Asylbewerberleistungen + Kommentare dazu sowie zur Lage

Am 03.09. hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden eine Aufstellung über die Leistungen für Asylbewerber im Jahre 2014 veröffentlicht. Die entsprechende Pressemitteilung ist hier: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/09/PD15_320_222.html;jsessionid=1D473F9DE31E82CF53803EC90C25AFB5.cae4

Hier ist der link zum pdf-Bericht von 50 Seiten: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Soziales/Asylbewerberleistungen/Asylbewerber.html

Nach den Zahlen vom Dezember 2014 bezogen zu diesem Zeitpunkt knapp 363.000 Personen in Deutschland Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Höhe von 2,3 Mrd. Euro. Dies entsprach einem Anstieg der Leistungsberechtigten in einem Jahr um 61%.

63% der Bezieher waren männlich, das Durchschnittsalter dieser Gruppe lag bei 26 Jahren. Bei den 132.000 weiblichen Empfängern lag das Durchschnittsalter bei 25 Jahren. 105.000 Asylbewerber waren unter 18 Jahren.

Knapp 250.000 Menschen hatten eine sogenannte Aufenthaltsgestattung, die Ihnen den Aufenthalt in Deutschland gestattete, solange das Prüfungsverfahren zum Asyl andauert (welches 2014 im Regelfall sieben Monate dauerte). 56.000 Bezieher waren sogenannte geduldete Ausländer, 25.000 waren geduldete Familienangehörige.

Die größte Gruppe der Asylbewerber kam mit 139.000 Menschen aus Europa. Dort hatten Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 96.000 Beziehern den weitaus größten Anteil. Würde man Albanien dazu rechnen, kämen nochmals 13.000 aus dieser Region dazu.

138.000 kamen aus Asien – dort waren die Syrer mit 41.000 Menschen die größte Gruppe, gefolgt von Afghanen mit 22.000 und Irakern mit 15.000 Menschen.

Aus Afrika stammen 71.000 Menschen – dort waren Eritreer mit 16.000 Menschen die größte Gruppe, gefolgt von Somalis mit 9.000 Empfängern und Nigerianern mit 8.000 Menschen. Soweit diese Zahlen. Gehen wir ein bisschen in die Details, dort wird es noch interessanter:

Die Unterbringung

Von den 363.000 Asylbewerbern befanden sich 45.000 in Aufnahmeeinrichtungen (diese Lager, in denen es immer wieder zu Konflikten unter den Asylbewerbern kommt), 148.000 waren in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht (WGs) und 170.000 in dezentraler Unterbringung (Wohnungen etc.).

Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz

Grundleistungen

Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht vor, dass Asylbewerber vor allem Grundleistungen in Form von Sachleistungen, Wertgutscheinen und Geld erhalten sollen. Das Gesetz in vollem Wortlaut: http://www.gesetze-im-internet.de/asylblg/BJNR107410993.html

§ 3 regelt, dass Asylbewerber in Aufnahmeeinrichtungen (wozu teilweise auch WGs zählen können) einen Geldbetrag zur Deckung persönlicher Bedürfnisse in Höhe bis zu 140,- €/Monat für einen alleinstehenden Leistungsberechtigten erhalten sollen (dann absteigend für Familienangehörige, Kinder etc.). Asylbewerber außerhalb von Aufnahmeeinrichtungen erhalten 212,- €/Monat und von da absteigend. (Die kompletten Sätze s. das Gesetz oben).

Anstelle der Geldleistungen können zur Deckung des täglichen Bedarfs auch Sachleistungen und Wertgutscheine gewährt werden (dem in der Praxis allerdings nicht nachgekommen wird, wie die weiteren Ausführungen zeigen werden). Bedarfe für Bildung, Teilhabe am kulturellen Leben etc. von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden gesondert gemäß SGB XII berücksichtigt.

