Statistiken zu Geburten und Schulabgängern oder: Unser Land schafft was – aber an welchen Stellen….

Dass wir anhand der Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik im Mindesten Verständnis für die Positionen der FRAGIDAs, LEGIDAs, PEGIDAs etc. haben sollten, dürfte aus den letzten Beiträgen her deutlich geworden sein. Wie sieht es nun bei anderen Statistiken aus?

Blicken wir auf die Geburtenraten: Nach den aktuellsten Zahlen wurden 2013 in Deutschland 680.000 Kinder geboren. 70.000 dieser Kinder hatten ausländische Eltern; von den 70.000 Kindern hatten wiederum 30.000 einen deutschen Pass erhalten. Der Anteil aller Kinder mit ausländischen Eltern lag also bei etwas über 10% (bei einem Bevölkerungsanteil von 8,8% laut Zensus von 2011).

Innerhalb der Gruppe der Kinder mit ausländischen Eltern ragten als größte Teilgruppe die Türken mit knapp 22.000 Geburten heraus, gefolgt von den Polen mit knapp 9.000 Geburten, Kosovo-Albanern mit knapp 6.000 sowie Russen und Italienern mit je 5.000 Geburten. (Zahlen können beim Statistischen Bundesamt angefordert werden). https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/12/PD14_434_126.html

Die Zahl ausländischer Geburten sinkt, seit im Jahre 2000 die damalige Regierung Schröder das Staatsangehörigkeitsgesetz dahingehend geändert hatte, dass in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern auf Antrag bis zum 23. Lebensjahre die deutsche und die ursprüngliche Staatsangehörigkeit haben durften und sich mit 23 Jahren für eine der beiden entscheiden mussten. http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/56483/einbuergerung

Diese sog. „Optionspflicht“, d.h. die Entscheidung zwischen beiden Staatsangehörigkeiten ist übrigens 2014 weggefallen, so dass man nun auf Antrag beide Staatsangehörigkeiten besitzen darf. (Wer sagte mal: Du kannst nicht Diener zweier Herren sein?) http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/doppelte-staatsbuergerschaft-deutsch-tuerkisch/

Aber dies soll hier nicht Thema sein, sondern etwas anderes: Diese Gesetzesänderung gab es im Jahre 2000. Wenn man sich nun die Zahlen zur Entwicklung der Geburtenraten in Deutschland anschaut, entdeckt man im Jahre 2000 etwas Interessantes: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/Bevoelkerungsbewegung/Bevoelkerungsbewegung2010110127004.pdf?__blob=publicationFile

Auf Seite 62 dieser Aufstellung finden sich die in Deutschland geborenen Kinder ausländischer Eltern. Deren Zahl betrug noch im Jahre 1999 95.000, um sich im Folgejahr auf 50.000 Kinder fast zu halbieren. Die logische Konsequenz des neuen Gesetzes.

Zwar unterscheidet eine beim Statistischen Bundesamt anzufordernde Statistik nach Kindern ausländischer Eltern mit und ohne deutsche Staatsbürgerschaft; doch fehlt etwas anderes in der Erfassung, weswegen das Bild ganz harmlos aussieht so wie hier: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/Tabellen_/lrbev02.html

Danach gab es 1990 zur Wiedervereinigung 74 Mill Deutsche – und 2013 ebenfalls knapp 74 Mill Deutsche. Ausländer waren es 1990 5,5 Mill und 2013 7 Mill. Was sich nicht dramatisch anhört. Aber anders wird das Bild bei Erfassung des Migrationshintergrundes (was man erstmals 2005 im Mikrozensus gemacht hat).

