Nachtrag zu FRAGIDA – die Kriminalitätsstatistik

Letzte Woche hatte ich ja hier meinen Bericht von der FRAGIDA-Demo vom letzten Montag veröffentlicht. S. hier: https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/03/04/fragida-in-frankfurt/ In diesem Bericht hatte ich auch geschrieben, dass es Statistiken gäbe, die zeigen würden, dass wir tatsächlich auf vielen Gebieten ein Migrantenproblem haben (bei der Kriminalität, den Geburtenraten etc.).

In einem Forum, in dem ich auch hin und wieder schreibe, hatte mich daraufhin ein anderer Nutzer gefragt, ob ich diese Statistiken präsentieren könne. Diese Frage ist so gut (bzw. war mein eigenes Material so unzureichend), dass ich sie ausführlicher unter Nutzung des frei zugänglichen Datenmaterials beantworten möchte. Beginnen möchte ich dabei mit der Kriminalitätsstatistik. Eine der Forderungen im selten diskutierten Programm der PEGIDA-Bewegung ist ja auch die nach einer Nulltoleranzpolitik gegenüber kriminellen Migranten (s. Punkt 9 des PEGIDA-Positionspapiers: http://www.lvz-online.de/f-Download-d-file.html?id=2942 ).
Ich hatte mich zu Anfang meiner Recherche gefragt, ob andere Länder wie die Schweiz evt. ähnliche Probleme kennen und war dabei auf folgende Grafik gestoßen: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/03/05/key/ueberblick/wichtigsten_zahlen.html

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Nach diesen Zahlen waren in der Schweiz im letzten Jahr von knapp 7000 Insassen in Justizvollzugsanstalten (wohin ist eigentlich das Wort Gefängnis entschwunden?) in der Schweiz 73% Ausländer.
Ich fand diesen hohen Wert schon mal recht spannend und rief daher in der Schweiz an, wo ich mit einem höflichen Herrn beim Statistischen Bundesamt verbunden wurde, der mir mitteilte, dass es viele verschiedene Gründe dafür gäbe.
Zum einen gäbe es natürlich Verstöße gegen Ausländerrecht (allerdings sind dies grade mal 328 Fälle in 2014, also eine Minderheit, s. Link oben) und es gäbe in manchen Kantonen Sonderregelungen, nach denen jemand, der ohne Pass aufgegriffen wird, für 3 Monate ins Gefängnis muss. Außerdem gäbe es in den Schweiz immer mehr Fälle eines Phänomens, welches er „Kriminaltourismus“ nannte (vor allem vom Balkan) und es gäbe eben auch Verstöße im Asylbereich.

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Auf dem oben erwähnten Link findet sich eine Excel-Tabelle (die zweite von oben), die den Titel „Insassenbestand am Stichtag nach Haftform und Aufenthaltsstatus“ trägt. Diese ist sehr interessant, zeigt sie doch für das Jahr 2013, dass ein sehr hoher Anteil der ausländischen Strafgefangenen sich aus den „Kriminaltouristen“ rekrutiert; immerhin 2585 von knapp 7000 Insassen gesamt!
In der Untersuchungshaft betrage der Anteil der Ausländer sogar 80%, erklärte er, doch liege das auch daran, dass man die U-Haft immer noch verhängen würde, auch wenn keine Fluchtgefahr vorliegt. Abschließend wünschte er sich, dass in Zukunft eine spezielle Ausländerstatistik erstellt würde, die all dies noch genauer erfassen würde.
(Nebenbei: Ich weiß nicht warum, aber irgendwie höre ich diesen Schweizer Akzent sehr gerne. Mir ging kurz das Lied „Gruezi wohl Frau Stirnimaa“ durch den Kopf, als der freundliche Herr mir die Situation in der Schweiz erklärte). https://www.youtube.com/watch?v=SbHC8OjSTm0
Das Gehirn speichert nicht nur Wertvolles. 🙂 Aber wieder zum Thema:

