Vortrag eines rassistischen Professors

Auf dem hervorragenden Blog http://www.danisch.de, wo auch immer interessante Dinge verlinkt werden, hatte jemand – http://www.danisch.de/blog/2015/04/19/the-suppression-of-free-speech-on-university-campuses-is-reaching-epidemic-levels/ – über die Unterdrückung der freien Rede an Universitäten einen Vortrag mit der Bemerkung verlinkt, dieser zeige interessante Aspekte zum europäischen „mind set-up“, also zur europäischen Art zu denken.
Auf diesen kurzen Kommentar fühlte sich ein Schreiber bemüßigt, den Blogbetreiber Hadmut Danisch zu warnen – der Vortragende, ein mir unbekannter Professor Kevin MacDonald, sei ein Rassist und der Vortrag ein „Rumgememme“, dass man irgendwie ein freundlicher Mensch sein solle. Professor Macdonalds These sei, dass die Juden selbst am Antisemitismus Schuld seien – was benähmen die sich auch so komisch.
Diese Art der Unterstellung von niederen Motiven, OHNE in irgendeiner Form auf den Inhalt des Vortrages einzugehen und wirkliche Argumente zu liefern, gefiel mir überhaupt nicht: Daher nahm ich mir vor, mir den Vortrag mal selber anzuschauen, um zu einem Schluss zu kommen. Dies habe ich getan und werde im Folgenden den Vortrag so neutral und so genau, wie es mir möglich ist, zusammenfassen.

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Kurze Ergänzung: Der Schreiber des Kommentars, auf den ich im Blog von Danisch, wie man lesen kann, eingegangen war, hatte sich nochmal gemeldet, was mir gefiel. Er blieb allerdings bei seiner Ansicht, dass Professor MacDonald ein Rassist sei. Wenn dem so ist, so müsste es aus seinem Vortrag zu erkennen sein (sofern meine Scheuklappen nicht gar zu groß sind in dieser Hinsicht). 🙂 Daher will ich mich im Folgenden um eine möglichst neutrale Darstellung des reinen Inhalts des Vortrages beschränken – so dass der Leser die Interpretation übernehmen möge.
Wenn mir Anmerkungen notwendig erschienen, habe ich sie kursiv gesetzt.

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Im Folgenden also eine Zusammenfassung des 45minütigen Vortrages, der sich hier findet: https://www.youtube.com/watch?v=8JlD1zMtoGs Ein paar Infos zu Professor MacDonald finden sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_B._MacDonald

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Der Vortrag startet mit einer kurzen Begrüßung des mir bis dato völlig unbekannten Professors Kevin MacDonald durch den Moderator (der auf mich eher deplaziert wie ein Boxkampfansager wirkt – die Stimme ziemlich laut und den Redner übermäßig hervorhebend – aber dies nur am Rande).
Was mir von Anfang an wenig gefiel, war die Vortragsart des Professors. Körperlich arg zappelig, immer wieder von links nach rechts wippend, manchmal undeutlich sprechend, dann wieder etwas wirr gestikulierend – das war nicht mein Fall. Was er dann sagte, fand ich aber teilweise durchaus interessant. Ad rem:

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Seine Einführungssätze waren leider derart genuschelt, dass ich die nicht verstehen konnte- irgendetwas zu den Juden und der Gesellschaft. Heute sei die westliche Elite bösartig gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung. Wer aus der Reihe tanze oder kritisches zu den Juden äußere oder sich für Rechte von Weißen einsetze, werde angegriffen.
Daher, bzw. aus Konformität und um die Karriere nicht zu gefährden, gehe die Mehrheit der Menschen bei der herrschenden Ideologie, dass Multikulti vor allem Vorteile bringe, eben mit; faktisch finde so aber eine „Enteignung“ oder Vertreibung der Weißen statt.
Der Professor stellte an dieser Stelle einen Zusammenhang zwischen der Achtung der Eliten durch die Bevölkerungsmehrheit und der Annahme der Propaganda durch jene her: Da die Eliten durch Medien etc. verkündeten, dass Einwanderung und Multikulti gut seien, müsse es ja stimmen.
Das Problem, wenn man seine Stimme dagegen erheben wolle, sei außerdem folgendes: Da man sich an den Universitäten nur im Wettbewerb der gültigen und anerkannten Ideen durchsetzen könne (und nicht durch Bekämpfung derselben), übertrumpfe man sich dort im Preisen der Vorteile der herrschenden Ideologie.