Da stellt man fest, dass es 2005 67 Mill Deutsche und 15 Mill Menschen mit Migrationshintergrund gab. 2013 waren es dann noch 64 Mill Deutsche und 16,5 Mill Menschen mit Migrationshintergrund. S. hier Seite 80: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund2010220137004.pdf?__blob=publicationFile

Und beim Zensus von 2011 wurde festgestellt, dass bereits 35% (!) der Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund hatten. Wer sich auf Frankfurter Straßen umschaut, dürfte diese Zahl locker bestätigt sehen. http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/150599/migrationshintergrund-iii

Die ins Augen springende Differenz ergibt sich aus folgendem Aspekt:
Zwar wird bei Geburten mittlerweile auch erfasst, wenn ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsbürgerschaft erhält, nicht aber, wenn eingebürgerte Ausländer (seit 1990 immerhin 4 Mill – s. hier Seite 16 –  https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Einbuergerungen2010210137004.pdf?__blob=publicationFile ) Kinder bekommen.

Man müsste also dringend für brauchbare Statistiken auch hier den Migrationshintergrund erfassen!

Ich rief dazu auch mal beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden an, wo man mir mitteilte, dass dies zwar technisch möglich, aber offenbar politisch (noch) nicht gewollt sei. Die Differenzierung deutsch – nicht-deutsch allein mache keinen Sinn mehr, sei aber die einzige, die im Moment noch vom Statistischen Bundesamt verwendet werde.

Interessante Nebenaspekte: Wie ich erfuhr, ist die Statistik in der Bundesrepublik Ländersache, d.h. das Statistische Bundesamt ist von den Zahlen der Bundesländer bzw. deren entsprechender Lieferung abhängig; einzelne Länder könnten so statistische Gesamterhebungen bremsen.

Zwar habe man wie erwähnt 2005 erstmalig im Mikrozensus nach Migrationshintergrund unterschieden. Allerdings sagt eben der Zensus nichts zu den Geburtenraten. Man könne auch mit den seit 2005 bestehenden neuen Daten keine wirklich seriösen Bevölkerungsvorausberechnungen vornehmen: Einzig das Bundesland Bayern mache so etwas schon.

Daher sehen auch die zur Verfügung stehenden Zahlen nicht gar so bedenklich aus: So lag 1993 der Anteil ausländischer Kinder bei den Geburten bei 13%. 2013 lag dieser Anteil bei 11% (wobei hier wie erwähnt die Kinder dazu gezählt werden, die auf Antrag die doppelte Staatsangehörigkeit erhalten haben. Die Tabelle ist beim Statistischen Bundesamt anzufordern).

ABER: Da sind wie gesagt nicht die Kinder von Eltern mit deutschem Pass (und Migrationshintergrund) erfasst, die als Gruppe immer größer wird! Daraus erklärt sich die Tatsache, dass der Zensus von 2011 für die Gruppe der Kinder unter 5 Jahren einen Anteil von 35% für die Kinder mit Migrationshintergrund machte.

A propos: Laut jüngsten Zahlen von 2013 liegt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung nun bei 20,5%. Deutschland schafft sich also langfristig über die offensichtlich höheren Geburtenraten der Migranten ab.

Kommen wir nun zur Bildung. Lebenslanges Lernen – Wissensnation Deutschland – Bildung als Schlüssel zu Wohlstand und zur Stärkung der Gesellschaft etc. Sicher haben Viele ähnliche Schlagworte irgendwo schon mal gehört. Einigen wir uns darauf, dass eine Gesellschaft wirtschaftlich – kulturell – ethisch von höherer Bildung profitiert. Wie sieht es dazu auf den Faktor Migrationshintergrund bezogen bei uns aus?

In zwei Worten: Nicht gut. Der letzte Zensus von 2011 hatte festgestellt, dass es in Deutschland immerhin 18 Mill Menschen ohne einen beruflichen Bildungsabschluss gibt. Von diesen waren 12,5 Mill Deutsche und knapp 6 Mill Menschen mit Migrationshintergrund (der Zensus von 2011 hatte dies wie erwähnt erfasst). https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Bildungsstand/Tabellen/BildungsabschlussBB.html

D.h. bei einem Anteil von 20,5% an der Bevölkerung stellt die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund knapp ein Drittel aller Menschen ohne berufsbildenden Abschluss. Aber weiter:

