Novemberpoem

November ohne Blues?
Das wäre doch nur Schmus!
So’n richtiger November,
der ist grau und kalt und nass!
Frieren wie ein Landesfremder,
dunkeldumpf und ohne Spass,
treiben Tage trüb dahin –
Ach – die Frage nach dem Sinn!
Stellt sich, wellt sich, gellt hinaus –
Geistig arm? In Saus und Braus?
Wie das Leben denn nur leben?
Ohne oder doch mit Sinn?
Spass zu haben, nix zu geben –
Treiben Tage so dahin?

Doch gehen Dumpfgefühle bald,
reißt man aus (sei’s nur zum Wald),
dort blinkt manche Pfütze glücklich,
dort sagen Blätter Dir: Komm – bück Dich!
Nimm mich auf und schau mich an!
Sieh Farben und Fugen an mir – und dann
bedenke – ich wurd und ich war ein Blatt!
Wie ein Baum wohl tausende hat.
Dennoch war nur ich, wie ich war –
keins mir gleich – im ganzen Wald!
Und auch dieses ganze Jahr,
und auch diese ganze Welt,
sah kein andres, das mir gleich –
und so reich – so überreich –
ist die Schöpfung – ja, derartig –
und auch Du bist einzigartig!
Also komm – ja, komme bald –
Geh und atme tief im Wald….
Und was so schwer die Seele quält –
Im Walde hat sich’s abgeschält…..
Dann riecht die Luft schon wieder gut –
Dann regt sich in Dir neuer Mut –
Und dem so oft geschmähten November –
Dem sagst Du: Thank you! I’ll remember!

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