Ey Du Opfer! Äh… ich mein, Du Erlebender….

Deutschland 2017: Ein Vorschlag von Links:

Opfer sexualisierter Gewalt sollen künftig nicht mehr OPFER, sondern……!

Erlebende genannt werden können…..

Erlebende. Klingt das tatsächlich viel weniger abwertend als das brutale Wort: Opfer?

Hier der Artikel – https://www.taz.de/Beschreibung-sexualisierter-Gewalt/!5379541/

Und hier der passende Kommentar eines Leserbriefschreibers namens „Reinhold“ dazu:

Es ist ein klassisches Beispiel für Sprachesoterik. Hier sogar ganz besonders hanebüchen, da der Ersatzbegriff eine Mischung aus unfreiwilliger Komik und Verhunzung der deutschen Sprache darstellt. Die muss ich hier nicht ausführen, da es offensichtlich sein sollte.

Der Kommentar zielt auf das grundsätzliche Problem. Der Autor vertritt die falsche Annahme, dass eine Bezeichnung nicht reduzieren darf, wenn es um Menschen geht. Das ist ein Missverständnis im Bezug auf die Möglichkeiten der Sprache. Sie reduziert zwangsläufig. Wenn wir von dem Polizisten Peter reden, so fallen leider seine Vorliebe für Manga unter den Tisch. Was problematisch sein kann aber nicht muss. Wenn wir sein Verhalten auf einer Demo beschreiben ist „Polizist“ ausreichend und die Mangas überflüssig. Wenn wir seinen Besuch auf einer Comicmesse betrachten wird es umgekehrt sein.
Genauso ist es mit den „Opfern“. Es wird nur problematisch wenn das Opfer unabhängig vom Kontext verwendet wird: „das Opfer Peter geht in den Supermarkt“. Erst da ist es stigmatisierend. Ansonsten beschreibt es genau die Rolle bei dem Geschehnis. Man wird keine schöne Bezeichnung für eine unschöne Rolle finden.

Man kann es trotzdem versuchen und eine Euphemismustrettmühle betreiben. Jeder Ersatzbegriff wird allerdings unhandlicher als sein Vorgänger ohne die Realität zu verändern. Falls man die Leute nicht auf eine bestimmte Rolle reduziert haben möchte, sollte man es einfach nicht tun und sich nicht unfreiwillig lächerlich machen.

Und zum Schluss doch auf den „Ersatzbegriff“ selbst bezogen: Ein Erlebender ist Jemand der eine Sache gerade durchlebt. Sagen wir damit, dass die Vergewaltigung bis zum letzten Atemzug des Betroffenen dauert? Eine interessante Intention, wenn man zugleich die Reduktion vermeiden möchte. Zudem: „Nein, ich vergewaltige Dich gerade nicht. Du darfst eine Vergewaltigung erleben“.
P.s: Es gibt schon längst einen alten „neutralen“ Begriff, der auf alle möglichen Vorgänge passt: „Betroffener“. Zitat Ende.

Tja, wenn die neuronalen Netze besetzt sind, gibt es Kurzschluss im Gehirn…. nur merken das die Betroffenen oft nicht.

Setzen wir noch einen drauf: Vergewaltigungserlebende könnten auch künftig USPEn genannt werden – unfreiwillige Sperma Empfänger. 😀

Ist aber nicht von mir, sondern vom viel zu früh verstorbenen George Carlin – so jemand fehlt uns heute. https://www.youtube.com/watch?v=qvISFZ7bQcE

Hojotoho – und weiter der Sonne und herrlichen Zeiten entgegen (wieder mal)….. Deutschland 2017 – ein Land im Biedermerkel. In dem Sinne: Auf gute Erlebnisse!

NACHTRAG: Fällt mir grade ein – Studenten werden heute ja allgemein „Studierende“ genannt. Was wären dann künftig vergewaltigte Studenten? Erlebte Studierende? Oder studierte Erlebende? Und was wäre, wenn es einen Terroranschlag an einer Uni gäbe – lägen dann dort „sterbende Studierende“ oder „studierende Sterbende“ herum? Fragen über Fragen….. und spannende Zeiten!

6 Kommentare zu “Ey Du Opfer! Äh… ich mein, Du Erlebender….

  1. Ich würde gerne Derjenige sein, der diese unnützen grünen Schwachköpfe zu „Erlebenden“ macht, aber so „lebhaft“ daß sie auch ihr Ableben erleben dürfen!

      • Aufruf zur Gewalt? Wer dahinter die Satire nicht erkannt hat, dem ist nicht mehr zu helfen! Der will auch wohl „Erlebender“ bleiben, also ein Opfer!

      • Zwischentöne sind heute nur noch schwer erkennbar, Micha – und was Du sagtest, mag irgendwann diesem Blog zum Schaden gereichen – that’s all.

  2. Linksgerichtete Wirrköpfe wollen Gewalt „erlebbar“ machen – zumindest in der Sprache

    Das Wort „Gewaltopfer“ wollen linksgerichtete Wirrköpfe der Abteilung „Politisch motivierte Sprachkorrektur“ durch den in diesem Zusammenhang geradezu zynisch und menschenfeindlich anmutenden Euphemismus „Erlebende/r“ ersetzen, die schmerzvolle Tat wird also – laut grünlinker Diktion – nicht mehr „erlitten“, sondern „erlebt“.

    Als ein sehr pedantischer und leidenschaftlicher Liebhaber der deutschen Sprache und anderer Idiome möchte ich wie folgt meine Empörung darüber in thematisch und sprachlich angemessener Weise äußern:
    Ihr rotgrünen „Menschen mit besonderer Begabung“ (neudeutsch für „Behinderte“), die Ihr unsere Sprache mit allerlei „politisch korrekten Wortänderungen“ (neudt. für „Verschleierungsrhetorik“ oder schlicht „Lügen“) „auffrischen“ (neudt. für „zerstören“) wollt, laßt mich doch Euer „Animateur“ (neudt. für „Gewalttäter“) sein, der Euch „Erlebnisse“ (siehe oben) bereiten möchte, die Ihr niemals wieder vergessen werdet. Kasse zahlt für alle diese „Zusatzbehandlungen“ (mein eigener Euphemismus für „Knüppel ’raus und immer feste druff“) nach Vorlage der „schamanischen“ („ärztlichen“) Bescheinigung!

    (Ein Hinweis für die üblichen Berufsmelder und überforderten Behörden: Dies ist keine justiziable, also strafbewehrte „Glaubwürdige Androhung von Gewalt“, werte Staatsanwälte. Aggressiv anmutende, aber völlig satirisch gemeinte Pamphlete verhindern eher echte Gewalttaten, äh, „Erlebnisse“. Jedenfalls ist dies bei mir so.) M.S.
    😠

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