Eine weitere Kassandra

Der Chef des Verfassungsschutzes, Herr Maaßen, wurde kürzlich in der Presse mit deutlichen Warnungen vor Terroranschlägen in Deutschland zitiert. http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Der-Sheriff-mit-der-Nickelbrille-schlaegt-Alarm-article17608231.html

Nach Herrn Maaßen sei durch die unkontrollierte Zuwanderung die Gefahr von Terroranschlägen stark gewachsen. Der Islamische Staat habe bewusst die offenen Grenzen genutzt, um eigene Leute nach Deutschland einzuschleusen, die Anzahl der Gefährder  mit islamistischem Hintergrund habe sich verdoppelt und es gäbe in der Republik 90 Moscheen, in denen zur Gewalt gegenüber Ungläubigen aufgerufen werde.

Das waren selten deutliche Worte, für die ein Abgeordneter von der AfD noch vor ein paar Wochen ans mediale Empörungskreuz genagelt worden wäre. Beim Chef des Verfassungsschutzes fällt dies schon etwas schwieriger.

Dass es jedenfalls nicht bei Messerattacken von Deutschen, die „Allahu Akbar“ rufen, bleiben wird, wie wir sie gerade bei München erlebt haben, ist anzunehmen. http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/messerangriff-grafing-bahnhof-100.html

(Ob man dann allerdings bei echten Terroranschlägen auch vermelden wird, dass die Täter einen verwirrten Eindruck machten oder unter Drogeneinfluss standen, bleibt abzuwarten). Aber treiben wir nicht mit Entsetzen Scherz – eine Prämisse ist notwendig und zwei Schlüsse sind aus ihr zu ziehen:

Die Prämisse: Es wird zu Terroranschlägen in Deutschland kommen. Davon ist auszugehen. Diese dürften in ihrer Qualität denen von Paris oder Brüssel nicht nachstehen. Es wird also dutzende oder auch über hundert oder gar hunderte Tote geben.

Die Bevölkerung wird in noch mehr Angst und Paranoia und Sicherheitsbedürfnis getrieben und nach schärferen Gesetzen, mehr Kontrolle, mehr Polizei, mehr Sicherheitspersonal, mehr Überwachung etc. rufen (und wenn sie es nicht tut, wird dies von offizieller Seite schnell vorgeschlagen werden).

Daraus ergeben sich zwei Schlüsse:

  1. Es täte not, sich zu überlegen, wer von dem Klima größerer Angst und der dann verschärften Überwachung profitiert. Es könnte sich bei denen, die man dann um Lösungen anfleht, um dieselben handeln, welche die Lage ermöglicht haben, die nun zu dem Terror führt, den wir erleben.
  2. Die Chance, von einem Auto überfahren zu werden oder von der Leiter zu stürzen und sich das Genick zu brechen, dürfte auch mit Terroranschlägen immer noch ein vielfaches über der Wahrscheinlichkeit liegen, durch Terrorbomben ums Leben zu kommen. Hysterie ist also nicht angebracht (oder sollte es nicht sein).

Es gibt im Englischen den Begriff der „useful idiots“, also der nützlichen Idioten. Die Terroristen (die es gibt und die nur dank Frau Merkel im Lande sind, was Frau Merkel mit Sicherheit ganz genau weiß) sind solche nützlichen Idioten. Sie tun das, wofür sie gebraucht werden. Bomben legen und ein Klima der Angst schaffen.

Die anderen nützlichen Idioten sind alle, die der Regierung glauben, die danach behaupten wird, dass man diese „feige Attacke auf unsere Werte verurteile“ und die „schärfere Maßnahmen“ verspricht (vielleicht auch eine Abschaffung des Bargelds? So finanzieren sich Terroristen….. oder die Verchippung der Terrorverdächtigen? Perfekte Kontrolle…. Etc.).

Kurz gesagt: Es bietet sich die Gelegenheit des Aufwachens. Zwar wahrscheinlich meist ungenutzt, doch er werden ja noch stärkere Erschütterungen kommen. Es ist erst der Beginn der Wehen….. und bis das Neue endlich geboren wird, sind noch manche Schmerzen zu überstehen. Bis dahin funktioniert der Angst- und Hassaufbau. Auf allen Seiten.

