Was uns die nächsten Jahre erwartet II

In einem vorhergehenden Artikel hatte ich mich schon einmal über wahrscheinliche Zukunftsszenarien ausgelassen (dass diese angesichts eindeutiger wirtschaftlicher Daten eher düster ausgefallen sind – not my fault!). 🙂 https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2016/06/07/was-uns-die-naechsten-jahre-erwartet/

Was nun natürlich manchen, der seinen Bunker fertig anlegen oder sein Boot für die Atlantiküberquerung bauen will, umtreibt, ist die berechtigte Frage: Wann? Wann kippt es denn nun? Prognosen sind leider eine unsichere Sache (und insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen, wie jemand mal so treffend sagte).

Das Problem vieler Warner vor unangenehmen Ereignissen scheint zu sein, dass sie dank der intensiven Beschäftigung mit ihrer Materie irgendwann den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht mehr sehen bzw. einzelne Ereignisse missdeutet werden als Auslöser eines „Jetzt geht es aber los! Der Untergang ist da!“ etc.

Paradebeispiel hierfür ist Herr Walter Eichelburg, auf dessen Homepage www.hartgeld.com (wo man durchaus viele interessante Informationen findet) man seit Jahren mehr oder weniger ungeduldig das baldige Game Over und die Ankunft eines rettenden Kaisers erwartet (bis jetzt vergeblich).

Auf seiner Seite wurde schon vieldutzendfach das Ende herbei geschrieben, ohne dass es bisher eingetreten ist. Freilich ist Herr Eichelburg darin nicht allein: Auch der Zukunftsprognostiker Gerald Celente hatte schon für 2014 einen Bürgerkrieg in Europa vorausgesehen.

Paul C. Martin, Begründer des Debitismus und ein ungemein scharfsinniger und gebildeter Zeitgenosse, hatte im Gelben Forum schon vor vielen Jahren den Systemzusammenbruch vorhergesagt – nur die Zeitpunkte dazu verschoben sich jedes Jahr weiter nach hinten. www.dasgelbeforum.de.org Mittlerweile ist man dort, was Prognosen angeht, eher still geworden.

Ähnliches gilt für das Schauungsforum www.schauungen.de wo man sich von Prognosen mit Datum eher abgewandt hat und der dortige Kettenhund BBouvier zuverlässig alle Störenfriede wegbeißt, welche sich erfrechen, zu meinen „Jetzt ginge es aber los!“, da gerade in Russland eine Armeedivision nach Westen verschoben wurde oder im Schwarzen Meer ein russischer Flugzeugträger kreuzt oder in China ein Sack Reis umfiel etc.

Bill Buckler, der vor Jahren den überaus lesenswerten Service www.the-privateer.com aus Australien anbot, stellte diesen eines Tages frustriert ein, da das Ende einfach nicht kam. Bill Murphy, unaufhörlich die Manipulation des Goldpreises anprangender Zeitgenosse aus den USA wurde und wird nicht müde, die baldige Explosion des Goldpreises und damit das Systemende zu verkünden – bis jetzt allerdings vergeblich. www.lemetropolecafe.com

Und auch Jim Willie, der durch seine wilden Auslassungen gegen Bankster und Konsorten zu überzeugen weiß, war noch 2012 davon überzeugt, dass wir 2014 das Ende von Dollar, Euro etc. erleben würden. Aktuell ist er von der baldigen Explosion des Silberpreises überzeugt. Noch ist sie aber nicht da. http://www.silverdoctors.com/silver/silver-news/independence-day-breakout-silver-has-begun-historic-run-up-jim-willie/

Kurz gesagt: Prognosen sind eine schwierige Sache – vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.

Um nun den geneigten Leser beim Aufstocken der Raviolidosen etwas Erbauliches an die Hand zu geben, möchte ich im Folgenden die aus meiner ganz persönlichen Sicht wahrscheinlichsten oder vertrauenswürdigsten Prognosen bzw. Prognostiker hier kurz zusammentragen – und überlasse es seinem geneigten Urteil, sich für diesen oder jenen zu entscheiden. Film ab!

