmale, die man den Deutschen vorwirft.

Unterwürfig, liebedienerisch, bis zur Niederträchtigkeit gefügig nach oben, anmaßend und brutal gegen Wehrlose, so erscheint der deutsche Mensch im 18. Jhdt.

So schreibt ein englischer Gesandter am preussischen Hof Friedrichs des Großen: „Ihre Unwissenheit erstickt in ihnen jeden Begriff von Freiheit und Widerstand und der Mangel an Grundsätzen macht sie zu bereitwilligen Werkzeugen bei der Ausführung aller Befehle, die sie erhalten, ohne zu überlegen, ob sie auf Gerechtigkeit gegründet sind oder nicht“.
Der schon das letzte Mal erwähnte Karl Moser schreibt den Landesherren eine Mitschuld an diesen Zuständen zu: „Die vom Landesherren besoldeten Lehrer des Staatsrechts sind nicht Lehrer deutscher Freiheit“. https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Karl_von_Moser

Noch deutlichere Worte findet der preussische Reformer Freiherr vom Stein über die Beamten: „Am gemeinsten denken die öffentlichen Beamten, bei ihnen ist der Mietlingsgeist der vorherrschende, sie wird man strenge sichten und die beibehaltenen unter genaue Aufsicht nehmen müssen. Alle kleinen Fürsten haben aus Egoismus und Gefühl der Schwäche denselben Geist: ihnen kommt es nur an auf Erhaltung ihres winzigen Daseins, gleichgültig gegen das Schicksal des Vaterlandes“. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Friedrich_Karl_vom_und_zum_Stein

Dem Freiherrn von Stein schwebt etwas anderes als der „Maschinenstaat“ vor, wie er ihn auch nennt, und so haben seine Beschreibungen der Beamtenschaft auch heute noch Gültigkeit: „Diese vier Worte enthalten den Geist unserer und ähnlicher geistlosen Regierungsmaßnahmen; besoldet, also Streben nach Erhalten und Vermehren des Besoldten; buchgelehrt, also lebend in der Buchstabenwelt und nicht in der wirklichen; interesselos, denn sie stehen mit keiner der den Staat ausmachenden Bürgerklassen in Verbindung, sie sind eine Kaste für sich, die Schreiberkaste; eigentumslos, also alle Bewegungen des Eigentums treffen sie nicht, es regne oder scheine die Sonne, die Abgaben steigen oder fallen, man zerstöre alte, hergebrachte Rechte oder lasse sie bestehen, theoretisiere alle Bauern zu Tagelöhnern und substituiere an die Stelle der Hörigkeit an die Gutsherren die Hörigkeit an die Juden und Wucherer – all dies kümmert sie nicht. Sie erheben ihr Gehalt aus der Staatskasse und schreiben, schreiben, schreiben im Stillen, mit wohlverschlossenen Türen versehenen Büros, ohnbekannt, ohngerühmt, ohnbemerkt, und ziehen ihre Kinder wieder zu gleich brauchbaren Schreibmaschinen“. (Zitat Ende).

Kirche, Staat – sie formen den Menschen – und nicht unbedingt zum besseren, freieren Menschen. Doch immerhin –es entstehen (auch) denkende Wesen, die gegen das althergebrachte rebellieren, anschreiben, angehen. Ein Friedrich Schiller, der die „Sklavenplantage“ der württembergischen Fürstenschule übersteht, bleibt ungebeugt. Ebenso wie ein Freiherr vom Stein.

Doch der rote Faden der Duckmäuserei und des Liebedienerns und sich in Konzepte zu flüchten zieht sich natürlich dick durch die weiteren Zeitläufe. Der Anarchist Bakunin verzweifelte an der Trägheit der Deutschen, die er 1848 zu revolutionären Taten anstacheln wollte:
„Die Deutschen sind schreckliche Philister; wenn der zehnte Teil ihrer reichen geistigen Erkenntnis ins Leben übergegangen wäre, wären sie prächtige Leute; aber bis jetzt sind sie leider ein sehr lächerliches Volk“. https://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Bakunin

Und der damals noch ebenfalls revolutionär gestimmte Richard Wagner schrieb: „Nicht unsere klimatische Natur hat aus den frohen, lebenslustigen, selbstvertrauenden Heldengeschlechtern unsere hypochondrische, feige und kriechende Staatsbürgerschaft gemacht, nicht sie hat aus dem gesundheitsstrahlenden Germanen unsere skrofulösen, aus Haut und Knochen gewebten Leineweber, aus jenem Siegfried einen Gottlieb, aus Speerschwingern Tütendreher, Hofräte und Herrjesusmänner hervorgebracht – sondern der Ruhm dieses glorreichen Werkes gehört unserer pfäffischen Pandektenzivilisation mit all den herrlichen Resultaten, unter denen neben unserer Industrie auch unsere Herz und Gemüt verkümmernde Kunst ihren Ehrenplatz einnimmt“. https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wagner

Ähnliche Klagen finden sich in anderen Worten bei Nietzsche, bei Rosa Luxemburg und manchen anderen, die die träge Masse „Deutsches Volk“ in Bewegung setzen wollten. Der letzte Versuch endete bekanntermaßen im Desaster. Und angesichts der Geburtenraten, der herrschenden Indoktrination von „alles, bloß nicht patriotisch!“ und aktueller Zuwanderung mag es sein, dass das Deutschland, von dem viele der hier genannten träumten und nach dem sie sich sehnten, endgültig und für alle Zeiten verschwunden ist.

Hatte Bismarck nicht recht? (Zitat): „Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eignen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung leider auf Deutschland beschränkt ist“.

Oder Goethe? (Zitat): „Ich glaube nicht, dass irgendeine Nation eine solche Lust am Krebsgang hat als die deutsche“.