Wiederum auf Basis des Zensus von 2011 wurden für Personen ohne Schulabschluss folgende Zahlen erhoben: Insgesamt gab es davon in Deutschland bei Menschen über 15 Jahren 2,6 Mill Betroffene. Von diesen waren 1 Mill Deutsche und 1,6 Mill Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Gruppe von 20,5 % der Gesamtbevölkerung stellt also 60% aller Menschen ohne Schulabschluss. Oder anders ausgedrückt: Während bei den Deutschen der Prozentsatz von Personen ohne Schulabschluss bezogen auf alle über 15 Jahre 1,8% beträgt, beträgt derselbe Anteil bei Menschen mit Migrationshintergrund 12,8%. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/Bildungsstand/Tabellen/BildungsabschlussAS.html

Allerdings muss hier die Einschränkung gemacht werden, dass dies Gesamtzahlen sind, die sich relativieren, wenn man die Altersstruktur hinzuzieht: Wenn man sich die 1 Mill Deutschen ohne Schulabschluss genauer anschaut, sieht man, dass die größten Teilgruppen bei der Gruppe der 15-20jährigen liegen (136.000) und in der Gruppe der über 65jährigen (258.000).

Während also die Jüngsten spätere Probleme verursachen werden, was deren künftige Partizipation am Arbeitsmarkt betrifft, sind die Älteren nicht so dramatisch zu sehen. Die Zahlen finden sich hier auf Seite 68: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Bildungsstand/BildungsstandBevoelkerung5210002147004.pdf?__blob=publicationFile

Wie sieht es beim Migrationshintergrund aus? Dort kommt interessanterweise der bei weitem höchste Anteil von den 1,5 Mill ohne Schulabschluss von der Gruppe der über 65jährigen (401.000). Möglicherweise waren dies all die ungelernten Hilfskräfte, die in den sechziger und siebziger Jahren geholt wurden. (Die Zahlen sind auf Seite 72 des vorher erwähnten Berichts zu finden).

Die Gruppe der 15-20jährigen stellt 68.000 Menschen (wieder prozentual höher, als es dem Bevölkerungsanteil entspricht). Doch während bei den Deutschen in den Altersgruppen zw. 20 und 65 Jahren der Anteil an Personen ohne Schulabschluss nie die Zahl 100.000 überschreitet, liegt er bei der Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 30 und 65 immer über 100.000.

Die vielgelobten Fachkräfte, die wir so dringend brauchen sind das jedenfalls nicht. Tatsächlich liegt eben der Anteil der Personen ohne Schulabschluss in allen Altersgruppen höher, als es dem Bevölkerungsanteil der Menschen mit Migrationshintergrund entspricht. Immerhin sinkt bei den Gruppen unter 30 Jahren der Anteil unter 100.000 Personen.

In dem Zusammenhang auch interessant ist die Tatsache, dass die Zahlen von Schülern ohne Schulabschluss seit dem Jahre 2005 sinken – von immerhin noch 78.000 im Jahre 2005 auf 46.000 im Jahre 2013. (Quelle: der im übernächsten Absatz genannte Bericht, Seite 278). Ob dies freilich an stärkeren Bildungsbemühungen oder abgesenkten Standards liegt, kann hier nicht beantwortet werden.

Wenn man nun allerdings für das laufende Schuljahr oder auch rückwirkend sich ein Bild der Schulabgänger ohne Schulabschluss unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes machen will, beginnt das alte Dilemma: Der Migrationshintergrund wird nicht erhoben; es wird wie in der Kriminalitätsstatistik nur zwischen Ausländern und Deutschen unterschieden, was eben einem Muster ohne Wert gleichkommt.

Trotzdem lohnt auch hier der Blick in die Zusammenhänge – schauen wir also ins letzte erhobene Schuljahr 2013/14. Der entsprechende Bericht findet sich hier: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Schulen/AllgemeinbildendeSchulen2110100147004.pdf?__blob=publicationFile

Dort wird auf Seite 291 festgestellt, dass von den 895.000 Schulabgängern im genannten Schuljahr nur noch 46.200 ohne Schulabschluss abgingen. Eine deutliche Reduzierung im Vergleich zu 2005. Von den 46.200 waren 8.600 Ausländer. Das entspricht einem Anteil von fast 19%.

