Hass

Hass! Ein starkes Gefühl, wie uns eine Philosophenband aus Frankfurt anschaulich versichern kann. https://www.youtube.com/watch?v=UyHXSURcVJA

Laut Wikipedia ist Hass „eine menschliche Emotion scharfer und anhaltender Antipathie….. und steht allgemein für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung“. Zudem „ist das Gefühl des Hasses oft mit dem Wunsch verbunden, den Gehassten zu vernichten.“ Mehr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Hass

Sind wir eine hasserfüllte Gesellschaft? Aber nein – wir doch nicht! Bei soviel Toleranz, die wir einfordern und praktizieren – wo sollte da Raum für Hass sein? Indes ist einem intelligenten Blogger jüngst aufgefallen, dass in unserer Gesellschaft doch Hass zu finden ist – und zwar interessanterweise oft bei denen, welche durch Kritik an Aspekten unserer Gesellschaft auffallen. Dass sie hasserfüllt sind, erklären uns allerdings nicht sie selber (da waren die Böhsen Onkelz noch ehrlicher) – das machen die Medien. http://www.danisch.de/blog/2014/11/01/frust-und-hass-nur-noch-frust-und-hass/

Ist da etwas dran? Tendieren Medien dazu, anderslautende Meinungen als „hasserfüllt“ abzutun – oder unterstellen sie an manchen Stellen Hass? Ein kurzer Check der Wochenzeitung DIE ZEIT, bringt ein paar erstaunliche Meldungen zutage:

Da ist ja die PEGIDA in Dresden unterwegs – da ist noch kein Hass vorhanden, wohl aber Angst und Wut. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/pegida-dresden-protest-islamisierung-umgang-kommentar Wut und Zorn gibt es auch bei denen, die kritisches zum Feminismus oder zu Ausländern oder zum Thema Gender schreiben. http://www.zeit.de/2014/38/online-kommentare-digitale-oeffentlichkeit

Einer Schauspielerin, die ein Video gegen sexuelle Belästigung dreht, schlägt dann allerdings schon der blanke Hass entgegen. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-10/shoshana-roberts-10-hours-walking-new-york Der PEGIDA kann an anderer Stelle Rassismus unterstellt werden, das ist zumindest schon näher am Hass. http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/11/25/5500-bei-rassistischem-protest-in-dresden_17820

Und Akif Pirincci, Autor von „Deutschland von Sinnen“ ist offensichtlich auch ein hasserfüllter Mensch. http://www.zeit.de/2014/15/pirincci-deutschland-von-sinnen

Interessanterweise schlägt auch den Medien, d.h. auch der Zeit, großer Hass entgegen. http://www.zeit.de/2014/44/medien-qualitaet-journalismus-vertrauen/komplettansicht

Was also auffällt: An Stellen, wo es um für die Gesellschaft wesentliche Themen geht – Zuwanderung, Islam, Feminismus, auch die Rolle der Medien – wird den Andersdenkenden als ein Handlungsmotiv Hass unterstellt. Ich kann mich nicht erinnern, dass den Atomkraftgegnern der achtziger Jahre oder den Umweltschützern derselben Zeit oder den Eurogegnern Hass unterstellt worden wäre, als diese damals ihre Protestkundgebungen abhielten.

Die Tendenz, dem anderen HASS zu unterstellen, ist sehr bedenklich. Wer hasst, handelt aus niederen Motiven. So jemand gilt es zu bekämpfen oder von seinem Hass zu heilen. Debattieren sollte ich mit so jemanden wohl nicht. Eine seltsame Botschaft jedenfalls, die uns da präsentiert wird.

Kurzer Nachsatz: In der Berliner Zeitung von heute findet sich ein weiteres gutes Beispiel für eine Darstellung, die alles in einer bestimmten Weise einordnet. Da werden die Teilnehmer einer Friedensdemo (also eine traditionell eher linke Veranstaltung) unterwandert von „Verschwörungstheoretikern, Neurechten und Paranoikern“. Die Leserkommentare unter dem Artikel sind die Lektüre wert. http://www.berliner-zeitung.de/politik/-friedenswinter–vor-bellevue-verschwoerungstheoretiker-kapern-friedensdemo-in-berlin-,10808018,29318742.html

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