Polizei

Von der Entwicklung hin zu einer unfreier werdenden Gesellschaft sind natürlich auch die Sicherheitskräfte betroffen. „Polizei – Dein Freund und Helfer“ wird zunehmend ersetzt durch „Keine Bewegung!“. Oder ähnliches.

In den USA finden sich tausende Vorfälle mit Polizeigewalt gegen einfache Bürger – man kann das ohne Probleme guggeln. Hier ein paar drastische Bilder von Polizeieinsätzen. http://www.informationclearinghouse.info/article40365.htm Oder hier sieht man wie ein Mann in Handschellen erschossen wird: https://www.youtube.com/watch?v=0AG_-EXd9Es

Natürlich nimmt der Druck auf allen Seiten zu – und das muss sich auch auf Seiten der Polizei zeigen. Polizisten schlagen statistisch gesehen öfter ihre Ehefrauen als der Rest der Bevölkerung. http://www.theatlantic.com/national/archive/2014/09/police-officers-who-hit-their-wives-or-girlfriends/380329/

Und natürlich gibt es, wo es die Ausübung von Gewalt gibt, auch den Mißbrauch derselben – zum Beispiel durch Korruption. http://www.politico.com/magazine/story/2014/10/the-police-are-still-out-of-control-112160.html#.VVYMiZN5GT5

Um die Polizei besser zu schützen, ist und wird sie zunehmend aufgerüstet und militärähnlich ausgestattet. Nicht nur in den USA, auch in Großbritannien. http://www.gegenfrage.com/britische-polizei-wird-mit-kriegswaffen-ausgestattet/

Wozu braucht die Polizei Sturmgewehre und gepanzerte Personenwagen – wenn nicht für Unruhen oder bürgerkriegsähnliche Zustände? Ferguson ist da nur ein Beispiel, dem weitere folgen dürften.

Nebenbei: Wer sich für den Aufbau der US-Polizei interessiert, der sich durchaus von unserem Modell unterscheidet, wird hier einen kurzen und informativen Artikel finden: https://usaerklaert.wordpress.com/2007/03/26/police-officer-sheriff-trooper-der-aufbau-der-us-polizei/

Die Polizei ist jedenfalls beides – Täter wie Opfer. Zunehmend verheizt in Sachen Ausländergewalt (was ein Phänomen in West-Europa ist) und als Prügelknabe herhaltend. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=311469

Gleichzeitig mal selber als Aggressor auftretend (missliebige Demonstrationen wie HOGESA oder PEGIDA zu behindern versuchend), mal dann wieder als Sandsack für die Antifa am 1. Mai dienend.

Kurz: Die einzelnen Polizisten sind auch einfach nur Menschen, wie schon Pasolini mal in einem Interview anlässlich von Studentenunruhen im Jahre 1968 feststellte. Schachfiguren, die geopfert werden können. Das ist heute nicht anders. Sie dürfen die Versäumnisse der Politik ausbaden.

Gleichzeitig sind sie Teil eines Systems, dass sie dazu bringt, Dinge zu tun, die sie als einzelne nie tun würden; Demonstranten, darunter alte Leute in einem Kessel für Stunden einzusperren, wie es am 19.05.2012 in Frankfurt geschah. Oder auf Demonstranten während Stuttgart 21 einzuknüppeln.

Und umgekehrt Schläge zu kassieren – von gewaltbereiten Demonstranten zur Eröffnung der EZB massiv und lebensgefährlich attackiert zu werden – auch das gehört zum Bild der Polizei.

Die Polizei wird jedenfalls die nächsten Jahre unter noch stärkeren Druck geraten und noch gewaltbereiter werden – so wie die Gegenseite auch. Keine schönen Aussichten, aber die logisch nachvollziehbarsten.

Was nützt: Das Gespräch mit dem einzelnen Menschen suchen. Ob Polizist oder Demonstrant – als ich, wie ich mal geschrieben hatte, auf einer Fragida-Demo war, war es der persönliche Kontakt, der die anderen aus ihren Masken oder hinter ihren Sturmhauben hervortreten ließ.

Darum geht es. Die Maske abzulegen.

2 Kommentare zu “Polizei

  1. Die US-Polizei bekommt sehr günstig ausgemustertes Militär-Material. Die besorgen sich das Zeug nicht, weil sie es tatsächlich brauchen, sondern wegen dem „tacticool“ Faktor und weil sie es vom Militär und der Homeland Security quasi geschenkt bekommen.

    Seit 1993 hat sich in den USA die Zahl der Verbrechen halbiert. Auch der „War on Terror“ ist ziemlich sinnlos. Trotzdem rüstet die Staatsmacht auf. Trotzdem verbreiten die Medien hüben wie drüben Angst und Panik.

    Hier bestens und ausführlich erklärt:
    https://usaerklaert.wordpress.com/2014/08/27/ferguson-und-die-militarisierung-der-us-polizei/

    Bei uns ist es nicht anders, wenn auch noch lange nicht so extrem. Auf der IWA gibt es immer eine – für den normalen Fachbesucher, der mit Jagd- und Sportwaffen & Zubehör handelt – nicht zugängliche Behördenausstellung, die EnforceTac, mit entsprechenden Konferenzen. Ohne Behördenausweis kommt man da nur sehr schwer rein. Die dort gezeigte Ausrüstung erinnert einen eher an Robocop und Polizeistaat. Rüstungen, Drohnen und Überwachungsequipment, Waffen – speziell für den Behördenmarkt. Die Begehrlichkeiten der Behörden sind hoch, auch wenn sich die Ausrüstung bei objektiver Betrachtung der statistischen Fakten nicht rechtfertigen lässt.

    Früher™ im alten London hatten die Bobbys nur einen Schlagstock und eine Signal-Pfeife. Auf der wurde geblasen, damit die rechtstreuen Bürger mit ihren privaten Waffen auf die Straße kamen um das Gesetz zu unterstützen. Heutzutage ist der private Kurzwaffenbesitz in GB total verboten aber die Kriminalität, vor allem „heißer“ Einbruch, steigt. Der Staat hat mehr Angst vor seinen eigenen Bürgern, als vor Verbrechern und die Polizei muß es ausbaden. Die flächendeckende Kameraüberwachung ist in GB längst Realität. Die Kriminellen juckt das allerdings wenig. Die haben auch ihre (schon vorher illegalen) Schußwaffen nicht abgegeben. Der brave, gesetzestreue Bürger dagegen schon …

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