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Ein Knaller noch zum Schluss: Die Situation in der Kriminalitätsstatistik dürfte noch eindeutiger oder gravierender ausfallen, wenn man die Schweizer mit Migrationshintergrund auch noch erfassen würde (also solche mit Schweizer Pass; immerhin haben laut Schweizer Bundesamt für Statistik 23,5% der Schweizer einen Migrationshintergrund). Dies passiert allerdings nicht.
Jedenfalls ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass ein Herr Blocher mit seiner Initiative eines Stopps des Zuzugs von Ausländern in der Schweiz Erfolg hatte.
Nun interessierte mich natürlich, wie es bei uns in Deutschland aussieht. Hier veröffentlicht das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die folgende Statistik: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Rechtspflege/Justizvollzug/Tabellen/Strafgefangene.html
Laut ihr befanden sich 2013 etwas über 56.000 Gefangene in deutschen Anstalten. Allerdings machte die Statistik KEINE Angaben über den Anteil von Ausländern.
Aber es gibt auf derselben Seite des Bundesamtes einen Bericht als pdf-Datei, der mit Stichtag der Erfassung 31.03.2014 die notwendigen Daten liefert. Nach diesem Bericht liegt die Zahl der Strafgefangenen zum genannten Stichtag bei nun noch 54.515 Gefangenen. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Rechtspflege/StrafverfolgungVollzug/Strafvollzug2100410147004.pdf?__blob=publicationFile

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Dort findet man auf Seite 30 die Angabe, dass von diesen 54.515 Insassen 13.285 Ausländer sind. Doch ist auch dies insofern ein Muster ohne Wert (räumte das Statistische Bundesamt bzw. eine etwas burschikose Dame dort selber ein – ich rief nämlich auch dort an), da man auch die Strafgefangenen, die Deutsche mit Migrationshintergrund stellen, eigentlich berücksichtigen müsste.
Diese werden hier auch nicht erfasst. Dass dies durchaus signifikante Folgen für die Darstellung innerhalb der Statistik haben würde, soll später noch deutlich gemacht werden.
Halten wir für im Moment fest: Etwas über 24% der Insassen in deutschen Haftanstalten sind laut dieser Statistik Ausländer. Nach dem letzten Zensus von 2011 lag der Ausländeranteil in Deutschland in diesem Jahr bei 8,8%. (Darin sind wie gesagt NICHT die Deutschen mit Migrationshintergrund enthalten, also eingebürgerte Türken, Russen etc.).
Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt in Deutschland gesamt bei 19,5% (Stand 2011). Wenn wir annehmen würden, dass prozentual ähnlich viele Menschen mit Migrationshintergrund im Gefängnis einsitzen wie Ausländer als Teilgruppe, so kämen wir auf Werte von 40-50%. Aber dies ist Spekulation.

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Fakt 1: Der Anteil von Ausländern an den Haftinsassen in Deutschland liegt fast dreimal so hoch, wie es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht (und auch dann noch deutlich höher, wenn wir annehmen, dass der Anteil an Ausländern in 2014 innerhalb der Gesamtbevölkerung höher liegt).
Wie sieht es nun mit dem Anteil der muslimischen Gefangenen aus? Leider führt die Statistik keine Unterteilung nach Religionszugehörigkeit auf (in der Schweiz macht man das auch nicht); man ist also auf das Raten angewiesen, da auch nicht alle Länder einzeln aufgeführt sind bzw. manche Gebiete nur als Regionen.
Die Türkei ist mit 2899 Insassen aufgeführt, doch Afrika und Asien nur gesamt bzw. sind nur Marokko mit 303 Gefangenen und der Irak mit 220 Häftlingen detailliert dargestellt. Asien und Afrika zusammen stellen 2772 Insassen; wenn wir vorsichtig von einem muslimischen Anteil von 50% ausgehen, wären dies gemeinsam mit den türkischen Gefangenen 4285 Gefangene.
Diese Zahl kann natürlich nur einen ungefähren Schätzwert darstellen, nach dem von den über 13.000 ausländischen Gefangenen wenigstens ein Drittel aus muslimischen Ländern stammt.
Fakt 2: Genauere Zahlen könnten technisch durchaus erhoben UND dargestellt werden, doch findet dies (möglicherweise aus politischen Gründen) nicht statt.
Wie hoch liegt der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung? In seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ schätzt Thilo Sarrazin auf Seite 260ff die Zahl der Muslime in Deutschland auf mindestens 5,7 Mill Menschen, verweist aber auf eine möglicherweise hohe Dunkelziffer, da im letzten Zensus von 2007, auf den er sich bezog, 5 Mill inkonsistente Datensätze erhoben wurden, von denen er annimmt, dass dies besonders in bildungsfernen Schichten geschah.
Schauen wir auf nun auf zwei Einzelwerte.

