Überall Hass

Unsere Welt ist scheinbar voller Hass. Ist das so? Wem schlägt denn dieser Hass entgegen? Interessanterweise den Minderheiten, die vom Mainstream her als schützenswert bezeichnet werden. Also den Ausländern (insbesondere den Muslimen), den Frauen, den Juden, der Presse allerdings mittlerweil e auch etc.

Dass Deutschen Hass entgegenschlägt – oder Männern – oder PEGIDA-Demonstranten – davon hätte ich noch nichts gelesen (zumindest nicht im Mainstream). Schauen wir mal genauer hin:
Den Feministinnen schlägt sowieso Hass entgegen: http://www.tageswoche.ch/de/2015_08/schweiz/680969/Kein-Tag-ohne-Beschimpfung-Der-abgrundtiefe-Hass-der-Antifeministen.htm Und zwar, wie wir aus diesem Artikel erfahren dürfen, da sie für eine Welt ohne Diskriminierung und Gewalt streiten. Hört sich erst mal gut an!

Ob allerdings die Klassifizierung feminismuskritischer Journalisten als „abgehängte Männer“ und „zornige, weiße Journalisten“ nicht auch den Tatbestand der Diskriminierung erfüllt, mag dahingestellt sein. http://www.zeit.de/2014/38/online-kommentare-digitale-oeffentlichkeit

Sicherlich diskriminierend ist es, einen angeblichen Vergewaltiger als Unhold zu kennzeichnen (gerade, wenn er niemanden vergewaltigt hat). http://www.thedailybeast.com/articles/2015/02/03/columbia-student-i-didn-t-rape-her.html

Und wenn Feministinnen fordern, dass ihnen widersprechende Männer (Journalisten) es verdienen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren und sie für ihre frauenfeindlichen Bemerkungen ausgegrenzt werden sollten – dann wird genau das eingefordert, was man dem anderen vorwirft. http://blogs.faz.net/deus/2014/10/24/wizorek-und-pirincci-bringt-hass-im-internet-2197/ Hass also nur auf der einen Seite? Oh nein!

Ähnlich bei den PEGIDA-Demos. Die seien ja sowieso von hasserfüllten Dumpfbacken geleitet und begleitet, hörten wir (komisch nur, dass dieser ganze Hass im Programm der PEGIDA nirgends zu finden war – offenbar gut getarnt -http://www.menschen-in-dresden.de/wp-content/uploads/2014/12/pegida-positionspapier.pdf ), so dass selbst unsere Bundeskanzlerin vor dem „Hass in den Herzen“ warnen musste. http://www.tagesspiegel.de/politik/neujahrsansprache-der-kanzlerin-angela-merkel-warnt-vor-hass-im-herzen-bei-pegida/11173728.html

Ich kann mich interessanterweise an kein einziges Vorkommnis erinnern, bei dem PEGIDA Demonstranten randaliert, Ausländer diskriminiert, verfolgt oder gar verprügelt hätten. Aber dass ein Professor an der TU Dresden, der Verständnis für die Positionen der PEGIDA äußerte von der Studentenschaft und den Kollegen aufgefordert wurde, sich dazu zu erklären und quasi als PEGIDA-Freund gebrandmarkt wurde – das kam vor. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/mitarbeiter-und-studenten-protestieren-in-dresden-gegen-werner-patzelt-a-1015400.html

Tja – wieder die Frage: Wenn ich einen Ausländer in eine bestimmte Ecke stelle (Du bist dumm/willst Dich nicht integrieren etc.) – dann ist das Diskriminierung. Und wenn ich das mit einem PEGIDA Sympathisanten mache (Du bist rechts/Du hasst Ausländer) – nicht. Das nennt man wohl Blindheit auf einem Auge. Doch weiter.

Dass die PEGIDA-Demonstranten hasserfüllt randaliert hätten, konnte ich wie gesagt nicht feststellen. Von Gegendemonstranten wurden allerdings schon mal so Sachen wie Eier (harmlos) und Feuerwerkskörper (schon weniger harmlos – bzw. sogar gefährlich) in die Reihen der PEGIDA Demonstranten geschmissen. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/angriffe-auf-beamte-frankfurter-polizei-nimmt-mehrere-pegida-gegner-fest-13405489.html Auf wessen Seite ist also der Hass zu sehen?

