Luken dicht

Ei der Daus – unsere Bundesregierung will den Bürgern zu einer Notvorratshaltung raten…. ei gugge da. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-s-exklusiv-so-will-die-bundesregierung-im-kriegsfall-reagieren-14398973.html

Besser spät als nie – ob man nun den Konflikt mit Russland dabei im Auge hatte, die Aussicht auf innere Unruhen oder das öffentliche Leben lahmlegende Terroranschläge, Wetterkapriolen (Münster ist überall) oder was auch immer – der Ratschlag an sich ist gut.

Die Zersetzung der Gesellschaft schreitet voran, Konflikte schwelen vor sich hin oder werden durch neue ergänzt (in Syrien bekämpfen sich nun auch Kurden und Assad-Truppen – nominell Verbündete, kann der Streit um Beute und außenpolitische Einflüsse neue Situationen schaffen). Ach – da lese ich gerade, dass nun auch die Türkei einmarschiert ist. Warum nicht? Russen und Amis sind dort auch schon stationiert (wobei die Amerikaner nicht auf Einladung der syrischen Regierung dort sind).

Was wäre wohl, wenn russische Truppen einen Stützpunkt in Afghanistan errichten würden (ohne Einwilligung der Regierung in Kabul)? Was würde unsere Presse dann wohl berichten? Aber zurück zur Situation:

An der Grenze zwischen Libanon und Israel stehen sich israelische und libanesische Streitkräfte aktuell in Gefechtsbereitschaft gegenüber. Ebenso verhält es sich mit russischen und ukrainischen Truppen an der Krim und mit ukrainischen und Donbass-Truppen im Osten des Landes.

Something will break…. nicht komplett natürlich, es wird nur der nächste Schritt abwärts sein – in Richtung Boden und Wiederaufstieg (ein schöner, gänzlich anders gearteter Kommentar hierzu findet sich dort: http://www.schauungen.de/forum/index.php?id=33472

Apokalypse oder Erlösung – suum cuique. Glück auf – und Luken dicht.

 

Zufälle gibt’s…..

Kurz vor den Anschlägen vom 11.09.2001, bei denen das World Trade Center von Flugzeugen attackiert worden war, hatte der damalige US-Amerikanische Verteidigungsminister Rumsfeld (there are things we know, we don’t know) eingeräumt, dass im Budget des Verteidigungsministeriums ein klitzekleines Löchlein entstanden sei.

Durch besagtes Löchlein seien 2,3 Bill Dollar (kein Rechtschreibfehler – er sprach von 2,3 Trill Dollar, Trillionen sind im Deutschen Billionen, also 2.300 Mrd Dollar) verschwunden und nicht mehr auffindbar. https://www.armstrongeconomics.com/world-news/taxes/defense-department-missing-6-5-trillion-up-from-2-3-trillion-in-2001/

Naja, so kleine Summen können schon mal verschwinden…. Nun, 15 Jahre später, ist die Summe an Geldern, von denen man im Verteidigungsministerium nicht zu wissen scheint, wohin sie verschwunden sind , auf immerhin 6,5 Bill Dollar angewachsen. Zum Vergleich: Der Staatshaushalt der BRD für 2016 beträgt 320 Mrd. Euro.

Der dolle Zufall dabei: Verteidigungsminister Rumsfeld hatte den Verlust von 2,3 Bill Dollar am 10.09.2001 vermeldet – einen Tag vor den Anschlägen auf die Zwillingstürme. NACH den Anschlägen war plötzlich keine Rede mehr von dem verschwundenen Geld – der Fokus lag auf anderen Dingen.

Glück im Unglück? Oder ein wirklich doller Zufall? Von denen gibt es gerade im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11.09. noch einige…. Zwei Kostproben nur: Der Investor, welcher das World Trade Center für die stolze Summe von 3,2 Mrd Dollar geleast hatte, hatte diesen Handel genau sechs Wochen vor dem Einsturz abgeschlossen.