Und es gilt nochmals zu betonen, dass bei einer Erfassung des Migrationshintergrundes die Zahlen noch um ein Erhebliches höher liegen dürften. Leider wird bei Schulabgängern auch nicht nach der Staatsangehörigkeit separiert, so dass man nicht darstellen kann, wie hoch der Anteil von Türken, Arabern etc. liegt.

Wie signifikant auch hier die Gesetzesänderungen von Rot/Grün zur doppelten Staatsangehörigkeit das Bild verzerrt haben, machen Zahlen des bereits genannten Berichts auf Seite 233 deutlich, wo Zeitreihen zu ausländischen Schülerzahlen präsentiert werden:

So befanden sich 1992 noch 360.000 bzw. 2005 noch etwas über 400.000 türkische Schüler an deutschen Schulen. Im Jahre 2013 war deren Anteil um über die Hälfte auf 161.000 gesunken. Was natürlich keinem Pillenknick bei den türkischen Frauen geschuldet war, sondern eben der Tatsache, dass viele türkische Kinder auf Antrag die doppelte Staatsangehörigkeit erhalten, so dass sie nun Deutsche mit Migrationshintergrund sind.

Die aber eben nicht statistisch als Abgänge erfasst werden, so dass wir hier nur verzerrte bzw. unvollständige Bilder der Wirklichkeit erhalten.

In einer Zeitreihe von Schülern ohne Hauptschulabschluss wurde der Anteil ausländischer Schüler für das Jahr 1992 auf 26% aller Schüler festgestellt. 2005 lag der Anteil noch bei 19% und ist seitdem nie mehr über 20% gestiegen. Aber eben nicht aufgrund von besserer Förderung, sondern auch, weil ein statistisch nicht feststellbarer Teil der Abgänger ohne Hauptschulabschluss nun bei den Deutschen zu finden ist….. (diese Zeitreihe ist leider nicht im Internet verfügbar – ich hatte sie telefonisch beim Statistischen Bundesamt angefordert).

Der eine Schluss kann jedenfalls aufgrund der bestehenden Zahlen gezogen werden: Es wachsen bildungsferne Schichten heran, die kaum im Arbeitsmarkt integriert werden können. Wer allerdings noch die Ausführungen von Herrn Sohn zur Entwicklung von Ghettos in deutschen Großstädten im Kopf hat (s. hier:https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/03/17/kriminalitatsstatistik-ii/ ), dürfte auch die Antwort auf die Frage finden, wo und wie sich diese Menschen künftig in unsere Gesellschaft einbringen werden.

Wir schaffen uns unsere Ghettos selbst. Wollen wir das denn?

P.S.: Ein kurzer Nachtrag zur Kriminalitätsstatistik: Wie ich hier https://nachrichtenaushinterland.files.wordpress.com/2015/03/straftaten.pdf geschrieben hatte, betrug der Anteil ausländischer Tatverdächtiger an allen erfassten Straftaten im Jahre 2013 26%. In Zahlen gab es insgesamt 2.094.160 Tatverdächtige. 538.449 von diesen waren Ausländer.

Wenn man in einer Zeitreihe zurückblickt, so gab es 1990, zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung 383.583 ausländische Tatverdächtige von damals insgesamt 1.437.923. Das entsprach einem Anteil von 26% der Tatverdächtigen. 1990 betrug der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland 7,5%.

1995 waren es 2.118.104 Tatverdächtige, von denen 603.496 Ausländer waren. Das entsprach einem Anteil von 28%. Der Ausländeranteil lag damals bei 9,8%. Die Zeitreihen des BKA findet man hier: http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2013/2013Zeitreihen/pks2013ZeitreihenTatverdaechtigeUebersicht.html

Im Jahre der Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft waren es 2.286.372 Tatverdächtige. Von diesen waren 589.109 Ausländer oder prozentual knapp 26%. Der Ausländeranteil lag damals bei 9,6%.

2005, als zum ersten Mal nach Migrationshintergrund im Mikrozensus unterschieden wurde, gab es 2.313.136 Tatverdächtige. Von diesen waren 519.573 Ausländer, was einem Anteil von 22% entspricht. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 9,7%.