2014 bezogen insgesamt 322.000 Asylbewerber diese o. e. Grundleistungen in Höhe von 1,6 Mrd. Euro. Dabei entfielen an Geldleistungen 287 Mill Euro auf die Asylbewerber in Aufnahmeeinrichtungen. 634 Mill Euro entfielen auf Geldleistungen für den Lebensunterhalt für Asylbewerber außerhalb der Aufnahmeeinrichtungen.

Nochmal 659 Mill Euro wurden für Sachleistungen aufgewendet und 26 Mill Euro für Wertgutscheine. Die Geldleistungen übertreffen also die Sachleistungen um 288 Mill Euro.

Leistungen in besonderen Fällen

Ist ein anerkannter Asylbewerber bzw. einer, dessen Verfahren noch läuft, länger als 15 Monate in Deutschland ansässig, kann der Asylbewerber gemäß § 2 des Gesetzes Leistungen in besonderen Fällen erhalten. Diese beginnen absteigend bei 399,- €/Monat für einen alleinstehenden Leistungsberechtigten.

Sie entsprechen dabei den Sozialhilfesätzen gemäß SGB XII und liegen über den Sätzen von § 3. Hier die Regelsätze der Sozialhilfe: https://dejure.org/gesetze/SGB_XII/Anlage.html

Diese Leistungen erhielten 2014 41.000 Asylbewerber in Höhe von 266 Mill Euro.

Hilfen im Krankheitsfall

§ 4 sieht vor, dass Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt übernommen werden sollen. Diese Leistungen nahmen 2014 96.000 Asylbewerber in Anspruch, was Kosten in Höhe von 453 Mill Euro verursachte. Das Statistische Bundesamt hat leider keine Zahlen zu den Menschen in psychotherapeutischer Behandlung (vielleicht hat das BAMF welche).

Mich hätte nämlich interessiert, zu erfahren, wie viele Asylbewerber (man hört immer wieder von den „traumatisierten Flüchtlingen“) tatsächlich in therapeutischer Behandlung sind – und die Frage, wie „effektiv“ Menschen auf Psychotherapie reagieren, welche aus Kulturkreisen kommen, in denen dies gar nicht praktiziert wird – die würde ich auch gerne jemandem stellen – nur wem?

Arbeitsgelegenheiten

Nach § 5 können Asylbewerber (OHNE, dass ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis entsteht) auch Arbeiten auf freiwilliger Basis verrichten, zu welchen sie einen Anspruch auf eine Entlohnung von 1,05 €/h haben. Solche Arbeitsgelegenheiten nahmen letztes Jahr 5.920 Asylbewerber wahr (davon die Mehrheit, 3.670, in Teilzeit).

Dafür entstanden dem Bund Kosten in Höhe von knapp 9 Mill Euro. Ein interessanter Nebenaspekt: Das Durchschnittsalter der Asylbewerber, welche Arbeitsgelegenheiten wahrnahmen, lag 2014 bei 36 Jahren und damit elf Jahre über dem eigentlichen Durchschnittsalter der Asylbewerber in toto.

Sonstige Leistungen

§ 6 regelt darüber hinaus, dass Asylbewerber in Einzelfällen zur Sicherung des Lebensunterhaltes oder der Gesundheit oder für die Bedürfnisse von Kindern erhalten sollen. Dies bezieht sich auch auf Personen, welche wegen Traumatisierungen behandlungsbedürftig sind.

Das Gesetz sieht dabei klar vor, dass Sachleistungen vor Geldleistungen vorrangig sind. Dennoch übersteigt der Anteil der Geld- den der Sachleistungen: 2014 wurden 63 Mill Sonstige Leistungen gewährt, davon waren knapp 39 Mill Geld- und 24 Mill Sachleistungen.

Soweit die Leistungen für Asylbewerber

Was kriegt der einzelne Asylant?