Die Alternativen

Immer noch ist Paul C. Martin eine Quelle des Wissens und der Inspiration für mich und ich kann jedem Leser nur raten, seine vielen Einträge im Gelben Forum nachzulesen – es gibt eine eigene Sektion dafür. Nicht immer einfach zu lesen (oder gar zu verstehen) ist es doch Kraft-Nahrung für den (offenen) Geist. http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/s2.htm

Auch die Beiträge vieler anderer Forumsschreiber, welche es in die Sammlung dort geschafft haben, lohnen die Lektüre sehr. http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/s1.htm Auch wenn die Prognosen dort (was den Versuch der Ermittlung von Jahreszahlen angeht) bisher von der Realität überholt wurden, bleibt ein hoher Erkenntnisgewinn.

Denn man stelle sich mal vor: Lange vor allen europäischen Stabilisierungsmechanismen wie ESM, EFSF etc., vor Bail-Ins und Bail-Outs und vor den heutigen Garantien der Staaten zu  Renten, Banken, Spareinlagen etc. hatte der kluge Denker Paul C. Martin im Jahre 1987 folgendes vorhergesagt:

„Alle Staaten werden für alle Staaten, alle Notenbanken für alle Notenbanken haften, einschließlich Währungsfonds und Weltbank und vielen anderen internationalen Institutionen. Und alle Staaten werden für alle Banken geradestehen, aber auch alle Notenbanken für alle Staaten und alle Staaten für alle Notenbanken. Alle, alle, alle werden für alle, alle, alle da sein. Und alle wissen, dass keinem von allen etwas passieren darf, weil dann allen etwas zustößt“.

Man halte sich vor Augen: Das war im Jahre 1987! Er hatte also klar die zukünftige Entwicklung erkannt – nur bei den Vorstellungen, WANN dies kommen könnte, lag er (in anderen Beiträgen) falsch.

Ein anderer Schreiber, der um Jahreszahlen nicht verlegen ist und damit in der Vergangenheit manche Treffer landen konnte, ist der Prognostiker Martin Armstrong aus den USA. Dieser führte ein sehr interessantes Leben (11 Jahre Knast inklusive). Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte diesen guten Film sehen: The Forecaster (eine deutsche Produktion auf Englisch, hier mit schwedischen Untertiteln). https://www.youtube.com/watch?v=LjAFHJysbkk

Martin Armstrong konnte erwiesenermaßen vor seinem Gefängnisaufenthalt von 2000 bis 2011 den US-Crash von 1987, den Nikkei-Kollaps von 1989, die Russlandkrise von 1998 und andere entscheidende Termine korrekt vorhersagen. Ein Mann, dem man sein Ohr leihen sollte und der eine eigene Homepage betreibt. https://www.armstrongeconomics.com/

Er hat ein eigenes Computer-Modell erstellt, welches unter der Berücksichtigung einer Unmenge von Daten in der Lage sein soll, die Zukunft vorherzusagen. Armstrong benutzt als für ihn entscheidende Kenngröße das Vertrauen und nennt sein Modell daher Economic Confidence Model oder ECM. Er ist außerdem davon überzeugt, dass alles in Zyklen geschieht und diese Zyklen berechenbar sind.

(Nebenbei: Auch der Erfinder der Elliott-Wellen-Analyse, einer Methode zur Berechnung von Kursbewegungen an Börsen, Herr Robert Prechter, ist von Zyklen überzeugt und sieht uns am Ende eines langen Zyklus angelangt…..). https://nachrichtenaushinterland.files.wordpress.com/2016/07/6dd96-grand_supercycle_ew_from_0.gif

Armstrong ist davon überzeugt, dass wir in den nächsten vier Jahren einen Crash auf Raten erleben werden, dessen Tiefpunkt (im Vertrauen) in 2020 zu erwarten wäre. https://www.armstrongeconomics.com/uncategorized/economic-confidence-model-rules/

