Zerrbild eines Helden

Die Blindheit, in der wir gehalten und in die wir immer tiefer hineingeführt werden (als Menschen, als Gesellschaft, als Westen) ist schon erschreckend. Wenn man sie noch sieht! Doch welcher Blinde sieht denn? Oder gibt es noch Einäugige als Könige unter den Blinden?
Wenn man den Leuten nur lange genug immer und immer wieder dieselben Lügen erzählt, so glauben sie sie. Beispiel Amerika: Die Mehrheit der Amerikaner ist stolz auf die amerikanischen Truppen, die in aller Welt… ja was?
Sie bomben im Irak, sie bomben in Jugoslawien, sie bomben in Libyen, sie bomben in Afghanistan, in Pakistan, in Syrien, in Somalia…… sie bomben und schießen und bringen tausendfachen Tod und tausendfaches Leid. Bzw. könnte man es so sehen, wenn man im Irak oder in Somalia wohnt.
Doch aus amerikanischer Perspektive verteidigen sie die Heimat. Kein Scherz – das ist, was wohl tatsächlich viele Amerikaner denken. Begründung: Überall verfolgt man Terroristen, die die USA angreifen wollen. Und bevor das passiert – dann doch lieber Bomben auf Somalis schmeissen.
In dieser Sichtweise ist ein US-Scharfschütze, der Frauen und Kinder erschiesst, ein Held (gottseidank sehen dies nicht alle Amerikaner so). http://www.hollywoodreporter.com/news/jesse-ventura-chris-kyle-is-768045
Trotzdem ist es beängstigend zu sehen, wie viele Amerikaner das Mantra „unsere Truppen verteidigen die Heimat“ unbewusst nachplappern. Und dabei ist es sehr leicht, diesen Unsinn zu zerstören. Durch Fragen! http://www.informationclearinghouse.info/article40890.htm
Beispiel: Wenn Chris Kyle (der Scharfschütze) ein Held ist, weil er seine Heimat im Irak verteidigt (ist er) – was sind dann die Iraker, die ihre Heimat gegen die US Armee verteidigen? Sind das keine Helden?? (Ähhhhhhhh)
Was man dabei sieht und was hoffnungsvoll stimmt, ist, dass die Befragten selber merken, dass sie sich in eine Ecke manövrieren, aus der sie nur schwer wieder hinauskommen. Dass die Dinge, die sie von sich geben, irgendwie nicht stimmen. Bzw. Quatsch sind!
Nichts gegen Helden per se – es wird immer Helden geben, solange es (bewusste) Menschen gibt. Aber sich für eine schlechte, eine ungerechte Sache einzusetzen, ist falsch. Und ein Held tötet keine Frauen und Kinder.
Vielleicht zieht ja der ein oder andere die richtigen Schlüsse daraus – die Hoffnung stirbt zuletzt!

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