Das Problem ist, dass das Statistische Bundesamt keine Durchschnittszahlen veröffentlicht, was denn der einzelne Asylbewerber bezieht. Dies liegt aber zum Teil auch an der Datenerfassung – mehrere Leistungsarten können sich überlappen. Asylbewerber können Grundleistungen und sonstige Leistungen beziehen – oder Hilfen für den Lebensunterhalt und Hilfen im Krankheitsfall.

Ein paar wichtige Zahlen zur Ergänzung

2014 wurden knapp 11.000 Asylbewerber abgeschoben. Für etwa 130.000 Asylverfahren wurden Entscheidungen gefällt, wobei etwa ein Drittel als Asylbewerber anerkannt wurden, bzw. Bleiberecht gewährt oder der Flüchtlingsstatus anerkannt wurde. Näheres zu den Zahlen s. hier: http://m.welt.de/politik/deutschland/article146898033/Neue-Fluechtlingswelle-aus-Afghanistan-befuerchtet.html

Heißt also umgekehrt, dass in der überwiegenden Mehrheit der Fälle nicht abgeschoben wird. Diese Menschen tauchen also unter, wenn sie nicht in andere Länder weiterreisen.

Kritische Anmerkungen

Von den finanziellen Zahlen her könnte man tatsächlich sagen: Wir schaffen das! (Wie eine Dame von Rang kürzlich verkündete). 1996 und 1997 zum Beispiel lagen die Ausgaben für Asylbewerber bei jeweils über 2,8 Mrd. Euro. Erst nach 1997 sanken diese Ausgaben, als sich die Mehrzahl der aus Ex-Jugoslawien stammenden Menschen auf die Heimreise machte.

Nur: 2,3 Mrd. € waren es 2014. 2015 dürften es erheblich mehr sein. Schätzungen von Zehn Mrd. € und mehr machen schon die Runde. Im Bundeshaushalt sieht auch dies immer noch vertretbar aus. https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/09/PD15_356_71131.html;jsessionid=B12A7A3BD6D2D5044882E05F82FE83C5.cae1

Finanziell ist das also immer noch zu meistern – auch zwei, drei oder gar vier Millionen Asylbewerber wären finanziell zu stemmen (wohlgemerkt – ohne die Langfristkosten zu berücksichtigen, was die sozialen Leistungen wie Arbeitslosenunterstützung, Renten- und Pflegegelder angeht – die allerdings in öffentlichen Debatten auch vorher nie ausschlaggebend waren, warum sollte es also hier anders sein?). Zudem: Es geht auch ohne Schwimmbäder, Turnhallen, Bibliotheken etc. http://www.welt.de/wirtschaft/article146991549/Staedte-erhoehen-auf-breiter-Front-Gebuehren-und-Abgaben.html

Wie dann freilich die Alteingesessenen auf diesen Zustrom zunehmend reagieren werden, ist die andere Frage. Und auch die Asylbewerber dürften nicht begeistert bleiben. Eher das Gegenteil.

Kampf der Ärmsten

In knappen Worten: Es gibt keine oder nicht genügend Wohnungen für diesen Zustrom. Und ebenso gibt es keine oder nicht genügend Arbeitsplätze. Und Frauen auch nicht. Wie sollen die Armen in unserer Gesellschaft reagieren? Die Obdachlosen, die Hartz4ler, die Minijobber und Niedriglöhner?

Was sollen sie denken, wenn sie ihre Wohnungen verlassen müssen (da dort Asylbewerber einziehen sollen), wenn sie ihre Jobs verlieren (da der Asylbewerber den Mistjob für 3,- €/h macht, statt für 7,- €/h), wenn ihnen bei den Wohnungen Asylbewerber vorgezogen werden?