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Hier ist Folgendes vorauszuschicken: Was bisher nur dargestellt worden war, waren die Strafgefangenen. Diese sind ja nur die letzte Stufe im Strafverfahren oder ein Ergebnis dessen. Als erstes steht im Verfahren die Anzeige einer Straftat im Raum (hier ist der gesamte Prozess eines Strafverfahrens von Anzeige bis Vollzug einmal schlüssig dargestellt: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/03.html ).
Vergewaltigung ist ein Thema, das immer wieder als Einzelmeldung durch die Medien als geistert. Statistiken habe ich aber hierzu noch nicht in der Presse im Detail veröffentlich gesehen. Manchmal gibt es im Netz Meldungen über andere Länder, wie hier über Schweden, die sehr beunruhigend klingen (dort wurde letztmalig 2002 festgestellt, dass 85% der Täter in Fällen von Vergewaltigung einen Migrationshintergrund hatten – http://de.gatestoneinstitute.org/5223/schweden-vergewaltigung ).
Wie sieht es nun bei uns aus?

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Zäumen wir das Pferd nochmal von hinten auf: Zum 31.03.2014 saßen in Deutschland 576 wegen Verbrechen gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilte ausländische Straftäter ein. Dies bei gesamt 3733 einsitzenden Straftätern, die sich Vergehen wie Vergewaltigung, Mißbrauch von Kindern etc. schuldig gemacht haben. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Rechtspflege/StrafverfolgungVollzug/Strafvollzug2100410147004.pdf?__blob=publicationFile (Hier die Seiten 20ff und 30 des Berichts).
Dies entspricht einem Anteil von etwas über 15%. Zwar liegt also auch hier der Anteil der Täter höher, als es dem Bevölkerungsanteil entspricht, doch liest sich das erst mal nicht allzu dramatisch. Wiederum kann allerdings der genaue muslimische Anteil nicht ermittelt werden. 149 Täter entstammen der Türkei, 147 kommen aus Afrika und Asien. Falls wir wieder die 50% Quote annehmen, so wären es 222 Täter mit muslimischen Hintergrund.
Oder anders grade mal 6% der Gesamttäter. Aus diesem Wert ergäbe sich also, anders als ich zugegebenermaßen erwartet hätte, keine These von vergewaltigenden Muslimen. Es bliebe hier nur wieder die Ergänzung, dass der Wert bei Erfassung aller Menschen mit Migrationshintergrund noch um einiges höher liegen dürfte.
Der Teufel liegt allerdings hier im Detail: Die Statistik weist nur ALLE Täter in Fällen des Missbrauchs, also bei Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Förderung sexueller Handlungen von Schutzbefohlenen etc. gemeinsam aus. Man müsste also eigentlich die reinen Vergewaltigungsfälle nach § 177 StGB gesondert zeigen. Da dies nicht geschieht, müssen wir den Blick weiten.

