Die Schlinge zieht sich zu III

Gestern schon kurz angesprochen fällt mir noch folgende Komponente ein, die den wachen Beobachter ebenfalls in schwermütige oder suizidale Stimmung (oder beides) treiben könnte – je nach Gemütslage. Die wichtigste Ressource hierzulande sei die Bildung, hören wir hier gerne und oft.

Bildung ist wichtig! Bildung sichert den Standort Deutschland! Unsere größte Ressource ist der Mensch! Welches Verständnis hinter den Worten vom „Humankapital“ steht, soll hier nicht näher beleuchtet werden (das spricht für sich!). Aber wir können mal einen Blick auf die Bildung werfen:

Es gab die letzten 30 Jahre wahrscheinlich kein Jahr, in dem nicht irgendeine Reform der Curricula (d.h. der Lehrpläne) oder anderes beschlossen oder umgesetzt worden wäre. Nicht nur die Bologna-Reform hat Spuren hinterlassen – auch die immer öfter stattfindenden Anpassungen der Schulbücher. Ich habe mal mein altes Deutsch-Schulbuch von vor 30 Jahren mit einem von heute verglichen – es war wie ein Einblick in zwei verschiedene Welten. Und wenn man dann noch die technische Entwicklung miteinbezieht, welche immer mehr zu einer Kultur des reinen Wiederkäuens von Wissen beiträgt, in dem nicht mehr reflektiert, nur noch schnell aufgenommen, glatt poliert und ausgeschieden wird….. Form geht vor Inhalt….

Jedenfalls scheint mir persönlich, dass immer weniger Fachwissen und Reflektionsmöglichkeit gelehrt werden. Und da immer mehr in die Gymnasien strömen (der Druck! Pass Dich an!), sinken auch die schulischen Leistungen immer mehr (was die Betriebe jammern lässt, wenn der Schüler mit Note 3 in Deutsch keine Sätze bilden kann etc.).

Von der schulischen Leistung lässt sich nicht Eins zu Eins auf späteren beruflichen Erfolg schließen, doch sind gute schulische Leistungen zumindest ein wichtiges Indiz (wenngleich man wie gesagt natürlich auch die Art der Benotung und die Lehrpläne ins Kalkül ziehen sollte, was hier nicht geschieht). Die letzte PISA-Studie von 2012 hatte jedenfalls dazu interessantes zutage gefördert. Zitieren wir Professor Heinsohn aus einem Artikel von ihm:

Das Können der Fünfzehnjährigen von 2012 erkennt man am schnellsten an ihren Mathematikleistungen, die sich auf sieben Noten verteilen. Mangelhaft, ungenügend oder noch schlechter (Note 7) schneiden 29,9 Prozent der altdeutschen Kinder ab. Nur 6,3 Prozent sind sehr gut. Gut erreichen 15,8 Prozent. Die Migrantenkinder der zweiten Generation, die von kleinauf und gebührenfrei alle Förderungen der deutschen Erziehung genießen, enden zu 50,8 Prozent mangelhaft, ungenügend oder darunter. Lediglich 1,3 Prozent schaffen eine Eins und 6,2 Prozent eine Zwei. Aus diesem bedrückend schmalen Sektor holen sich Funk und Fernsehen die beliebten Erfolgsgeschichten über migrantische Ärzte, Anwälte oder Politiker zwischen Rhein und Oder.

Da auch „ausreichend“ (25,7% Migranten; 23,4% Altdeutsche) kaum langt für die Anforderungen der Hightechzukunft, gehören zwar „nur“  53,3 Prozent der Altdeutschen, dafür aber umwerfende 76,5 Prozent der Migrantenkinder zu den Scheiternden. Zitat Ende. Quelle hier: http://www.achgut.com/artikel/fluechtlinge_fuer_deutschlands_hightech_zukunft

Trotz aller bisherigen Bemühungen und immer mehr Abiturienten sind also hier die Leistungen nicht gut – bei Migrantenkindern noch deutlicher als bei Deutschen. Die demographische Entwicklung spricht dafür, dass es künftig noch sehr viel mehr Kinder von Migranten in Deutschland geben wird. Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Und wie reagiert man offiziell?