Wenn in einem anderen Beispiel Familien gegen die aus ihrer Sicht gefährlichen neuen Lehrpläne zur Sexualität demonstrieren, da dort zu viel Augenmerk auf gleichgeschlechtliche Formen und zu wenig auf die Familie gelegt werde – ist das Ausdruck hasserfüllter Gesinnung? http://www.focus.de/regional/hamburg/eiern-schneebaellen-pyrotechnik-teilnehmer-einer-demo-gegen-sexualkunde-attackiert_id_4429499.html

Und wie nennt man es, wenn diese Demonstrationsteilnehmer mit Eiern, Schneebällen und Feuerwerkskörpern beschmissen werden? Gutdemokratische Gesinnung?

Wenn ein israelischer Künstler gegen die Instrumentalisierung des Holocaust anschreibt oder Israel kritisiert, sind das, sagen manche, hasserfüllte Reden. Ihn daher nicht mehr als Jazzmusiker auftreten zu lassen, wo er einfach Musik machen will – was ist das? Ausdruck der Meinungsfreiheit? http://www.gilad.co.uk/writings/2015/1/27/free-speech-forum-gilad-atzmon-faces-his-critics-notthingham

Und wenn besagter Musiker seine Kritiker aufruft, zu einer offenen Podiumsdiskussion zu kommen, um mit ihm dort verbal zu streiten und es kommt niemand – was ist das? Mut? Tapferkeit?

Zuviel Blindheit auf vielen Seiten. Was wirklich hasserfüllt ist, wird nicht als solches benannt. Nicht ins Bild passende Vorgänge werden ignoriert. Vergewaltigungen durch Muslime in Rotherham, England, werden durch Feministinnen nicht thematisiert. Eine Demonstration von Muslimen in Deutschland, wo die Slogans „Jude, Jude, feiges Schwein – komm heraus und kämpf allein“ fallen – ein Betriebsunfall. https://www.youtube.com/watch?v=o4TWI1i4_Nk

Dass der Antisemitismus vor allem auf der muslimischen Seite und weniger auf der deutschen zu finden ist; dass Vergewaltigungen im Westen proportional viel mehr von aus dem islamischen Kulturkreis stammenden Menschen begangen werden – http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/paul-joseph-watson/vergewaltigungen-aufschrei-wenn-es-an-der-uni-passiert-schweigen-wenn-muslime-sie-verueben.html;jsessionid=AE001564B837116694B6AC1CE838760D

Dass die PEGIDA Demonstranten schlicht Tendenzen ansprechen (s.o. die Demonstration von Palästinensern gegen Israel), die uns als Gesellschaft gefährlich werden können – das alles wird nicht wahrgenommen. Stattdessen werden ein Schein-Mut und eine Schein-Offenheit gefördert und gelebt.

Der Schein-Mut erschöpft sich darin, an Demonstrationen teilzunehmen, die alle gut finden (Anti-Pegida), andere anonym anzuschwärzen (s. Gilad Atzmon, bei dem 12 anonym gebliebene Bürger die Stadtverwaltung Nottingham aufforderten, diesem Mann keine Bühne zu bieten) und, wenn man ganz mutig ist, andere nieder zu brüllen und Feuerwerkskörper zu schmeißen. Schöner Mut.

Die Schein-Offenheit erschöpft sich darin, vorgeblich für Meinungsfreiheit und –vielfalt einzutreten. Aber WEHE! Es sagt einer etwas, was aus dem Kanon der Themen der Gesellschaft nur ein Zentimeterchen herausragt. Kritik an der Einwanderung? Nazis! Kritik am Islam? Nazis! Kritik an Gender? Nazis! Etc. Die Blindheit tritt immerhin hier und da offen zutage – und der Hass auch. http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/kreuzberg-verschweigt-die-urheber-linker-gewalt

Traurig ist es natürlich schon – die scheinbar für die offene Gesellschaft Eintretenden merken nicht, dass sie durch ihr Denken und Handeln genau die freiheitlichen Ideale verraten (und zerstören), die sie vorgeben zu verteidigen. Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!

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