Besagter Investor namens Larry Silverstein hatte damals diesen sehr schlecht aussehenden Deal an Land gezogen, bei welchem (wegen schwindender Mieterzahl, hohen Renovierungsaufwänden etc.) keine nachhaltigen Gewinne zu erwarten waren.

Dies änderte sich allerdings, als die Türme kollabierten und Larry Silverstein von der Versicherung als Schadensersatz die Summe von 4,6 Mrd Dollar ausgezahlt bekam. Noch so ein seltsamer Zufall….. http://www.whatreallyhappened.com/WRHARTICLES/silverstein.html

In Extremsituationen können per Zufall sogar die Naturgesetze außer Kraft gesetzt werden: Nach dem Anschlag wurden im Schutt der zusammengestürzten Bauwerke unter anderem auch ein Pass eines der Selbstmordattentäter gefunden. Wie es dieser geschafft hatte, durch Flugzeug, Wolkenkratzer, Feuer und Explosion hindurch unbeschadet am Boden zu landen und dort von einem FBI-Agenten gefunden zu werden, kann leider nicht nach konstruiert werden – ein doller Zufall, aber so was gibt es eben. https://uk.answers.yahoo.com/question/index;_ylt=A9mSs2hJrbZXOVkAWKgzCQx.;_ylu=X3oDMTByZzJoOXByBGNvbG8DaXIyBHBvcwM0BHZ0aWQDBHNlYwNzcg–?qid=20130327183121AA9Lmjb&p=passport%20found%209%2F11%20rubble

Unser modernes Leben wird, so scheint mir, immer reicher an solchen Zufällen. Da werden in von den Vereinten Nationen betriebenen Flüchtlingslagern auf einmal die Hilfsgelder gekürzt und die Insassen erhalten auf ihren Handys Botschaften, dass sie in Germania eine Mutter Merkel erwartet…. Erinnert sich jemand noch an die Nachrichten des letzten Jahres? Ich schon.

Und schwupps – machen sich 1,5 Millionen auf den Weg und schaffen es auch – hierher zumindest. Und senden die frohe Botschaft in die Welt: Kinder, kommt nach Germania!

Oder da läuft in München ein junger Mann herum und schießt blindwütig um sich, tötet zehn Menschen. Wenn man sich ausrechnet, wieviele er angeschossen hat, kommt man auf eine Trefferquote von über 70%. Ich erinnere mich noch des Deutschießens bei der Bundeswehr –schwer, da jemand zu treffen. Tödlich zu treffen sogar sehr schwer.

Aber der junge Mann hat’s geschafft, was für einen nicht-ausgebildeten Schützen schon sehr beachtlich ist (dass Counterstrike Scharfschützen hervorbringt, war mir bis dato nicht bekannt). Wieder so ein Zufall, dass der psychisch gestörte Mann (merke: Es sind immer psychisch gestörte Männer, wenn es nicht grade Neonazis sind) offenbar ein verhinderter Meisterschütze war……

Zufälle über Zufälle – ein deutscher Reporter erlebt als Zufallsbeobachter die Attentate in Nizza und München mit – also wirklich, Sachen gibt’s…..  Oder da stehen die syrischen Regierungstruppen kurz davor, endlich die köpfeabschneidenden und Schwule-von-Dächern-schmeißenden Rebellen aus der Stadt Aleppo zu vertreiben…. Und was geschieht?

Ein Giftgaseinsatz der syrischen Regierungstruppen! Skandal (und ähnlich schlecht getimt wie die letzte Aktion, als sich Assad 2013 just in dem Moment entschlossen hatte, Giftgas einzusetzen, als Obama angemerkt hatte, dass der Einsatz von Giftgas hieße, „eine rote Linie“ zu überschreiten…..).