Ein Kollege von mir hat mal so schön gesagt: Wenn Du ein Land richtig kennenlernen willst, also wissen willst, wie es in dem Lande nicht nur aussieht, sondern wirklich ist, rede mit Taxifahrern und mit Prostituierten. (Zumindest an den ersten Rat habe ich mich oft gehalten). Von Umberto Eco stammt der schöne Satz, dass die einfachen Leute oft klarer sehen als die Intelligenten. Da ist etwas dran – und es täte so manchem Gut(en)menschen not, mal einfache Leute, den Kioskbesitzer von nebenan, den Taxifahrer oder den Mann an der Tankstelle, um seine Meinung zum Thema Asyl zu befragen.

Die Konflikte sind hier leider vorprogrammiert. Und ebenso innerhalb der Asylbewerber. Tausende von jungen Menschen auf engem Raum (in den Erstaufnahmeeinrichtungen), ohne Arbeit, Beschäftigung etc. – schwer, da nicht auf dumme Gedanken zu kommen. Suhl war ein Signal, dem weitere folgen werden.

Auch hier sind die Konflikte vorprogrammiert – Christen gegen Muslime, Afghanen gegen Syrer, Jeziden gegen Muslime, Albaner gegen Syrer etc. Plus Vergewaltigungen innerhalb der Lager, einer sich bildenden Bandenstruktur, Kriminalität, Ausbeutung, Erpressung etc. http://www.mdr.de/nachrichten/asyl-unterkuenfte-kriminalitaet-wendt100.html

Schon jetzt wird zum Beispiel vom Erstaufnahmelager in Gießen von Prostitution, regelmäßigen Vergewaltigungen, in Einzelfällen auch von Kindern etc. berichtet. Die Anwohner des Lagers sind, was Lärm, Polizeieinsätze, Belästigungen etc. angeht, auch nicht zu beneiden.

Kritische Anmerkungen zu Leistungen und Zahlen

Erst 2011 sind in Deutschland die Zahlungen an Asylbewerber deutlich angehoben worden. 2014 wurde überdies beschlossen, dass Asylbewerber, die sich über 15 Monate in Deutschland aufhalten, künftig Anspruch auf die höheren Sozialhilfesätze haben. All dies wird sich herumsprechen bzw. auch zu den Gründen gehören, weshalb vor allem aber nichtz nur Menschen vom Balkan sich auf den Weg zu uns machen.

Befragungen der Asylbewerber haben überdies gezeigt, dass an Platz Eins der Gründe, warum sie hierherkommen, die Begründung, dass sie hier jemanden kennen, stand. Und die, die kommen, werden auch wieder von anderen gekannt werden. Es ist also kein schnelles Ende des Zustroms abzusehen – im Gegenteil. Wenn nun nicht schnell entgegen gesteuert wird.

Das Gesetz sieht außerdem vor, dass Sachleistungen vor Geldleistungen den Vorrang haben. Die Praxis zeigt, dass es umgekehrt verläuft – die normative Kraft des Faktischen halt. Auch dies sind Dinge, die sich herumsprechen. Wobei die Bundesregierung gerade ein paar Änderungen auf den Weg gebracht hat, welche überfällig erscheinen: http://web.de/magazine/politik/kabinett-bringt-asyl-gesetzespakt-30961974

Wenn man sich zudem noch die Entwicklung der Aufnahmezahlen im Vergleich mit anderen Ländern anschaut: http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=de&pcode=tps00191&plugin=1

Sieht man deutlich, dass das Anwachsen des Zustroms bei uns innerhalb Europas am größten ist. Ein paar Vergleiche:

Belgien hatte 2008 15.940 Asylbewerber. Und 2014 waren es 22.840.
Dänemark hatte 2008 2.375 Asylbewerber. Und 2014 waren es 14.715.
Frankreich hatte 2008 41.485 Asylbewerber. Und 2014 waren es 64.310.
Italien hatte 2008 30.145 Asylbewerber. Und 2014 waren es 64.625.
Ungarn hatte 2008 3.175 Asylbewerber. Und 2014 waren es 42.775.
Holland hatte 2008 15.255 Asylbewerber. Und 2014 waren es 24.535.
Österreich hatte 2008 12.750 Asylbewerber. Und 2014 waren es 28.065.
Polen hatte 2008 8.515 Asylbewerber. Und 2014 waren es 8.015.
Schweden hatte 2008 24.875 Asylbewerber. Und 2014 waren es 81.325.
Und Deutschland?
Hatte 2008 26.945 Asylbewerber. Und 2014 waren es 202.815.
Und dieses Jahr werden also eine Million erwartet.