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Diese sei heute vor allem links ausgerichtet. Die Karriere und das Prestige hingen von der Anpassung an dieselbe ab; überdies gäbe es heute eine hohe Indoktrination an den Universitäten. So seien Aussagen wie „es gibt keine Rassen und somit auch keine rassischen Unterschiede“ oder „Weiße wären als Gruppe im Sinne der Förderung vernachlässigbar“ heute Dogmen.
Wer konservativ denke, habe es daher schwer und sei unter Druck bzw. werde ggf. sogar vom System ausgeschlossen. Der Professor erwähnte Beispiele, wie er an seiner Universität von Kollegen gemieden werde etc.
Dann begann Prof. MacDonald mit der Entwicklung seiner These, dass es inhärente Gründe gebe, weshalb die westliche Gesellschaft sich der Überfremdung so wenig erwehre.

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Er nahm hierbei zunächst Bezug auf den deutschen Anthropologen Fritz Lenz – http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Lenz – und dessen Forschungen.
Einschub: Fritz Lenz war mir ebenfalls unbekannt. Wiki sagt, dass er einer der führenden Vertreter der Rassehygiene der Nazis war. Wenn dies so ist, bzw. es stimmt, dass dieser von einer Minderwertigkeit mancher Rassen wie der schwarzen überzeugt war, ist er eine schwierige Quelle. Doch selbst hier gilt, dass auch ein solcher Mann, Wahrheiten von sich geben kann – oder Unsinn. Jedenfalls ein Minuspunkt für den Professor. Aber weiter.

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Nach Fritz Lenz habe sich eine spezifische Form von Individualität bei den Nordeuropäern aufgrund besonderer klimatischer Gegebenheiten entwickelt, sie sei mithin eine Reaktion auf ökologische Umstände bzw. das Behaupten innerhalb dieser Gegebenheiten gewesen. So sei ein starker Individualismus, der auch für Erfindungsreichtum stehe, vor allem in nordwesteuropäischen Ländern präsent. Er brachte das Beispiel von Patenten, deren quantitative Erhebung eine Überrepräsentation in diesen Ländern zeige.

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Auch die Form der Monogamie sei eine Folge der klimatischen Umstände, da Vielehen wie in südlichen Ländern in diesem Umfeld nicht überlebensfähig gewesen wären. Die Liebe sei überdies auch ein stärkeres Bindungsmerkmal als in anderen Weltregionen. Die Europäer seien auch weniger ethnozentrisch als andere Völker. Es habe weniger Bedarf nach Verwandtschaftsnetzwerken gegeben, was sich auch darin äußerte und noch äußere, dass es einen Familienkern gebe (Mutter, Vater, Kinder), statt wie in kollektivistischen Gesellschaften die Großfamilie oder Sippe als Kern.
Frauen hätten in dieser individualistisch geprägten Gesellschaft auch einen höheren Status.
Dann ging der Professor darauf ein, dass es aus seiner Sicht drei „genetische Ereignisse“ in der europäischen Gesellschaft gegeben habe, die dieselbe geprägt hätten:

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Als erstes wären in Europa bis etwa 8000 v. Chr. Jäger- und Sammlerverbände vorherrschend gewesen.
Ca. 7000 v. Chr. habe dann eine Einwanderung aus dem Mittleren Osten eingesetzt, welche den Ackerbau mitgebracht hätte.
Schließlich seien ca. ab 4500 v. Chr. Indoeuropäer aus der Pontischen Ebene, der heutigen Ukraine, eingewandert.
Die erste Prägung, d.h. die Hinterlassenschaft der Jäger- und Sammlerverbände im kollektiven Bewusstsein ihrer Nachkommen, sei aber die entscheidende.
Diese Verbände seien eher egalitär gewesen. Führung habe durch Konsens erreicht werden müssen, nicht durch reine Gewalt. Niemand habe sich über den anderen erheben dürfen. Genetisch seien vor allem Skandinavien und Norddeutschland noch von diesen Vorfahren geprägt. Die heutige Form der politischen Korrektheit in Schweden und Norwegen sei auch gewissermaßen eine Hinterlassenschaft davon. Er brachte das Beispiel des Jantelagen in Schweden. http://de.wikipedia.org/wiki/Janteloven