Leider wirkte diese rote Linie offenbar auf Präsident Assad wie die Koks-Linie auf den Süchtigen – und zack! Doch immerhin – der aktuelle Skandal ist schon längst wieder verpufft…. (Man sollte an gewissen Stellen bessere Drehbuchschreiber engagieren, scheint mir).

Warten wir ab, welche Zufälle demnächst im „Käfig der Narren“ (auch westliche Welt genannt) passieren.

Hand drauf!

Handschlag ist nicht gleich Handschlag. Diese so simple wie kohärente Aussage wurde letztens bei den Olympischen Spielen bekräftigt. Ein ägyptischer Sportler verweigerte seinem israelischen Kontrahenten nach verlorenem Kampf den Handschlag. http://www.gmx.net/magazine/sport/olympia/olympia-2016-aegyptischer-judoka-islam-el-shehaby-hause-geschickt-31808428

Die Medien- bzw. öffentliche Reaktion war recht einhellig: Das gehört sich nicht! Was dem zugrundelag (innenpolitische, außenpolitische, religiöse, persönliche Gründe etc.) wurde nicht weiter nachgefragt. Wegen „unsportlichen Verhaltens“ wurde der Athlet in den Flieger gesteckt und nach Hause geschickt.

Nun mag man darüber denken wie man will – jedenfalls wurde das Verhalten geahndet und deutlich gezeigt: Das wollen wir nicht! Bzw. wurde klargemacht, dass man nach den Regeln der Olympischen Spiele, deren Gäste beide waren, man sich die Hand zu geben hat. So weit, so gut.

Szenenwechsel: Eine Schule in Deutschland. Ein muslimischer Mann ist zur Lehrerin seines Sohnes bestellt. Er verweigert dieser den Handschlag, worauf ihn die Lehrerin rausschmeißt und wegen Frauenverachtung anzeigt. Der Mann wiederum zeigt die Lehrerin wegen Verletzung seiner Religion an (die ihm verbietet, Frauen die Hand zu geben). http://www.tagesspiegel.de/berlin/privatschule-in-berlin-pankow-handschlag-verweigert-imam-zeigt-lehrerin-an/13778826.html

Auch hier ließ die Konsequenz nicht lange auf sich warten: Die Schule zeigte dem Mann was Sache ist und….. .entschuldigte sich bei ihm. http://www.spiegel.de/schulspiegel/handschlag-eklat-in-berlin-schule-entschuldigt-sich-bei-imam-a-1102960.html

Laut der Initiave „Schule ohne Rassismus“ handelte es sich (s. den ersten Link) um ein „Standortproblem“. Wie sehr die Initiave unwissend damit recht gehabt hatte, dürfte ihnen nicht klar sein…..

Kurz: Im ersten Falle (Olympia) gelten die Regeln des Gastgebers, im zweiten Falle die Regeln des Gastes. Oder im ersten Fall das Althergebrachte, im zweiten Fall das Neue. Es ist nur ein winziges Anekdötchen, aber ein gutes Symbol für die fehlerhafte Entwicklung hierzulande.

Auf diese Art wird der Hass- und Angstaufbau gepflegt. Die eine Seite wird immer weiter fordern, die andere Seite immer weiter nachgeben. Der Riss in der Bevölkerung wird immer größer werden wie das Misstrauen auch. Die eine Seite darf medial über Diskriminierung schimpfen, die andere ärgert sich im stillen Kämmerlein oder kotzt sich in Foren aus.

Aus Wut wird Zorn, aus Zorn Gewaltbereitschaft. Und irgendwann Gewalt. Die dann als Begründung für schärfere Gesetzgebung herangezogen werden darf, die die Spirale der Gewalt sich weiter drehen lässt. Traurig. Und dumm. Aber gewollt.

Es bleibt nur dies: Wenn man schon Unwillen und Wut entwickelt, sollte man sie gegen diejenigen richten, die für all das verantwortlich sind (nicht als Gewalt, sondern als Protest). Und man könnte auch mal schauen, inwiefern man selbst dazu beiträgt, das System am Leben zu erhalten. Und am Besten schaut man zunächst in den Spiegel. Gnothi seauton, sagten schon die alten Griechen. Erkenne Dich selbst.