3 Kommentare zu “Eine weitere Kassandra

  1. Mich würde mal interessieren welches Neue endlich geboren wird.
    Das klingt ein wenig nach Esoterik. Ich halte es da lieber mit Martin Armstrong und seinen Zyklen. Da kann ich die Zeitqualität und das Kommende gut einschätzen. Ich finde es sehr positiv, dass dieser Mann so wenig Beachtung in den Blogs findet. Er hat die größte historische Datenbank der Welt; die Zahl Pi, der Prozess mit Goldman Sachs, Gefängnis wegen Goldman Sachs, die Aufarbeitung und Dokumentation über Armstrong in dem Film The Forecaster, persönliche Erfahrungen mit allen politischen Entscheidungsträgern auf dieser Welt. Dies kurz zur Vita. Wir haben es also mit einem Menschen zu tun, der genau weis von was er spricht, und einen Erfahrungsschatz den man fast als einmalig bezeichnen kann. Ich bin sehr dankbar, dass ich seine Beiträge auf seinem Blog lesen darf und mich auf diesem Wege nicht nur informieren, auch auf eine charmante Art der ökonomischen Weiterbildung genießen darf. Wir sollten froh und dankbar sein, dass er diese Beiträge öffentlich stellt.
    Leider findet aber meist das Gegenteil wenn man Armstrong erwähnt und auf einen Beitrag aufmerksam macht statt. Ignoranz, Unkenntnis und das persönliches Weltbild dominieren in den Blogs anstatt sich mit diesem Mann und seinen Zyklen zu beschäftigen. Dieses Ausblenden würde ich als digitale Demenz beschreiben.

    Der Trendumkehrpunkt 2015.75 ist doch so gut wie nicht bekannt in den Blogs. Dabei wäre es sehr wichtig gewesen, diesen Trend einmal näher anzuschauen. Ich fasse ihn mal kurz zusammen:
    Die Trendwende hat begonnen (2015.75). Dieser Umkehrpunkt ist tiefgreifend, da es sich hierbei nicht um den Crash des Aktienmarktes, der Rohstoffe oder des Privatsektor handelt. Wir haben es hier mit dem Beginn eines Trends zu tun, bei dem es zum Sturz der Staaten und gleichzeitig zu zunehmenden Forderungen nach politischen Veränderungen kommen wird – und zwar überall. Der 28.11.2018 wird ein außerordentlich wichtiges zeitliches Ziel für die weitere Bewegung in Richtung politisches Chaos sein. Der 30.9/1.10.2015 ist also der Anfang und nicht das Ende eines neuen Trends, der für unsere politische Zukunft von ausschlaggebender Bedeutung sein wird (Martin Armstrong).

    Ich glaube nicht, dass dieser Trendumkehrpunkt in seiner Bedeutung auch nur ansatzweise verstanden wird, und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das persönliche Umfeld werden ausgeblendet, ignoriert und bekämpft. Das zeigen meine persönlichen Erfahrungen.

    In Ihrem Blogroll erwähnen Sie 2 astrologische Seiten. Beide sind mir nicht unbekannt. Die Astrologie arbeitet auch mit Zyklen. Allerdings ist die Astrologie sehr interpretationsfähig und hängt immer von der subjektiven Anschauung des Betrachters ab. Sie ist sehr subjektiv geprägt und die unendliche Zahl von Deutungssystemen bringt die Astrologie in die Nähe der Psychologie.

    Das wars am frühen Morgen.

    Schöne Pfingsten

    • Danke für diesen interessanten Kommentar, Udo. Armstrong war mir nur am Rande bekannt – nach Ihrer Beschreibung und wenn es stimmt, dass er für 2015 einen Wendepunkt prognostiziert hat, scheint er ein lesenswerter Zeitgenosse zu sein. Und zur Astrologie: Es gibt mehr Ding‘ zwischen Himmel und Erd‘ als unsere Schulweisheit sich träumen lasst (Hamlet, Shakesbeer). 🙂 Dito schönes Pfingstfest

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