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Psychologisch bedeute so eine Prägung eine Gesellschaft, in der persönliche Ziele besonders wichtig seien und Werte wie Unabhängigkeit und individuelle Verantwortung hoch gehalten würden. Die Attitüde gegenüber Fremden sei weniger ethnozentrisch als bei anderen Gemeinschaften; sie sie eher altruistischer Art (er brachte Beispiele von christlichen Missionaren oder der heutigen Praxis der Adoption haitischer Babys durch westliche Familien etc.). Hm. Insofern ein interessanter Punkt – ich habe noch nie davon gehört, dass wohlhabende kinderlose koreanische oder chinesische oder arabische Familien afrikanische Babys adoptieren; ein Vorgang, von dem ich weiss, dass es bei uns geschieht. Wäre mal eine Untersuchung wert. Doch weiter.

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Aus dieser eher egalitär geprägten Gemeinschaft hätten sich weitere, besondere Merkmale entwickelt: So habe man dort im Laufe der Entwicklung universelle moralische Werte entworfen (er nannte als besondere Ausprägungen puritanische Gemeinschaften). Dort sei die Moralität als ein Abstrakt erdacht worden: Nicht, was für die Gruppe gut ist, sei entscheidend, sondern was für die Menschheit gut ist (Beispiel Kant). Dieses moralische Urteil (es muss gut für alle sein) würde bestimmend anstatt der Verwandtschaftsbeziehungen wie in kollektivistischen Gesellschaften.
Der daraus abzuleitende Individualismus setze auf eine Gleichheit der Interessen: Niemand habe eine privilegierte moralische Position inne (Beispiel für diese Position sei John Rawls „Schleier des Nichtwissens“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Schleier_des_Nichtwissens ). So wären moralisch definierte Gruppen geschaffen worden, in denen Schuld und Scham (Christentum) als Motivation funktionierten: Man tue etwas, weil man sich schuldig fühle.

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Das abstrakte moralische Ideal gelte für alle. Daher hätten Gruppen dort auch keinen privilegierten Stand. Anders sei es bei kollektivistischen Gesellschaften. Er nannte Araber und Juden als Beispiele (ein Beispiel sie die innerhalb der jüdischen Gemeinschaft gestellte Frage: Ist es gut für die Juden?).
In den genannten individualistischen Gesellschaften seien eben weniger die verwandtschaftlichen Beziehungen wichtig, sondern vielmehr die Frage der persönlichen Reputation durch Ehrlichkeit und Integrität, wogegen wieder in kollektivistischen Gesellschaften der Grundsatz des „Alles für die Familie“ gelte. Diese seien daher auch durch starke Korruption (Vetternwirtschaft) gekennzeichnet, welche in jenen eher gering ausfalle (auch, da ein hohes Maß an öffentlichem Vertrauen herrsche).

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In den individualistischen Gesellschaften sei denn auch eine hohe Konformität aus der Gruppe heraus zu beobachten. Zwar stehe dem eine hohe Individualität zur Seite, doch innerhalb der moralischen Standards bzw. des moralischen Codes der Gruppe, dem man folgen müsse.
Heute habe sich allerdings der Individualismus extrem um den Preis der Auflösung der alten Muster von Scham und Schuld entwickelt. Beispiele dafür seien seit dem 19. Jhdt. zu beobachtende Phänomene wie Anarchismus, die New Bohemians, Freie Liebe, Hippies, auch Libertäre wie Ron Paul. Dies sei besonders stark im Westen vertreten.
Ein spezifischer Ausdruck der heutigen (weißen) Gruppen sei auch, sie alles, nur nicht weiß zu nennen (Tea Party etc.). Dort seien zwar nur Weiße drin, aber keiner nenne das so. Es gäbe zwar auch Gruppen, die sich Weiß nennen würden, aber die wären eine Randerscheinung.
Die Medien gäben heute vor, dass man weiße Gruppen als böse und falsch bezeichnen müsse. Hieraus entstehe eine interessante Spaltung im modernen Menschen:

