Schaffe, schaffe, Häusle baue…. (und net uff des Morgen schaue…)

Zuviel billiges bzw. auch williges Geld sucht nach Investitionen – also wird gebaut auf Teufel (sic) komm raus! Nicht, dass es nicht Wohnbedarf genug gäbe (so hat man in allen großen Städten den sozialen Wohnungsbau sträflich vernachlässigt mit den entsprechenden Folgen einer Bildung reicher – oder armer Ghettos, pardon, Viertel).
Doch wird in vielen Fällen einfach gebaut, da zum einen die Zinsen so niedrig sind (hier also noch Verschuldungswille bei den Bürgern vorhanden ist), zum anderen die Banken die Kreditnehmer brauchen – es dürfen also Kredite vergeben werden, dass es eine Freude ist!
Doch halt – war da nicht mal etwas in den USA? Oder in Spanien? Oder in Griechenland? In all diesen Ländern hatte es einen Aufschwung des Immobilienmarktes gegeben, bis derselbe dann platzte. Mit den Folgen von gesunkenen Häuserpreisen, Zwangsräumungen, Verarmungen, Anstieg der Obdachlosigkeit etc.
Bei uns haben diese Phänomene noch keinen Einzug gehalten – fest steht der germanische Block (denn in der Schweiz steigen die Immopreise wie bei uns). Doch in Österreich hat es schon die erste Delle gegeben – http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140102_OTS0074/immobilienmarkt-2013-deutlich-ruecklaeufig-remax-immobilien-zukunfts-index-laesst-fuer-2014-nur-wenig-preissteigerung-erwarten-bild
Auch bei uns ist eine solche Delle noch zu erwarten – die Kreditvergabe an sich ist, wie schon oft berichtet, bereits rückläufig. http://www.querschuesse.de/eurozone-19-monate-kreditkontraktion-in-folge/
So wie sich ein großes Gewitter durch ein sachtes, leises Grollen im Hintergrund ankündigen mag, so sind diese Anzeichen nur die ersten, zarten Ankündigungen des Sturms, der uns erwartet. Ganz praktisch werden uns in den nächsten Jahren Maßnahmen des Staates erwarten, welche den Menschen heute noch unglaublich erscheinen mögen.
In Griechenland, dass uns etwa drei-vier Jahre voraus ist, gibt es diese Dinge bereits. Eine exorbitante Anhebung der Steuern auf Immobilien. Einen deutlichen Rückgang der Preise von Immobilien. Eine starke Anhebung von Gas-, Wasser- und Strompreisen. http://www.griechenland-blog.gr/2013/02/10-gruende-keine-immobilie-in-griechenland-zu-kaufen/11214/
Wer immer sich in heutigen Zeiten mit dem Gedanken trägt, eine Immobilie zu kaufen, sollte gute Rechenkünste (und starke Nerven) haben, denn es drohen nicht nur Verluste von 100% des Anschaffungspreises – je nach Lage des Staates können diese Verluste auch mehr als 100% betragen. http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article13926714/Bis-zu-140-Prozent-Verlust-bei-Athener-Schuldenschnitt.html
Man möge für sich bedenken: Eine Immobilie ist, wie der Name sagt, im-mobil, unbeweglich. Ich kann nicht mit ihr weglaufen. Der Staat weiß immer, was sie gekostet hat und ist frei darin, den Wert neu festzusetzen, um so mehr Abgaben an sich zu generieren. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=265056
Der Satz “hier kann das doch nicht passieren“ ist nur solange wahr, wie es hier nicht passiert ist.

Wir raten jedenfalls allen unseren Lesern, von Immobilien zum jetzigen Zeitpunkt die Finger zu lassen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s