Anschließend sollte es durch eine weitere technische Revolution einen neuen Anstieg geben, dem ein schrecklicher Absturz im Jahre 2032 folgen sollte. https://www.armstrongeconomics.com/armstrongeconomics101/understanding-cycles/the-sixth-wave-2/

Armstrong hofft auf einen guten Ausgang (dank technischer Neuerungen), schließt aber auch einen Absturz ins Mittelalter, wie ihn auch im Gelben Forum manche erwarten, nicht aus. Dies sieht er vor allem der Dummheit der Politiker geschuldet, von denen er gar nichts hält (er konnte in seinem Leben einige Spitzenpolitiker kennenlernen) und die er samt und sonders als paranoid und inkompetent ansieht.

Anmerkung von mir: Ich habe mich erst vor kurzem begonnen, mit Martin Armstrong zu beschäftigen und kann daher noch zu wenig über die Güte seiner jüngsten Prognosen sagen. Mir scheint, dass er auch nicht immer richtig liegt – doch dass er zum Beispiel für Europa für die nächsten Jahre wie Gerald Celente Bürgerkrieg vorhersieht, klingt für mich einsichtig. Ich werde ihn weiter beobachten und rate neugierigen Lesern, dasselbe zu tun.

Die Astrologen

Was noch zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges en vogue war (sich Horoskope erstellen zu lassen) ist heute in Vergessenheit geraten bzw. zum belächelten Zeitvertreib geworden. Indes gibt es auch heutzutage noch Menschen, die dies ernsthaft betreiben und denen zu folgen unter Umständen Sinn macht.

(Nebenbei: Wer mehr zu diesem Thema lesen will, könnte die Werke von Wolfgang Döbereiner konsultieren. Sehr interessant). Doch zur Sache: Ein Herr Zimmel aus Österreich betreibt einen Newsletter namens Amanita. Lesenswert und informativ gestaltet, macht Herr Z dort aus seinem Herzen keine Mördergrube:

Das Strafgericht, welches nach biblischer Lesart zu erwarten ist, sollte 90 – 95% der Weltbevölkerung in den nächsten Jahren dahinraffen. Herr Zimmel rechnet damit, dass wir gemäß Bibel 2016 in die sieben Jahre der Trübsal eingetreten sind, welche den sieben Siegeln der Offenbarung des Johannes entsprechen.

Diese würden 2023 mit 90%iger Wahrscheinlichkeit von einem Weltkrieg abgelöst, gefolgt von Naturkatastrophen, welche zur erwähnten Bevölkerungsreduktion führen sollten. Dem folgt eine Zeit der Mühen und Plagen, welche durch ein goldenes Zeitalter abgelöst wird.

Nun teile ich Herrn Zimmels Ansicht nicht, dass die Bibel wörtlich zu nehmen und auf heutige Verhältnisse übertragbar ist (genauso wenig wie der Koran oder der Talmud). Aber davon abgesehen, weiß Herr Zimmel seine Leser mit manchen Details zu beeindrucken. http://www.amanita.at/docs/open/newsletter-d.pdf

Und sein Szenario entspricht interessanterweise weitgehend dem, was man auch im Gelben Forum oder im Weltenwende Forum lesen kann. Also warum nicht? Viele Wege führen nach Rom (oder in die Hölle). 🙂 Dass ich mich mit Herrn ZImmels Ansichten auch quellenkritisch auseinander gesetzt hatte, ist hier nachzulesen.

Es bleibt sein Verdienst, einen Zyklus dargestellt zu haben (was eine enorme Arbeit fordert). Keinen Zyklus, wohl aber immer wieder lesenswerte Hinweise auf eine mögliche Zukunft liefert seine Kollegin Frau Christiane Durer, welche die Seite www.astro-seiten.de betreibt.