Interessant auch die Zahlen zu minderjährigen Asylbewerbern etc.
Falls der Link nicht will, hier die Seite vorher: http://ec.europa.eu/eurostat/de/web/asylum-and-managed-migration/data/main-tables Dort dann auf den Link „Asylbewerber und erstmalige Asylbewerber – jährlich aggregierte Zahlen“ klicken.
Man schaue sich in Ruhe die ganzen Zahlen an. Und denke nach…..

Ein paar Worte zur Kriminalität

Ein Teil der Asylbewerber wird sich in die Kriminalität begeben und das soziale Zusammenleben weiter erschweren. Die Polizeiliche Kriminalstatistik von 2014 zeigt 54.302 tatverdächtige Asylbewerber – von denen 22.700 gegen das Asyl-, Aufenthalts- und Freizügigkeitsrecht verstoßen hatten. S. hier Tabelle 61: http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2014/2014Standardtabellen/pks2014StandardtabellenTatverdaechtigeUebersicht.html

ABER: Die Tabelle zeigt auch 82.467 tatverdächtige Illegale (von denen 60.000 gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen hatten) – und bei denen nicht klar ist, wie viele von Ihnen abgelehnte Asylbewerber waren – wahrscheinlich die Mehrheit, doch gibt es auch Illegale, die ohne Asylantrag nach Deutschland einreisten.

Es lassen sich jedenfalls schon jetzt bei anderen Delikten beunruhigende Entwicklungen darstellen (wenn man denn die Statistik bemühen will). Ein Beispiel: 2014 gab es 295 tatverdächtige Asylbewerber im Delikt Vergewaltigung. Rechnerisch hatten also knapp 0,08 % der Flüchtlinge eine Vergewaltigung begangen.

Was als Zahl unbedeutend erscheint, gewinnt mehr Brisanz, wenn man sich vor Augen führt, dass 2014 im Ganzen 6.160 Tatverdächtige bei Vergewaltigungen erfasst worden waren. D.h. auf die deutsche Bevölkerung bezogen, hatten 0,0075 % der Deutschen eine Vergewaltigung begangen.

Man könnte also sagen, dass das Risiko, dass ein Asylbewerber eine Frau vergewaltigt, mehr als zehnmal so hoch ist wie bei einem Deutschen. In Wirklichkeit sogar noch höher, da beim angeführten Beispiel die tatverdächtigen Ausländer, welche nicht Asylbewerber sind, als Deutsche angenommen wurden. (Der Ausländeranteil bei den Tatverdächtigen in Sachen Vergewaltigung lag 2014 bei 31%).

Freilich – hier wäre auch noch der Einschub zu machen, dass die Lage anders beurteilt werden müsste, wüsste man, dass die Vergewaltigungen überwiegend auf das Konto von Asylbewerbern in den Erstaufnahmeeinrichtungen gehen – eingepfercht auf engem Raum ist nicht schön. Doch wenn man so denkt, müsste man auch weiter überlegen und sich ehrlich fragen, ob man auch beim deutschen Knasti oder Hartzie so täterverständnisvoll dächte…..

Kurz: Dieses Risiko kann durchaus noch auf das zwanzig-, fünfzig- oder gar hundertfache steigen – solange es nicht kommuniziert wird bzw. sich in lokalen Einzelmeldungen verliert, wachsen vages Unbehagen, Ablehnung, Angst – und auch Zorn, Wut und Groll.

