Interview mit einem Statistiker

Da ich immer sehr an Kommentaren von Fachleuten zu die Gesellschaft bewegenden Themen interessiert bin, war ich sehr erfreut, als es mir auf Vermittlung eines Bekannten gelang, einen Beamten aus der Statistik-Abteilung eines Amtes zu bewegen, seine Kommentare zu diversen aktuellen Entwicklungen abzugeben. Aufgrund der heiklen Thematik wird die Identität des Beamten hier nicht preisgegeben. Ich kann mich aber dafür verbürgen, dass alle Aussagen so gefallen sind bzw. von mir so wiedergegeben werden, wie sie gemacht wurden.

NACHRICHTEN aus HINTERLAND, im Folgenden kurz NAH: Herr B, es ist sehr freundlich, dass Sie sich für dieses Interview etwas Zeit nehmen wollen – vielen Dank im Voraus.

Herr B, im Folgenden kurz B genannt: Gerne.

NAH: Herr B, Sie sind seit vielen Jahren als Statistiker im öffentlichen Dienst beschäftigt und besitzen ein profundes Wissen um die Kriminalitätsstatistik, wie sie in Deutschland und in manchen anderen Ländern geführt wird. Unser Thema soll einige Aspekte um die Frage der ethnischen Zugehörigkeit von Tatverdächtigen bzw. deren Erfassung oder Nicht-Erfassung durch die Statistik berühren. Außerdem werde ich mir erlauben, Ihnen Fragen zu einigen aktuellen Entwicklungen zu stellen. Und überdies mag es sein, dass sich aus unserem Gespräch eine Dynamik entwickelt, die ihren eigenen Weg nimmt.

B (lächelnd): Dann lassen wir sie das tun.

NAH (lachend): Gut, tun wir das. – Also, ich würde gerne direkt zum heißen Thema Nummer Eins einsteigen und zwar zur Problematik der Kriminalitätsstatistik von Asylbewerbern in Deutschland. Ich muss hier etwas ausholen: Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben hatte, hatten wir 2014 363.000 Asylbewerber im Leistungsbezug von Asylbewerberleistungen. Im selben Jahr verzeichnete die Kriminalitätsstatistik des BKA 53.000 tatverdächtige Asylbewerber…..

B: Wobei sie hier nicht die Kriegsflüchtlinge und abgelehnten Asylbewerber dazu gezählt haben, welche die Zahl noch um 13.000 Tatverdächtige erhöhen würde….

NAH: Korrekt. Ich möchte allein bei den Asylbewerbern im engeren Sinne bleiben.

B: In Ordnung.

NAH: Mir fiel auf, dass diese Zahl 53.000 Tatverdächtige auf 363.000 Asylbewerber bezogen ja viel höher ist, als die Vergleichszahl der 1,5 Mill Tatverdächtige auf ca. 72 Mill Deutsche (die ausländischen Tatverdächtigen hier nicht berücksichtigt, mit denen es noch 600.000 Tatverdächtige mehr wären) und da fragte ich mich, ob dies denn kein Grund zur Sorge bzw. der Nachweis dafür wäre, dass eben Asylbewerber im Mittel häufiger kriminell werden als Deutsche.
http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2014/2014Standardtabellen/pks2014StandardtabellenTatverdaechtigeUebersicht.html

B: Auf Ihre Frage gibt es zwei Antworten: Die eine wäre dahingehend, dass ihre Annahme schon daher nicht stimmen kann, da Asylbewerber auch mit Straftaten auffallen, die Deutsche nicht begehen können…..

NAH: Sie meinen Straftaten gegen das Asyl- und Aufenthaltsrecht?

B: Exakt. Solche Straftaten müssten natürlich aus der Statistik bzw. aus einem Vergleich heraus gerechnet werden.

NAH: Aber dies könnte man doch tun?

B: Dies könnte man wohl tun, aber dann müsste man auch die Altersstruktur der Tätergruppen berücksichtigen…..