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Während das limbische System im Körper sich für eine Anziehung zu genetisch Artverwandten und für Fremdenfeindlichkeit (welche allerdings bei den Europäern wie erwähnt eben schwächer ausgeprägt sei) ausspreche, sei es Vorgabe der Medien, den Verstand bzw. das Gehirn mit der Einstellung zu formen, dass das Fremde anziehend sei. Es sei heute quasi ein Kampf um die Kontrolle des Gehirns: Das Gehirn solle bewusst dazu gebracht werden, mit diesen neuen „Prägungen“ das limbische System zu unterdrücken. Es gehe auch an den Universitäten oder anderen Institutionen nicht mehr um einen wirklichen Wettstreit der Ideen, sondern nur noch um Kontrolle des Gehirns (kein Anzweifeln mehr oder Widerlegen von Multikulti etc.).
Wegen dieser quasi widernatürlichen Maßnahmen (Bevorzugung des Fremden etc.) sei allerdings ein evolutionäres Desaster im Westen zu erwarten. Die Indoktrination sei heute an den Universitäten so hoch, dass dem dort nichts entgegenzusetzen sei.

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An dieser Stelle ging der Professor dann auf historische Beispiele für Gruppen innerhalb der europäischen Gesellschaft ein, die besonders egalitär geprägt gewesen seien.
Ein Beispiel seien die schon erwähnten Puritaner. http://de.wikipedia.org/wiki/Puritanismus Diese als Bewegung ursprünglich aus Dänemark stammenden, in England vor allem in East Anglia ansässigen Gruppen, hätten moralischen Idealen nachgestrebt. Auf ihre Nachkommen sei die Abschaffung der Sklaverei zurück zu führen. In ihrer Gruppe hätten äußerst rigide moralische Standards gegolten (MacDonald nannte das die „politische Korrektheit“ von damals). In dem Zusammenhang fällt mir die schöne Geschichte „Der scharlachrote Buchstabe“ von Hawthorne ein. http://de.wikipedia.org/wiki/The_Scarlet_Letter

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Diese Bewegung hätte vor allem die spätere US-amerikanische Gesellschaft stark beeinflusst.
Weiter ging der Professor auf Unterschiede in der Behandlung der Kolonisten in Amerika und Neuseeland durch das Mutterland England ein: Während die Behandlung der amerikanischen Kolonisten im 18. Jhdt. streng gewesen sei und zum Unabhängigkeitskrieg geführt habe, sei die Behandlung der Kolonisten in Neuseeland im 19. Jhdt. viel fairer gewesen, wodurch es dort keine Aufstände gegeben habe. Für den Professor war dies auch der Entwicklung der Moralität in England geschuldet.

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Ein weiteres Beispiel für diese Moralität war für den Professor der Aufstand in Morant Bay in Jamaika, wo sich schwarze Sklaven gegen ihre weißen Herren erhoben und Weiße grausam umgebracht hätten. http://de.wikipedia.org/wiki/Morant-Bay-Aufstand Dies sei in England von Teilen der Bevölkerung so interpretiert worden, dass es verdient gewesen sei. Was ich an der Stelle teilen würde: Wer andere versklavt, sollte sich über Widerstand nicht wundern.

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Christliche Philantropen hätten in Folge versucht, den Bildungsstandard bei anderen Völkern zu heben; bei den Schwarzen wie bei anderen auch. Allerdings hätten diese Menschen meist kein Wissen um die von ihnen beglückten Völker gehabt bzw. England vorher nie verlassen gehabt, seien also mit Illusionen ausgestattet gewesen.
Als nächstes historisches Beispiel für eine egalitär-strenge Gruppe nannte der Professor die Quäker, welche ebenfalls hohen moralischen Standards gefolgt wären. http://de.wikipedia.org/wiki/Qu%C3%A4kertum Sie hätten unter der Devise „Gottes Licht in jedem Menschen“ die Sklaverei bekämpft bzw. die Schwarzen als Brüder und Schwestern angesehen. Die Quäker seien auch konsensorientiert gewesen; Abweichler in der Gruppe (zum Beispiel solche, die sich für Sklaverei aussprachen) seien nicht verfolgt, aber von allen gemieden worden. Ein ähnliches Phänomen sei heute zu beobachten: Wer sich gegen die Gleichheit der Rassen ausspreche, werde von Medien und Öffentlichkeit gemieden.

