Kriminalitätsstatistik II

(Ein Nachtrag zum Nachtrag zur FRAGIDA).

Es kamen ein paar gute Ergänzungen von Lesern zum Beitrag (danke vor allem nach Österreich und Göttingen) und daher will ich diese Anregungen kurz aufgreifen, um das Bild zu vervollständigen.

Zunächst und nochmal vorab ist festzustellen, dass die Lage nicht nur bei uns kritisch ist, was den Anteil von Ausländern/Deutschen mit Migrationshintergrund innerhalb der Kriminalitätsstatistik ist. Um noch einmal die Gefängnisinsassen zu bemühen:

Laut Statistischem Bundesamt liegt der Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen bei 24%. Würde nach Migrationshintergrund erfasst, wäre der Wert in jedem Fall höher – vielleicht 40, vielleicht 50, vielleicht 60% – man kann es leider nicht sagen.

In der Schweiz sind wie erwähnt 72% der Insassen Ausländer (ohne Erfassung der Schweizer mit Migrationshintergrund – beide Werte s. den vorangegangenen Artikel https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/03/10/nachtrag-zu-fragida-die-kriminalitatsstatistik/ ).

Ein Leser schickte mir dankenswerterweise Zahlen für Österreich zu (vom dortigen Innenministerium, dem eine entsprechende Anfrage gestellt worden war). Dort waren 2012 insgesamt 5937 Personen in Strafhaft, wie man es dort nennt. Von diesen waren 2729 Ausländer. Von den verbleibenden 3208 Österreichern waren allerdings 1128 nicht in Österreich geboren.

D.h. in Österreich waren 2012 immerhin 3923 Personen oder 66% der Häftlinge keine gebürtigen Österreicher. Felix Austria? Nicht unbedingt. http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_11092/imfname_254438.pdf und http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_11092/index.shtml

In Italien sieht es auch nicht besser aus. Dort liegt laut Zahlen von 2014 der Ausländeranteil in italienischen Gefängnissen bei 42% (eine Erfassung nach Migrationshintergrund liegt mir nicht vor). http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2015/02/24/wohnungseinbrueche-erreichen-in-italien-rekordhoch.html#.VO7X1eGrMsJ

Die Lage ist also auch andernorts schlecht und schlechter werdend. In dem Zusammenhang machte ein Leser den Einwand, dass nach sozialer Herkunft differenziert werden müsse und sich, wenn man dies tue, zeige, dass prozentual ähnlich viele ausländische wie deutsche Täter aus ähnlichen sozialen Verhältnissen stammten.

Um dazu Klarheit zu haben, rief ich Herrn Werner Sohn von der Kriminologischen Zentralstelle des Bundes und der Länder e.V. in Wiesbaden an (www.krimz.de) (danke an den Tippgeber aus Göttingen). Herr Sohn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter dieser Stelle und hat sich u.a. intensiv mit Fragen der Kriminalstatistik und der Ausländerkriminalität befasst. Er schien mir also der richtige Ansprechpartner für meine Fragen zu sein.

Herr Sohn bestätigte mir, dass, obwohl Expertengremien und einzelne Kriminologen dies schon vielfach gefordert hätten, eine Kriminalstatistik unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes nicht erstellt würde.

Seit den Staatsbürgerschaftsänderungen unter Rot-Grün von 2000 sei die reine Erfassung von Ausländern innerhalb der Statistik angesichts der immer größeren Einbürgerungszahlen insbesondere bei Türken häufig ein Muster ohne Wert.

Den in der Kriminologie zumeist bekenntnisartig behaupteten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kriminalität sah Herr Sohn sehr kritisch. Als Beispiel erwähnte er lange Zeitreihen zur Gewaltkriminalität türkischer Männer, die belegten, dass die Gewaltneigung bei Türken konstant deutlich höher als die Gewaltneigung aller anderen Männer (mit Ausnahme der Jugoslawen, die während der Balkankriege der Neunziger Jahre hier zu Problemen geführt hätten) läge.

Unabhängig von der Veränderung der sozialen Lage (Partizipation am Aufschwung und Wohlstand der Bundesrepublik) bleibe der Anteil türkischer Gewalttäter gleichbleibend hoch. Daher müsse auf andere Gründe als soziale Herkunft Bezug genommen werden. Was aber eben in der Debatte und der sozialwissenschaftlichen Forschung nicht thematisiert werde.