So wie Herr Zimmel ist Frau Durer davon überzeugt, dass wir aus Sicht der Sterne in einer Endzeit angelangt sind. Anders als Ihr Kollege liefert sie keine fixen Eckdaten, schrieb aber schon, dass der Prozess der Auflösung der bestehenden Strukturen (EU etc.) lange dauern werde – und nachher viel aufzuräumen sei (die armen Erben….).

Ein festes Datum hatte sie allerdings schon vor einiger Zeit mit dem Jahr 2016 erwähnt: Dieses sei ein Jahr des Übergangs von einer (noch) einigermaßen freien Gesellschaft in eine unfreie. Ende 2016 werde, wie sie schrieb, das Gefängnis für die westlichen Gesellschaften, ja für unseren Planeten, geschlossen.

Oder um sie wörtlich zu zitieren: Man steckt die Leute in ein ideologisches Gefängnis, aus dem sie nicht mehr herausfinden. Zitat Ende. Wer sich umschaut und die Debatten über Flüchtlinge, Europa, Brexit etc. verfolgt, kann dieser Aussage nur zustimmen: Es wird immer ideologischer, irrer und irrsinniger.

Die Verschwörungstheoretiker

In der Front der sogenannten Verschwörungstheoretiker gibt es natürlich eine Unmenge von Leuten mit Untergangs- oder Übergangsszenarien. Die meisten, die ich so mitbekam, kamen mir aber ähnlich irre wie manche Zeitgenossen im Gender- oder Asylwahn vor.

Zwei Ausnahmen fand ich, die mir zusagten: David Icke, den ich schon mal hier beschrieben hatte, und Clif High. Ersterer geht davon aus, dass wir in eine faschistische und weltumspannende Diktatur hineinsteuern. Diese Diktatur würde von verborgenen Eliten seit langem vorbereitet und stünde nun vor ihrer Vollendung.

Die Jahre 2016 bis 2018 sieht Icke hier als Schlüsseljahre an, in denen es entweder gelingt, das Rad nochmal herum zu reißen, oder die Diktatur (oder das Gefängnis, nach Frau Durer) errichtet wird. Es spricht für Icke, dass er keine festen Termine liefert, vielmehr einräumt, dass das Ganze ein dynamischer Prozess sei.

Und es spricht außerdem für ihn, dass er anders als viele andere in der esoterischen Szene gar nichts auf den 2012 Hype gab und diesen schon vorab verworfen hatte. Wenn er recht hat (und in diesem Punkt hat er recht, fürchte ich), stehen uns düstere Jahre bevor.

Ähnlich sieht es Clif High. Dieser, Linguist und Programmierer und ein wandelndes Lexikon, betreibt die Homepage www.halfpasthuman.com Ebenfalls recht interessant, was er zu sagen hat. Er hat wie Martin Armstrong ein Computer-Modell entworfen.

Im Unterschied zu dem von Armstrong basiert seines allerdings auf der Suche nach Schlüsselbegriffen im Internet, welche künftige Ereignisse vorhersagen. Highs Überzeugung ist es, dass Menschen psychische Fähigkeiten des Vorausahnens von Ereignissen haben und unbewusst Begriffe verwenden, welche auf künftige Ereignisse hinweisen – quasi wie bei einem Erdbeben, welchem Vorbeben vorausgehen.

Ein – wie ich finde – sehr interessanter Ansatz. Sein Nachteil: Viele seiner Prognosen, die er mit Terminen versieht, trafen oder treffen nicht ein.

So hatte er zum Beispiel für die Jahre 2011 und 2012 die Wahrscheinlichkeit für einen weltumspannenden Tsunami als sehr hoch angesetzt (passiert ist, wie bekannt, nichts). Oder für dieses Jahr hatte er im Februar seine amerikanischen Landsleute gewarnt, dass das Finanzsystem im Mai zusammenbrechen werde und die Lieferketten reißen würden. Auch dies kam nicht so. https://www.youtube.com/watch?v=zF6QX1qZ8dg

Aber dies schmälert nicht seinen Verdienst, vieles informativ und verständlich an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Letztendlich bleibt es ja dem Leser überlassen, was er als für sich wichtig und wahr aus einem Text herauszieht: So habe ich es immer mit Texten gehalten (und kann dies nur jedem meiner Leser sehr ans Herz legen – denn manches von dem, von welchem wir, wenn wir es lesen, denken, das sei Quatsch, stellt sich später als wahr heraus – und umgekehrt. Von daher lohnt es, bestimmte Dinge einfach abzuspeichern für später).