Kommt das, weicht nämlich der ungerechte Zorn. Der gerechte bleibt.🙂

Alter/neuer Brandherd Ukraine?

Die Ukraine ist längst aus dem Fokus der deutschen wie internationalen Presse verschwunden….. weder MH17 noch Putins unsichtbare Panzer noch all die vielen Interventionen seitens der Russen (allesamt nur behauptet und keine bewiesen) haben dazu geführt, dass die NATO in einen Konflikt mit Russland geriet. Gottseidank!

Während also die Medienmeute nach Syrien weitergezogen ist, sterben im Donbass weiterhin Menschen, schmiert die Wirtschaft weiter ab und verlassen mehr und mehr Ukrainer ihr Land. Dinge, die vor Ort berichtenswert wären, tauchen nicht mehr in den Nachrichten auf.

Da gab es zum Beispiel einen wochenlangen Protestmarsch zehntausender Ukrainer aus drei Teilen des Landes, der sich am Ende in Kiew vereinte. Ein stiller und eindrucksvoller Nachweis des Friedenswillens der Bevölkerung. Medienecho? Fehlanzeige. (Erinnert sich jemand an die Medienberichte über die Proteste in Kiew vor zwei Jahren? Tja – was nicht passt, wird nicht berichtet).

Oder: Da ereignet sich Anfang August ein Feuergefecht an der Grenze zwischen Krim (jetzt russisches Staatsgebiet) und Ukraine. Russische Grenztruppen nehmen verschiedene Ukrainer mit Kampfausrüstung fest. Diese räumen nach Vernehmung ein, von den ukrainischen Behörden auf die Krim geschickt worden zu sein, um dort Terroranschläge zu verüben. http://thesaker.is/the-ukrainian-defense-ministrys-main-intelligence-directorate-terror-plot-foiled-in-crimea-august-2016-sitrep-by-scott/

Nun sollte man bei Berichten dieser Art IMMER misstrauisch sein – auch auf russischer Seite gibt es das Interesse, Dinge so darzustellen, dass sie den eigenen Zielen dienen. Aber eines sollte man tun: Darüber berichten! Leider hat sich die Lückenpresse hier wieder ihres Namens verdient gemacht.

Kleiner Exkurs: Auch wenn der Name Lückenpresse wegen der vielen Lücken, die die Presse heute aufweist, angebracht ist, wären Alternativen vielleicht noch besser. Tückenpresse, da tückisch? Oder Mückenpresse wegen der abnehmenden Bedeutung? Dies bleibt für ein anderes Mal zu überlegen.

Nun wäre es von ukrainischer Seite aus vollkommen logisch, zu versuchen, auf der Krim Chaos zu erzeugen und es dann den Russen in die Schuhe zu schieben: Die ukrainische Wirtschaft implodiert. Die Menschen sind mehr und mehr mit der herrschenden Situation unzufrieden.

Oligarchen haben das Land unter sich aufgeteilt, die Bevölkerung ist kriegsmüde und den Herrschenden schwimmen die Felle davon. Noch funktioniert aber der in 25 Jahren Umerziehung eingepflanzte Impuls, Russland als den Feind anzusehen. Und noch sitzt mit Petro Poroschenko ein Mann von Washingtons Gnaden auf dem Präsidentensessel in Kiew. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/17/wikileaks-poroschenko-ist-seit-jahren-informant-fuer-die-usa/

Ein furchtbarer Terroranschlag, eine schmutzige Atombombe oder irgendetwas, was hunderte oder gar tausende Menschenleben kostet (und den Russen eben in die Schuhe geschoben werden kann) wäre da die optimale Lösung. Wer nicht glaubt, dass die Herrschenden dazu in der Lage wären, möge sich den Fall MH 17 vor Augen führen.