NAH: Was nicht geht, da dies für Asylbewerber nicht erhoben wird.

B: Genau – Sie haben also keine wirkliche Vergleichsbasis. Es gibt aber noch eine andere Erklärung.

NAH: Ja?

B: Die wäre, dass die Straftaten gegen das Asyl- und Aufenthaltsgesetz ja sehr wohl als Straftaten zählen sollten. Immerhin haben sich faktisch 2015 über eine Million Menschen unter Umgehung geltenden Rechts (auch wenn es dazu eine Absegnung von oben gab) im Grunde strafbar gemacht. Ich meine die Dublin II Regelungen.
Meine persönliche Argumentation wäre daher schlicht die: Straftaten sind Straftaten. Es gibt Straftaten, die können Asylbewerber nicht begehen (was zum Beispiel Wirtschaftsdelikte oder Steuerkriminalität angeht) und es gibt Straftaten, die Deutsche nicht begehen können (zum Beispiel Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht). Gleichwohl sind beides Straftaten.

NAH: Hm – um noch einmal auf das Ausgangsthema zurück zu kommen – gibt es ihres Wissens nach eine Statistik, welche sich mit der Kriminalitätsbelastung von Asylbewerbern im Vergleich zu Deutschen beschäftigt – also so, dass das daraus wirkliche Schlüsse gezogen werden könnten, ob nun Asylbewerber im Schnitt in manchen Delikten öfter straffällig werden als Deutsche?

B: Nein. Eine solche Statistik existiert nicht.

NAH: Ist es unmöglich, eine solche Statistik zu erstellen?

B: Unmöglich ist es nicht – es fehlt nur der politische Wille, dies zu tun. Man müsste hierzu die ethnische Zugehörigkeit bzw. den Migrationshintergrund, die Delikte, die Religionszugehörigkeit etc. erfassen. Dies wäre alles machbar, es wird aber nicht praktiziert. Wobei ich die Einschränkung machen muss, dass zum Beispiel die Religionszugehörigkeit im Strafvollzug erhoben wird, allerdings auf freiwilliger Basis, d.h. wenn jemand sich weigert, seine Religion anzugeben, so wird einfach eingetragen „unbekannt“.

NAH: Ach – wie interessant.

B: Nicht wahr? Das poltische Argument ist hierbei immer gewesen, dass die Religionszugehörigkeit nicht wichtig sei.

NAH: Schau an.

B: Dass es auch anders gehen kann, hat man vor ein paar Jahren mit Rechtsextremen gezeigt.

NAH: Und wie?

B: Nun, man hatte festgestellt, dass es rechtsextreme Täter nur in ganz geringer Zahl im Gefängnis gab – damit meine ich Täter, die sich rechtsextremer Taten schuldig gemacht hätten, und man wollte wissen, wie viele Täter es genau wären, bei denen auf eine rechtsextreme Gesinnung zu schließen sein könnte.

NAH: Und was hat man gemacht?

B: Man hat das Gefängnispersonal angewiesen, das Zelleninnere der mutmaßlichen Rechtsextremen zu begutachten, da man sich aus dem Inneren der Zelle Rückschlüsse auf die geistige Einstellung der Insassen erhoffte.

NAH: Also so etwas wie die Reichskriegsflagge an der Wand?

B (schmunzelnd): Das nun nicht – aber man hoffte, bei Literatur und Ähnlichem, Anzeichen finden zu können. Man erhoffte sich damals, Sympathisanten der Szene aufzuspüren.

NAH: Und was war das Ergebnis?

B: Das Ergebnis ist auch mir nicht bekannt, da es von der IGR (dies ist die Informationsgruppe zur Beobachtung und Bekämpfung neonazistischer/ terroristischer, insbesondere fremden-feindlicher Gewaltakte) – http://www.mi.niedersachsen.de/portal/index.php?navigation_id=14797&article_id=101280&_psmand=33 – erhoben worden und von der Landesregierung als geheime Verschlusssache eingestuft worden war.
NAH: Interessant. Doch zurück zu meiner Ausgangsfrage: Wenn es also technisch möglich wäre, die entsprechenden Daten zu erheben…..