Zudem scheint mir, dass Herr High als typischer „den-Wald-nicht-vor-lauter-Bäumen-Sehender“ den Fehler vieler anderer Mitstreiter macht, bestimmte prognostizierte Ereignisse quasi herbei zu sehnen. Vieles von dem, was er prognostiziert, deckt sich mit Erkenntnissen des Gelben Forums oder des Weltenwende Forums. Nur in den Zeitangaben liegt er wie erwähnt falsch.

Die Schauungen

Einen Sonderfall nehmen die Schauungen, d.h. die Visionen, welche Menschen zu möglichen Zukunftsabläufen hatten und haben, ein. Auf der Seite www.schauungen.de werden mögliche Zukunftsszenarien besprochen und Schauungen auf Herz und Nieren geprüft (denn wie bei allen anderen Themen, die es so gibt, auch, sind hier manche Blender oder Lügner unterwegs).

Als Nachteil dieses Forums sei angemerkt, dass man sich auch dort von Seiten mancher Schreiber gerne dem schönen Grusel  des baldigen Eintreffens der Endzeitprophetie hinzugeben wusste (jetzt geht es aber los! – Nein? – Na gut – dann aber jetzt! Etc.), dem allerdings von Seiten der Forumsleitung zunehmend ein Riegel vorgeschoben wurde.

Nun scheint dort eine gewisse Ernüchterung eingekehrt zu sein, was Jahresangaben angeht. Taurec, der Forumsbetreiber, schrieb letztens von einer Schau, die für die Jahre nach 2030 von einer noch funktionierenden EU oder einem noch funktionierenden Staat ausging (leider ist mir der entsprechende Eintrag gerade nicht mehr gegenwärtig).

Was für mich persönlich eine gewagte Prognose darstellt, aber dann ist die Zukunft nun mal auch offen – und nicht in Stein gemeißelt. Oder vielleicht doch. 🙂 Hier findet man den im Schauungsforum skizzierten Ablauf der künftigen Ereignisse: http://www.schauungen.de/wiki/index.php?title=Hypothetische_Abl%C3%A4ufe_des_prophezeiten_Szenarios

Nach Durchsicht aller Prognosen lässt sich daraus zusammenfassend das folgende Bild ableiten:

2016 – 2019 – weitere Auflösungserscheinungen der bestehenden Strukturen (Ghettobildung in Westeuropa, Parallelgesellschaften, Verarmung breiter Schichten) bei gleichzeitigem Anziehen der Daumenschrauben (Überwachung, Verfolgung, steuerliche Belastung etc.) – Wirtschafts- und Finanzkrisen, Unruhen, zunehmende Gewalt und Konflikte, Terroranschläge etc. Gleichzeitig weitere technische Neuerungen, die auf der einen Seite erleichternd, auf der anderen verdummend wirken.

2020 – 2032 – Kulmination der unguten Entwicklungen – Bürgerkrieg, weitere Kriege, weitere Unruhen, Zerfall der Strukturen, Massenverelendung, Weltkrieg, Seuchen, Naturkatastrophen – eventuell als Folge eine Diktatur oder eine europäische oder gar Weltregierung – alternativ Zerfall aller Strukturen und Rückfall ins 18. Jhdt. oder gar ins Mittelalter – oder in die Barbarei. In jedem Falle eine Reduktion der Weltbevölkerung (drastischer oder nicht gar so drastischer Art).

2030 – 2040 – Aufräumzeit – weitere Seuchen, Naturkatastrophen, neue Gesellschaftsmodelle, neue Einfachheit, Leben auf niedrigerem Niveau, dafür wieder mehr Zusammenhalt, eventuell sogar eine spirituelle Renaissance. Alternativ Barbarei und Rückfall in die Steinzeit.