All dies und die unzähligen anderen kritischen Kommentare zu Deutschen und Deutsch-Sein stimmen ja. Aber das andere stimmt auch: Wenn das Gebilde Demokratie/Plutokratie zerfällt (und das muss es ja, kraft der Erkenntnisse im DGF, d.h. im Gelben Forum) – dann ist Raum für Neues. Dann wird Neues entstehen.

Und die Frage wird auch sein, auf was man dann bauen kann. Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit mögen dann helfen. Zwei abschließende Gedanken kluger Menschen:

Der Anarchist Bakunin sah wie andere (Nietzsche) im Staat ein Übel, dass es in der jetzigen Form zu beseitigen gelte und begründete das wie folgt: „Wir sehen den Staat in seiner gegenwärtigen Entwicklung als ein versteinertes, anorganisches Produkt des Lebensprozesses der Völker an, als eine mechanische Absonderung vom lebendigen Volksorganismus. Die Kraft des Staates ist gegenwärtig eine rein und auschliesslich mechanische, direkt gegen das Volk gerichtete, nur auf Polizei und Armee gegründete, und daher richten sich alle Anstrengungen der revolutionären Kreise und Personen auf die Zerstörung des Staates durch die Organisation der elementaren Kraft des Volkes“.

Bakunin glaubte an die Kraft der Völker und dass diese sich (sofern jedes Volk sein Ideal hat, dem es folgen kann) selber so regulieren würden, wie es ihnen am Besten zukäme. Er wollte eine Dezentralisation zugunsten von selbstständigen Gemeinschaften und verantwortlichen Persönlichkeiten innerhalb der Gemeinschaft im Gegensatz zu der in unverantwortliche Individuen zersplitterten Masse. Dieses Ziel konnte aus seiner Sicht nicht erreicht werden, indem man versuchte, die Macht des Staates zu verstärken, was Marx und auch Lassalle taten (wenn man sieht, WER sich durchgesetzt hat, kann man auch daraus seine Schlüsse ziehen).

Mit diesem Denken von selbstständigen Gemeinschaften ist er nahe beim Denken eines Freiherrn von Stein, der ein Vorbild im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation sah: „Deutschland war im 10., 11., 12. und 13. Jhdt. ein kräftiger Staat. Es bestand aus einem zahlreichen Adel von verschiedenen Klassen, aus Geistlichkeit und vielen kleinen Freien. Aber selbst der Größte war dem Kaiser und Reich untertan und auch der kleinste Freie stand unmittelbar unter diesen“.

Den Staat sah er wie folgt: „Der Staat ist aber kein landwirtschaftlicher und Fabrikenverein, sondern sein Zweck ist religiös-sittliche, geistige und körperliche Entwicklung; es soll durch seine Einrichtungen ein kräftiges, mutiges, sittliches, geistvolles Volk, nicht allein kunstreiches, gewerbefleißiges gebildet werden. Das Bürgertum wird aber besser entblühen aus Zünften, die durch gemeinschaftliches Gewerbe, Lebensweise, Erziehung, Meisterehre und Gesellenzucht gebunden sind, als aus den topographischen Stadtvierteln, wo Nachbar mit Nachbar in keiner Verbindung steht, sondern alle durch den Egoismus aller auseinandergehalten werden“.

Auf diesen und ähnlichen Gedanken eines Pestalozzi, eines Hegel und vieler anderer ließe sich bauen. Gut bauen sogar! Und das ist, bei allen Gefahren, denen wir bald ausgesetzt sein werden, ein tröstlicher Gedanke.

Ebenso, dass jedem Volk auch gute Eigenschaften zuzuschreiben sind, was bei den Deutschen nicht anders ist. Was früher da war, der Drang nach Ehre und Unabhängigkeit, mag wieder kommen. Was immer noch da ist, ist die Tierliebe. Und was wieder stärker werden könnte, ist die Liebe zur Heimat.

In dem kleinen Büchlein „Namen, die keiner mehr nennt“ von Marion Gräfin Dönhoff, findet sich die Beschreibung des Todes des Oberforstinspektors des ostpreussischen Gutes Quittainen. Jener erhält von einem russischen Soldaten im August 1945 einen Bauchschuss.

Das Krankenhaus ist mehrere Kilometer entfernt. Mit einem Handwagen versuchen einige Frauen den schweren, alten Mann dorthin zu schaffen. Fühlend, dass sein Ende naht, bittet er sie, als sie die Grenze erreicht haben, noch einmal anzuhalten und sagt: „Frauen, lasst mich noch einmal mein schönes Quittainen sehen“. Kurz darauf ist er tot. https://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Gr%C3%A4fin_D%C3%B6nhoff

Und dies sollte bei aller Veränderung nie vergessen werden: Deutsches Wesen ist auch Ausdruck einer geistigen Haltung – von Wahrheits- und Freiheitsliebe, von Treue und Zuverlässigkeit. Hält jemand diese Werte hoch, ist es doch egal, ob er schwarz, gelb, braun oder weiß ist. Die MÖGLICHKEIT ist da! Sie wird nur heute in keiner Weise (vor)gelebt. Stattdessen klebriges Multikulti. Ein Nebeneinander sich fremder Menschen und Kulturen, das irgendwann zum Gegeneinander wird.

Es darf keine Identifikation mit einem größeren Ideal geben! Aber das mag sich ändern. Und dann werden die Karten neu gemischt. Friedrich Schiller:
„Höhern Sieg hat der errungen
Der der Wahrheit Blitz geschwungen,
Der die Geister selbst befreit
Freiheit der Vernunft erfechten
Heißt für alle Völker rechten
Gilt für alle ewge Zeit“.