B: Pardon, wenn ich Ihnen wieder ins Wort falle, aber ich möchte es noch einmal betonen: Alles ist möglich bei entsprechender Anweisung von oben bzw. Änderung bei der Erhebung von Daten. Allerdings rechne ich zu meinen Lebzeiten nicht mehr mit einer solchen Anweisung. Oder dass sich ein unbedarfter Kollege damit beschäftigen würde.

NAH: Und weshalb nicht?

B: Aus zwei Gründen: Einmal ist das Thema Asylbewerber- oder wenn Sie wollen Ausländerkriminalität, ein Minenfeld. Wer immer sich auf dieses Feld bewegt, begibt sich in Gefahr. Eine Art moralischer Vorwurf unterdrückt längst jede freie wissenschaftliche Forschung in dieser Richtung. Vermutlich begannen sich in den 1990er-Jahren diejenigen Sozialwissenschaftler aus dem Themenkomplex Migration und Kriminalität zurückzuziehen, die die vorgegebene Engführung aus sozialer Benachteiligung, Vorurteilen, Diskriminierung und ähnlichen Versatzstücken nicht mitmachen wollten. Man bewegt sich eben ungern in einem Minenfeld (wie es damals der Schweizer Soziologen M. Eisner, heute Direktor im Institut für Kriminologie, Cambridge, nannte).
Fraglich, ob er sich heute noch seiner Worte von ehedem erinnern könnte.

NAH: Hm. D.h. nach ihrer Ansicht wagt sich niemand an dieses Thema, um nicht in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden?

B: Exakt. Wer immer sich intensiv mit dem Thema befassen würde, bekäme alsbald arge Probleme. Und die möchten sich weder Kriminologen noch Beamte im öffentlichen Dienst zumuten.

NAH: D.h. niemand wird sich je mit diesem Thema beschäftigen?

B: Das nun nicht gerade, denn es gibt ja Veröffentlichungen oder Verlautbarungen dazu. Man kann sich schon mit dem Thema beschäftigen, allerdings nur unter zwei Prämissen. Indem man entweder A) von vornherein abstreitet, dass hier überhaupt ein Problem existiere und/oder B) einen bestehenden Vorrat an Formulierungen benutzt, um von dem Problem abzulenken – ich nenne das „sprechpuppenartige Formulierungen“.

NAH: Hm – d.h. Sie meinen mit dem ersten Punkt, dass das Problem als solches in vielen Köpfen gar nicht existiert?

B: Genau. Wenn Sie gelernt haben, dass es keinen Zusammenhang zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Kriminalität gibt, dann werden Sie auch nicht anfangen, Zusammenhänge herzustellen, wo aus ihrer Sicht keine sind.

NAH: Sehr interessant – also denkt man hier mancherorten ideologisch?

B: Sagen wir es so: Sie können davon ausgehen, dass, wenn beispielsweise ein junger Professor seine Stelle an einer Universität angetreten hat, in irgendeinem Fach, welches sich auch kriminellen Fragen widmet, dass dieser kaum auf den Gedanken kommen wird, nun plötzlich über ethnische Zugehörigkeit und Kriminalität zu forschen – es sei denn, die Ergebnisse würden gewissen herrschenden Meinungen entsprechen.

NAH: Spannend – das erinnert mich an Erzählungen ehemaliger Arbeitskollegen, die mir aus der DDR vom Fach Marxismus-Leninismus erzählten und von ihren Erfahrungen, dass bestimmte Probleme in der DDR nicht vorkamen, da sie gemäß der herrschenden Ideologie nicht existierten.