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Blicken wir auf den Beginn des Strafprozesses. Hier sehen die Zahlen von der letzten Erhebung des Bundeskriminalamtes für 2013 (in der Tabelle 01 – Grundtabelle – zu finden), schon kritischer aus: http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2013/2013Standardtabellen/pks2013StandardtabellenFaelleUebersicht.html
So wurden 2013 gemäß § 177 StGB 7408 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung erfasst, in denen 6277 Tatverdächtige ermittelt wurden. Von diesen waren 1755 oder 28% Ausländer (auch hier und im Folgenden wieder das Fehlen einer Ermittlung von Deutschen mit Migrationshintergrund). Tabellarisch gesondert erfasst werden die Fälle von überfallartiger Vergewaltigung durch Einzeltäter, die in diesem Jahr die Gesamtzahl von 1305 Fällen mit 801 ermittelten Tatverdächtigen betrugen, von denen 194 oder 24% Ausländer waren.
Bei der überfallartigen Vergewaltigung durch Gruppen wurden 136 Fälle mit 114 Tatverdächtigen registriert, von denen 43 Verdächtige Ausländer waren bzw. 38% durch diese Gruppe begangen worden waren (der Gang Rape, wie er in Amerika genannt wird). Bei der Vergewaltigung durch Gruppen insgesamt lag die Gesamtzahl bei 287 Fällen mit 430 Tatverdächtigen, von den 144 oder 33% Ausländer waren.
Eine Unterteilung nach Religion findet leider auch hier nicht statt; von den Erhebungen in Schweden (s.o.) wissen wir, dass auch bulgarische oder rumänische Männer durchschnittlich öfter (oder beiläufiger) vergewaltigen. Es lässt sich sicherlich auch bei uns nicht allein auf die Gruppe der Muslime einengen. Doch steht Folgendes klar fest:

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Fakt 3: Die These, dass Ausländer allgemein signifikant als Täter stärker bei Vergewaltigungen vertreten sind, lässt sich anhand der zur Verfügung stehenden Daten klar belegen und dürfte wie schon ad nauseam wiederholt noch viel gravierender ausfallen, wenn auch noch nach Migrationshintergrund separiert würde. Zwar kann die Anzahl der Muslime als Täter nicht erhoben werden, da diese Zahlen nicht veröffentlicht werden, jedoch kann aus Vergleichswerten wie dem Anteil der Strafgefangenen oder Erfahrungen anderer Länder wie Schweden und Dänemark (s. Link zu Schweden) darauf geschlossen werden, dass auch bei uns der Anteil deutlich höher liegt, als er gemäß Bevölkerungsanteil sein sollte.
Ein paar weitere, willkürlich herausgegriffene Werte aus der Tabelle von 2013 sollen die Brisanz der Lage verdeutlichen helfen:
Raub, räuberische Erpressung und Angriff – Anteil der ausländischen Tatverdächtigen – 33%
Mord – 30%
Totschlag – 29%
Körperverletzung Gesamt – 22%
Diebstahl – 27%
Ausbeuten von Prostituierten – 48%
Zuhälterei – 55%
Usw. usf.
Interessanterweise sind bei den Fällen des Missbrauchs von Kindern die Werte meist um 11-12%. Es wäre spannend zu erfahren, ob dies tatsächlich als Delikt weniger vorkommt, oder, da 95% des Kindesmissbrauchs statistisch gesehen innerhalb des Umfelds der eigenen Familie stattfinden, schlicht nicht zur Anzeige gebracht wird.
Die Verbreitung pornographischer Schriften ist immerhin immer noch fest in deutscher Hand: Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger liegt bei grade mal schlappen 5%.
Aber Scherz beiseite: Das Bild ist düster und es ist in Teilen insofern durchaus verständlich, dass Gruppen innerhalb der Bevölkerung aufbegehren und anmahnen, dass doch darüber gesprochen wird bzw. dass etwas zu geschehen habe.
Dass die dann gleich in die rechte Ecke gestellt werden, hilft da nicht wirklich weiter.

