PEGIDA und ein paar Hintergründe

Seit einiger Zeit zeigt sich ein gewisser Unmut in Deutschland angesichts der Zuwanderung von Menschen aus uns fremden Kulturkreisen. PEGIDA ist hierbei das neueste Phänomen. Wir sind damit natürlich nicht allein – auch in der Schweiz scheint man ähnlich zu empfinden. Wir erinnern uns:

In einer Volksabstimmung hatte sich die Mehrheit der Schweizer dieses Jahr für eine Begrenzung der Einwanderung entschieden (was damals den deutschen EU-Parlamentarier Herrn Martin Schulz zum Lob der direkten Demokratie in der Schweiz und Heraus-Streichung ihrer Vorbildfunktion für Europa veranlasste, jedoch mit der Einschränkung, dass vergleichbare Abstimmungen risikoreich seien, da sich das Unbehagen der Europäer nicht grundsätzlich von jenem der Eidgenossen unterscheiden dürfte. Schönes Verständnis vom Souverän). http://www.sueddeutsche.de/politik/volksabstimmung-in-der-schweiz-freizuegigkeit-nein-danke-1.1883933 ).

Die Reaktion der Schweizer erklärte sich auch daraus, dass die Schweiz statistisch gesehen einen sehr hohen Anteil an Ausländern bzw. aus dem Ausland stammenden Menschen hat – immerhin 34,7% (bei uns liegt der entsprechende Anteil bei 19,5%). http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/07/blank/key/04.html Dass man dann angesichts dieser Zahlen und der mit der Einwanderung einhergehenden Phänomene wie Lohnniveausenkung, steigenden Mieten, Veränderung der eigenen Kultur, Kriminalität etc. irgendwann genug hat ist irgendwo verständlich.
Und bevor also der Mob künftig in Zürich deutsche Ärzte durch die Straßen jagt (Scherz), hat man sich für eine Begrenzung der Einwanderung entschieden. Möglicherweise auch, da in der Schweiz Statistiken über die Insassen von Haftanstalten bzw. deren Nationalität veröffentlicht werden. So sind in der Schweiz 75% der Insassen in den Gefängnissen Ausländer. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/03/05/key/ueberblick/wichtigsten_zahlen.html
Wie sieht es im großen Kanton, also bei uns aus? Bei uns gibt es weder Volksabstimmungen noch vollständige Statistiken über die Nationalität von Gefängnisinsassen. So fällt es vielleicht auch leichter, die Einwanderung als Gewinn zu bezeichnen und die Anwerbung der „willkommenen“ Ausländer geht weiter.
Man wird nicht müde, uns zu versichern, dass die Gerüchte von einer „Armutszuwanderung“ reiner Unsinn sind. http://web.de/magazine/nachrichten/deutschland/18499912-faktencheck-armutszuwanderung-deutschland.html#.hero.Sozialtourismus?%20Bl%C3%B6dsinn!.368.214 Die Zuwanderer seien ja im Schnitt sogar besser ausgebildet als wir! http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/zuwanderer-besser-ausgebildet-deutsche-buerger-zr-2922140.html
Das Bild kriegt allerdings einen leichten Knacks, wenn man Zahlen der Bundeszentrale für politische Bildung studiert. Was diese Behörde in ihrer Statistik von 2012, in der wie erwähnt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland auf 19,5% gesetzt wird, ergibt ein etwas anderes, ein gradezu sarrazinisches Bild.
Da liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an den Personen ohne Schulabschluss auf ganz Deutschland gesehen bei 62% (d.h. es gibt 2,7 Mill. Menschen in Deutschland ohne Schulabschluss und von diesen sind 62% mit Migrationshintergrund).
Oder es findet sich dieses Zitat: Im Jahr 2011 waren Personen mit Migrationshintergrund im Alter von 25 bis 65 Jahren fast doppelt so häufig erwerbslos wie Personen ohne Migrationshintergrund (9,3 gegenüber 4,9 Prozent aller Erwerbspersonen). Fehlt es tatsächlich in den Betrieben nur an Förderung und wären mehr Eingliederungsbeauftragte die Lösung?
Wenn tatsächlich überwiegend hochqualifizierte Menschen den Weg zu uns finden, kann mit diesen Zahlen etwas nicht stimmen. Oder es stimmt halt mit den vorher erwähnten Meldungen etwas nicht. Wer selber nachschlagen möchte: http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61649/migrationshintergrund-ii