B: Das ist ein guter Vergleich: Ich stimme insofern zu – man könnte sagen, dass es auch bei uns eine herrschende Lehre gibt. Und wes Brot ich ess, des Lied ich sing…..

NAH: Also ist die Lage vertrackt.

B: Nun, sie ist es ja auch andernorts. Im Fach der Kriminologen, welche dies vor allen anderen leisten müssten, gibt es jedenfalls leider keine kritische Selbstreflektion – im Grunde wird da seit den achtziger Jahren eine ideologische „Einnordung“ betrieben, wenn Sie so wollen, welche u.a. zum Ergebnis hat, dass manche jüngeren Kollegen das von Ihnen angesprochene Problem als nicht-existent bezeichnen würden. Allerdings muss ich ergänzen, dass ideologische Anwandlungen ein gesamtgesellschaftliches Phänomen sind – oder anders, auch was andere Themenkomplexe angeht, herrscht ein Druck von oben und anderswo, Dinge in einem bestimmten Licht zu sehen.

NAH: Ein Beispiel?

B: Ein mir bekannter Mann, ein Kriminologe, hat sich an seiner Universität gegen die dortige Einführung vom Studienfach Gender ausgesprochen und dieses Fach bzw. seine Anhänger in recht deutlichen Worten der Scharlatanerie und diktatorischer Neigungen bezichtigt. Er hat eine Weile nächtliche Drohanrufe erhalten und ihm wurde von der Universitätsleitung nahegelegt, im Interesse seines Arbeitsplatzes diese Verhaltensweise künftig zu unterlassen. Dem hat er sich auch gefügt.

NAH: Wahnsinn. Gibt es denn in anderen europäischen Ländern Untersuchungen zur Kriminalität und ethnischer Zugehörigkeit?

B: Meines Wissen nach nicht, wobei ich natürlich nicht für alle europäischen Länder sprechen kann. Von Franzosen, Italienern, Österreichern und Briten weiß ich jedenfalls sicher, dass die Kollegen dort keine Daten haben. Bzw. wenn sie welche haben, so geben sie sie jedenfalls nicht heraus.

NAH: Also mal ganz platt gefragt – GIBT es nun einen Zusammenhang zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Straftaten oder nicht?

B: Lassen Sie mich Ihnen mit ein paar Beispielen antworten: In Zeitreihen des BKA lässt sich nachweisen, dass Griechen in der Bundesrepublik Deutschland überproportional als Tatverdächtige im Delikt des illegalen Glücksspiels vertreten sind. Wie erklärt man das?
Oder: Man weiß, dass das Phänomen des sogenannten „Enkeltricks“ auf Zigeunerbanden beschränkt ist. Sie finden dort keine deutschen Tatverdächtigen (es sei denn, es seien Sinti oder Roma mit deutscher Staatsangehörigkeit). Kurz:
Es gäbe genügend Ansätze, um bei Delikten die Frage der ethnischen Zugehörigkeit ins Spiel zu bringen. Es wird eben nur nicht gemacht.

NAH: Hm…….

B: Oder fragen Sie sich mal, wie viele Statistiken von Tatverdächtigen unter Berücksichtigung der ethnischen Zugehörigkeit Sie nach den Pariser Unruhen von 2005 oder den Londoner Unruhen von 2011 in der Presse gesehen haben. Keine natürlich. Doch um nochmals auf den Enkeltrick einzugehen: Natürlich könnte ein pfiffiger Journalist hergehen und dies näher untersuchen. Es wird nur das Eine wie das Andere nicht gemacht, da es eben politisch nicht opportun ist, dies zu tun.

NAH: Hm……

B: Käme nun ein Journalist auf die Idee, beim Enkeltrick tiefer zu graben, so würde er Daten der Polizei finden, die zeigen, dass besagte Masche zum Beispiel intensiv von einem Zigeuner-Clan aus der rumänischen Stadt Galati praktiziert bzw. geleitet und koordiniert wird. Und außerdem, dass diese Delikte eine reine Zigeuner-Domäne sind.
Man könnte schon Einiges – es wird halt nur nicht gemacht.