Der Unterricht wird (s. Inklusion etc.) zum Beispiel immer mehr auf die Leistungsschwachen gelegt. Dass auch dadurch Privatschulen wachsen, ist eine logische Folge. Die Gesellschaft wird immer mehr in zwei Teile gespalten – die, die sich eine „gute“ Schulbildung (vulgo Privatschule) leisten können und die, die das nicht können. http://www.welt.de/vermischtes/article142471730/Die-traurige-Wahrheit-ueber-das-Abitur.html

Dass die Jungs auch darunter leiden, dass der Unterricht zunehmend von Lehrerinnen geprägt wird, ist ein Nebenaspekt (und dass die Jungs sich vor allem nach einem „autoritär geprägten Unterrichtsstil“ sehnen, wie diese Studie aus der Schweiz zeigt, eher lustig). http://wwwen.uni.lu/university/news/latest_news/why_boys_are_performing_less_well_at_school_and_how_to_fix_it

Vor welche Herausforderung wiederum die Lehrerinnen gestellt sind, wenn sie zunehmend Jungen mit einer ganz anderen kulturellen Prägung erziehen – dazu gibt es genügend Artikel im Netz.

Ähnlich „lustig“ sind Ergebnisse der PISA-Studie zu Schweden, welche gezeigt hatten, dass dort die schulischen Leistungen zwischen 2006 und 2012 innerhalb Europas am stärksten gefallen waren. Die Ursache? Auch die Zuwanderung nach Schweden…. http://www.epochtimes.de/politik/europa/schweden-sinkendes-schulniveau-wegen-zuwanderung-a1315926.html

Aber es geht auch ohne Zuwanderung: In den USA ist man wie immer schon weiter. Dort sind alle Schulen kameraüberwacht – und die Kindergärten auch. Wem nützt es, dass sich Kinder daran gewöhnen, überall von Kameras beobachtet zu werden? Dass Kinder bei abweichendem Verhalten unter Drogen gesetzt werden sollen? Dass es Wachleute und Durchsuchungen gibt und die Schule mehr und mehr einem Gefängnis gleicht? https://www.youtube.com/watch?v=Nlnwm11d6II

Und wenn man dazu noch die Lehrpläne oben drauf setzt…… Wen wundert es da, dass wache Beobachter in den USA bereits von einer systematischen Verdummung amerikanischer Kinder sprechen? Wenn seit Jahrzehnten Bildungsstandards abgesenkt werden…. Was wird dann die Folge sein? https://www.youtube.com/watch?v=eZJoCfgAEuE&app=desktop

Man setzt auch auf Althergebrachtes: Indoktrinierung! Oder wie soll man Folgendes nennen: Dass Kinder angehalten werden, an Anti-PEGIDA-Demonstrationen teilzunehmen? http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=338910

Oder dass über die Gefahren von PEGIDA aufgeklärt werden soll? http://www.konjunktion.info/2015/01/kurz-eingeworfen-indoktrination-an-schulen-wegen-pegida/

Früher gegen den Klassenfeind oder die falsche Religion – heute gegen den Rassismus. Schule mit Courage hört sich gut an – aber wenn sich die Courage darin erschöpft, bestimmte Meinungen als die alleinig richtigen zu propagieren? https://jungefreiheit.de/kolumne/2014/schule-mit-courage/

Und auch an anderer Stelle ist man fleißig: Ob es etwas nützt, dass die EU beschlossen hat, künftig die Gender Prinzipen stärker fördern zu lassen? http://www.citizengo.org/de/24713-eu-will-destruktive-gender-ideologie-massiv-foerdern Oder dass man in Sachsen schon mal ein Hilfsprogramm für Lehrer aufgesetzt hat – wie mit „rechtsextremen Eltern“ umgegangen werden sollte? http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Hilfe-im-Umgang-mit-rechtsgerichteten-Eltern-artikel9176667.php