Wie es tatsächlich wird, bleibt abzuwarten.

Summa summarum sind sich alle genannten Schreiber und Auguren darin einig, dass die nächsten Jahre große Umwälzungen mit sich bringen werden. Dem schließt sich der Schreiber dieser Zeilen an und kann nur raten: Carpe Diem! Und dabei an Luther zu denken: Denn wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht – so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Der Primus inter Pares

Auch wenn im folgenden Werk keine Jahresangaben gemacht werden (außer in einem sehr groben Rahmen) würde ich jedem Leser empfehlen, unbedingt das Magnum Opus „Der Untergang des Abendlandes“ von Oswald Spengler zu lesen. Ein Werk, welches, auch wenn es vor vielen Jahren, d.h. im Jahre 1922 veröffentlicht worden ist, immer noch zu fesseln weiß.

Spengler wagt einen ganz großen Wurf und skizziert dort eine Morphologie der Weltgeschichte – ein ewiges Auf und Ab, Ansteigen und Abfallen, Werden und Vergehen… das Fellachentum wird zur Kultur, die Kultur zur Zivilisation, die innerlich mürbe und morsch wird und am Ende zerfällt und ins Fellachentum zurücksinkt….. was bleibt, sind leere Städte, in denen die Nachkommen der einstigen Zivilisation als Bauern leben (so geschehen in Rom! Rom war im 8. Jhdt. zum Dorf geworden).

Dieses Werk lehrt den Leser neben anderen Dingen Demut. Denn so wie der Körper wächst, gedeiht und wieder vergeht, geschieht es auch mit Staaten und Völkern – sie steigen auf, leuchten eine Weile, und treten wieder ab ins Dunkel der Geschichte.

Nach Spengler ist für die Jahre nach 2000 eine Zeit des Cäsarentums zu erwarten – große Herrscher zerschmettern die Macht des Geldes (welches Spengler schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts klar am Werk sah – für David Icke sind es verborgene Eliten, andere sprechen von Geldmächten – man meint dasselbe), es kommt eine Zeit der Wirren und endlich der Zusammenbruch der Zivilisation.

Ob es auch bei uns so kommt? Es erscheint mir gut möglich. Wir sind sehr hoch gestiegen, haben zunehmend die Bodenhaftung verloren und es kann wohl sein, dass unser Ende als Gesellschaft wie als Zivilisation, als Volk wie als Gemeinschaft, nahe ist.

Wer immer noch nicht glauben mag, dass die nächsten Jahre sehr Unangenehmes bereit halten werden, kann auch noch die folgenden Quellen zu Rate ziehen. Steiler als steil geht nicht, sagte Paul C. Martin so treffend….. http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/b/creutz_034-43.pdf

Und was nach oben steigt, muss auch wieder herunter kommen. Oder so: Staatspleiten sind keine Ausnahme – sie sind die Regel. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=253044

Nicht zuletzt der hohe und damit immer anfälligere Grad an Technisierung und Automatisierung…. Die Fallhöhe ist extrem gestiegen…… http://www.tanknotstrom.de/assets/content/images/pdfs/Szenario%20Berlin_2012.04.23.pdf und dies auf vielen Ebenen http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=116843 Und wenn man dies weiterdenkt…. Au weia. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=193123

Somit ist auch das Schlimmste denkbar: http://www.autark-werden.at/uploads/media/Gschwendtner_Was_uns_erwartet.pdf

Doch auch, wenn uns der baldige Untergang bevorsteht-  entbindet uns das von der Pflicht gegen uns selbst oder gegen andere? Sind wir aufgerufen, nur noch an uns und nicht an andere zu denken? Sollen wir noch mehr konsumieren, um bloß keinen Reiz zu verpassen? Nein!