Alles, was wir heute wissen, deutet darauf hin, dass dieses Flugzeug bewusst von der Ukraine abgeschossen worden war, um die Russen an den Pranger zu stellen (und zumindest medial hat man das ausgiebig bei uns getan. „Stoppt Putin!“ war da noch milde).

Frau Durer hat bei einer ihrer „Reisen“ (d.h. bei ihrer hellsichtigen Tätigkeit) auch einmal eine schreckliche Situation in der Ukraine in der Zukunft wahrgenommen und vermutete, dass es sich dabei um den Einsatz einer schmutzigen Atombombe im Süden der Ukraine handelte.

Hoffen wir, dass es nicht so kommt. Ich wäre aber nicht überrascht, wenn die nächsten Wochen etwas Schlimmes in der Ukraine passiert, was dann als Begründung herangezogen wird, die Kooperation in Syrien zwischen Russland und den USA zu beenden oder russischen Staatsbürgern künftig die Einreise in die EU zu verweigern etc. Auch möglich, dass der eingeschlafene Konflikt in Form von Gefechten wieder aufflammt.

Wir werden sehen. Der Konflikt zwischen Westen und Russland muss am Köcheln gehalten werden. Frau Clinton dürfte uns diesbezüglich künftig einige Überraschungen bereiten.

Drei in einer Reih‘

Wenn verschiedene Herrschaften unabhängig voneinander zu ähnlichen Ergebnissen kommen, sollte man als Leser (und vielleicht sogar Versteher) hellhörig werden….

Martin Armstrong, „der Vorhersager“, wird nicht müde, zu verkünden, dass Europa (und die Welt) kurz vor chaotischen Zuständen stünden. https://www.armstrongeconomics.com/international-news/europes-current-economy/europe-on-the-brink-of-complete-chaos/

Ah, das reimte sich – dann mal im Reim weiter: Unterstützung erwächst ihm aus den Reihen der Sterne, denn die sie da deuten (und deuten sie gerne), die erwarten für die nächste Zeit auch manches Schlechte – sich darauf einzustellen wär also das Rechte.

Um es wieder nüchtern-prosaisch zu vollenden: Nach dem Economic Confidence Model (ECM) von Herrn Armstrong kommt dieses Jahr bis spätestens Anfang nächsten Jahres der nächste Absturz – in der Wirtschaft und im Vertrauen – jedenfalls ein sicht- und fühlbarer Einbruch. (Als hätten wir nicht schon Einbrüche genug in unserer Gegend…..).

Der schon  hier verlinkte Star unter den Untergangs-Sterndeutern, Herr Manfred Zimmel, prgnostiziert, dass 2016/2017 die „Jahre der Trübsal“ beginnen, welche durch wirtschaftliche Not, Seuchen, Kriege und Chaos gekennzeichnet sein werden. http://www.amanita.at/interessantes?id=1494

Mit seiner Zuordnung von Ereignissen zu „Prophezeiungen“ aus der Bibel gehe ich nicht konform, mit manchen seiner Vorhersagen aber durchaus schon. Zudem die von mir persönlich geschätzte Frau Christiane Durer eifrig in dasselbe Horn stößt (mit anderen Begrifflichkeiten allerdings und ohne Bibel-Bezug):

2017 beginne die siebenjährige Zeit des Gefängnisses. Dieses sei primär ein geistig-ideologisches Gefängnis, in dem die Leute nicht mehr in der Lage wären, aus ihren mentalen Strukturen auszusteigen. Stattdessen würde krampfhaft versucht, an allem festzuhalten (Glaubenssätze, Gesellschaft etc.) – um am Ende alles zu verlieren……

Tja – keine schönen Aussichten also. Indes auch ohne Sterne vollkommen logisch. Immerwährende Aufschuldung geht nicht. Auch immer mehr Körper und Geist vergiftende Tendenzen zuzulassen, kann nicht ohne Folgen bleiben (Elektrosmog, genveränderte Nahrungsmittel, neue Ideologien, Vermögenskonzentration, desaströse Einwanderungspolitik, Verdummung breiter Bevölkerungsschichten bei gleichzeitiger Negierung all dieser Tendenzen etc.).

