Wichtiges zur Ukraine – bzw. zur Berichterstattung dazu

Ich wollte eigentlich nicht mehr so schnell über die Ukraine schreiben, aber ein zufällig mir vor Augen gekommener Zeitungsartikel zeigte mir so deutlich und exemplarisch die ganze Einseitigkeit und Blindheit der Berichterstattung der deutschen Presse, dass ich darauf einmal grundsätzlich eingehen wollte. Die Einseitigkeit durch Argumente aufzudecken ist Ziel dieses Artikels.

Ich möchte meine Leser darum auch bitten, diesen Artikel weiter zu leiten oder an andere zu empfehlen. Es ist wichtig, möglichst viele Menschen über das, was bei uns schief läuft, aufzuklären. Um mehr geht es mir nicht. Also zur Sache:

Was macht der Lügner, wenn er seiner Lüge überführt wird? Die Wahrheit einräumen bzw. zugeben, dass er gelogen hat? Manchmal, wenn er Charakter hat. Eher aber fängt der Lügner an zu schreien: „Gar nicht wahr! Ich sage die Wahrheit! Die andern lügen und sind böse und gemein und bedrohen mich sogar!“

Nach dieser jahrtausendealten Praxis verfährt gerade eine „Journalistin des Jahres“. Aufhänger ist wieder einmal der Ukraine-Konflikt. http://www.welt.de/kultur/article137779536/Eine-Warnung-vor-Putins-Informationkriegern.html

Frau Golineh Atai beklagt sich, dass ihr und ihren Kollegen derart viel Misstrauen entgegen gebracht wird, dass es jüngere Kollegen verunsichere.

Woran mag es wohl liegen, dass Frau Atai und ihren Kollegen ein derart scharfer Wind des Widerstands oder besser der Widerrede entgegenweht? Sind es tatsächlich Horden von Putintrollen (wie sie vermutet), die das Netz und die Kommentarfunktionen in praktisch allen Zeitungs- und Zeitschriftenportalen überrannt haben?

Oder gibt es noch andere Gründe? Liegt es vielleicht auch daran, dass es Manchem nicht gefällt, dass zum Beispiel das ZDF in seiner Berichterstattung über den Ukraine Konflikt mit einem ukrainischen PR Netzwerk gegen russische Propaganda zusammenarbeitet(e)? https://www.freitag.de/autoren/lapple08m214/zdf-skandal-berichte-im-auftrag-kiews

Oder: Manchen mögen auch die wiederkehrenden Berichte über russische Panzer in der Ukraine gestört haben, die sich dann im Nachhinein als unwahr herausstellten. http://www.politplatschquatsch.com/2014/08/putins-unsichtbare-panzer.html Wenn man 34mal hintereinander in der westlichen Presse eine russische Invasion vermeldet, ohne dass sie stattfand, dann kommt das als Tatbestand der bewussten Täuschung (oder Lüge) schon ziemlich nahe. Und auch dies stört. http://redpilltimes.com/many-times-russia-invaded-ukraine-last-year-lets-add/

Wenn weder zum Massaker in Odessa, noch zum Absturz von MH 17 neutrale Stellungnahmen erstellt werden, sondern jedes Mal eine Schuldzuweisung ohne Faktenlage geschieht – dann stört auch dies manchen noch nicht ganz eingeschlafenen Leser. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=320949

Angesichts solcher Vorkommnisse ist es kein Wunder, dass ein Teil der Menschen ganz bewusst ins Netz geht, um dort Stimmen der Wahrheit zu finden. http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/09/odessa-massaker-kiew-falschte.html Doch weiter:

Wenn es eine schillernde Vergangenheit des Oligarchen Poroschenko gibt, dann ist das Verschweigen hiervon auch kein Pluspunkt für die Presse. http://www.deliberation.info/poroshenko-ukraines-new-president/

Und auch das „Unter-den-Teppich-kehren“ der Reformen in der Ukraine, die zu weiterer Massenarmut und Emigration führen müssen, verhilft nicht zu neuen Freunden. http://quer-denken.tv/index.php/1052-das-reformpaket-der-ukraine-eine-importierte-regierung-macht-s-moeglich