Wenn das wackliger werdende Gerüst „Demokratie“ zerfällt, wenn der große Umbruch kommt, kann unter den Hammerschlägen des Schicksals unter der Hülle der „Zukunftsdeutschen“, „Biodeutschen“, „Antideutschen“ etc. das eigentliche Wesen wieder zum Vorschein kommen. Denn es geschieht in der Gefahr, dass sich der wahre Wert des Menschen zeigt. Auch eines Volkes!

Heinrich Heine:
„Ich rate Euch, nehmt Euch in acht –
Es bricht noch nicht, jedoch es kracht…..
Die Menge tut es“.

Das Gefängnis X – Die technischen Möglichkeiten

Steuern wir auf eine Welt zu, die immer flacher wird? Ohne tiefere Gefühle, aber mit Knalleffekten an vielen Stellen? Wird George Orwell recht behalten? https://www.youtube.com/watch?v=3jdV31M-780

Die technischen Möglichkeiten zur Vereinfachung (wie zur Steuerung) des Lebens werden jedenfalls in den nächsten Jahren sich enorm vergrößern.

Schauen wir mal, was uns die nächsten Jahre wohl erwartet. Wenn Google ein Patent auf die Kontrolle einer unbegrenzten Anzahl von Robotern anmeldet (ach, die kleinen, süssen Helfer – hier: https://www.youtube.com/watch?v=3N1Q8oFpX1Y – Jibo heißt der süße und beste Kameramann der Welt – ein Mitglied der Familie, das Bilder machen kann, Nachrichten weitergibt und Informationen). An wen?

Nun, wenn jedenfalls Google dieses Patent anmeldet, ist es ein weiterer Schritt nach…. vorne? http://qz.com/383275/google-has-patented-the-ability-to-control-a-robot-army/ Smarte Roboter werden das wohl sein…. Google hat, wie man anderen Artikeln entnehmen kann, fleißig Roboterherstellerfirmen aufgekauft.

Und wir werden nicht nur smarte Telefone haben, sondern auch smarte Häuser. (Neben smarten Autos, Süßwarenautomaten, Kinoschaltern etc.) Vernetzung von Geräten und Technik. Wie? Simpel. Überall Chips drin und so lässt sich alles steuern. Und so ist das Leben wieder etwas einfacher geworden. https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_Home

Außerdem liegen da Informationen über den Nutzer vor. Wann er den Kühlschrank aufmacht. Was da drin ist. Wann er die Waschmaschine bedient. Ob er in der Wohnung raucht etc. (Kameras in Wohnhäusern? Zur Bekämpfung häuslicher Gewalt vielleicht keine schlechte Idee).

A propos Chips: Diese gibt es ja schon längst – und sie werden auch bereits angewandt. In Schweden können sich Bedienstete einer Firma einen solchen schon in die Hand implantieren lassen. Nie mehr Probleme mit dem Schlüssel! Und wird man gefeuert – wird einfach der Chip gesperrt. Keine Probleme mehr mit der lästigen Schlüsselübergabe. http://rt.com/news/207051-sweden-microchip-implant-hand/

A pro pos Schweden: Diese sind ja auch in der Bargeldabschaffung führend. Doch auch andernorts ist man aktiv. In Afrika ist Zahlen über Smartphone schon Usus – bei uns stehen Apple Pay, Google Wallet u. a. schon bereit, doch es gibt noch ein paar Kinderkrankheiten zu lösen. Doch technisch möglich ist es schon – ganz ohne Bargeld auszukommen. Praktisch. https://au.finance.yahoo.com/news/no-cash-cards-just-mobile-020116055.html

Aber zurück zu den Chips. Da sind sie schon und einsetzbar auch. Und wenn man sie uns gibt, müssen wir das nicht mal merken. http://www.youtube.com/watch?v=Qyd9TANUt4U

Und schon bald dürften wir neue Möglichkeiten haben. Nicht so banale Sachen, wie festzustellen, wo wir grade sind oder biometrische Daten von uns aufzunehmen – warum nicht einen Chip im Gehirn, der uns mit dem Internet verbindet – so dass wir aus dem Internet etwas direkt in unser Hirn herunterladen? 2020 sollte es soweit sein. http://www.jewsnews.co.il/2013/10/31/a-chip-in-the-head-brain-implants-will-be-connecting-people-to-the-internet-by-the-year-2020/

Sich beständig zu optimieren durch Smart Body Analyzers etc., die uns erinnern, wie viele Kilometer wir noch laufen oder was wir noch essen müssen (Gefühl? Egal), sind ja schon ganz gut – http://www2.withings.com/eu/de/

Schade, dass man nicht die Möglichkeit, an der Quelle der Entwicklung zu sitzen. Beim letzten Bilderberg-Meeting in Österreich vor ein paar Tagen war auch eine Frau namens Regina Dugan dabei. Vice President bei Google für Engineering, Advanced Technology and Projects. http://www.bilderbergmeetings.org/participants.html

Dem Vortrag der Dame hätte ich gerne zugehört. (Sie war übrigens vorher bei DARPA beschäftigt – einer Behörde des Pentagons, welche Forschungsprojekte für die US-Streitkräfte durchführt. Praktisch. Wer sagt da: Roboter Armee?) https://de.wikipedia.org/wiki/Defense_Advanced_Research_Projects_Agency

Aber dies nur am Rande: Das Beste wäre ja wohl, auch ganz neue Gehirne zu schaffen. Künstliche. Beim Bilderbergtreffen war auch der Vice President Engineering von Google Deep Mind vertreten, ein Herr Demis Hassabis. https://de.wikipedia.org/wiki/Google_DeepMind

Auch dem hätte ich gerne zugehört. Noch eine Randbemerkung: Auch der Chairman von Google war beim Treffen der Bilderberger dabei. Wenn ich die Liste richtig angeschaut habe, hatte keine andere Firma der Welt drei Vertreter dort. Doch zurück zum Thema:

Künstliche Intelligenz….. selbstlernende künstliche Intelligenz, Roboter, die nicht nur Kaffee kochen können oder das Garagentor öffnen, sondern die auch verstehen, wie Autos gebaut werden….. Kunstwerke erschaffen werden….. Gedichte geschrieben werden…. Chirurgisch operiert wird. Etc. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=344776

Irgendwas anderes wird dank all dieser neuen Intelligenz überflüssig….. ich komme nur noch nicht drauf, was. Aber irgendwie fällt mir dazu Gerhard Hauptmanns Stück „Die Weber“ ein.