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Zudem die Problematik schon eine Weile besteht: In der Kriminalstatistik von 2003 wurden auf Seite 137 des Berichts 7236 Vergewaltigungsfälle erfasst. Damals lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei 31% (auf Seite 117 des Berichts dargestellt). http://www.bka.de/nn_242508/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/AeltereAusgaben/aeltereAusgaben__node,gtp=242514__3D3.html?__nnn=true
Spannend und unbeantwortet auch hier die Frage, wie die Statistik bei Erfassung von Deutschen mit Migrationshintergrund ausgesehen hätte.
Ein kleines Schmankerl am Rande: Ein Sachbearbeiter des BKA hat auf Seite 6 des Berichtes von 2003 verschiedene Kennzahlen des Deutschen Reiches von 1938 veröffentlicht. Damals wurden, was die „Straßenkriminalität“ angeht, folgende Zahlen erhoben:
Raub und räuberische Erpressung – 1938: 1588 Fälle
(2013: 47.234 Fälle) – Ausländer-Anteil: 32%
Schwerer Diebstahl – 1938: 82.184 Fälle
(2013: 1.084.198 Fälle) – Ausländer-Anteil: 35%
Einfacher Diebstahl – 1938: 361.064 Fälle
(2013: 1.298.545 Fälle) – Ausländer-Anteil: 28%
Betrug – 1938: 159.931 Fälle
(2013: 937.891 Fälle) – Ausländer-Anteil: 25%
Hatte meine Oma recht, die gerne sagte, dass es beim „Addi“ sicherer war? Aus ihrer Sicht und aufgrund der Daten schon. Was nicht den Unrechtsstaat von damals rechtfertigen soll, doch sollte auch nicht verschwiegen werden, dass das Sicherheitsempfinden, was „Straßenkriminalität“ anging, damals wohl zu Recht höher war. Freilich um den Preis der Freiheit (es wäre hier interessant, die Zahlen aus der DDR zum Vergleich heranzuziehen). Doch zurück zum eigentlichen Thema:

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Vielleicht, wenn eines Tages Statistiken erstellt werden, welche diese Dinge erfassen, und ebenso vielleicht, wenn dann die Zahlen in manchen Bereichen bei 70% und höher liegen, findet ein Umdenken und ein wirkliches Adressieren der Probleme statt.
Ansonsten steht aufgrund der im Moment noch höchst einseitigen Berichterstattung, die das Erwähnen der von mir in ein paar Stunden Recherche gefundenen Zahlen wie der Teufel das Weihwasser scheut, zu befürchten, dass bei einem Teil der Deutschen der Unmut immer stärker wächst, (der Unmut darüber, dass hier eben nichts getan wird) und dass bei einem Teil der Ausländer oder Deutschen mit Migrationshintergrund eben dieser Unmut als latenter Rassismus interpretiert bzw. von „Gutmenschen“ als solcher umgedeutet wird (was er nicht ist, aber wozu er werden kann).
PEGIDA dürfte nur der Anfang sein.
Denn wenn man Probleme einfach nicht konkret anspricht und –geht, müssen sie einem eines Tages um die Ohren fliegen. Dass uns dies als Gesellschaft bevorsteht ist unschön, aber leider zu erwarten.

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Allerdings dürfte der Weg bis dahin noch ein langer sein; in Schweden gibt es ja zum Beispiel schon jetzt überaus deutliche Zahlen bei Vergewaltigungen, die auf ein massives Problem mit Teilen der Migranten hinweisen – doch noch wird dies unter den Teppich gekehrt bzw. herrscht in Schweden das sog. „Jantelagen“. http://lussekattsliv.se/fuck-you-jantelagen/ Kommt mir irgendwie bekannt vor. „Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!“ (Wilhelm Busch)
Die nächsten Tage kommt noch etwas mehr zur Ergänzung der Zahlen in Bezug auf Sozialleistungen, Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss und Geburtenraten.

22 Kommentare zu “Nachtrag zu FRAGIDA – die Kriminalitätsstatistik

  1. Ketzerischer Einwand: Auch in den USA weisen Schwarze einen deutlich überproportionalen Anteil in der Kriminalstatistik auf – und DAS liegt am latenten Rassismus des Polizeiapparates. Ist da nicht was dran (s. Verhalten der Polizei und Behörden bei NSU-Morden)?

