Bargeld und Notstand

Die Bundesregierung hatte letztens verkündet, dass man ein Bargeldlimit für Geschäfte beschließen wolle. Mittels dieses Limits sollten künftig Geschäfte über 5.000,- € mit Bargeld verboten werden. Dies solle der Bekämpfung von Terrorismus, Geldwäsche und Schwarzarbeit dienen.

So weit, so schlecht. Immerhin hat sich ein ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht, Herr Papier, letztens dagegen ausgesprochen. Eine solche Beschränkung sei ein „Eingriff in die persönliche Freiheit der Bürger“. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/bargeldobergrenze-verfassungswidrig-freiheit-papier

Dumm nur, dass genausolche Limits bereits in anderen Ländern existieren: So haben zum Beispiel Frankreich und Italien bereits ohne nennenswerten Widerstand Bargeldbeschränkungen für Summen ab 1.000,- € eingeführt. Auch in Uruguay existiert bereits eine Beschränkung ab 5.000,- $.

Wer mal wissen möchte, welche Länder der Welt aktuell Bargeldbeschränkungen eingeführt haben bzw. wer bereits an der bargeldlosen Gesellschaft herumtüftelt, findet hier eine gute Aufstellung: https://www.corbettreport.com/the-war-on-cash-a-country-by-country-guide/

Der Krieg gegen das Bargeld wird weitergehen – zu verlockend ist die Aussicht allumfassender Kontrolle für jeden Staat dieser Welt. In einer Gesellschaft ohne Bargeld können Bail-Ins oder Bail-Outs ohne größere Probleme durchgeführt werden – Knopfdruck genügt.

Was noch als begleitende Maßnahme Not tun könnte, wäre der Notstand (man verzeihe mir den dürftigen Wortwitz). In Frankreich hatte man den nach den Anschlägen von Paris eingeführt. Mittlerweile ist er bereits einmal um drei Monate verlängert worden. http://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-325.html

Das wäre doch das praktischste: Bargeldabschaffung und permanenter Notstand. Denn in Frankreich macht man immer noch Geschäfte, aber die Polizei kann ihren Geschäften nun sehr viel hemdsärmeliger und vielleicht sogar effektiver nachgehen.

Wer sich der Bargeldabschaffung widersetzt, muss ja wohl voll Mafia oder IS sein – oder anderweitig böswillig oder ein Fortschrittsfeind. Und im Notstand könnte man solchen garstigen Gesellen recht schnell das Handwerk legen.

Und damit endet für heute meine kleine Verschwörungstheorie. 🙂

Ein Kommentar zu “Bargeld und Notstand

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