Ob ein Sexualkundeunterricht in der Fünften (!) Klasse, in der den Buben und Mädchen erklärt wird, wie der Oralverkehr vollzogen wird, zur Bildung eines „mündigen Bürgers“ beiträgt? Oder wie werden da wohl die Kinderseelen zurück gelassen? http://www.pi-news.net/2016/04/bildungsplan-2016-schulbuch-klasse-5-dabei-wird-der-penis-in-den-mund-genommen/

Dass die Süßen sich demnächst wohl auch im Unterricht ein Haus im Rotlichtmilieu bauen dürfen (wir bauen uns einen Puff) und mit Liebesspielzeug vertraut gemacht werden – soll es einen angewidert zurück lassen? Verzweifelt? Lachend, weil es so lächerlich erscheint? http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/8250-sexualunterricht-dildos-leder-und-vaginalkugeln

Die motorischen Fähigkeiten der Kinder sind nur ein Nebenaspekt und haben mit der Schule nicht viel zu tun – auf Bäume klettern? Im Wald verschwinden (ohne Handy? Seid Ihr wahnsinnig??). Ein Fahrrad-Training für Drittklässler kann heute zum lebensgefährlichen Einsatz werden….. http://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/1932888-Es-ist-einfach-zu-gefaehrlich-Polizei-stellt-Radfahr-Sicherheitstraining-fuer-Drittklaessler-ein

Man schaue mal, wie 1958 an einer Volksschule Sport getrieben wurde….. https://www.youtube.com/watch?v=PO-Z-kBOWEU

Doch zurück zum Thema: Das Rad scheint sich immer schneller zu drehen. Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre! Nachmittagsschule! Lernen! Noch mehr lernen! Und gleichzeitig Standards absenken – Kompetenzen sind gefragt, nicht Wissen!

Ob man den Kindern die Beschäftigung mit der dunklen deutschen Geschichte in Berlin ersparen wollte – und daher den Geschichtsunterricht dort abschaffte? http://www.tagesspiegel.de/berlin/neues-fach-gesellschaftswissenschaften-in-berlin-geschichtsunterricht-ist-geschichte/10876258.html

Ein Test aus der achten Klasse zum Klimawandel – Zeichen der Zeit? Des Irrsinns? https://sciencefiles.files.wordpress.com/2013/07/aufgaben_8_2011.pdf

Was Teile des Lehrkörpers berichten ist auch nicht dazu angetan, einen zu beruhigen (hier ein durchaus lesenswerter Artikel eines Lehrers –auch dort gibt es natürlich wohlmeinende und denkende Menschen – aber auch sie müssen sich dem System und seinen Zwängen beugen). http://www.sezession.de/34703/aus-der-praxis-geschlossener-raume-erfahrbarer-schulkollaps.html

Und die Eltern? Werden immer mehr zerrieben in den Zwängen des real existierenden Kuschel- und Smartphone-Kapitalismus des 21. Jhdt. Noch ein Termin hier…. Und schau mal diese APP….. und mach und mach und mach und mach….. http://www.zeit.de/2014/06/vereinbarkeit-vaeter-kinder-karriere-luege

Da muss dann wieder die Schule ran! Ganztagsschulen am Besten – wo die Kleinen schon von frühster Kindheit an sein können…. Und ihnen vielleicht sogar jemand zur Seite stellen – einen persönlichen Vertrauten und Wächter, dem sie alles sagen können, falls Papi oder Mami sie mal schlecht behandeln…. Ein Alptraum? Kein Traum – das wird gerade in Schottland Wirklichkeit. http://www.scottishconservatives.com/2016/03/sturgeons-con-on-state-guardian-exposed/

Warum nicht auch bei uns? Oder noch besser: Warum nicht eines Tages den Eltern die Kinder ganz wegnehmen? Oder die Produktion und Aufzucht der Kinder in staatliche Hände geben? Das wäre doch das Beste! Kein Ärger mehr mit den Kleinen, sondern alles wohl organisiert und sauber….. eben eine schöne neue Welt.