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Auch die Quäker hätten wie die Puritaner ebenfalls eine hohe soziale Kontrolle ausgeübt: Jeder Umgang sei irgendwie reglementiert gewesen. Ein Beispiel für einen Quäker par excellence sei John Woolman. http://de.wikipedia.org/wiki/John_Woolman Dieser habe darunter gelitten bzw. sich schuldig gefühlt, dass er seine eigenen Töchter gefühlsmäßig anderen Kindern „am anderen Ende der Welt“ (die er doch gemäß der Lehre genauso hätte lieben sollen) bevorzuge.
Weitere Beispiele seien die Methodisten und manche Strömungen innerhalb der Anglikaner.

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Dass die Schwarzen als gleichwertige Menschen angesehen worden seien, wäre aus moralischer Empathie erfolgt. Er zeigte Bilder von Sklaventransporten, in denen die Sklaven unter grässlichen Bedingungen zusammen gepfercht gewesen seien. Dies habe natürlich zu Empörung geführt.
An dieser Stelle fing Professor MacDonald mit seiner Schlussfolgerung an:
Das Einzigartige des „Westens“ (USA und Europa) resultiere aus zwei „Erbschaften“:

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a) Die Hinterlassenschaft der egalitären Jäger- und Sammlerkulturen. Diese hätten die Grundlagen für einen egalitären Individualismus gelegt, in dem sich schwache Verwandtschaftsbeziehungen mit moralischer Konformität ergänzt hätten. Weitere Merkmale seien die persönliche Anziehung als Basis von Heirat gewesen und die erwähnte Konformität bzw. das Bestreben, die Moralität der Gruppe durchzusetzen. Heute äußere sich dieses Erbe in der Haltung gegen alles, was als rassistisch empfunden werde.

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b) Ein aristokratischer Egalitarismus der Indoeuropäer, welche ihn seit 4500 v. Chr. mitgebracht hätten. Diese hätten Errungenschaften wie eine höhere Produktivität bei der Viehhaltung installiert, eine starke, hierarchische und militärische Kultur bzw. die Ausprägung einer militärischen Elite.

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Diese Strömungen hätten quasi die Grundlagen für die Entwicklung Europas gelegt, wobei sich aus der ersten Strömung der heutige extreme Individualismus durchgesetzt habe, der den Fall des Westens herbeiführen werde.
Seit dem englischen Bürgerkrieg im 17. Jhdt. – http://de.wikipedia.org/wiki/Englischer_B%C3%BCrgerkrieg – habe immer der egalitäre Individualismus in Auseinandersetzungen mit dem aristokratischen Egalitarismus gesiegt.

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In den USA hätten die puritanischen moralischen Grundsätze kulturell dominiert, bis in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts der jüdische Einfluss bzw. jüdisch dominierte intellektuelle Gruppen immer stärker und bestimmend geworden seien. Zwar hätten in der Zeitspanne zw. 1920 und 1965 bestimmte Denker (Madison Grant – http://de.wikipedia.org/wiki/Madison_Grant – oder Lothrop Stoddard – http://de.wikipedia.org/wiki/Lothrop_Stoddard ) versucht, sich dem zu widersetzen, doch hätten sie damit keinen Erfolg gehabt. Einschub: Beide nennt Wiki als Begründer von Rassetheorien, die auch die Nazis beeinflusst hätten. Ein weiteres kritisches Element bzw. ein Minuspunkt gegen den Professor und etwas, was mir nicht gefällt. Man müsste freilich wissen, was genau sie geschrieben haben. Eine wiki-Beschreibung allein langt nicht.

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Seit 1965 seien die Juden als „feindliche Elite“ innerhalb der USA bestimmend geworden bzw. ihr Einfluss heute bestimmend, was auch daran liege, dass die weißen Eliten (WASP) eben einen relativ schwachen Ethnozentrismus gepflegt hätten. Die universellen Werte hätten die Weißen quasi offen gemacht, während die Juden weiter für sich bzw. abgeschottet geblieben seien. So seltsam das für uns klingen mag, ist es doch ein Argument, welches ich schon von Juden gehört habe- mehr dazu am Ende des Artikels.
Der moralische Idealismus führe letztendlich zum Selbstmord des Westens.
Daher brauche es eine neue intellektuelle Bewegung der Weißen.

