Statistiken II – kurze Ergänzung

Bezugnehmend auf den jüngsten Artikel zu Statistiken, hatten mir zwei Leser etwas zugeschickt, dass ich noch aufgreifen möchte: Zum einen kam der gute Hinweis, dass es in der Definition des Begriffs „Migrationshintergrund“ so einige Probleme gäbe, die zu beachten seien. Hierzu bekam ich diesen Link – http://goo.gl/9LnVrP – wo sich ein diesbzgl. informativer Artikel fand.

Dieser Artikel geht vor allem auf die verschiedenen Indikatoren ein, die es bei einer Bestimmung des Migrationshintergrundes zu beachten gälte: Sprache, Nationalität, Herkunft, Einbürgerung etc. Er schildert anschaulich die Probleme, die sich an manchen Stellen ergeben können und schildert Fehler, die in früheren Erhebungen von Daten gemacht wurden. So seien zum Beispiel einmal Spätaussiedler als eingebürgerte Deutsche ausgewiesen worden etc.

Schlussendlich machen die Schreiber konstruktive Vorschläge, welche Kriterien aus ihrer Sicht bei einer künftigen Erhebung vom „Migrationshintergrund“ zu beachten seien: Es seien dies die Kriterien Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsdauer, Identität und familiärer Hintergrund.

Zu dem Artikel noch drei Anmerkungen: Einmal ist es bestimmt korrekt, dass einer Einigung auf valide und allgemeingültige Kriterien einige Hürden in den Weg gelegt sind. Ähnlich hatten sich auch zwei Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes geäußert. ABER:

Beide hatten auch betont, dass dies nicht rechtfertigen würde, 15 Jahre (seit Einführung der doppelten Staatsbügerschaft im Jahre 2000) in Expertenkommissionen zu tagen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Was auch meine Ansicht ist: Wäre der politische Wille dazu vorhanden, wären längst eine mehr oder minder schlüssige Definition und entsprechende Erhebungen da. Dass sie nicht existieren, ist kein Nachweis der Schwierigkeit der Materie, sondern vielmehr des Unwillens an höchster Stelle, diese Sache voranzutreiben.

(Was auch politisch verständlich ist: Die Kriminalitätsstatistik müsste dann künftig noch viel deutlicher die Probleme aufzeigen, die sich aus der Migration nach Deutschland ergeben, was es zu vermeiden gilt. Also lieber ein Schweigen und Zudecken).

Zum zweiten fiel mir der politisch korrekte Grundtenor des Artikels auf. Zu Anfang wird betont, dass bei einer Erhebung dieser Daten zu vermeiden wäre, die Migranten zu stigmatisieren. Ausländer und besonders Muslime würden sowieso schon im öffentlichen Diskurs als Bedrohung inszeniert. Daher gelte es, dort vorsichtig zu sein.

Das fand ich sehr interessant: Unbewusst plädieren die Autoren im Grunde dafür, bestimmte Daten auch künftig nicht zu erheben; denn Zahlen über das wirkliche Ausmaß an migrantenbezogener Kriminalität würden es wohl auch den Wohlmeinenden schwerer machen, künftig die Freuden von Multikulti zu preisen.

Zum Dritten brachte der Artikel den guten Hinweis, dass auch die Frage der Identität zu behandeln wäre, also welcher Gruppe sich der Befragte zugehörig fühlen würde. Man brachte Beispiele von den USA oder den Niederlanden, wo das so gemacht würde.

Interessant auch dies: In Deutschland wird dies (vielleicht politisch korrekt) so nicht gemacht. Die Ergebnisse wären natürlich interessant: So, Herr Ahmed, Sie sind ja Islamist, sagen Sie? – Allahu Akbar, ich meine, jawohl! – Fühlen Sie sich denn da als Deutscher oder eher als Araber? – Als Deutscher natürlich! Beim Barte des Propheten! 🙂

Aber mal Träume und Scherze beiseite: Ein interessanter Artikel, der unbewusst oder ungewollt aufzeigt, weshalb wir in den nächsten Jahren nicht damit rechnen dürften, Erhebungen nach Migrationshintergrund in bestimmten Bereichen zu erleben.

Außerdem schickte mir jemand einen sehr – hm- anregenden Link zu, der sich kritisch und witzig mit manchen Dingen beschäftigte. Weiß nun nicht, ob es sich um eine Anwältin hessischer Mundart handelte oder eine Waldgängerin im Jüngerschen Sinne – hier jedenfalls der Link: http://rechtsanwaeldin.blogspot.de/2015/02/ups-vergewaltigung-und-migranten-in_24.html

Vorgreifend möchte ich nur sagen, dass die Schreiberin diverse Einzelpunkte intelligent aufgreift. So kann man sich nochmal über die Asylantenzahlen in Deutschland im Jahre 2014 schlau machen (200.000).

Wie viele Asylentscheidungen gefasst wurden (130.000), wie viele Asylanten als Flüchtlinge anerkannt wurden (33.000) und wie viele von denen wiederum am Ende Asyl erhielten (2.300).

Auch, wer die zehn größten Herkunftsländer im Asylverfahren sind, erfährt man: Syrien, Serbien, Eritrea, Afghanistan, Iran, Kosovo, Mazedonien, Bosnien-Herzegovina, Albanien, Somalia.

Frau Anwäldin macht außerdem auf Fehler in der Tabelle der Herkunfsländer aufmerksam (Tipp: Eritrea) und weist genüsslich auf einen Lapsus des BKA hin, die in ihrer jüngsten Polizeilichen Kriminalstatistik bzw. im entsprechenden Jahrbuch (hier: http://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2013/pks2013Jahrbuch,templateId=raw,property=publicationFile.pdf//pks2013Jahrbuch.pdf ) einen exorbitanten Zuwachs bei einer bestimmten Straftatskategorie verzeichnen:

Und zwar findet sich auf Seite 131 bzw. 138 vom pdf-file der Hinweis, dass die erfassten sonstigen Fälle von sexueller Nötigung innerhalb eines Jahres um stolze 2830% gestiegen sind. Von 165 auf 4868. Allerdings kein Nachweis marodierender und deutsche Frauen bedrängender Glaubenskrieger, sondern sicherlich nur ein Flüchtigkeitsfehler.

Der offensichtlich niemanden aufgefallen ist bzw. nur der famosen Anwäldin. Weitere Statistiken zum Migrantenanteil in deutschen Städten, Vergewaltigungsanzeigen über die BRD verteilt etc. bzw. noch ein paar süffisante Bemerkungen zu diesem und jenem runden das Bild ab. Ich kann jedem nur empfehlen, selbst einen Blick auf diesen Blog zu werfen – es lohnt sich.

2 Kommentare zu “Statistiken II – kurze Ergänzung

  1. Zahlen und Fakten für Deutschland

    Rechtsextremistisches Personenpotenzial: 21.700 Personen.
    Linksextremistisches Personenpotenzial: 27.700 Personen.
    Ausländerextremistisches Personenpotenzial (ohne Islamismus): 28.810 Personen.
    Islamistisches Personenpotenzial: 43.190 Personen.

    Quelle mit weiteren Daten: http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder

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