    • Guter Punkt, EM – deswegen habe ich versucht, die Zahlen ohne Schuldzuweisungen zu präsentieren. Die Gründe sind auch bei uns vielschichtig – das Problem halt real. Wir müssten es erstmal ansprechen lernen, ohne Furcht vor der Nazikeule haben zu müssen. Das Problem wird aber auch in den USA vielschichtiger sein, d.h. ALLEIN der Rassismus der Polizei erklärt es nicht.

    • Die meisten Schwarzen werden von Schwarzen erschossen.Soll das auch an der Rassistischen Polizei liegen?
      Selbst Schwarze Frauen sagen dort das sie Angst haben wenn Nachts hinter ihnen ein Schwarzer geht,vor Weissen haben sie keine Angst.Sind die jetzt auch Rassistisch?

  2. Hi,

    zufällig habe ich mich auch vor kurzer Zeit damit beschäftigt. Die Zahlen sind ja klar und auch jedem Statistiker bekannt. Warum spricht trotzdem keiner darüber? Weil die Zahlen mit verschiedenen Argumenten relativiert werden. Das Hauptargument ist, dass es einen stärkeren Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Kriminalität gibt als zwischen Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe und Kriminalität. Schlüsselt man nämlich das Ganze nach der sozialen Lage auf, soll der deutsche und der ausländische Anteil sich nicht groß voneinander unterscheiden. Die weiteren Argumente habe ich vergessen. Gegenargumente gibt es von diesem fähigen Autor:

    http://www.krimz.de/organisation/mitarbeiter/sohncv/sohnpubl/

    Rechtspraktikern und Polizisten ist der Zusammenhang eh klar.

    Gruß
    Sebastian

  3. Im Jahr Jahr 2000 ist mir bei Arbeiten im hiesigen Gefängnis der hohe Anteil ausländisch sprechender Gefangener aufgefallen. Die Wärter nannten einen Ausländeranteil von fast 50%. Das Justizministerium nannte mir auf Anfrage für 1999 einen Ausländeranteil unter den Gefangenen von 27,4%. Von weiteren Anfragen bat das Ministerium abzusehen, da ab dem Jahr 2000 keine Zahlen mehr darüber erhoben werden.

  4. Pingback: Blinde Flecken | nachrichtenaushinterland

  5. Der ganze sozialdarwinistische Dilettantenstadl lässt nur einen Schluß zu: Die Faschistenweiche trennt in Gut und Undeutsch.

  6. Ein Nachsatz von mir: Durch einen Zufall (nächster Tag wieder frei, da unschuldig) durfte ich in Frankfurt mal eine Nacht in der U Haft verbringen. Das war im Mai 2000 (zweitausend). Als ich dort ankam und fragte wie die Vorgehensweise hier ist als Neuling, sagte mir einer der Beamten: Sie sind der erste Deutsche dieses Jahr! Das war vor knapp 15 Jahren gewesen!

  7. Ja, sicher, reden drüber muss man können: über rassistische Polizisten ebenso wie über kriminelle Schwarze (im Fall der USA)!
    Wer nur eines sieht, ist entweder ein Gutmensch oder ein ganz Böser – und ich weiß nicht, was schlimmer ist.

  8. Hallo, bzg Statistiken von Ausländern (in Frankfurt).
    Meine Schwester arbeitete bis vor einigen Jahren in einer Behörde und hatte einen recht guten Einblick in die Strafregister von Ausländern in Frankfurt.
    Zusammengefasst gibt es ein riesen Problem mit Zugewanderten aus Nordafrikanischen Staaten. An der Spitze Marokko. Manche Akten hatten regelrecht Verlängerungslisten der Straftaten angehängt, da diese auf einem Blatt kein Platz fanden. (Keine Ahnung wie das heute verwaltet wird, aber damals war es so)
    Die harmlosesten Immigranten kommen aus Äthiopien und Eritrea. Wenn da mal ein Eintrag vorhanden war galt war, galt das als Ausnahme. (Stand: Vor ca. 8 Jahren)

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