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Die jüdische Einflussnahme habe die folgenden Tendenzen verstärkt: Eine moralische Verurteilung der Sklaverei, des Kolonialismus, des Antisemitismus etc. All dies habe den Zusammenhalt des Westens geschwächt.
Daher werde es eine generelle Demontage der Kultur des Westens geben und seinen Niedergang als ethnische Einheit. All dies sei letztendlich Ergebnis der moralischen Indoktrinierung.Hm. Ein schwieriger Punkt. All diese Sachen erscheinen mir verurteilenswert – die Sklaverei, die Judenverfolgung im Dritten Reich, der Kolonialismus. Unbedingt. Sie sollten aber keine moralischen Beweggründe für heutige Politik sein – das nicht. Da liegt, so denke ich, der Hase im Pfeffer.

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Seine Vorschläge lauteten daher auf eine Verteidigung der traditionellen Kulturen und Völker des Westens. Man müsse die Kosten und Folgen von Multikulti aufzeigen, die in Segregation, Ghettos, Konflikte, eine Unwilligkeit der Parallelgesellschaften, zur Gesellschaft etwas beizutragen bzw. sich zu integrieren, mündeten etc. Ehrlich gesagt sehe ich das ähnlich. Die jetzige Form von Zuwanderung bringt mehr Kosten als Nutzen und mag uns als Gesellschaft eines Tages teuer zu stehen kommen.
Man müsse eigene moralische Gruppen bilden, die dann wiederum Andersdenken meiden sollten. Dass eine eigene Gruppe gebildet wird- warum nicht. Aber zur Definition den Ausschluss von Andersdenkenden – das teile ich nicht.

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Das war’s.
Uff.

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Hier mal vorab meine Definition von Rassismus: Rassismus ist das Herabsehen und/oder Verächtlichmachen anderer Rassen. Z. B. indem eine bestimmte Rasse als minderwertig erklärt wird oder die eigene als den anderen überlegen. Rassismus ist auch der Aufruf zur Gewalt gegen eine bestimmte Rasse. Rassismus ist für mich nicht das Hinweisen auf vermeintliche oder tatsächliche Unterschiede zwischen Rassen!

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Anmerkung 1: Es stimmt – man kann aus den Worten des Professors einen Rassismus heraushören, da er sich an manchen Stellen – sagen wir – dubiosen Quellen bedient. Das ist auch das, was mir am meisten Bauchschmerzen bereitet. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Und an manchen Stellen ist nicht klar, was genau seine darunterliegenden Gedanken sind (Verachtung der Anderen)? Es KANN sein, dass Herr MacDonald in dem Sinne ein Rassist ist, dass er andere Gruppen für minderwertig hält. Dann wäre er auch für mich ein Rassist. Aber: Bewiesen ist das allein aus diesem Vortrag nicht. (Ich überlege, mal eins seiner Bücher zu lesen – das wüsste ich doch gerne genauer, was er schreibt. Außerdem kann ich nur so zu einem Urteil kommen).

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Anmerkung 2: Wenn Professor MacDonald nämlich vornehmlich davon überzeugt ist, dass es eine weiße Rasse gibt, die erhaltenswert ist – macht ihn das dann auch zum Rassisten? Ich meine nein! Dann wäre auch ein Jude, der davon überzeugt ist, dass das Judentum einzigartig und zu erhalten wäre, ein Rassist. Oder macht es ihn zum Rassisten, dass er vermeintliche oder tatsächliche Unterschiede zwischen Rassen thematisiert? Ebenfalls Nein.

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Wenn auf Unterschiede hinzuweisen (mögen diese auch falsch oder nur eingebildet sein – dann soll man sie wiederlegen) Rassismus ist – dann ist, auf Unterschiede zwischen Männern und Frauen hinzuweisen, künftig automatisch Frauenfeindlichkeit, auf Unterschiede zwischen Nationen hinzuweisen, künftig automatisch Chauvinismus, auf Unterschiede zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen hinzuweisen, Ableismus – und so weiter und so fort.
So ist aber kein freier Diskurs mehr möglich! So ist auch kein freies Denken mehr möglich! Mir scheint, dass da die eigentliche Gefahr liegt – und nicht darin, dass sich da draußen Horden von Rassisten und Chauvinisten verbergen (angry white men), die sich durch ihre Kritik an bestimmten Zuständen verraten.