Eine heitere Anekdote am Rande: Ich rief mal beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden an (das ist kein Scherz), um den Anteil von Ausländern an Gefängnisinsassen in Deutschland zu erfragen und bekam zur Antwort, dass eine solche Statistik zwar existiere, aber ohne Wert sei, da es bereits viele Deutsche mit Migrationshintergrund gäbe und man also beide gemeinsam erfassen müsse – wofür es aber keine entsprechende Statistik bei uns gibt. Und das sei politische Vorgabe.
Auf Nachfrage sagte man mir, dass sich die Anrufe von Bürgern häuften, welche gerne diese Zahlen erfragen wollen und denen beschieden werden muss, dass dies nicht vorliegt. Kurios.
Man ist bei uns auf Einzelmeldungen angewiesen und muss sich daraus ein Bild zusammenbasteln, welches leider nicht allzu schön aussieht. Da sagte zum Beispiel Frau Schwarzer im Jahre 2003 in einem Interview, dass in Köln 70-80% der Vergewaltigungen von Ausländern begangen werden. (Ich habe ähnliche Meldungen im Netz auch für Oslo oder englische Städte gesehen – aber dies nur am Rande). https://web.archive.org/web/20101202040839/http:/www.aliceschwarzer.de/zur-person/texte-ueber-alice/2003/ich-bin-es-leid-eine-frau-zu-sein-41203/
Oder man erinnere sich an die Feststellung von Frau Kirsten Heisig (die verstorbene Richterin Gnadenlos), die 2009 gesagt hatte, dass 80% der jugendlichen Straftäter in Berlin einen Migrationshintergrund haben und die etwas dagegen tun wollte. http://www.deutschlandradiokultur.de/eine-verlorene-generation-was-tun-gegen-die.970.de.html?dram:article_id=150087 Zu Frau Heisigs Buch: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=182592 Zu ihrem Selbstmord gab es auch kritische Stimmen. http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/tod-von-kirsten-heisig-das-ende-der-selbstmordversion-teil-3-.html Man könnte schon ins Grübeln kommen – cui bono? http://juergenelsaesser.wordpress.com/2010/08/30/thilo-sarrazin-und-kirsten-heisig/#more-2329
Oder es findet sich ein lesenswertes Interview im Netz mit einem ehemaligen Oberstaatsanwalt, der schlicht feststellt, dass bestimmte Straftaten vor allem von bestimmten Volksgruppen begangen werden (und immer wieder betont, dass er ja kein Rechter sei). http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/Man-darf-die-Fakten-nicht-verschweigen-article1223752.html
Wollen wir das oder haben wir das vielleicht auch schon? Zonen, in die man nicht mehr gehen sollte, wie in Frankreich, in denen wir Fremde im eigenen Land sind? In England gibt es das auch schon. Hier für Frankreich. http://www.gatestoneinstitute.org/3305/france-no-go-zones und http://sig.ville.gouv.fr/Atlas/ZUS/ Und hier für England. http://standpointmag.co.uk/node/3650/full
Es gäbe noch manches dazu zu sagen, doch ist das Bild vielleicht deutlich geworden, dass wir hier ein Problem haben.
Ich habe das irgendwo mal das Phänomen der blinden Flecken genannt, die wir nicht sehen. Wir sind bzw. werden so konditioniert, dieses Thema möglichst verständnisvoll und vorsichtig anzufassen (der Herr im Statistischen Bundesamt wirkte auch auf mich bei seinen Auskünften zur Sinnhaftigkeit der Nicht-Erstellung einer Statistik zur Migrationskriminalität recht angespannt – er verwies darauf, dass er weisungsgebunden sei und vorsichtig in seinen Äußerungen sein müsse).
Kurz – in dem Maße, wie wir mit den unschönen Konsequenzen der Zuwanderung konfrontiert werden, also Segregation, Senkung des Lohnniveaus, höhere Kriminalität und Gewalt, wird auch bei uns der Druck im Kessel steigen. PEGIDA dürfte insofern nur der Anfang sein. Und solange keine offene Debatte über dieses Thema möglich ist, in der möglichst vorurteilsfrei anhand von Fakten debattiert würde (träumen ist erlaubt, ich weiss), wird es keine wirkliche Lösung geben.
Wenn allerdings irgendwann die sozialen Sicherungssysteme brechen (was mathematisch logisch in den nächsten Jahren der Fall sein muss), kommt der Moment der Wahrheit. Dann wird sich zeigen, wie wahrhaftig die Integration ist, die uns im Moment noch von oben vorgebetet wird. Meine Vermutung: Sie wird als die Scharlatanerie, die sie ist, entlarvt werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s