NAH: D.h. …..

B: Lassen Sie mich dies noch einschränkend sagen: Auch wenn sich ein Journalist ehrlich dafür interessieren täte, so würden ihm natürlich Hürden in den Weg gelegt werden. Ein Beispiel: Vor Jahren gab es den Fall einer Zigeuner-Familie in Leverkusen, welche im Bereich des Enkeltricks aktiv und auch polizeilich bekannt war.
Ein Journalist wollte sich der Causa annehmen und ihm wurde von der Polizei beschieden, dass hierzu keine Daten vorlägen.
In demselben Zusammenhang versuchte auch ein Abgeordneter im Düsseldorfer Landtag (nicht von der NPD) das Thema Enkeltrick und ethnische Zugehörigkeit der Täter auf’s Tapet zu bringen. Der Düsseldorfer Landtag sprach sich dagegen aus.

NAH: D.h. also, es existiert eine bewusste, niemals so benannte Politik der Vertuschung und des Wegschauens bzw. des Negierens von Zusammenhängen…..

B: Das haben Sie gesagt, nicht ich – aber lassen Sie mich mit einem weiteren Beispiel dies beantworten – doch vorab eine Frage: Sie haben schon von dem großen Erstaufnahmelager für Asylbewerber in Gießen gehört?

NAH: Ja, ich hatte sogar darüber schon geschrieben. S. https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/10/31/wanderungen-durch-giessen-roedgen-ii/

B: Ich habe zu diesem Lager aus zuverlässiger Quelle die Information, dass die örtliche Polizei von oben angehalten ist, keine Anzeigen aus dem Inneren des Lagers zu Vergewaltigungen aufzunehmen. D.h. hier ist der Rechtsstaat ganz bewusst außer Kraft gesetzt. Und ich möchte nochmal betonen, dass ich dies aus zuverlässiger Quelle, die ich freilich hier nicht offenbaren kann, mitgeteilt bekommen habe.

NAH: Sehr interessant – und es passt ins Bild: In Gießen bzw. zu den Zuständen in der Gießener Erstaufnahmeeinrichtung gab es nämlich einen Brief diverser Frauenschutzorganisationen, die eben dies beklagt hatten – dass es zu flächendeckenden und organisierten Vergewaltigungen von Frauen (und im Einzelfalle sogar von Kindern) im Lager käme. Dieser Brief verschwand recht schnell in der Versenkung…… da er den Rechten in die Hände hätte spielen können. Hier noch einmal das Dokument: http://gatesofvienna.net/wp-content/uploads/2015/09/Brief_an_Frauenpolische_Sprecherinnen_Ltg._18.08.2015.pdf

B: Das scheint allgemein die Strategie zu sein – bloß nichts in den Ruch geraten zu lassen, es könnte den Rechten nützen oder selbst rechts sein.

NAH: Hm….. mit alldem was sie sagten – wagen Sie eine Prognose, wohin wir uns als Gesellschaft entwickeln?

B: Eine Prognose gebe ich nur ungern ab. Ich rechne aber mit einer zunehmenden Bildung von Bürgerwehren, Parallelgesellschaften und Ghettos, in welche sich niemand mehr hineinwagt, der nicht muss. Was den Vorteil haben dürfte, dass auch die Polizei sich dort nicht mehr hineinwagt, was der Kriminalitätsstatistik dienen dürfte, denn wo keine Straftaten registriert werden, hat es natürlich auch keine gegeben.

NAH: Sie sind zynisch…..

B: Vielleicht auch einfach realistisch.

NAH: Jedenfalls ist Ihre Meinung an dieser Stelle nahe an der meinen. Eine Abschlussfrage: Wenn ich Sie recht verstanden habe, so ist es also naiv, nicht anzunehmen, dass unterschiedliche kulturelle Prägungen sich nicht auch in der Präsenz bestimmter Volksgruppen bei bestimmten Delikten in der Kriminalitätsstatistik niederschlagen sollten – so ungefähr korrekt?