Doch zurück zu künstlichen Intelligenz: diese ist natürlich keine Gefahr für die Menschheit. WIR werden sie beherrschen, nicht sie uns! Sagt uns einer der Gründer von Deep Mind. http://www.theguardian.com/technology/2015/jun/09/deepmind-artificial-intelligence-tool-humans-control

Wer steuert eigentlich die Steuerer? Da werden Systeme geschaffen, die selbst lernfähig sind. Wo hört das Lernen auf? Welche Schlüsse werden aus diesem Lernen gezogen? Etc.

Der Google-Mensch argumentiert, dass wir heute eine derart komplexe Welt haben, dass wir neue Wege gehen müssen, um sie besser steuerbar machen können. Durch künstliche Intelligenz. Wir schaffen also komplexe Wesen, um komplexe Systeme zu steuern. Hm-hm.

Und wir? Wir verbessern uns am Besten auch, indem wir Hybride Wesen werden. Verbunden durch einen Chip mit einer Cloud. So dass unser Denken eine Mischung von biologischem und nicht-biologischem Denken ist. Sagt Ray Kurzweil, Director Engineering bei – wie sollte es anders sein – Google. Und prognostiziert dies für 2030. http://money.cnn.com/2015/06/03/technology/ray-kurzweil-predictions/

Ray Kurzweil ist nicht irgendwer – er ist einer der bekanntesten Zukunftsforscher in den USA und lag schon in der Vergangenheit mit seinen Prognosen oft richtig. https://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Kurzweil
Er ist außerdem ein Anhänger des Transhumanismus, welche die Grenzen menschlicher Möglichkeiten durch den Einsatz der Technik erweitern will. https://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus

Hört sich ja nett an, aber – verbunden mit einer Cloud? Von der dann auch Gedanken kommen – denn was sind Gedanken anderes als elektronische Impulse – kurz, eine Wolke, die mir Gedanken gibt. Wie erstrebenswert ist es, fremde Gedanken im Kopf zu haben?

Und es hört ja nicht damit auf – Dronen, die nie mehr landen müssen, immer in der Luft bleiben und von dort alles beobachten können (wozu Boeing die Tage ein Patent anmeldete). http://uk.businessinsider.com/boeing-patent-mid-air-rechargeable-drones-2015-6?r=US Warum sollten diese Dronen nicht bewaffnet sein?

Warum nicht Wifi nutzen, um festzustellen, wie viele Leute sich irgendwo aufhalten (auch solche ohne Handys können dabei erfasst werden)? Mit Wifi könnten auch Roboter durch Wände feststellen, ob sich dort Menschen aufhalten. http://sputniknews.com/science/20150610/1023153920.html

Und wer ein Mobiltelefon hat (und das sind ja die Meisten) kann auch mit falschen Telefonmasten seiner Daten beraubt werden. Diese sog. Stingrays treten mit dem Mobiltelefon in Kontakt, welches die Daten des Nutzers an das System abgibt. Alle – auch die Zugänge zu Konten etc. http://news.sky.com/story/1499258/fake-mobile-phone-towers-operating-in-the-uk

Autos, die anzeigen, wo wir sind, Telefone, die anzeigen, wo wir sind, Dronen, die uns filmen, wo immer wir sind, Geräte, die durch Wände feststellen können, wo wir sind und am Ende ein Chip, der immer anzeigt wo wir sind.

Und so weiter und so fort….. Die schöne neue Welt ist schon längst da. Oder anders gesagt: Uns stehen enorme, kaum vorstellbare Dinge die nächsten Jahre ins Haus. Alles, was da so bunt und schön erscheint und nach das-Leben-vereinfachend klingt, hat noch zwei weitere Komponenten in sich:

Das Eine: Diese immer größer werdenden technischen Möglichkeiten werden nicht tausende, sondern Millionen Arbeitsplätze überflüssig machen. Wie wäre es mit der Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland? http://www.welt.de/wirtschaft/article140401411/Maschinen-koennten-18-Millionen-Arbeitnehmer-verdraengen.html

Wie werden diese künftigen Massenheere von Arbeitslosen reagieren? Und – da es unmöglich ist, schlichtweg vollkommen unmöglich, dass dies die Macher und Vorantreiber dieser Trends NICHT wissen – was werden sich die Herrschenden als Lösung einfallen lassen? Was haben sie sich einfallen lassen?

Das Andere: Wenn wir Geräte haben, die alles über uns anzeigen – wo wir sind, was wir tun, wie wir es tun – so sind dies enorme Steuerungsmöglichkeiten für diejenigen, die Zugriff zu diesen Daten haben. Und wer glaubt in den Zeiten von NSA daran, dass dies nicht gemacht wird? Alle Daten über alle zu haben?

Dies wird der absolute gläserne Bürger sein – der fröhliche, sich beständig optimierende Sklave in der Cloud – der einfach ausgeschaltet werden kann, wenn er zur Gefahr oder nicht mehr gebraucht wird – sofort, direkt, leise und diskret – natürlich nur, falls notwendig. Wer sollte es den Steuerern verwehren? Die technischen Möglichkeiten sind da.

Wo ist der neue Gerhart Hauptmann, dies zu betrauern? Oder besser: Wo ist der neue George Orwell, davor zu warnen?