Düster wurde das Zukunftsbild, was Herr Sohn entwarf: So sei damit zu rechnen, dass sich die Polizei künftig aus bestimmten Gebieten zurückziehen werde (man denke an die Warnungen von Heinz Buschkowsky bzgl. Berlin-Neu-Kölln).

Mir selbst fielen in diesen Zusammenhang auch noch die No-Go-Areas in Schweden https://muslimstatistics.wordpress.com/2014/11/08/update-swedish-police-release-extensive-report-detailing-control-of-55-no-go-zones-by-muslim-criminal-gangs/ und Frankreich – http://www.gatestoneinstitute.org/3305/france-no-go-zones ) ein, wo man das Feld den Parallelgesellschaften überlassen hat.

Wir dürften allerdings mit einer Verschärfung der Strafgesetze rechnen – was ja schon seit 20 Jahren der Fall sei –, einer immer flächendeckenderen und intensiveren Überwachung und einer immer weitergehenden Kriminalisierung (wie ich sie hier schon mal für England beschrieben hatte: https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/02/20/das-gefangnis-vi-oder-wir-sind-alle-verbrecher/

Paradoxerweise dürften die Kriminalitätszahlen sogar sinken, da eben die Polizei sich aus bestimmten Bereichen bzw. Regionen zurückziehe. Dass das faktisch auf Ghettos und Viertel hinausläuft, in die sich niemand mehr hineinwagen kann, betonte Herr Sohn nicht mehr extra, es geht aber aus dem, was er sagte, klar hervor.

Spätestens hier stellt sich mir die Frage: Wollen wir das denn? Gehört DAS zu Deutschland? Wenn DAS nun mal mit der Einwanderung einhergeht (und das tut es ja – alle Zahlen beweisen es) – ist das der Preis, den wir zahlen wollen? Offenbar ja.
Herr Sohn erwähnte noch den interessanten Fall der Unruhen in England im Jahre 2011, als in mehreren englischen Städten Plünderungen großen Stils vorkamen und die Polizei drei Tage lang nicht Herr der Lage war. Die Plünderungen wurden damals zu 90% von jungen Schwarzen begangen.

Änderte sich als Konsequenz allerdings danach etwas an der Einwanderungspolitik? Nein. Sie ging weiter. Allein die Überwachung wurde verstärkt.

Es läuft also am Ende auf Big Brother de Luxe und Ghettos in deutschen Städten hinaus. Prost Mahlzeit.

Aber damit das auch niemand falsch versteht: Das bedeutet Gegenden, in die keine deutsche Polizei mehr geht. Keine Krankenwagen mehr hineinfahren. Wo keine Ärzte mehr Hausbesuche machen. Wo Scharia-Gerichte Recht sprechen. DAS ist die Entwicklung. Aber wozu sich sorgen? Noch gibt es Brot und Spiele – pardon, Bier und Fernsehen. Rom brennt und Nero fiedelt…..

Zur Verdeutlichung und als Anhang hier noch einmal die Zahlen ausgewählter Delikte aus der Polizeilichen Kriminalstatistik von 2013 (bei den Prozentzahlen wurde auf- bzw. abgerundet). http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2013/2013Standardtabellen/pks2013StandardtabellenFaelleUebersicht.html

Vorwegnehmend sei nochmals auf die Zahlen des Zensus von 2011 verwiesen: Anteil Ausländer in Deutschland: 8,8%. Anteil Menschen mit Migrationshintergrund: 19,5%.

Die folgenden Aufstellungen erfassen lediglich den Anteil der Ausländer (wobei nicht ermittelt werden kann, wie viel auf das Konto von „Kriminaltouristen“ geht, also nicht in Deutschland ansässiger Banden, die hier auf Diebestour und anderes gehen). Eine Erfassung nach Migrationshintergrund liegt NICHT vor. Man muss aber wie erwähnt davon ausgehen, dass mit dieser Erfassung das Bild noch viel eindeutiger ausfallen würde. Ad rem:

Straftaten

9 Kommentare zu “Kriminalitätsstatistik II

  1. Hallo,
    Schön das auf die Trends in Kriminalstatistiken hingewiesen wird. Das ist jedoch nur die halbe Miete. Mich würde mal eine Statistik interessieren in der die Verteilung der Zugehörigkeit der Personen im öffentlichen Dienst nach Herkunftsetnien als Funktion der Zeit aufgezeigt wird.