Wer sich die Negierung live ansehen will, kann diese schöne Debatte bei Hart aber Fair verfolgen, wo der einsame Rufer in der Wüste, Herr Manfred Spitzer, von den anderen zunehmend wie ein Alien betrachtet wird. https://www.youtube.com/watch?v=Z4V9_cAiroQ

Wie sagte George Orwell so treffend: In Zeiten der Lüge ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt. Oder Berthold (geht es mir mal schlecht – les ich) Brecht: Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.

Immerhin: Auch dem Esoterischen vollkommen ablehnend gegenüber stehenden Personen wie dem wackeren Informatiker (und klugen Kopf) Hadmut Danisch schwant auf die nächsten Jahre gesehen Übles…. http://www.danisch.de/blog/2016/08/10/berliner-verhaeltnisse-haut-ab-das-ist-unsere-strasse/

Und wie auch nicht? Wer nun noch meint, es würde ohne große Verwerfungen abgehen, der befindet sich am Nil. Oder „in denial“, wie die Engländer sagen.🙂

Also lieber nicht am Nil sein. Sondern am Rhein und an der Oder und sich vorbereiten – innerlich wie äußerlich. Wobei vor allem das Innere das Entscheidende ist. Und da sind u.a. die drei uralten, ewig-neuen Eigenschaften maßgeblich: Wahrheitsliebe. Güte. Eintreten für Gerechtigkeit.

Eine lustige Geschichte

Eine heitere Anekdote aus dem Taunus sandte mir ein Bekannter zu. Im Platow-Brief, einem gehobenen und eigentlich rechtsextremen Gedankenguts abholden Informationsdienst zur Wirtschaft, war folgende Anekdote zu finden (ich fand sie nicht auf der Homepage des Briefes, daher kann ich sie nicht verlinken):

Die sogenannte Taunusbahn verkehrt zwischen dem Hochtaunus und der Stadt Frankfurt. Fahrgäste schätzen an der Taunusbahn, dass sie eine zügige Verbindung zur Stadt ist, da sie zwischen Bad Homburg und der Stadt nicht viele Haltestationen anfährt.

Die 1. Klasse wurde bis vor kurzem gerne von einer bestimmten Klientel genutzt, welche die Anfahrt in die Glaspaläste der City (und die Heimfahrt am Abend) gerne etwas angenehmer und entspannter erleben wollte. Nun hat sich dieser – sagen wir – alteingesessenen Kundschaft eine neue Kundschaft hinzugesellt.

Diese – ebenfalls mit Smartphones, aber nicht mit Fahrscheinen und nur mit rudimentären Deutschkenntnissen ausgestattet – okkupiere mehr und mehr Raum in der 1. Klasse, würde nicht kontrolliert, benähme sich schlecht und hinterließe die 1. Klasse in einem ungepflegten Zustand (was auch das Zugpersonal einräume).

Ausdrücke des Unwillens der alteingesessenen Kundschaft würden von den neuen Kunden der Taunusbahn (sie „Schwarzfahrer“ zu nennen, hieße interkulturellen und rassistischen Missverständnissen Tür und Tor zu öffnen und wird daher hier nicht vorgenommen), unwillig aufgenommen.

Es seien auch schon (alteingessene) Fahrgäste als ausländerfeindlich bezeichnet worden und manche hätten befürchten müssen, dass Ihnen das Handy weggenommen wird (da man von der wegnehmenden Partei unterstellt hätte, dass man heimlich Fotos oder Aufnahmen gemacht habe).