P.S.: Meinen Dank an David Icke für die Inspirationen bzw. Hinweise zu den meisten Links, welche aus einem kostenpflichtigen Vortrag von ihm stammten. Hier die ersten 12 Minuten dieses Vortrages. https://www.youtube.com/watch?v=CshWbWHQg8I

Was ist die nächsten Jahre zu erwarten?

Auch Verschwörungstheorien eher abholde Zeitgenossen wie der den Genderkram unermüdlich als Unsinn entlarvende Informatiker Hadmut Danisch aus Berlin gelangen mittlerweile zu der Einsicht, dass mehr als nur etwas faul ist im Staate Dänemark….. http://www.danisch.de/blog/2015/06/07/gibt-es-deutschland-in-15-20-30-jahren-noch/

Diese Einsicht kommt einem ja quasi automatisch, wenn man wie Herr Danisch schlicht Eins und Eins zusammenzählt. Während ich seine Überlegungen teile, dass wir auf einen Bruchpunkt (in Geschichte und Gesellschaft) zulaufen, von dem man nur nicht sagen kann, wann er kommt, so würde ich seine Ausführungen um Prognosen dessen, was zwischen Bruchpunkt und Jetzt zu erwarten ist, erweitern.

Aus der Systemlehre wissen wir, dass jedes System nach Stabilität strebt bzw. sich versucht, zu erhalten. Unser Wirtschaftssystem bzw. auch politisches System macht da keine Ausnahme. D.h. es ist zu erwarten, dass auch dieses System die nächsten Jahre alles, aber auch wirklich alles tun wird, um das unvermeidliche Ende hinauszuzögern.

Ob dies eventuell manchen Steuermännern und –frauen ganz recht ist, da damit einhergehend der „größte Vermögenstransfer der Geschichte“ (Doug Casey) von der Mittelschicht zu den Superreichen zu erwarten ist, könnte schon die nächste VT sein und soll hier nicht näher thematisiert werden.

Was aber relativ leicht ist, ist, darzustellen, zu welchen Mitteln das System greifen dürfte, um sich zu erhalten. Im Folgenden daher diese kurze und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende Aufzählung:

Einmal ist natürlich mit weiter anwachsender Arbeitslosigkeit zu rechnen, welche allerdings medial versteckt werden wird durch entsprechende Änderungen innerhalb der statistischen Erfassung (wie diese schon heute Arbeitslosigkeit schönrechnet, hatte ich mal hier dargestellt): https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/04/15/arbeitslosenstatistik-i-trau-schau-wem/

Daher ist zu erwarten, dass es irgendwann auch wieder eine Arbeitspflicht von Arbeitslosen geben wird, die dann in Arbeitsmaßnahmen des Staates zwangseingesetzt werden. https://staseve.wordpress.com/2013/01/22/ave-caesar-morituri-te-salutant-oder-incipiant-spectacula-brot-und-spiele/

Erste Ansätze man in den Überlegungen zu Null-Euro-Jobs etc. erkennen. https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2014/09-15/012.php

Desweiteren ist mit Einschränkungen der Reise- und Niederlassungsfreiheit zu rechnen bzw. dass der Staat die vom Grundgesetz her gegebenen Möglichkeiten für sich nutzt. S. auch hier am Ende des Beitrages: http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=356257

A propos: Einschränkungen der Reisefreiheit gibt es jetzt schon in manchen Ländern hinsichtlich der Reisen in Terrorgebiete (zum Beispiel verbietet Australien seinen Bürgern die Reise nach Syrien, um der Ausbildung von Dschihadisten Einhalt zu gebieten). Das ist durchaus auf den Donbass/Kaukasus/Kosovo/Schweiz/wo-auch-immer ausdehnbar.

Natürlich bereitet man sich auch auf staatlicher Seite auf entsprechende Szenarien der Aufstandsbekämpfung vor. http://www.shortnews.de/id/959613/bundeswehr-baut-groesstes-europaeisches-uebungszentrum-zur-aufstandsbekaempfung

Eine Bargeldabschaffung dürfte auch die nächsten Jahre auf den Weg gebracht werden. Das Heil kommt wie im 30jährigen Krieg aus dem Norden. http://www.welt.de/finanzen/article106169026/Schweden-wollen-ihr-Bargeld-abschaffen.html

Ist diese Bargeldabschaffung umgesetzt, fallen auch neue Pflichtabgaben deutlich leichter. Zypriotische Lösungen sind zu erwarten. Erst für die Vermögenden (ab 100.000,- €), dann auch für die weniger Vermögenden (50.000,- €), dann irgendwann für alle Beschäftigten, irgendwann auch für Arbeitslose und Rentner.

Der 2011 durchgeführte Zensus könnte eine Vorbereitung für den Zugriff auf Immobilienbesitzer gewesen sein. http://www.bankingportal24.de/finanzredaktion/759/zwangshypothek-im-anmarsch-wozu-der-zensus-2011-wirklich-dient/

In jedem Fall sind bei Verschärfung der wirtschaftlichen Lage weitere Belastungen der Immobilienbesitzer zu erwarten. Mögliche Szenarien sind in Griechenland oder Italien zu beobachten (und auch dort gibt es bis dato noch keinen Aufstand). In Österreich denkt man auch schon mal im kleinen Maßstab drüber nach. http://wien.orf.at/news/stories/2575722/

Auch Zwangsanleihen, analog zu Kriegszeiten, sind irgendwann zu erwarten. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=259502 Ebenso die Enteignung von Anleihehaltern, wo notwendig. http://www.welt.de/finanzen/article112468144/Euro-Staaten-beschliessen-Enteignungsklausel.html

