Werte und Veränderungen und weitere Perspek-Tiefen

Der Ausverkauf geht weiter – allerdings nicht nur der im Winterschlussverkauf, sondern der von unseren eigenen Werten und Traditionen. Die Umbenennung eines Weihnachtsmarktes in Winterfest in Berlin – Zeichen von Toleranz oder von Irrsinn? http://www.shortnews.de/id/1129386/berlin-weihnachtsmarkt-in-winterfest-umbenannt-gegen-den-willen-der-buerger

Ist eigentlich schon irgendwo eine Moschee in eine Kirche umbenannt worden? Oder besser – ein moslemisches Fest wie das Id al-Fitr, das Fastenbrechen nach dem Ramadan könnte doch einfach hierzulande in Fastenbrechen für Moslems und andere, abgekürzt FAMOA, umbenannt werden als Zeichen der Toleranz und Integration für Nicht-Muslime. Seltsam, dass dies noch niemand als Idee hatte.

Was an anderen Stellen schon fleissig demontiert wird, die sogenannten demokratischen Werte von Freiheit der Information (die nicht mehr gilt, wenn es um Geheimnisse des Staates geht), wird nun auch bei uns angegangen. Kampf also den Verrätern! http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/whistleblower-bundesregierung-will-strafanzeige-erstatten-a-1005728.html#

Und da das Internet doch arg trollverseucht ist und diese Kreaturen anders als Ebola leider nicht mit Soldaten bekämpft werden können (wir erinnern uns – der US-Präsident hatte 3000 Soldaten nach Sierra Leone geschickt, um das Virus dort zu bekämpfen), macht es Sinn, den Wert der freien Meinungsäusserung etwas…..hm…… einzuhegen. http://www.danisch.de/blog/2014/11/21/ende-der-volksmeinung-beginn-der-offiziellen-amtsmeinung/

Da waren doch auch letztens diese schlimmen Hooligans, die gegen Salafisten demonstrierten – da wurden übrigens auch vier von denen von der Antifa verprügelt, zwei davon derart, dass sie auf die Intensivstation eines Krankenhause mussten, was ja nun mal passieren kann – http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hooligans-in-hannover-polizei-ermittelt-wegen-versuchter-toetung-a-1003490.html

Jedenfalls waren angesichts dieser Demonstrationen ja Überlegungen laut geworden, das Demonstrationsrecht für solche Veranstaltungen künftig einzuschränken. Macht Sinn, da es Nachahmer gibt- in Dresden zieht seit einigen Wochen die PEGIDA montags durch die Stadt, die „Patriotischen Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“. http://www.mdr.de/sachsen/dresden/pegida-demonstration-dresden100.html

Die Bewegung wächst an. In Dresden sind es schon über 5000 Teilnehmer beim letzten Marsch gewesen. Die Einordnung als rechts gelingt dabei – noch. http://www.ardmediathek.de/tv/REPORT-MAINZ/Hooligans-gegen-Salafisten-Wer-sind-die/Das-Erste/Video?documentId=24941144&bcastId=310120 Die Facebook-Seite von PEGIDA wurde offenbar gemeldet. https://www.facebook.com/pages/PEGIDA/790669100971515
Man kann sich natürlich auch auf der Seite der PEGIDA selber informieren. http://pegida.de/

Die Bewegung findet bereits Nachahmer im Westen – in Düsseldorf zum Beispiel. http://www.ksta.de/nrw/-anti-islamisierungsdemo-pegida-,27916718,29217936.html Oder auch in Würzburg, wo allerdings 30 Protestierer von 200 Gegenprotestierenden aufgehalten wurden. http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Ueber-200-Demonstranten-blockieren-Pegida-Aufmarsch;art492151,8461965

Die PEGIDA distanziert sich dabei von Nazis und hat als Slogan „Wir sind das Volk“ und „Gewaltfrei und vereint gegen Glaubenskriege auf deutschem Boden“ für sich entdeckt.

Eine der Forderungen der PEGIDA lautet darauf, die Wahrheit über die Zunahme von Verbrechen von Asylbewerbern zu veröffentlichen. Da es hierzu keine offiziellen Statistiken gibt, ist man auf Raten (und auf Mutmaßungen) angewiesen. Zum Raten: Ja, eine Zunahme von Verbrechen an Orten mit erhöhtem Asylbewerberaufkommen klingt logisch.

Man bedenke: Die Mehrzahl der Asylbewerber ist jung und männlich. Sie kommen aus Staaten, die korrupt, ungerecht und gewalttätig sind. Sie dürfen bei uns nicht arbeiten. 97% der Asylanträge werden abgelehnt (was nicht heißt, dass abgeschoben wird). Es gibt das Gerücht, dass die Maghrebstaaten (d.h. die Mittelmeeranrainer wie Tunesien, Ägypten etc.) bewusst ihre Verbrecher auf Boote stecken und gen Norden schicken. Hierzu gibt es nur Gerüchte im Netz – es ist aber insofern logisch, da es nichts Neues in der Geschichte wäre.

Fidel Castro hat das in Kuba so gemacht, indem er Verbrecher auf Boote schaffen ließ und in die USA schickte (das kubanische Drogenkartell in Florida hat es ihm gedankt). Wer macht sich denn auf eine gefahrvolle Überfahrt auf? Die Mutigen – und die Gauner. Dies war auch bei der Einwanderung in die USA so.

Wenn in der Gegend, wo meine Eltern wohnen (ein bürgerlicher Vorort Wiesbadens) auf einmal Zigeuner auftauchen und dort betteln und an den Haustüren klingeln und in Häuser eindringen und nach Essen fragen, dann ist dies kein Phänomen, dass den Leuten gefällt.

Solche Meldungen dürften daher künftig häufiger werden. http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Aerger-um-Asylbewerber-Eurens-Ortsvorsteher-Hans-Alwin-Schmitz-befuerchtet-Eskalation-wegen-Belaestigungen;art754,4067319

Das Gute: Die Angst in unserer Gesellschaft, bloß nicht als rechts da zu stehen, wird einigen Erschütterungen unterliegen, wenn die Zuwanderung so weiter geht (und das wird sie erst mal wohl). Es braucht noch einige Zeit, zu erkennen, dass Heimatliebe nicht Fremdenhass bedeuten muss und dass Fremde aufzunehmen eine Grenze hat.

Dass in Berlin ausgerechnet ein paar türkische Kneipenbesitzer dagegen mit allerdings falschen Mitteln angingen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-kreuzberg-am-goerlitzer-park-eskaliert-die-gewalt/10985716.html

Staaten wie Australien oder Kanada verfolgen eine äußerst restriktive Einwanderungspolitik und lassen solche Asylanten (die nicht politisch verfolgt, sondern schlicht Wirtschaftsflüchtlinge sind) nicht zu sich hinein bzw. schieben sie sofort ab. Diese Staaten deshalb faschistisch zu nennen, fällt aber niemandem bei uns ein.

Auch hier also – die Perspektive ändern.

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