Nun würde mein alter Gesellschaftslehre-Lehrer vermutlich jubilieren und sagen: Recht geschieht den Bonzen! (Oder wen man so dafür hält). Sollen sie mal mit der Armut direkt konfrontiert werden!

Man könnte es auch positiv sehen: Die Führungskräfte von heute treffen auf die Fachkräfte von morgen. Aus dem interkulturellen Dialog sollten viele wertvolle Impulse für das gedeihliche Zusammenleben von Bio- und Zukunftsdeutschen entstehen können.

Man könnte es auch als Einführung neuer und interessanter Sitten und Gebräuche ansehen – und natürlich ist es auch ein schönes Symbol für eine Welt zu Gast bei Freunden – denn Gäste lässt man nicht zahlen – die lädt man ein (auch zum Bahnfahren). Da etwas lockerer zu sein, tut den verbiesterten Deutschen mal ganz gut.

Wer will, kann das natürlich auch als Symbol der Veränderung ansehen. Deutschland verändert sich – und das halt überall. Man wird künftig Gated Communities brauchen (und auch schaffen), wenn man bestimmten Eindrücken nicht ausgesetzt sein möchte.

Ich selbst sehe es neutral. Die Neuankömmlinge testen ihre Grenzen aus. Solange ihnen keine gesetzt werden, wird ein Teil von ihnen diese weiter austesten. Ansonsten gilt das, was Peter Scholl-Latour sagte: Wir können Kalkutta nicht retten, indem wir Kalkutta zu uns holen.

Dummerweise haben wir genau das versucht.

Deutschland – (k)ein Sommermärchen

Was mir nebenbei noch im Urlaub auffiel – die meisten Menschen scheinen tatsächlich in einem Zustand mehr oder weniger starker kognitiver Dissonanz zu leben und nicht fähig oder willens zu sein, aus ihren Denkmustern auszusteigen. Neues zu integrieren. Vielleicht ist das heute eine Überlebensnotwendigkeit?

Zwar wird leises Unbehagen hier und da stärker, doch es folgen daraus keine Aktionen. Und da keine Verknüpfung von Ereignissen erfolgt, die Ladedadidu-Presse sich in Beruhigungs- und Durchhalteparolen erschöpft und das Leben eh so hektisch und stressig ist – warum sich kümmern

Die Kinder, die Ausbildung, der Job, Fortbildungen, Grillfeste, Pokemon Go, Stand Up Paddeln, Festivals, Konzerte – es ist doch so viel zu tun. Und alles funktioniert ja auch noch. Die Banken überweisen Geld (und auch, wenn von dem eigenen Konto eines Tages 10% gezypert würden, täten sie das immer noch).

Die Städte sind weitgehend sicher (in bestimmte Bereiche geht man halt nicht mehr). Dass die Kleinen smartphonesüchtig mit unangenehmen Begleiterscheinungen sind – wen kümmert’s? Man schaue mal hier auf die Reaktionen auf Professor Spitzer. Der Rufer in der Wüste ist der Spinner. https://www.youtube.com/watch?v=9iBA0WlmbI0

Irgendwo fand ich mal im Netz den Blog einer Berliner Lehrerin mit Beschreibungen aus ihrem Alltag. Durchaus auch humorvoll schilderte sie über ihre von Migrantenkindern geprägten Klassen und was da so passiert. Dass sie gleichzeitig Thilo Sarrazins Thesen bestätigte, schien ihr nicht klar zu sein.

Ich war von der realistischen Schilderung ihrer Schwierigkeiten, den Kindern auch nur grundlegendste Manieren oder Kenntnisse beibringen zu wollen fasziniert und schrieb als Kommentar: Das ist der Untergang dieses Landes. Der Kommentar wurde denn auch schnell gelöscht.

Bildungsstandards sinken, Ausbildungsstandards, sinken, Studienstandards sinken, gleichzeitig wird unbarmherzig an der Zeitschraube gedreht (schneller! Noch schneller!!) – wo soll da die Zeit zur Reflektion herkommen? Für das Begreifen des großen Bildes?