B: Genau. Wenn wie in Köln geschehen, Massen von jungen Männern sich auf eine Art und Weise verhalten, die auf ein völlig anderes Bild der Frau schließen lässt, als wir es hierzulande vermittelt bekommen, so kann man dies als ein Beispiel für das, was Sie sagten, zur Kenntnis nehmen. Oder eben nicht. Aber das wäre dann naiv. Wobei Naivität schon immer (gerade im Politischen) eine Domäne der Deutschen war. Insofern passt das Bild wieder.

NAH: Glauben Sie, dass die Ereignisse von Köln einem Weckruf gleichkamen?

B: Nein. Vielleicht hat das öffentliche Bild von Multikulti Schaden genommen. Aber im Bereich der Statistik kann ich Ihnen sagen, dass das Weltbild der Verantwortlichen noch nicht gelitten hat. Da müssten schon stärkere Erschütterungen passieren.

NAH: Die wohl für die Zukunft nicht auszuschließen sind.

B: Das haben wiederum Sie gesagt, nicht ich.

NAH: Wohl wahr. Ich sehe, wir sind am Ende unserer Zeit angelangt: Herr B, ich danke Ihnen recht herzlich für dieses sehr interessante und informative Gespräch.

B: Gern geschehen.

Soweit mein Interview mit Herrn B. Es war sehr interessant für mich, diese Dinge zu erfahren und ich hoffe, dass es auch manchen Lesern so gehen möge. Da sich das Gespräch eher zufällig ergab, bin ich ohne große Vorbereitung in dasselbe gegangen und habe mich bemüht, mir intelligent scheinende Fragen zu stellen. Ich bitte um Verständnis, wenn ich an manchen Stellen nicht tiefer in die Materie eingedrungen bin. Als kurzer Ausschnitt oder Zustandsbericht zu einem interessanten Thema erscheint mir mein Versuch allerdings gelungen. Möge der Leser darüber urteilen. 

9 Kommentare zu “Interview mit einem Statistiker

  1. Pingback: Beamter verkündet uns daß die Polizei angehalten wurde keine anzeigen zu Vergewaltigungen aufzunehmen – Analyse + Aktion

  2. Pingback: Flüchtlingsleben in Deutschland: Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Giessen | opablog

  3. Ich hätte auch eine Frage an den Statistiker gehabt nach der letzten Bundestagswahl.
    Die AFD hatte in allen Wahlkreisen zwischen 4,3 und 4,8 % erhalten.(Die genauen Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf.)

    Seither bin ich überzeugt, dass Wahlen bei uns massiv gefälscht werden.
    Diese minimale Abweichung der Wahlergebnisse ist nicht signifikant, wohl aber die krassen Unterschiede bei der Bevölkerung.
    Bayrische Provinz, Berlin Kreuzberg, Hamburg Blankenese…alles gleichgeschaltet auf dem Wahlzettel.

    Vae victores.

    • Allerdings sind wir die victis – zumindest in gewisser Weise. Wie sagte der Oberverschwörungstheoretiker vor dem Herrn David Icke: It’s all bollocks….

  4. Herr B.: >>…dass zum Beispiel die Religionszugehörigkeit im Strafvollzug erhoben wird, allerdings auf freiwilliger Basis,…<<

    Man erhebt die Religionszugehörigk im Strafvollzug indirekt. Die meisten Moslems essen kein Schweinefleisch, auch nicht im Knast. Sie bekommen eine gesonderte Zubereitung. Diese Anzahl der gesonderten Kost ist jedem Küchenpersonal und der Gefängsleistung bekannt.

  5. Pingback: Vergewaltigungen durch Asylbewerber II | nachrichtenaushinterland

  6. Pingback: Wanderer, kommst Du nach Bra…… | nachrichtenaushinterland

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