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Dass wir eine desaströse Einwanderungspolitik (nicht nur bei uns, auch bei anderen Ländern) verfolgen, lässt sich relativ leicht erkennen. Die Grundlagen dafür sind allerdings schwerer zu erkennen: Es mögen auch verschiedene Schuldkomplexe (Nationalsozialismus, Kolonialismus) bzw. politische Strömungen (politische Korrektheit etc.) eine Rolle spielen. Dass ihnen psychologisch noch anderes, tieferes zugrunde liegen mag, ist durchaus denkbar. Hier war der Vortrag zumindest für mich an manchen Stellen interessant.

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Anmerkung 3: Es gibt Juden, welche sich ziemlich kritisch mit der Stellung des modernen Judentums, bzw. seines finanziellen und politischen Einflusses in der heutigen, vor allem westlichen Welt, auseinandersetzen. Gilad Atzmon geht als israelischer Jude davon aus, dass Juden auch heute noch nach Stammesgrundsätzen (ist es gut für die Juden?) und nicht nach universalen Grundsätzen handeln (klingt irgendwie vertraut). http://de.wikipedia.org/wiki/Gilad_Atzmon

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In Frankreich gibt es den Historiker Jacob Cohen, der auf den aus seiner Sicht großen Einfluss der jüdischen Gemeinschaft auf das politische Leben Frankreichs hinweist. http://fr.wikipedia.org/wiki/Jacob_Cohen_%28%C3%A9crivain%29 In den USA ist Norman Finkelstein seit Jahren damit beschäftigt, von einer jüdischen Geldmachmaschine namens Holocaust-Industrie zu berichten, die vor allem reichen amerikanischen Juden zum Vorteil gereiche (die einen entsprechenden politischen Einfluss ausübten). http://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Finkelstein

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Ah – da gibt es auch diesen recht guten Film eines israelischen Regisseurs zum Antisemitismus und wie dieser von Juden benutzt wird, um Kritiker mundtot zu machen, während er als Phänomen kaum existent sei. https://www.youtube.com/watch?v=OR-aPeOAtG0
Alles selbsthassende Juden, die aufzeigen, dass Juden an ihrem Schicksal (am Antisemitismus) selber schuld seien? Wohl kaum. Auch hier gilt der gute Grundsatz: Es braucht mehr. Mehr Wissen und mehr Aufklärung und mehr Information – und offene Debatten.

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Manches von dem, was Professor MacDonald von sich gibt, erscheint mir schräg. Manches (vor allem seine Bezugnahme auf mir unbekannte, von den Nazis genutzte Denker) könnte darauf hindeuten, dass er wirklich ein Rassist ist. Aber auch dazu müsste ich erst mehr von seinen Werken lesen.

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Nochmal: Es ist aber allein aus diesem Vortrag heraus noch nicht eindeutig, bzw., wenn er grundsätzlich dafür, dass er z. B. Juden kritisiert, ein Antisemit wäre, dann wäre es Gilad Atzmon (ein Jude) noch viel mehr. Und dessen Schriften und Mut schätze ich sehr – wer sich mit ihm beschäftigen will, wird auf seiner Homepage fündig bzw. kann auch einem seiner Interviews folgen, die sehr erhellend sind: https://www.youtube.com/watch?v=KiSEQCjNzf4
Er geht davon aus, dass es eine „zionistische“ Elite gibt, die in der westlichen Gesellschaft großen Einfluss ausübt. Er geht auch davon aus, dass es eine jüdische Identität gibt, die sich aus einer Abgrenzung gegen andere definiert. Dafür wird er auch schon mal von Vorlesungen oder Veranstaltungen ausgeladen. http://www.gilad.co.uk/writings/2015/4/9/hidden-agenda-at-southampton-university

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Es bleibt dabei – ich würde jedem Menschen raten, sich selber ein Bild zu machen. Nur weil etwas fremd für unsere Ohren klingt oder herrschenden „Thesen“ wiederspricht, muss es nicht automatisch Nachweis einer böswilligen Gesinnung sein. Es geht darum, das Wahre herauszufiltern. Eine Haltung, die von vornherein alles Verstörende ausschließt, ist sehr gefährlich.
Ich werde mal eines der Bücher dieses Herrn lesen und dann nochmal was dazu schreiben.

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