Auch das schrecklichste Szenario enthebt uns nicht unserer Verantwortung gegenüber uns selbst und anderen Menschen! Helfen, wo Helfen möglich ist und ein freundliches Wort für Menschen in Not zu haben, wird auch im Angesicht einer Flutwelle wichtig sein.

 

Ein früherer Nachbar, längst verstorben, zu dem ich als Jugendlicher ein gutes Verhältnis gehabt hatte, erzählte mir eines Tages eine Geschichte aus dem letzten großen Krieg: In auswegloser Lage, eingeschlossen durch russische Verbände, wären er und seine Kameraden sicher gewesen, dass es aus ist. Sie erwarteten die russische Dampfwalze am nächsten Morgen – der Rückzug war abgeschnitten; so den Tod vor Augen, was taten sie da?

Sie tauschten sich über ihre Erinnerungen aus. Ein junger Rekrut, der weinen musste, wurde von einem alten Hasen nach draußen geführt und getröstet. Die anderen rauchten, erzählten davon, was sie gerne nochmal getan hätten. Der eine hätte gerne nochmal die Äpfel aus seinem Garten gegessen.

Ein anderer hatte den Wunsch, nochmal seine Frau und seine Kinder zu sehen. Wieder ein anderer hoffte, seiner Mutter würde die Todesnachricht schonend überbracht werden. So verging die Nacht…. eine friedliche Nacht. Mein Nachbar von damals sagte, dass er sich in dieser Nacht irgendwann damit abgefunden hätte. Dass er nun sterben müsse. Und er habe neben Traurigkeit und Wehmut Dankbarkeit verspürt – nicht, weil er sterben müsse, sondern weil er sah, dass er ein gutes Leben gehabt hatte – mit einer guten Frau und liebevollen Eltern. Mit guten Freunden und schönen Erlebnissen.

Und er sagte (das ist mir noch deutlich in Erinnerung), dass er ganz deutlich den Hof, auf dem er groß geworden sei, vor seinem geistigen Auge gehabt habe – er sei dort in der Nacht herumspaziert und habe sich von den Bäumen, dem kleinen Brunnen, der Wiese und der Katze verabschiedet. Wie auch von seiner Frau und seinen Eltern. Traurig, aber nicht verzweifelt.

Am Morgen, als der Angriff der Russen anstand, erschien plötzlich eine SS-Einheit. Es hatte einen Gegenangriff gegeben, die Russen hatten sich zurückgezogen. Mein Nachbar überlebte.

Ob wir überleben werden, liegt unter Umständen nicht allein an uns. Aber es liegt an uns, menschlich zu bleiben. Auch in einer unmenschlich werdenden Zeit. „Das Leben ist der Güter Höchstes nicht“ (Schiller). Höher ist unser Eintreten für Wahrheit und Gerechtigkeit sowie Freiheit und Liebe zu bewerten.

15 Kommentare zu “Was uns die nächsten Jahre erwartet II

  1. Hallo,
    vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich möchte noch hinzufügen:
    Der „Rat für Nachhaltigkeit“ hat 2011 das veröffentlicht. Die AM hat das in die Kamera gehalten und als ihr „Lieblingsbuch“ bezeichnet:
    Band 2, https://www.nachhaltigkeitsrat.de/fileadmin/_migrated/media/RNE_Visionen_2050_Band_2_texte_Nr_38_Juni_2011.pdf

    Ich fass mal kurz zusammen, so wie ich das verstanden habe:
    Von 2010 bis 2015 wird vielen Menschen klar, dass wir so nicht weiterkommen. Weder ökonomisch, noch ökologisch, noch gesamtgesellschaftlich, noch mit dieser parlamentarischen Demokratie. Ab 2015 werden große Veränderungen? die Gesellschaft umwälzen! Es wird eine harte Zeit. Beruhigung der Lage ab 2035 – 2045.

    Alles gut und alles im Plan. Wat mutt, dat mutt.