    Das möglichst ab Beginn der modernen staatlichen Verwaltung.

    Hintergrund: Meine Erfahrungen aus über 60 Jahren hat bei genauerem Hinsehen ergeben das dort in den mittleren Führungebenen speziell im Kultus , Finanzbereich und Justiz bestimmte Etnien die Positionen. Diese haben über einen sehr langen Zeitraum vom Volke unkontrollierbar Einfluss auf Entwicklungstrends der Volksentwicklung. Dies in Verbindung mit den sozialen Mangelerscheinungen durch wirtschaftliches
    Arm halten der Abhängig beschäftigten führt zu deformierten Reproduktion in der Gesellschaft. Hierdurch entstehen Lücken iin
    der Bevölkerung.
    In den 60 Jahren wurden fehlende Arbeitskraft durch forsierte Zuwanderung von Arbeitskräften aufgefüllt. Das ist wie eine inverste Kolonialisierung.
    Inzwischen sind mehrere Generationen dieser Einwanderer hier im Land, und da sie in der Gesellschaft nicht in dem Masse assimiliert wurden, bilden sie durch erhöhte Reproduktionsrate parallele Gesellschaften aus. Diese werden nicht mehr als Arbeitskräfte gebraucht, jedoch sind sie dringend erforderlich um das Wachstum des Konsum aufrecht zu erhalten.

    Die in Kriminalstatistiken aufgezeigte Gewaltbereitschaft und das potentente Potential sind jedoch zwei Paar Schuh.

    Es gibt durchaus auch geduldetes asoziales kriminelles Kapitalverbrechen. Da werden eben Methoden aus den Herkunftsländern des Bakschisch und mit Strohmannern genutzt um Verwaltungsstrukturen zu unterlaufen.

    Politisch werden derartige Vorgänge dann genutzt um Spaltung in der Gesellschaft zu betreiben. Wobei wir dann bei der politischen Kriminalität wären.

    Nicht ohne Hintergrund werden solche Manipulationsgrossverwaltungskonstrukte wie die unfähigen Arbeitsargenturen installiert.

    Die öffentliche Rentenversicherung ist ebenfalls in dieser Form organisiert.

    Schaut man bei der Politik genauer hin, so wird man feststellen das dort politisch kriminelles Verhalten durch Imunitätsregelungen geschützt wird.

    All diese Relationen bilden ein netzartiges Geflecht welche synergetische Wirkung entfaltet.

    Ich kann leider nur feststellen das der Synergievektor im Augenblick nicht in Richtung friedliches Wachstum zeigt. Die Ursache hierfür ist jedoch deutlich erkennbar, wenn man nur das Verhalten der Personen betrachtet die sich in den letzten „Wahlen“ an die Spitze manipuliert haben. Für diese scheint der abgelegte TreueAID mit einem negativen Vorzeichen geschworen worden sein.

    Volks- Hoch- und Landesverrat scheinen in diesen Kreisen Mittel zu sein die zur Macht gehören.

    Fazit: Der Fisch beginnt am Kopf zu Stinken, was für eine Brut ist da in die Höhen der Macht gespült worden ?
    Leider ist keine deutliche Alternative in Sicht, die gesamte politische Elite ist versifft. Es wird höchste Zeit sie zu entsorgen.

    MfG Ww

  2. Herr Sohn bestätigte mir, dass, obwohl Expertengremien und einzelne Kriminologen dies schon vielfach gefordert hätten, eine Kriminalstatistik unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes nicht erstellt würde.

    Noch politisch unkorrekter und eindeutiger wäre die Berücksichtigung der Religionszugehörigkeit.

    Den in der Kriminologie zumeist bekenntnisartig behaupteten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kriminalität sah Herr Sohn sehr kritisch.

    Same here! Bekenntnisartig trifft es gut. Man will schließlich ernst genommen werden und dazu muss man politisch korrekt sein.

    Als Beispiel erwähnte er lange Zeitreihen zur Gewaltkriminalität türkischer Männer, die belegten, dass die Gewaltneigung bei Türken konstant deutlich höher als die Gewaltneigung aller anderen Männer […] läge.