(Schlussendlich bleibt natürlich bei allem auch die Frage der Erfassung von Straftaten im Raum – wie zuverlässig also die Daten sind, kann hier nicht beurteilt werden – es ist aber eher davon auszugehen, dass nicht alle Straftaten erfasst wurden, mithin die Lage eher schlechter als besser aussieht).

Das Heranzüchten der Hasserfüllten

Ob es nun bewusst oder unbewusst geschieht – da das Thematisieren des Unbehagens angesichts des Zustroms der Fremden nicht getan werden kann, ohne im besten Falle mit hirnrissigen Kommentaren (seid nicht so angsterfüllt! Alles ist gut!), im schlimmsten Falle mit dem Zücken der Nazikeule bestraft zu werden – wächst da noch etwas anderes heran.

Was geschieht mit einem Menschen, der seinen Zorn, seinen Groll und seine Angst nicht mitteilen kann, ohne dass ihm beständig gesagt wird, dass er sich nicht so haben soll oder dass er lieber ganz die Klappe halten möge? Genau – er wird innendrin immer mehr Zorn, Groll etc. aufstauen.

Irgendwann entlädt sich das Ganze dann in einem Ausbruch – und diesen Ausbruch (Genialität der Umdeutung) nimmt man dann als Nachweis für die offensichtlich hasserfüllte Gesinnung! Pharisäer (zum nachträglichen Verurteilen) gibt es genug – zwar ist die Gesinnungspolizei einstweilen nur privat tätig – das kann aber auch noch zur staatlich bezahlten Tätigkeit werden.

Im Reich des Bösen gibt es die Putin – Trolle – und bei uns? Leute, die ihre Galle erbrechen (Nietzsche) und Denunzianten. Für das Gemeinschaftswohl natürlich. Das ist schon genial – so werden vermeintliche Nazis zu echten und vermeintliche Systemgegner zu wirklichen.

Kein Mensch ist illegal

Dieses schöne Wort wird gerne und oft von Asylbefürwortern verwendet – wie viele abgelehnte Asylbewerber sich in eben diese Illegalität flüchten, kann nur vermutet werden. Zum Anlass des G7-Gipfels in München im Sommer dieses Jahres waren an einem Wochenende in München von der Polizei 10.000 Illegale aufgegriffen worden.

Dies wie gesagt in einer deutschen Stadt – an einem Wochenende. Wenn man nun noch dazu überlegt, dass manche Asylbewerber schlicht „verschwinden“, indem sie die Züge zum Transport verlassen oder an den Bahnhöfen in der Stadt einfach woanders hingehen, kann man schon ins Grübeln geraten.

Kein Mensch ist illegal – auch nicht der IS-Soldat, der die Lage nutzt, um irgendwo unter zu tauchen. Und auch nicht die Kleinkriminellen, welche sich als Drogenhändler, Diebe, Räuber etc. verdingen müssen. Auch die Deutschen sind nicht illegal. Oder stehen sie am Ende des schönen Sponti-Spruchs? Legal – illegal – ……?

In Summa:

Durch die Duldung hunderttausender, bald Millionen von Menschen aus von dem unseren sehr verschiedenen Kulturkreisen, mit teilweise völlig anderen Ansichten zu Frauen, Gewalt, Patriarchat, Gesellschaft, Ehre, Stolz etc., sind die Konflikte vorprogrammiert.

Zudem für diese Menschen keine Arbeit da ist, keine Wohnungen, keine Frauen und wenig Perspektive, daran etwas zu ändern. Umgekehrt auch die Mehrheit der Asylbewerber nicht die Qualifikationen aufweist, die unsere moderne Arbeitsgesellschaft braucht (wer es bezweifelt, möge einfach nach nigerianischen, syrischen, afghanischen, irakischen etc. weltweit bekannten Industriebetrieben googeln – oder Nobelpreisträgern, Universitätsrankings, wichtigen Neuerungen in der Wissenschaft aus diesen Ländern etc.).