Doch zurück zum Thema: Es stellt sich die abschließende Frage: Alles nur Zufall – oder gesteuert? Ist es gewollt, dass wir immer dümmer werden – oder passiert es so nebenbei? Wem nützt es, dass die Phantasie der Kinder immer mehr beschnitten wird? Und was für Erwachsene werden daraus eines Tages? http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=360418

Angepasste und ängstliche Menschen! Und DAS ist gewollt! http://www.pravda-tv.com/2013/07/die-ja-sager-deutschland-zuchtet-eine-dumme-generation/

George Carlin sagte so treffend: There’s a reason why education sucks – because they – the owners of this country – don’t want a well-educated people. They want obedient workers. https://www.youtube.com/watch?v=4jQT7_rVxAE

Kennen wir das nicht von woanders her? Was bleibt zu tun? Aufwachen! Und zwar schnell!

Addendum: Die Flüchtlingskrise, deren Chancen man lange nicht müde wurde, uns um die Ohren zu hauen – http://www.gmx.net/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/fluechtlingskrise-krise-chance-deutschland-31396466 – was bedeutet sie für die Qualität der schulischen Ausbildung in Deutschland?

Denken wir an den Anfang zurück: Die PISA Studie zeigte, dass (wie in anderen Ländern auch) die Leistungen der Kinder von Migranten unter denen deutscher Kinder lagen. Nun kommen nicht weniger, sondern immer mehr Migranten nach Deutschland (zwar werden sie fälschlicherweise unter dem Begriff „Flüchtlinge“ subsumiert, doch ist das nur PR, denn die Mehrheit von ihnen sind keine Flüchtlinge).

Bis heute ist es also nicht gelungen, Kinder mit Migrationshintergrund (wie die PISA Studie zeigt) zu denselben Leistungen wie deutsche Kinder zu bringen – und da gehen manche Leute allen Ernstes nun davon aus, dass dies jetzt auf einmal gelingen könne? Weil so viel mehr kommen?

Was also tun, da die Neuankömmlinge ganz andere Voraussetzungen mitbringen? Die geniale Idee: Das Leistungsniveau absenken! Eine vereinfachte Sprache benutzen! Weniger Fremdwörter im Unterricht einbringen! Wer nun glaubt, dies sei Satire –  weit gefehlt. http://www.welt.de/politik/deutschland/article154979431/Lehrer-sollen-weniger-Fachwoerter-benutzen-Migranten-zuliebe.html

Selbst die FAZ hatte unlängst ausnahmsweise mal ins Horn der Trübsinnigen geblasen, als sie die Ausbildungsbemühungen verschiedener wohlmeinender Institutionen gegenüber jugendlichen Flüchtlingen in Rosenheim unter die Lupe nahm… http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/ausbildung-von-fluechtlingen-in-rosenheim-14092678.html

Kurz gesagt: Eine sowieso schon ungute Entwicklung nimmt durch die Flüchtlingskrise deutlich an Fahrt auf. Die noch schnellere und noch deutlichere Absenkung von Standards zu Schule, Ausbildung, Studium kommt – und das dann auch für alle. Die Verdummung schreitet fröhlich voran – anders kann man es nicht nennen……

Nochmal: Die Entwicklung ist nicht neu. Sie reicht bis in die sechziger Jahre und vielleicht auch noch weiter zurück…. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=380881 Nur wirkt die Flüchtlingskrise nun als Turbobeschleuniger.

Mir ist es wichtig, zu betonen, dass die „Schuld“ nicht bei den Flüchtlingen liegt – die armen Kerle sind auch nur Schachfiguren. Man müsste aufwachen und erkennen, dass hier eine ungute Entwicklung offensichtlich geduldet (wenn nicht gefördert) wird, die am Ende dazu führen muss, dass alle dümmer, angepasster und ängstlicher geworden sind. Wem nützt das?

„Mach Du sie dumm, ich halt sie arm“ –

sagte die Bienenkönigin dem Schwarm?

Ne – sagte der König seinem Pfaffen.

„Lass sie sich gerne nur zum Affen,

zum Clown und zum Packesel machen –

nur lass sie zum Ausgleich auch mal lachen!“.

„Ist recht“, sagte der Pfaff und ging –

und verwandelte sich mit der Zeit zum… Lehrer.

Auch der zieht‘s gnadenlos durch – das Verdummungsding –

Und mit der Technik wird’s leichter – und nicht schwerer…..

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