Im Zuge des weiteren Asylantenzustromes ist außerdem irgendwann mit Zwangszuweisungen von Asylanten in Privatwohnungen zu rechnen. Ansätze gibt es schon, wenn zum Beispiel alte Leute aus ihren Wohnungen entfernt werden, um Asylanten Platz zu machen. Das ist aber noch steigerbar. http://sdp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Gemeinde-Egelsbach-sucht-seniorengerechte-Wohnungen;art688,1213223

A propos. Es waren ja „nur“ neun alte Leute, die ihre Wohnungen für Asylanten verlassen mussten. Zwischen 75 und 90 Jahren alt. Erinnert sich jemand des schönes Spruches: Einen alten Baum verpflanzt man nicht? Solche und ähnliche Vorfälle übrigens nicht als kaltes und menschenunwürdiges Verhalten bezeichnen zu dürfen – auch dies wird ein Merkmal der nächsten Jahre sein. http://sdp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/LESERMEINUNG;art688,1239157

Überhaupt werden kleine und kleinste Schlupflöcher gestopft oder besser Selbstverständlichkeiten wie Beweislast etc. umgekehrt werden, um dem Staat weitere Einnahmequellen zu verschaffen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/koalition-will-konfiszierung-von-mafia-vermoegen-erleichtern-a-978412.html

Böse Steuersünder müssen gefasst werden. http://www.t-online.de/wirtschaft/id_58070496/fiskus-greift-sich-lebensmittel-spender.html Und: Die Steuerlast ist zwar bereits sehr hoch – aber etwas Spielraum bis zu 100% ist noch (aktuell sind wir bei vielleicht 72%). http://sachsen-anhalt.parteidervernunft.de/ihre-skandal-se-abgabenlast

Die wirkliche organisierte Kriminalität wird man indes kaum treffen. Es wird außerdem zunehmend Zonen geben, aus denen sich die Polizei zurückziehen wird (was auch der Verbrechensstatistik dienen wird). No-Go-Areas sind bereits in Schweden oder Frankreich Fakt, es wird sie auch bei uns zunehmend geben (Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln sind Vorboten davon).

Die Ideologisierung wird noch weiter vorangetrieben werden, indem abweichende Meinungen noch stärker als homophob, hasserfüllt, rechtsextrem, nazistisch, rückwärtsgewandt, amerikahassend etc. bezeichnet werden (überhaupt dürfte das Wort HASS verstärkt zur Unterbindung des Dialogs benutzt werden, ebenso wie INTOLERANZ, denn mit hasserfüllten und intoleranten Menschen muss man nicht reden, die muss man bekämpfen). S. auch https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/01/27/das-gefangnis-i/

A propos: Eventuelle Regimegegner dürften künftig leichter für verrückt oder besser „behandlungsbedürftig“ erklärt werden können. http://www.gegen-stimmen.de/2013/01/bundestag-legalisiert-psychiatrische-zwangsbehandlung/

Im Sinne der im Zuge der Verschlechterung der Lage notwendigen Notstandsmaßnahmen hat unser Staat jedenfalls seine Hausaufgaben gemacht. http://www.bwl24.net/blog/2008/03/26/ubersicht-die-wichtigsten-notstandsgesetze-in-deutschland/?utm_source=bwlbote%2Bhtaccess&utm_medium=301&utm_campaign=bwlbote%2Bhtaccess

(Unser großer Bruder über dem Teich natürlich auch. http://www.pravda-tv.com/2013/02/quo-vadis-usa/ )

A propos: Die Überwachung ist bereits überall im Hinblick auf die Vermeidung künftiger Terroranschläge ausgeweitet worden. Egal ob Neuseeland, Frankreich, Australien, GB, USA, Japan, Kanada, bei uns – überall wurden und werden Terrorgesetze verschärft. Wozu oder gegen wen werden diese verschärften Gesetze einst benutzt werden?

Was immerhin in dem ganzen Prozess als Erkenntnis in Manchen wachsen wird, ist, dass der Staat (aus seiner Sicht) zu diesen Maßnahmen gezwungen ist. Denn er MUSS immer wachsen. Und er muss immer aufschulden! http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=258879

Bis dann eben der Zusammenbruch kommt. Mathematisch unweigerlich und historisch die Regel, nicht die Ausnahme (schöne Grafiken in diesem Link). http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=253044

Bis dahin ist aber hoffentlich bei noch einigen Zeitgenossen mehr der Groschen gefallen, dass sich Macht und Kapital in unserem System in immer weniger Händen konzentrieren müssen (quasi systemimmanent) – und dass dies keine gute Entwicklung ist. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=320972

Irgendwann erschallt vielleicht ein neuer Ruf. Ein neues „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit…..“. Ein ehrlicheres als das alte? Wir werden sehen.

Die Krankheit der Zeit

Es wird immer gerne von verschiedenen Fraktionen auf verschiedenen Lösungsansätzen herumgeritten, die es bräuchte, um die Verhältnisse zum Besseren zu wenden. Die Linken rufen normalerweise nach Umverteilung und größerer Besteuerung der Reichen. Die Rechten rufen nach größerer Liberalisierung und Aushöhlung von Kündigungsrecht etc.
Keine der beiden Seiten ruft allerdings nach einem Zurückstutzen von Staat (und ergo auch Steuerlast) oder nach grundlegenden Reformen und Alternativen (die in unserer Gesellschaft schon lange nicht mehr breit thematisiert werden- mithin wohl auch ein treffendes Signal, dass da etwas im Untergrund gärt).