    Ich brauche dazu keine Statistik, da ich im fast vollständig türkisierten Hamburg-Harburg aufgewachsen bin und am eigenen Leib die Gewaltneigung erfahren durfte. Es gibt ein Buch einer Jugendrichterin zu diesem Thema, was auch in der (linken) Öffentlichkeit breit diskutiert und natürlich verrissen wurde: Kirsten Heisig – Das Ende der Geduld. Darin geht sie ein wenig weiter als deine recht zurückhaltenden Vermutungen. Es geht allerdings um Jugendliche: Arabische Jugendliche stellten die Mehrheit der Intensivtäter und schwerkriminelle Jugendliche hätten zu etwa 90 Prozent einen Migrationshintergrund. Das sagt eine (Rechts-)Praktikerin und kein statistischer Sesselpupser, dessen Statistiken schön sind, wenn man nur bestimmte Fragen stellt.

    Daher müsse auf andere Gründe als soziale Herkunft Bezug genommen werden. Was aber eben in der Debatte und der sozialwissenschaftlichen Forschung nicht thematisiert werde.

    Die Sozialwissenschaften waren schon immer ein hoffnungslos linker Forschungszweig, was sich mit dem allgemeinen, gesellschaftlichen Linkstrend noch verstärkt hat. Vllt weißt du noch, dass ich Diplom Sozialwirt bin… Auch das habe ich also am eigenen Leib erfahren. Es gibt viel zu wenig Werner Sohns.

    Es ist der kulturelle Relativismus der Linken, ihre multikulturellen Utopien bzw. ihr maskierter Rassismus und ihr struktureller Zwang bei jeder Gelegenheit die eigene Gesellschaft zu beschuldigen, dass sie sich Argumente ausdenken, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Religion bzw. Migration und Kriminalität wegerklären.

    Spätestens hier stellt sich mir die Frage: Wollen wir das denn?

    Ja, denn die, die es nicht wollen, sind Nazis! 😉 Leider ist eine Trendwende nicht zu erkennen.

    Das bedeutet Gegenden, in die keine deutsche Polizei mehr geht. Keine Krankenwagen mehr hineinfahren. Wo keine Ärzte mehr Hausbesuche machen. Wo Scharia-Gerichte Recht sprechen.

    Favelas, in denen Terroristen direkt vor unserer Nase ausgebildet werden können.

    Danke für die Infos zu Herrn Sohn.

    • Guter Kommentar – danke Sebastian. Von Herrn Sohn dürfte im Sommer ein Artikel zu diesem Thema erscheinen; ich werde das dann nochmal thematisieren. Einstweilen stimme ich Dir zu – die Lage wird sich weiter verschlechtern, wirkliche Gegensteuerung scheint nicht zu erwarten, stattdessen Scheinlösungen wie an anderen Stellen auch (Veränderungen der Statistik oder der Erfassung von Fällen etc.). In England gibt es wohl schon etwas, was sich „Cautioning“ nennt und womit das Recht der Polizei bezeichnet wird, minder gefährliche Delikte nicht zu verfolgen. Angeblich hätte die Polizei in Rotherham aus dem „Cautioning“ heraus die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Männer aus der pakistanischen Community nicht weiter verfolgt. Das Problem gibt es also nicht nur bei uns. Bleibt abzuwarten, wie lang der Krug noch zum Brunnen geht. Gruß Christian

  3. Pingback: Statistiken zu Geburten und Schulabgängern oder: Unser Land schafft was – aber an welchen Stellen…. | nachrichtenaushinterland

  4. Die anderen Gründe dürften damit zusammenhängen-INZUCHT!Sogar das Arabische Genom Institut bezeichnet die Inzucht als schlimmstes Übel für die Araber.

    In der Beschreibung findet man viele Links…

    z.b.
    Britischer Moslemführer: Verwandtenehen verantwortlich für die vielen Vergewaltigungen!
    Lord Ahmed of Rotherham, Britain’s first Muslim peer, is the first politician to make a link between first-cousin marriages and sex crimes by Pakistani men.
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-1351834/Grooming-girls-Asian-gangs-fuelled-unhappy-arranged-marriages-cousins-claims-Muslim-peer.html

  5. Pingback: Kurze Gedanken II | nachrichtenaushinterland

  6. Pingback: Arbeitslosenstatistik I – Trau, schau, wem | nachrichtenaushinterland

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