Was uns erwartet

Was erwartet uns die nächsten Jahre? Soviel ist festzustellen – es wird alles um uns überwachter, rigider, kälter, anonymer und unfreier werden. Die Unfreiheit ist schon so lange um uns, dass wir sie nicht mehr als solche registrieren. Rauchverbote, Sprechverbote, Demonstrationsverbote, Rasen betreten verboten, Hier nicht aufhalten, Filmen verboten, Kein Durchgang etc.
Es ist eine schleichende Entwicklung und sie dauert an. Wer wissen will, wie frei früher manches im Vergleich zu heute war, der erinnere sich, wie oft man auf Bäume kletterte, Mofas frisierte, nachts auf dem Bordstein saß etc. Die Unfreiheit kam auf leisen Sohlen. Nicht nur bei uns! https://www.youtube.com/watch?v=MiLKRlzcr1g
Vieles wird also verboten (Drohnen zu fliegen, ist freilich erlaubt). Was zum nächsten Punkt führt: Mehr Überwachung! Wir sind schon lange daran gewöhnt worden, dass uns Kameras beobachten, uns filmen, uns überwachen – und warum auch nicht? Filme weisen uns darauf hin, dass doch nichts dabei ist, es ist sogar lustig. Sexy. Neu. https://www.youtube.com/watch?v=7LL7eTBg7zQ
Was macht eine NSA-Totalüberwachung, wenn wir gewöhnt sind, immer erreichbar zu sein, immer gefilmt zu werden, immer beobachtet zu werden? Na und? Überwachung braucht keine Gummiknüppel mehr, sie kann rosarot verpackt kommen. Telefonate, Emails, SMS, Apps, Bankkonten – ich habe doch nichts zu verbergen. Der Staat aber schon.
Anonymität hilft auch demjenigen, der Kontrolle ausüben will. Wenn ich die Nachbarn nicht kenne (und sie mich nicht), dann ist der Ruf nach den Institutionen schneller – Polizei, Anwalt, Feuerwehr – helfen bitte! Selber nachschauen? Ach nein, ich möchte keinen Ärger. Aber im Netz seine Blockwartmentalität pflegen – das darf sein! http://www.focus.de/digital/internet/facebook/ausmisten-mit-einem-klick-so-erkennen-sie-pegida-fans-unter-den-facebook-freunden_id_4354599.html
In kuscheligen Wohnwaben wohnen, deren gemeinsames Merkmal das Flackern der Flimmerkiste ist, welches der vorbeispazierende Betrachter von Außen wahrnimmt. Flachbildschirme – ja bitte! Eintauchen in das Vergessen…… http://www.informationclearinghouse.info/article37329.htm
Was der Fernseher nicht hat und nicht das I-Phone, nämlich menschliche Wärme und Zuwendung, wird uns weiter als Karotte vorgehalten, der wir nachjagen sollen und doch nicht durch den Konsum erreichen, dem wir uns auszuliefern haben. Auch der neue Gott Baal, d.h. der Konsum, verlangt freilich Opfer – also geben wir – Zeit, Geld, Gesundheit – nur um das zu nicht zu kriegen, was er uns eh nicht geben kann – innere Zufriedenheit.
Daher bleiben alle frustriert zurück, manche mehr und manche weniger. Der Gott nimmt nur, er gibt nicht. Also noch schneller und noch mehr, nur um dieses nie füllbare Loch endlich, endlich irgendwie doch noch zu stopfen, um die Leere nicht mehr fühlen zu müssen. Doch zwecklos – wir bleiben im Rad gefangen und das ist manchen ganz recht, dass dies so ist. http://vimeo.com/85948693
Was kommt also? Eine kalte Welt, eine greller und ungerechter werdende Welt. Ein paar Dinge werden wir weiterhin tun dürfen: Denunzieren! Und vorsichtig sein, dass wir nicht „getriggert“ werden! http://www.danisch.de/blog/2014/12/17/feminismus-macht-dumm-sexualstrafrecht-nicht-mehr-lehrbar/
Und das eine bleibt unser Grundrecht bzw. unsere Grundpflicht – konsumieren! Und zwar alles – Menschen, Reize, Dinge, Erfahrungen – alles, was uns vom Mitgefühl wegbringt und hin zur Gier nach mehr führt, ist gut. Das wird man uns auch weiterhin lehren. https://www.youtube.com/watch?v=16y_375R1Jc
Und auch, dass wir Angst haben sollen – vor den anderen und am Besten noch vor uns selbst. Verantwortung sollen wir abgeben und nicht übernehmen, Liebe sollen wir verbergen und nicht leben und Ressentiments….. ja, Ressentiments dürfen wir haben. Und zwar gegen alle, die uns daran erinnern, dass wir unfrei, klein und unglücklich sind, wo wir frei, groß und glücklich sein könnten.

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