2010 schließlich gab es insgesamt 2.152.803 Tatverdächtige. 471.812 waren Ausländer, was wiederum 22% entsprach. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 9,6%.

Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung ist also ab 1995 leicht gesunken (Einbürgerungen, doppelte Staatsbürgerschaft), der Anteil an den Tatverdächtigen etwas deutlicher. Es bleibt die Forderung, dass erst durch die Erfassung des Migrationshintergrundes bei den Tatverdächtigen ein klares und vollständiges Bild entstehen würde.

Was – quod erat demonstrandum – offensichtlich nicht gewünscht ist.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Im Jahre 2000 wird eine Gesetzesänderung beschlossen, die wesentliche Auswirkungen auf unser Land hat. Noch 15 Jahre später ist es aber statistisch nicht möglich oder nur auf Umwegen (wie im vorliegenden Artikel versucht), die Auswirkungen dieser Änderung auf die Gesellschaft darzustellen.

Kriminalität? Geburten? Absolventen ohne Schulabschluss? Wer den Migrationshintergrund nicht berücksichtigt, findet überall Zahlen vor, bei denen der Ausländeranteil zunächst gesunken ist. Vielleicht ist dies ja Manchen so ganz recht?

Eine solche Beobachtung ist aber vom selben Wert wie eine Kriminalitätsstatistik, bei der die Anzahl erfasster Straftaten sinkt, weil die Polizei manche Taten nicht mehr erfasst! Was heute schon hier und da geschieht und eher noch zunehmen dürfte. „Wo wurden Sie ausgeraubt? Ach da – da fahren wir nicht mehr hin. Wissen Sie was? Vergessen Sie’s am Besten. Es ist ja nichts weiter passiert als der Raub….“.

Nur ein Zerrbild der Zukunft? Hoffentlich. Wir werden sehen.

8 Kommentare zu “Statistiken zu Geburten und Schulabgängern oder: Unser Land schafft was – aber an welchen Stellen….

  1. Auf Grund der in diesem Finanzsystem permanent fallenden Reallöhne werden wir eines Tages wieder Sklaven brauchen. Da der Deutsche zwar hart zu arbeiten gewohnt ist auf allen Ebenen – aber nicht als Sklave (!) – ist die Ansiedlung einer neuen untersten Schicht notwendig.
    Dass hört sich zwar ketzerisch an, würde im Falle eines Falles aber wirksam werden.
    Fallbespiele:
    Unsere sogenannten Eliten möchten Krieg spielen…die Massenzuwanderung junger Männer derzeit würde potentiell Infanteristen geben (Kanonenfutter).
    Oder Energiekrise auf dem Bauernhof: Mit Schippe, Schaufel und Knute an die Arbeitsfront.
    Interessanterweise funktioniert die Verpaarung mit den Einheimischen nicht so recht. Maximal 3% pro Generation.
    Da die Einheimischen die Bauernhöfe besitzen und bewirtschaften und die Fabriken, bleibt den zuogroasten ungebildeten Durchzufütternden nichts anderes übrig als Sklavenstellung oder Abmarsch.
    Irgendwann wird es auch so kommen.

  2. Es gibt eine viel einfachere Erklärung, wieso der Migrationshintergrund bei vielen Statistiken nicht erfasst wird: Weil er nicht granular genug abgegrenzt werden kann um valide Aussagen zu erhalten. Hier eine Einführung zur Problematik vom Statistischen Amt der Landeshauptstadt München: http://goo.gl/9LnVrP

    • Danke Adam – das schaue ich mir mal an. Allerdings hatte z. B. das österreichische Innenministerium Kriterien für die Erfassung nach Migrationshintergrund erstellt (wie sich im Rahmen einer Anfrage zu Häftlingen in Austria herausstellte). Eine Definition wäre also mit etwas politschen WIllen sicher auch bei uns zu schaffen

  3. Pingback: Arbeitslosenstatistik I – Trau, schau, wem | nachrichtenaushinterland

  4. Pingback: Zwei plus Zwei ist Fünf | nachrichtenaushinterland

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