Die Folgen werden sich in Form von Parallelgesellschaften, Ghettos, zunehmender Kriminalität, gewalttätigen Auseinandersetzungen, zunehmender Verarmung, schärferen Gesetzen (Helmut Schmidt sagte mal, dass sich eine wirklich multikulturelle Gesellschaft durch ihre scharfe Gesetzgebung auszeichnet) manifestieren.

Terroranschläge wird es natürlich auch geben- der IS wäre ja bekloppt, wenn er die jetzige Lage nicht zur Infiltration der Ungläubigen benutzte. Ob es diese Anschläge in Form von Erschießungen, Kreuzigungen oder Bombenanschlägen geben wird – das wird sich weisen. Jedenfalls dürften sie auch als Begründung für eine noch schärfere Gesetzgebung, was Überwachung etc. angeht, herangezogen werden.

Im Extremfalle sind auch großflächige Unruhen bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen denkbar (sofern die Finanzkrise mit Macht zurückkehrt) – Unruhen sind aber sicherlich noch nicht dieses, sondern eher nächstes bzw. übernächstes Jahr zu erwarten, sofern der momentan stark anschwellende Zustrom anhalten sollte und auch künftig keine konsequente Rückführung geübt wird. http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/rekordzahlen-im-september-taeglich-kommen-bis-zu-10-000-fluechtlinge-13829653.html

Stiller Protest wird von manchen Deutschen in Form des Wegzugs aus bestimmten Vierteln, innerer Emigration, Abmeldung der Kinder von bestimmten Schulen und auch wirklicher Emigration (leider vor allem der Leistungsstarken) geübt werden.

Lauter Protest wird sich in Form von zunehmend gewalttätigen Demonstrationen entfalten (vor allem, aber nicht nur im Osten). Gewalttätige Demonstrationen bzw. Ausschreitungen werden allerdings auch bei den Asylbewerbern zunehmend beobachtet werden können, die ihre Forderungen nach Wohnraum, Perspektiven, mehr Geld etc. lauter stellen dürften.

Solange es die Geldtöpfe noch hergeben, kann das Rad noch eine Weile weiter laufen. Wann es endlich stoppt – wer weiß? Irrsinn wie derjenige, dass die Muslime nur darauf warten, uns abzuschlachten, ist ähnlich realitätsfremd wie die Vorstellung, dass man durch ein paar Willkommenskuchen, gebrauchte Pullis und Integrations- und Sprachkurse aus uns vollkommen (wesens)fremden Menschen gute Demokraten oder Zukunfts-Deutsche macht.

Die Gesellschaft wird daher sicherlich in den nächsten Jahren ärmer, zerrissener, gewaltbereiter und gefährlicher werden. Das ist schade und traurig, aber unbedachte (?) Aktionen bringen nun mal unschöne Ergebnisse. Wem es denn nützt und wozu es dient, wenn es hierzulande immer unsicherer wird, ist eine andere Frage. https://www.youtube.com/watch?v=coGxlGQ4b58

Was man tun kann: Bei sich bleiben. Menschlich nach allen Seiten bleiben. Sich auf rauere Zustände und unschöne bis furchtbare Szenarien einstellen, ohne in Panik zu verfallen. Weder den Demagogen noch den Einflüsterern der Angst folgen. Das wäre schon viel.

6 Kommentare zu “Asylbewerberleistungen + Kommentare dazu sowie zur Lage

  1. Hallo und Dank‘ auch von mir!

    Komme gerade vom gelben… Wie erfolgreiche Asylpolitik aussieht? Die Statistik sagt es dir: Polen!

    Kein Wunder bei den Zuständen dort 😉

  2. Pingback: Asylbewerberleistungen + Kommentare dazu sowie zur Lage - GunNews

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