    VG

  2. Danke für diese zusammenfassenden Gedanken.

    Zum Versagen Terminlicher Abschätzungen von Paul C. Martin möchte ich anmerken das Paul C. Martin von „Pacta sunt servanda“ ausging.
    Nicht mal Er hätte geglaubt das die Spielmacher so ungeniert die Regeln je nach Bedarf ändern.

    immer wieder gern hier

    • Paul C. Martin hat terminlich mehrmals recht behalten:
      http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=119360
      „Das alte Spiel ist aus – ein neues hat begonnen. Plutokratie, Lug & Trug, vor allem ungezügelte Willkür sind jetzt die entscheidenen Figuren auf dem Brett.“

      Und warum ist bisher nichts passiert? Antwort:
      „Alle Staaten werden für alle Staaten, alle Notenbanken für alle Notenbanken haften, einschließlich Währungsfonds und Weltbank und vielen anderen internationalen Institutionen. Und alle Staaten werden für alle Banken geradestehen, aber auch alle Notenbanken für alle Staaten und alle Staaten für alle Notenbanken. Alle, alle, alle werden für alle, alle, alle da sein. Und alle wissen, dass keinem von allen etwas passieren darf, weil dann allen etwas zustößt“

      Und wer sind die Staaten, die Banken, die Institutionen? Richtig:
      DU, ICH, & WIR ALLE.
      DARUM ist bisher nichts passiert.

  3. Zu Armstrong noch folgende Anmerkungen:
    Es gibt nicht nur das ECM. Sein Zyklenmodell kann auf alles angewendet werden wie z.B. den War Cylcle oder den Revolutionszyklus oder sonstiges.

    Die Prognosen des Computers sind nicht zwangsläufig auch seine Meinung. Diesen Punkt spricht er öfters an, sofern man Armstrong regelmäßig liest.

    Keep Education Yourself! Diese Bemerkung von Armstrong ist sehr weise.

    Global Colling kommt schneller als man denkt, wenn man den gestrigen Artikel von ihm gelesen hat – Bundle up

    Mit Armstrong ist man immer auf dem Laufenden, da alles mit allem vernetzt ist und der Blick auf das Weltgeschehen nicht von persönlichen Meinungen verzerrt ist. Eine Verlinkung zu Armstrong wäre meiner Meinung nach durchaus angebracht, da man auch „Astrologen“ verlinkt und die Sterne nur Konstellationen beschreiben und den freien Willen nicht berücksichtigen können.

    Zu Amanita: seine Elektrosmogartikelserie mit den vielen interessanten Verlinkungen ist mit das Beste zu diesem Thema. Für die weitere Entwicklung zu diesem sensiblen Thema hat er die Seite Diagnose:Funk empfohlen. Habe ich schon abonniert!

  4. Vielleicht schon eher als man denkt: https://www.armstrongeconomics.com/international-news/north_america/americas-current-economy/us-government-preparing-for-massive-civil-unrest/

    Die Astro-Seiten (siehe Verlinkung) hat für das Monatshoroskop Juli geschrieben: „Um den 30.7. wird klar, dass nichts mehr jemals sein wird wie es einmal war… weiter
    Den Zugang zum geschützen Bereich (weiter) habe ich nicht. Wer vom betreuten Denken Abstand genommen hat, kann sich das weitere auch gut vorstellen.

  5. hallo,
    habe gerade deine sehr interessante seite gefunden
    dieser mit leichter ironie hervorragend geschriebene, und mit einem schmunzeln zu lesende
    artikel weckt in mir erinnerungen an vergangene forenzeiten. gleich zu anfang schreibst du über den bootsbau zur flucht über den atlantik. da fällt mir doch gleich unser detlef ein. ihm soll es ja mittlerweile sehr gut gehen in paraquay mit seinem boot im vorgarten. übrigens gibts bei mir heute ravioli aus der dose, haltbar bis 2014. schmeckt mit diversen verfeinerungen immer noch köstlich. (ist das jetzt ironie?)
    vielen dank auch für die interessanten links. man kennt zwar vieles, aber längst noch nicht alles.
    werde deine seite gleich mal weiterempfehlen.
    gruss
    peter pan

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