Und selbst wenn hier auf einmal Terroranschläge kämen, denen hunderte von Menschen zum Opfer fallen – das Leben würde weiter gehen. Und auch wenn die Vergewaltigungsfälle sich verzehnfachen sollten – es wären immer noch nur ein paar tausend Frauen. Das Papier bliebe geduldig, die Statistik wahrscheinlich geschönt.

Aus der Frustration und der Wut würde die Tendenz zu Gewalttaten gegen Ausländer oder vielleicht gegen Politiker erwachsen – und diese würde als neue Begründung für die Gefahr von Rechts herangezogen werden. Und immer so weiter.

Es gibt keine Massendemonstrationen mehr – Flashmobs schon. Mahnwachen für den Frieden bringen eine Handvoll Leutchen zusammen. PEGIDA ist böse, wie es die Montagsmahnwachen auch waren. Die AfD ist vermutlich auch nur ein Konstrukt von Leuten, die dem System angehörig sind.

Intelligenter Protest wird nichts bewirken. Was hat ein Professor Schachtschneider erreicht? Die Stimmen eines Ken Jebsen oder eines Jürgen Elsässer werden nur am Rande wahrgenommen – wann sie verstummen (oder zum Schweigen gebracht werden)? Ich weiß es nicht.

Und ich merke es in Gesprächen und auch an mir selbst: Der Unwille, andere Meinungen zu hören, wird immer größer. Vermutlich WEIL die kognitive Dissonanz immer stärker wird. In den allermeisten Fällen, wenn ich vorsichtig ein eher brisantes Thema anschneide, nehme ich auf der anderen Seite ein mehr oder weniger ausgeprägtes Unbehagen wahr.

Oder es passiert das genaue Gegenteil: Auf einmal schüttet mir jemand sein Herz aus und textet mich damit voll, ich hätte ja recht und es wäre schlimm etc. (Das kann dann mitunter zeitaufwendig und sogar anstrengender als die erstegenannte Reaktion sein).🙂

Jedenfalls scheint mir aus dem Gesagten ersichtlich, dass wir noch einige Jahre nach unten haben. Unsere Reaktionen, die Wut und der Widerstand, sind wahrscheinlich von den Herrschenden einkalkuliert. Ebenso wie das Bedürfnis vieler, eingelullt bleiben zu wollen. In der Wohlfühlblase.

Man wird dies nutzen und es wird keine Revolution geben. Sondern eben Verhältnisse, die sich immer weiter verschlechtern – bis es dann eines Tages kippt. Oder vielleicht glauben wir dann auch nur, es kippt, und es geht noch weiter nach unten. Man kann auch mit der Hälfte des Geldes leben. Oder mit einem Viertel davon. Oder sogar einem Zehntel. Alles möglich. Und man kann auch mit Ghettos leben. Oder mehr Gewalt und Unsicherheit. Man kann.

Da die Gemütlichkeit der Freiheit vorgezogen wird, müssen wir es aushalten, dass der Spielraum der Gemütlichkeit immer enger wird. Immerhin: Es wird dann sicher virtuelle Welten geben, in die sich mancher flüchten kann. Aber schön – schön wird diese neue Welt nicht. Kein Sommermärchen mehr.

Aber offenbar die Geschichte, die es zum Erwachen braucht. In der Zwischenzeit bleibt jedem die Wahl: Opposition oder nicht, innere oder echte Emigration – was einen persönlich halt anspricht. Anders- oder klar Denkende werden jedenfalls hierzulande zu Parias werden. Auch nicht gerade angenehm.

Ich nehme nicht an, dass es diesen Blog in zwei Jahren noch geben wird. Mal schaun.

Bleibt für jetzt nur, bei sich zu bleiben. Und an den Stellen ehrlich, wo es angebracht ist. Wo und wann das ist, wird das Schicksal schon zeigen.