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Die Krankheit, an der wir zu leiden scheinen, ist eine des Bewusstseins – eine Abirrung des Bewusstseins, könnte man sagen, aus der die Symptome kommen, die wir in der Gesellschaft sehen und zu behandeln versuchen (allerdings meist erfolglos, da man eine Krankheit nur heilen kann, wenn man an den Kern derselben rührt).
Solange unser Bewusstsein durch die Prägungen des Alltags – durch Glaubenssätze wie „Alles für mich!“ oder „Man muss sich durchsetzen“ oder „Alle gegen alle“ geprägt ist, werden die Symptome bestehen bleiben und sich ausweiten. Und kurioserweise werden die Lösungsansätze, die man sucht, es nicht besser, sondern schlechter machen.
Es ist dies übrigens ein Grundsatz aus dem Systemdenken. http://de.wikipedia.org/wiki/Systemdenken_%28Systemtheorie%29 Wenn man ohne Kenntnis oder in Ignoranz der eigentlichen Gründe für ein Problem dieses versucht, mit einer Scheinlösung zu beheben, wird sich das Problem über die Zeit verschärfen bzw. zu einem späteren Zeitpunkt umso stärker sich bemerkbar machen.
Der Beispiele für solche Pseudolösungen gibt es viele: Ich kann zum Beispiel versuchen, eine Willkommenskultur für Asylanten zu installieren. http://www.derwesten.de/staedte/hagen/fluechtlinge-zu-haspern-machen-id10689555.html Wenn diese allerdings in ihrer Mehrheit keine politisch Verfolgten sind und zudem aus uns sehr fremden Kulturen stammen, für die es weder Bedarf noch Arbeit hier gibt, wird dies die Gesellschaft nach einem Zeitraum X immer stärker belasten. In Form von höherer Kriminalität, Verfall der Immobilienpreise, schlechterer sozialer Atmosphäre etc.
Oder: Ich schaffe in einer Firma neue Formen der Prävention, um Burn-Out-Fällen vorzubeugen. Lobenswert – doch wenn von oben der Druck weitergegeben wird, mit aller Gewalt positive Ergebnisse bzw. Budgets zu erzielen, wird es auch trotz Rückenkursen u.ä. bei hohen Ausfallquoten bleiben.

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Doch zurück zur Krankheit unserer Zeit: Sie liegt auch darin, dass wir aufgrund eines fehlerhaften Verständnisses vom Leben als Kampf ums Überleben (Darwin) Systeme geschaffen haben, die den Kampf und nicht die Kooperation betonen. So haben wir ein Wirtschaftssystem, dass den Betrüger u. U. mehr belohnt als den Ehrlichen.
Ein System, in dem die Gier als positives Element gepriesen wird, https://www.youtube.com/watch?v=PF_iorX_MAw hat aber einen wesentlichen Geburtsfehler: Da alle für sich am Meisten herausziehen wollen, geht der Gewinn von Vielen zu Lasten des Gesamten. Irgendwann muss dieses System zusammenbrechen.

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Was tun denn Unternehmen heute mit größter Verständlichkeit? Sich dem Zugriff des Staates zu entziehen – die Gewinne so weit es geht, zu behalten. Nicht nur eine Boeing in den USA dürfte keine Einkommenssteuer zahlen. http://foreffectivegov.org/blog/boeing-second-largest-federal-contractor-pays-no-federal-income-tax-2013
Unternehmen sorgen dafür, dass ihre Macht ausgebaut, gefestigt wird- mit Einverständnis des Staates und zu Lasten des Gesamten. Denn das System begünstigt die Mächtigen. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/blackrock-die-heimlichen-herren-des-dax/4150978.html
Und das System begünstigt den Betrug – als Großer die Kleinen auszubeuten – als Abnehmer die kleinen Zulieferer drücken, als Bauunternehmer die kleinen Handwerksbetriebe schröpfen – auch dies sind Zeichen des Geburtsfehlers – der Gier nach Mehr. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=324199

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Und der Staat? Er ist nicht besser, denn er schröpft ebenfalls die Kleinen. Die Steuerlast ist seit den fünfziger Jahren immer weiter angestiegen, bei Sozialabgaben, direkten wie indirekten Steuern. Wer entlastet wurde, waren die Unternehmen und die Vermögenden. Alle anderen wurden nur mehr und mehr belastet. http://library.fes.de/pdf-files/wiso/09604.pdf
Es ist die Gier, die allem zugrunde liegt. Gier lässt den Staat immer größer werden. Gier treibt die Gierigen nach immer weiteren Verdienstmöglichkeiten. Gier lässt Kindertagesstätten zu Investitionsmöglichkeiten werden. http://www.osborneclarke.de/publications/sectors/financial-services/update/2013/neues-marktsegment-kindertagesstaetten.aspx

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Gier lässt einen geistigen Orden mit Geld spielen – und alles verlieren. http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/9407521-91/opfer-eines-riesenbetrugs-franziskaner-am-rand-der-pleite.csp
Gier lässt die Leute sich selber ausbeuten in üblen und krankmachenden Arbeiten – denn es steckt ja das große Geld dahinter…. http://www.salon.com/2014/06/01/help_us_thomas_piketty_the_1s_sick_and_twisted_new_scheme/
Gier lässt die Reichen immer reicher werden – ein Trickle Down? Fehlanzeige. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=320972
Gier ließ Banken und Immobilienfinanzierer in den USA Hypotheken an alles vergeben, was nicht bei drei auf den Bäumen war. http://www.informationclearinghouse.info/article39037.htm
Gier hat Banker und Politiker im Griff, so dass beide danach trachten, sich möglichst viel Geld in die eigenen Taschen zu scheffeln. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=322247