Wenn überdies kritische Stimmen wie ein britischer Journalist Mark Franchetti bei uns einfach ignoriert werden. http://www.neopresse.com/politik/britischer-reporter-entlarvt-in-tv-show-die-wahrheit-ueber-kiewer-luegen/ Oder ein Graham Philipps, der wirkliche Frontberichte erstellt. https://www.youtube.com/watch?v=2gdCKSD5YgY

Wenn die endemische Korruption in der Ukraine nur Nebensätze wert ist. http://www.theguardian.com/news/2015/feb/04/welcome-to-the-most-corrupt-nation-in-europe-ukraine Und über wirklich Schreckliches wie den florierenden Organhandel gar keine Worte mehr verloren werden. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=342438

Dann…. Ja, dann ist es für mich ehrlich gesagt KEIN Wunder, dass Frau Atai und ihre Kollegen Hohn und Spott in den Kommentarspalten über sich ergehen lassen müssen. Zudem es ja die Medien selber einräumen, dass sie auf einem Auge blind sind!

Wie anders soll man es nennen, wenn die Tagesschau zugibt, dass ihre Ukraine-Berichterstattung „etwas einseitig“ gewesen sei? http://blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau/ Oder wenn der ARD-Programmbeirat feststellt, dass die Berichterstattung über die Ukraine „den Eindruck der Voreingenommenheit“ erwecken kann? http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/42784_1.pdf

Ich will gar nicht erst mit der tendenziösen Berichterstattung zu Wladimir Putin anfangen – damit ließen sich ganze Bücher füllen. Immerhin gibt es schon Arbeiten darüber, wie einseitig auch hier gearbeitet wird, indem der russische Präsident beständig als Macho, eiskalter Machtmensch, gefährlich wie Hitler etc. dargestellt wird. http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/2014-Zwingli_BA_Putin-Obama.pdf

Die Darstellung der Kämpfe im Donbass, wie die eine und wie die andere Seite geschildert werden, die Untertöne und Andeutungen, die man macht – alles, wirklich alles zeigt in einem höchst erstaunlichen Maße, wie hier ein Feindbild konstruiert und aufrecht erhalten wird.

Ist es denn angesichts all dieser Dinge ein Wunder, dass den Druckmedien die Leser weglaufen? Oh nein – das Internet alleine ist es nicht, Frau Atai – es hängt auch von der Qualität eines Produktes ab, wie sehr dieses gekauft – oder eben nicht mehr gekauft wird. http://blogs.taz.de/hausblog/2014/11/03/die-bull-analyse-kulturgut-am-ende/

Und auch bei Frau Atai selber dürfte es sich lohnen, genauer hinzuschauen. Ihre Berichte sind von erschreckender Einseitigkeit geprägt (hier hat das mal jemand schön auseinandergenommen – sehr lesenswert). http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2015/01/das-schleichende-gift-der-manipulativen.html?m=1

Frau Atai folgt einer Richtlinie, die da zu lauten scheint: Die Russen sind böse. Der Westen ist gut. Außerhalb dieser Prämissen existiert nichts bzw. alles dient als Beleg dieser Prämissen. Es ist für mich die Frage, warum sie das tut. Glaubt Frau Atai wirklich, was sie da sagt? Es ist möglich – auch intelligente Menschen können blind sein.

Oder hasst sie die Russen, ist einfach irgendwie ideologisch verblendet? Es wäre ebenfalls möglich. Vielleicht muss sie auch einfach schreiben, was sie schreibt, und weiß dabei genau, dass es Unsinn ist, den sie von sich gibt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Vielleicht ist es auch eine Mischung dieser Faktoren. Wie auch immer – es ist traurig anzuschauen.

Aber auch dies gilt: Auch eine Frau Atai spielt natürlich eine wichtige Rolle in diesem Bühnenstück, was uns da vorgeführt wird. Sie gibt uns Hinweise darauf, wie wir es nicht machen sollten und wie Propaganda bei uns heute funktioniert. Nicht mehr schrill und keifend, sondern leise, vermeintlich verständnisvoll – und giftig.

Ja, es ist ein schleichendes Gift, was Frau Atai wissend oder unwissend da verteilt. Und dafür dürfen wir dankbar sein – denn das Gift der Lüge durch den Balsam der Wahrheit aufzulösen ist wichtig und richtig. Und jedem Menschen ist es gegeben, sich von Irrtümern und Lügen zu lösen – auch Frau Atai, der ich dies sehr wünsche.

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