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Doch Gier geht noch weiter: Wenn fettmachendes, gesundheitsschädigendes Essen bewusst um des Profits Willen verkauft wird – dann geschieht dies aus Gier, nicht aus Liebe zu den Menschen. http://www.counterpunch.org/2013/02/22/junk-food-and-junk-journalism/
Wenn kranke Menschen gewinnbringende Menschen sind – dann werde ich mehr und mehr Kranke schaffen und den Fokus nicht auf Heilen, sondern auf „möglichst lange Therapieren“ richten. http://www.aerzteblatt.de/archiv/32976/Gesundheitssystem-In-der-Fortschrittsfalle
Autos, die nach kaum zwei Jahren wegen elektronischer Schäden in die Werkstatt müssen, IT-Programme, die immer mehr Nacharbeit bedürfen, Gegenstände des Alltags, die bewusst so gebaut werden, dass sie nach spätestens drei Jahren hinüber sind. Für Konsum! Für Geld! Für Gier!
Von den Pflegefällen, den tausenden, an Maschinen dahinvegetierenden Alten, die nicht aus Liebe, sondern aus Profitgier am Leben gehalten werden, möchte ich erst gar nicht zu sprechen anfangen.
Und Bürgermeister oder Landräte, die sich hierzulande über die Aufnahme von Asylanten freuen, tun dies nicht, weil sie so gute Menschenfreunde wären, sondern weil Asylanten Geld bedeuten. Auch hier ist die Gier die Richtschnur (plus die Angst vor der Verurteilung der Gutmenschen).
Wasser als Profitmittel, Straßen, Bildung, Drogen, Autobahnen, Waffen – Hauptsache Gewinn, wofür? Egal. Und warum nicht irgendwann auch die Luft für den Gewinn nutzen? Das Gras? Oder das Leben an sich? Etc.
Kurz: Ein Denken oder besser, ein Machen, was aus der Gier angetrieben wird, wird alles für sich reklamieren (oder für die Familie oder das Unternehmen oder den Staat) und sich dabei gut fühlen.

…………………
Aber es wird nie satt sein. Nie! Gier ist niemals befriedigt. Und daher muss sie sich am Ende selber fressen. Und das ist auch das unausweichliche Ende des jetzigen Systems. Es wird sich selber fressen – und sterben.
Wenn es dann tot ist, kommt es darauf an, dass wir etwas Neues schaffen. Etwas grundlegend Neues. Um nicht mehr die Krankheit der Zeit zu sein, sondern ihre Gesundheit.
Wir müssen (und werden es auch) in der Lage sein, ein neues System zu schaffen mit einem neuen Bewusstsein. Eines, welches nicht Gier, sondern Freude als Triebfeder hat. Dafür lohnt es zu leben. Wie der Dichter sagt:
Freude heißt die starke Feder
in der ewigen Natur,
Freude, Freude treibt die Räder
in der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt.
Froh, wie seine Sonnen fliegen
durch des Himmels prächt’gen Plan,
laufet, Brüder, eure Bahn,
freudig wie ein Held zum Siegen.
(Schiller, Ode an die Freude)

These, These…. alles Käse!

Was mir so nebenbei und am Abend auffällt (und wofür der Absturz der Maschine von Germanwings exemplarisch steht):

Man (d.h. die Massenmedien) einigen sich sehr schnell auf eine Fassung eines Ereignisses. So muss es gewesen sein, so war es, alle Anzeichen deuten darauf hin – und von dieser Deutung aus (denn mehr ist sie nicht) werden alle möglichen weiteren Begründungen hinzugezogen, warum es so war.

Faktisch gibt es noch keine Gewissheit über die Absturzursache. Es kann der Co-Pilot gewesen sein, genauso wie es technische Probleme gewesen sein können. Noch haben Experten die Reste des Flugzeugs erst begonnen zu sichten, wir wissen noch nichts vom Flugschreiber etc. Kurz: Wenn man ehrlich wäre, müsste man zugeben, dass man gar nichts sicher weiss. https://www.youtube.com/watch?v=NhtPntq6bKI

Stattdessen: Psychologen, Experten zu Depressionen und Selbstmördern dürfen uns alle erklären, warum dieser junge Mann dieses Flugzeug in den Boden gerammt hat.

Ähnlich ist man auch in der Vergangenheit verfahren. MH 17? Das war Putin, also stoppt Putin. Dass wir auch dazu bisher keine schlüssigen Beweise, keine Auswertungen des Flugschreibers oder der Funksprüche zw. Tower Kiew und der Maschine gesehen haben….. verdrängt und vergessen.

Tugce – ein Plädoyer für Zivilcourage, für Lichterketten, Demonstrationen und Beileidsbekundungen. Und tatsächlich? Eine Auseinandersetzung zwischen Betrunkenen mit zwei unvorsichtigen, sich anpöbelnden Menschen. Aufarbeitung, ehrliche Schilderung? Fehlanzeige.

PEGIDA Demos, FRAGIDA Demos, HOGESA Demos sind alles Versammlungen hasserfüllter Leute, die Gewalt anwendenden Gegendemonstranten und Polizisten sind nicht hasserfüllt. So ist es, so wird es berichtet.

Je suis Charlie. Ein Attentat, von dem genausogut wie bei den Roten Brigaden ind Mailand später ein Historiker u. U. herausfinden könnte, dass es ganz anders war, ganz andere Täter hatte. Aber nein – das Narrativ steht fest, alle sind Charlie und keiner denkt.

Im Jemen wird eine Regierung gestürzt, worauf ausländische Kräfte mit Luftangriffen anfangen und eine Invasion vorbereiten. These: Gut so! In der Ukraine wurde eine Regierung gestürzt – aber keine ausländische Macht hat dort anschliessend Luftangriffe begonnen oder eine Invasion (auch wenn versucht wird, es so darzustellen). These: Auch gut so! Bzw. wäre eine Invasion der Russen ja nur Ausweis imperialistischster Gesinnung gewesen. Bzw. ist es – die Russen sind ja einmarschiert, ein, zwei, fünfzig Mal. Zwar immer ohne Nachweise, aber einmarschiert sind sie.

These, These…… alles Käse. Dass der Käse stinkt, den man uns da vorsetzt – merkt das der ein oder andere noch?